Die Bedeutung der Elektromobilität für den Volkswagen-Konzern steht im Zentrum der aktuellen politischen Debatte um dessen Zukunft. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) betont laut Ntv die Notwendigkeit, die Wachstumspotenziale des expandierenden Stromer-Marktes zu nutzen. Er verweist dabei auf die Marktführerschaft des Konzerns bei Elektroautos in Europa und fordert, diese Position weiter auszubauen.
Gleichzeitig kritisiert der SPD-Politiker den Sparkurs des Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume. Auf dessen Aussage, der Konzern sei überdimensioniert, entgegnet Lies auch in seiner Rolle als Aufsichtsratsmitglied der Volkswagen AG im Deutschlandfunk, dass die Größe des Unternehmens international ein entscheidender Vorteil sei. Er weist Vorwürfe zurück, das Land Niedersachsen würde als Anteilseigner Reformen blockieren.
Hinsichtlich der im Raum stehenden Werksschließungen spricht sich Lies gegen die vom Vorstand vorgeschlagenen Maßnahmen aus. Statt Schließungen fordert er Konzepte zur besseren Auslastung bestehender Standorte durch attraktivere Fahrzeuge sowie Ergänzungen, wie etwa in der Rüstungsproduktion. Er sieht den Vorstand in der Verantwortung, die Variabilität bei Fahrzeugen und Ausstattung zu reduzieren. Der Ministerpräsident betont, dass man sich bei einigen Vorschlägen des Volkswagen-Vorstands zur Nutzung von Synergien zwischen den Marken einig sei.
Der Volkswagen-Vorstand plant, im Rahmen von mehreren außerordentlichen Betriebsversammlungen Zukunftskonzepte vorzustellen. Der Konzern befindet sich laut Lies in einer „extrem schwierigen Zeit“, insbesondere mit Blick auf den Mega-Markt China. Der SPD-Politiker fordert eine Anpassung der EU-Importzölle, die nicht nur Elektroautos, sondern auch Hybridfahrzeuge aus China umfassen sollten.

Eichhörnchen meint
Hochmut kommt vor dem Fall. Hier im Forum beansprucht man „Lufthoheit“ und wünscht den Markt Teilnehmern die „Gnade Gottes“. Von CEO Müller’s Auftritt zu Tesla ganz zu schweigen und alles im Schatten des Abgasskandals.
Es ist kein Wunder das selbst Deutsche Kunden angewidert sind von der VW Arroganz und einfach Tesla, BYD, Xpeng, Leapmotor usw. kaufen.
Futureman meint
Noch mehr Zölle bringen einem Weltkonzern jedoch relativ wenig. Die einigermaßen guten Verkaufszahlen in Europa sollten nicht die schlechten weltweiten Zahlen überstrahlen. Nicht umsonst gibt es ja gerade eine Krisensitzung nach der anderen. Denn so blumig sieht die Zukunft für VW weltweit nicht aus. Es kommen „plötzlich“ neue Hersteller, die in rasender Geschwindigkeit wachsen und im Monatstakt neue Modelle auf den Markt bringen. Nur weil VW jetzt endlich mit den so viel gelobten „Vierlingen“ E-Autos für unter 30.000€ auf den europäischen Markt bringt, darf man nicht übersehen, das chinesische Hersteller im gleichen Bereich knapp über 20.000€ aufrufen. Und das trotz der Zölle. Scheint so, dass immer wenn VW meint aufzuholen sind andere Hersteller schon 2 Schritte weiter.
Vielleicht hilft ja der Schwenk auf Rüstungsartikel, hat ja in der Vergangenheit auch schonmal geklappt.
South meint
Davon hat Lies, mit Verlaub, keine Ahnung. oder er trällert was die Leute von ihm hören wollen. Es ist realitätsfern. VW muss jetzt deutlich effizienter werden und das geht nicht mit dem alten Struktur. VW muss schnell runter von den Kosten und das geht nur, wenn sie deutlich und schnell die Modellvielfalt und -varianten im GANZEN Konzern reduzieren allen voran bei den Verbrennern, den Mitarbeiterüberhang abbauen und teure Standorte schließen. Gleichzeitig muss VW schnell bessere und günstigere eModelle z.B. auf der SSP Plattform liefern. Selbst wenn das mal ein paar Jahre Verlust bedeuten würde und das nicht Populär ist, aber alles andere würde zu einem deutlich größerem Schaden, zu unvermeidlich größeren Einschnitten führen… ist doch unredlich, den Mitarbeiter und der Bevölkerung da vorzugaukeln, man solle einfach mehr gute eAutos bauen und der Rest kann so bleiben wie er ist….