Der britische Sportwagenbauer McLaren steht vor einem Wandel seines Portfolios. Unter neuer Führung und neuen Eigentümern bereitet sich das Unternehmen auf eine neue Ära in der Automobilproduktion vor. Nick Collins, CEO der McLaren Group Holdings, äußerte sich dazu kürzlich gegenüber AutoExpress sehr optimistisch. Er betonte die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen für die Zukunft des Unternehmens.
Nach einem Jahr intensiver Planung und weitreichender Entscheidungen sollen nun die notwendigen Grundlagen geschaffen werden. Laut Collins verfügte McLaren zuvor nicht über die erforderlichen Ressourcen, um solche Prozesse zu realisieren. Mit der Unterstützung der Aktionäre plane man langfristige Strategien für Kunden und die Marke, statt lediglich auf kurzfristige Erwartungen des Finanzmarktes zu reagieren.
Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Anpassung der Produktionszahlen. Die jährliche Ausbringung soll auf etwa 2000 Fahrzeuge reduziert werden. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu optimieren sowie den Wert von Gebrauchtwagen zu schützen. Parallel dazu sollen die Qualitätsstandards verbessert werden.
Ein wichtiger Meilenstein in der Modellreihe ist die Einführung des Hybridautos W1. Dieses Fahrzeug der „Ultimate Series“ folgt auf den F1 und den Hybrid-Supersportwagen P1. Zudem wurden zweistellige Millionenbeträge in die Designkapazitäten von McLaren investiert. In diesem Zusammenhang wurde Kemal Curic als neuer Chief Design Officer verpflichtet, um das Portfolio maßgeblich mitzugestalten.
Die zukünftige Ausrichtung der Fahrzeugpalette sieht vor, bewährte Ansätze zu verfeinern und gleichzeitig ein breiteres Publikum anzusprechen. Collins: „Wir werden alles tun, was wir schon immer getan haben, aber besser, und noch ein paar Dinge hinzufügen.“ Dabei soll die Identität der Marke gewahrt bleiben.
In Bezug auf den Antrieb fokussiert sich das Unternehmen laut dem CEO vorerst auf Verbrennungsmotoren und Hybridtechnologien. Elektrifizierung wird als Mittel zur Leistungssteigerung betrachtet, wobei die technischen Reglementierungen eine Rolle spielen. Ein rein elektrisches Fahrzeug ist derzeit weiterhin nicht geplant. „Wir werden erst dann ein Elektroauto bauen, wenn unsere Kunden danach fragen. Und im Moment tun sie das nicht“, so Collins. „Aber wenn sie dazu bereit sind, können wir es machen.“

Ben meint
Also wenn die McLaren Kunden schnellere Pferde haben wollen dan bieten sie diese auch an ?
Zum Glück hatte Henry Ford nicht auf seine Kunden gehört.
Referendar meint
Der Spruch ist nachgewiesen nicht von Henry Ford. Der hatte, im Gegenteil, ganz genau auf seine Kunden gehört die bezahlbare Automobile wollten, und die hat er geliefert.
Efahrer meint
Da Problem ist halt wie man es baut. Wenn man es so baut wie Ferrari den Luce, ist es einfach nur peinlich. Wenn man sich aber bei Porsche mal hinsetzen würde und den echten 911 genauso als Elektro bringen würde inkl. Schalten und optionalen Sound, würde der mit Sicherheit gut laufen. Das Problem ist, dass die Elektros immer bewusst anders gemacht werden. Ich zumindest hätte gerne mal einen 911, aber nie im Leben mehr als Verbrenner.
Matthias meint
Es gibt auf E umgebaute 911er. Hast du einen?
David meint
Da muss ich allerdings sagen, obwohl ich nichts mehr für Verbrenner übrig habe, verstehe ich gut, dass Verbrenner-Liebhaber den Sechszylinder Boxer Motor mögen und spätestens die 2.7l-Motoren hatten ein vernünftiges Drehmoment für das leichte Fahrzeug, so dass sich gewisser Fahrspaß einstellen kann.
Oldtimer, deren Umbau auf Elektro ich feiere, sind mehr Fahrzeuge mit besonders guter Optik, die aber damals nicht gut motorisiert waren. Da fällt mir in erster Linie der VW T1 ein und da gibt es sogar von VW selbst sehr schöne Umbauten mit MEB-Akku.
Daniel S meint
Elektroautos werden nicht bewusst anders gebaut. Sie sind anders.
Future meint
Collins kennt sich gut aus mit britischem Humor und so wird er das Zitat in der Head auch nicht ganz ernst gemeint haben. Seine Manufaktur ist nicht weiter bedeutsam für die Zukunft und diese »Kunden«, die ihn nicht fragen, können doch sich doch einfach vertrauensvoll an einen der ambitionierten chinesischen Hersteller wenden. Die Analysten werden ihm das auch schon alles erklärt haben, warum es seine Marke in der Elektromobilität nicht mehr braucht.
eBikerin meint
“ können doch sich doch einfach vertrauensvoll an einen der ambitionierten chinesischen Hersteller wenden“ jemand der einen McLaren will, kauft bestimmt nicht anstatt dessen ein chinesisches Plagiat. Wäre in Monaco genauso peinlich wie eine gefälschte LV.
Jörg2 meint
Ja, das ist die Krux dieser Hersteller.
Früher war es das Alleinstellungsmerkmal Fahrleistung, die die Marke aufbaute.
Heute kann „Fahrleistung“ (fast) jeder, der will.
Was übrigbleibt ist „Marke“. Und diese wird verblassen, wenn sie nicht gefüttert wird.
Future meint
In dem Fürstentum bleibt sicherlich alles immer genauso wie früher. Das ist ja das Geschäftsmodell. Aber ich würde den Chinesen nicht unterstellen, sie würden da Technologie aus Europa »kopieren«. Es ist heute doch eher umgekehrt. Bei den Täschchen von LV mag es ja noch so sein. Bei der Elektromobilität ganz sicher nicht.
Referendar meint
Du kennst Monaco nicht, dort verändert sich alles rasend schnell. Fahr mal hin, du würdest dich wundern. Einfach mal raus aus deiner Bude und den Horizont erweitern schadet nicht.
PS. Den U9 hab ich dort auch schon gesehen.
Future meint
Was soll ich in Monaco. Schnelle stinknd Autos fahren da im Kreis rum und Casino ist auch nicht so meins. Mir wäre das zu langweilig mit den vielen alten Herren und den jungen Damen in den Clubs. Das Ushuaïa gefällt mir viel besser und David Guetta legt da jeden Montag auf.
Referendar meint
Es lebe das Vorurteil ;-)
PS. David Guetta habe ich 2019 in Monaco gesehen.
Die besten Partys finden übrigens privat statt, zb. bei Dimitri of Paris, falls dir das was sagt.
M. meint
Die Marke Mc Laren hat nicht mit dem Bedarf an einer bestimmten Antriebstechnik zu tun, sondern mit dem Wunsch nach bestimmten Autos.
Aber das nicht jeder Clown verstehen, der hier als China-Influenzer auftaucht.
Referendar meint
Die Marke MC Laren ist was für Individualisten, das mögen (dürfen) China Influencer natürlich überhaupt nicht.
Jörg2 meint
„China-Influenzer“
Lustig! Ihr habt eine neue Schmähkategorie kreiert, statt euch mit den Inhalten zu beschäftigen.
Habt ihr zwischenzeitlich mal nachgesehen, wem MCL gehört? Seit ihr beide nun „Araber-Despoten-Influencer“?
M. meint
Oft gibt es keine Inhalte, mit denen man sich beschäftigen könnte, sondern einfache Schmähnachrichten nach dem Motto „Europa ist igitt, aber China ist toll, kauft das Zeug aus China“.
Im übrigen habe ich persönlich nichts an der Marke MC Laren, ich habe lediglich versucht zu erklären, wie die Kundschaft tickt, und dass die nicht an 08/15-Reiskochern interessiert ist.
Aber da du die Araber ansprichst: denen gehören 56%. Der Rest nicht. Da finde ich die Anteile, die Musk an Tesla und SpaceX hält (vor die Stimmrechte) für weitaus problematischer. Und das prangerst du nie an!
Future meint
Es ist bemerkenswert, wie manche Akteure aus der deutschen Autoindustrie immer noch auf arrogante und herablassende Weise die chinesische Konkurrenz als »08/15-Reiskocher« abkanzeln. Mir ist Vielfalt lieber – auch in der Technologie. Und ich bin mir sicher, dass die westliche Arroganz keine gute Strategie für die Zukunft der Automobilindustrie ist. Aber ich ahne, woran es liegt, dass die Industrie jetzt da steht, wo sie ist: Es ist wohl auch diese Art von Überheblichkeit und nicht nur die Macht gegenüber Gesellschaft und Politik.
Jörg2 meint
M
Dann bist Du nun ein 56%iger Araber-Despoten-Infuencer?
Im Ernst: Lies mal, was Du so schreibst, so unterstellst. Wann Du reflexartig Kritik, die zu A vorgebracht wird, als Gerede von unterstellten Fans von B hinstellst, statt Dich mit der Kritik auseinanderzusetzen.
Wie oft Du, warum auch immer (auch hier) Tesla in die Diskussion zu völlig anderen Themen einbringst.
Ich halte solche „Sport“-Wagen für überbewertet. Die Zeiten, in denen sie sich, bei normalen Gebrauch, fahrdynamisch von fast allem abhoben, sind langsam vorbei. Es bleibt Mythos und Marke. Auch die teuerste Uhr hat seinen Käufer, zeigt aber (hoffentlich) im Kern die Zeit. Wird es auch zukünftig solche Teile geben? Kann sein. Werden die noch überall fahren dürfen? Ich glaube nicht. Werden irgendwas von „Sportlichkeit“ auf ihren Fahrer abfärben? Das tun sie seit über 50 Jahren nicht mehr. Kann man damit „Geld“ zeigen? Klar! Aber interessiert das nicht immer weniger (außer „Proll“ und „Lude“)?
Im Kern müssen solche Hersteller an dem festhalten, was sie haben. Das Invest in neue Felder bekommen sie nicht zusammen. Auch sind da schon welche, die es inhaltlich ähnlich und preislich angenehmer hinbekommen. Ihre Stammkundschaft bekommen sie nicht auf BEV gepolt. Externe, neu BEV-Kundschaft gibt es nicht ausreichend.
Die Aufgabe dieser Unternehmen besteht nun darin, sich mindestens genaus schnell und kaufmännisch sinnvoll runterzuschrumpfen, wie ihr Geschäft zurückgeht. Und keiner hat eine Ahnung, wo wann die Bodenbildung erreicht ist.
Referendar meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
M. meint
Ja, Future, so herablassend wie sich die China-Infaulenzer umgekehrt geben. Das nennt man Echo.
Jörg, ich habe doch schon gesagt, warum ich das gesagt habe. Du kannst es oben nachlesen. Wenn du nicht willst, lass es, aber 2x die gleiche Frage stellen ist überflüssig.
Tesla werde ich immer mal wieder in jede Diskussion einbringen, die aus meiner Sicht dazu passt, weil der Tesla-Chef (zusammen mit seinen Buddies von Palantir & Co.) ein Demokratie-Problem ist, und Demokratie geht uns alle an.
Falls dich Demokratie nicht interessiert, versuche es zu ignorieren. Ich kann dir da nicht entgegen kommen.
David meint
Ja, aber so tipptopp gut geht ihnen ja auch nicht. Damit will ich nicht sagen, dass ein Elektroauto der Ausweg wäre. Aber anscheinend hat man eben keine Perspektive. Und es wird der Tag kommen, da haben auch auf der Rennstrecke Elektrofahrzeuge das Sagen. Womit will man dann noch punkten? Nur mit Lärm?
Jörg2 meint
Hier geht es nicht um Porsche.
David meint
Ja, aber so tipptopp gut geht ihnen ja auch nicht. Damit will ich nicht sagen, dass ein Elektroauto der Ausweg wäre. Aber anscheinend hat man eben keine Perspektive. Und es wird der Tag kommen, da haben auch auf der Rennstrecke Elektrofahrzeuge das Sagen. Womit will man dann noch punkten? Nur mit Lärm?
Till meint
…klar können sie das… …jetzt wo Leiters weg ist und bei Porsche, im Wortsinne, den Laden verbrennt.
Jörg2 meint
Wohl die gleiche Problemstellung wie bei Porsche. Man denkt, die Bestandskundschaft wäre der Kundenkreis und ist nicht in der Lage mit neuen Produkten (BEV) neue Kundenkreise zu erschließen.
brainDotExe meint
Dein Denkfehler ist anzunehmen, dass man mit Verbrennern keine Neukunden mehr gewinnt.
Gerade solche Autos wie einen Porsche oder McLaren will man doch genau wegen des tollen Verbrenners.
Das sehen nicht nur die Bestandskunden so, sondern auch die jungen Neukunden. Zumindest außerhalb Chinas.
Futureman meint
Genau, Pferde werden ja auch noch gekauft und gerade Rennpferde sind hier besonders teuer. Ist halt nur ein sehr sehr kleiner Markt.
Jörg2 meint
„Gerade solche Autos wie einen Porsche oder McLaren will man doch genau wegen des tollen Verbrenners.“
Ander behaupten, es ginge um „Fahrwerk“, „Marke“, „Potenz“… Was auch immer. „Fahrleistung“ bei üblicher Nutzung ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Ich vermute „Marke“ kommt als nächstes. „Software“? Welche Software?
Erst gestern habe ich im städtischen Stau neben einem solchen „Boliden“ gestanden. Wir waren gleichschnell.