Ein getarnter Prototyp des kommenden, etwa fünf Meter langen Range Rover GT ist bei Testfahrten nah des Nürburgrings gesichtet worden. Unter anderem Videoaufnahmen auf YouTube zeigen das Fahrzeug und liefern damit einen weiteren Eindruck des Elektroautos, nachdem JLR (Jaguar Land Rover) es im Juli offiziell angekündigt hatte.
Der GT markiert einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Modellarchitektur der SUV- und Geländewagen-Marke. Land Rover bezeichnet ihn als fünftes Mitglied seiner Baureihen-Familie Range Rover und positioniert ihn als Grand Tourer mit vergleichsweise niedriger Silhouette und Coupé-Proportionen. Trotz der ausgiebigen Tarnung ist diese Abkehr von den klassischen, hoch bauenden Range-Rover-Modellen auf den Erlkönigfotos sowie offiziellen Bildern erkennbar. Der Hersteller verspricht dabei trotz stärkerem Fokus auf Langstreckenkomfort weiterhin auch die markentypische Geländetauglichkeit.
Der Range Rover GT wird das erste vollelektrische Land-Rover-Modell auf der EMA (Electrified Modular Architecture) und soll im britischen Halewood produziert werden. Zum Marktstart ist ausschließlich eine batterieelektrische Version vorgesehen. Später im Lebenszyklus soll die Architektur auch einen Hybrid ermöglichen. Angaben zu Batteriegröße, Motorleistung, Reichweite oder Ladeleistung hat Land Rover für den GT bislang nicht veröffentlicht.
Im Innenraum setzen die Briten auf eine stärker digitalisierte Gestaltung. Bestätigt sind ein zentraler Bildschirm, ein separates Fahrerdisplay sowie ein über die Breite des Cockpits verdeckt integrierter Luftauslass. Laut Land Rover sollen zudem Lautsprecher teilweise hinter textilen Oberflächen verborgen werden. Weitere technische Details will man noch 2026 bekannt geben.
Vor dem neuen GT werden als erste Elektroautos der Submarke Range Rover entsprechende Versionen des Luxus-SUV Range Rover sowie des darunter positionierten Range Rover Sport erwartet. Auch die kompakteren Range Rover Velar und Evoque dürften E-Auto-Ausführungen erhalten.


Ihre Meinung