Im Juli 2026 wurden weltweit 1,85 Millionen Elektrofahrzeuge (reine Stromer und Plug-in-Hybride) verkauft, berichten die Analysten von Benchmark Mineral Intelligence. Damit summierten sich die globalen Stromer-Verkäufe seit Jahresbeginn auf 11,5 Millionen Einheiten. Gegenüber Juli 2025 stiegen die weltweiten Verkäufe um 9 Prozent.
Zwischen den Regionen entwickelte sich der Markt unterschiedlich. In Europa lagen die E-Auto-Verkäufe im Juli 33 Prozent über dem Vorjahreswert, während sie gegenüber Juni um 17 Prozent zurückgingen. Das Wachstum seit Jahresbeginn erhöhte sich damit auf 28 Prozent. Für den monatlichen Rückgang wird die saisonale Abschwächung während der Ferienzeit im Juli und August genannt.
In mehreren großen europäischen Automärkten blieb das Wachstum hoch. Frankreich verzeichnete im Juli ein Plus von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte eine Rekord-Penetrationsrate von 37 Prozent. In Deutschland stiegen die E-Auto-Verkäufe um 46 Prozent, im Vereinigten Königreich um 43 Prozent. Für viele größere Märkte wird auf die Rückkehr von E-Auto-Förderprogrammen innerhalb der vergangenen 18 Monate verwiesen.
In Nordamerika gingen die E-Fahrzeug-Verkäufe im Juli um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Seit Jahresbeginn lag der Markt damit 18 Prozent im Minus. In den USA hatte sich die Entwicklung im zweiten Quartal zunächst verbessert: Der Rückgang seit Jahresbeginn verringerte sich von 33 Prozent nach dem ersten Quartal auf 24 Prozent nach dem zweiten Quartal. Im Juli lagen die Rückgänge gegenüber dem Vorjahr wieder bei mehr als 30 Prozent.
Kanada begann unterdessen mit der Vergabe von Genehmigungen im Rahmen seines Abkommens mit China. Danach können in der Volksrepublik produzierte Elektrofahrzeuge zu einem niedrigeren Zollsatz als unter dem vorherigen Aufschlag von 100 Prozent nach Kanada eingeführt werden. Konkrete Zahlen werden für dieses Land nicht genannt.
Der Markt China zeigte im Juli weitere Anzeichen einer Erholung nach dem schwachen Jahresbeginn. Die E-Verkäufe lagen noch 5 Prozent unter dem Vorjahreswert, wodurch sich die Entwicklung seit Jahresbeginn auf minus 12 Prozent verbesserte. Weitere Steueränderungen und mögliche Anpassungen des chinesischen Fahrzeug-Eintauschprogramms im Jahr 2027 tragen teilweise zu dieser Erholung bei, so die Analysten.


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