Nio hat in China die ersten Batteriewechselstationen der fünften Generation in Betrieb genommen. Die neuen Anlagen starteten in Beijing, Shanghai, Guangzhou, Suzhou, Hefei, Chengdu und Quanzhou. Der Standort am Qiaoxiang Gymnasium in Quanzhou ist zugleich die 4000. Batteriewechselstation des Unternehmens in der Volksrepublik. Zum 7. August betrieb Nio dort eigenen Angaben zufolge insgesamt 4006 Wechselstationen.
Die wichtigste technische Änderung betrifft die Fahrzeugkompatibilität. Nach Angaben von Nio passt die neu entwickelte Wechselplattform ihre Konfiguration an das jeweilige Elektroauto an und erkennt dessen Batteriebefestigungspunkte. Unterstützt werden Fahrzeuge mit Radständen von bis zu 3,5 Metern. Damit können erstmals Modelle aller drei Konzernmarken Nio, Onvo und Firefly dasselbe Wechselstationssystem nutzen, vom Kleinwagen bis zum SUV.
Der rund vier Meter lange E-Kleinwagen der Marke Firefly konnte die bisherigen Nio-Wechselstationen aufgrund seines kürzeren Radstands bisher nicht nutzen. Mit der fünften Stationsgeneration wird das Batteriewechselkonzept damit erstmals auch auf die kleinere Fahrzeugarchitektur des Konzerns ausgeweitet. Offizielle technische Daten zu Batteriekapazität der neuesten Station, maximalen Wechselvorgängen pro Tag oder einer gegenüber der vierten Generation verkürzten Wechselzeit liegen derzeit nicht vor.
Parallel zum Start der jüngsten Generation hat Nio einen weiteren Nutzungsmeilenstein erreicht: Am 7. August wurde nach Unternehmensangaben der 120-millionste Batteriewechsel durchgeführt. Die Marke von 100 Millionen Wechseln hatte man erst am 6. Februar 2026 überschritten. Zu diesem Zeitpunkt betrieb das Unternehmen weltweit 3790 „Power Swap Stations“ und kündigte für 2026 den Bau von weiteren 1000 Stationen an.
Für Europa weist Nio aktuell 61 Power Swap Stations aus. Zugleich hat das Unternehmen seinen internationalen Infrastrukturausbau zuletzt zurückgefahren und plant nach aktuellen Medienberichten 2026 keine weiteren Batteriewechselstationen auf dem Kontinent. Ein Termin für die Einführung der fünften Stationsgeneration in Deutschland oder anderen europäischen Märkten wurde bislang nicht genannt.

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