Renault überarbeitet den Scenic E-Tech electric und ergänzt das Modell um neue Batterieoptionen, zusätzliche digitale Funktionen sowie Änderungen bei Komfort, Design und Fahrerassistenz. Das Elektroauto bleibt 4,47 Meter lang und wiegt weniger als 1900 Kilogramm. Zur Ausstattung zählen weiterhin unter anderem openR link, das Solarbay-Panoramadach, bidirektionale 11- und 22-kW-Lader sowie Rekuperation mit Lenkradwippen und One-Pedal-Funktion.
Mit dem 162 kW/220-PS-Motor stehen zwei neue Batterien zur Wahl. Die 89-kWh-NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Cobalt) erreicht bis zu 642 Kilometer WLTP-Reichweite (bisher maximal 614 km), bis zu 150 kW DC-Ladeleistung und lädt in 28 Minuten von 15 auf 80 Prozent. Die 67-kWh-LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) bietet bis zu 467 Kilometer, maximal 165 kW und benötigt dafür 24 Minuten. Bei beiden Varianten verkürzt sich die DC-Schnellladezeit um 25 Prozent. Die 89-kWh-Version ist in Frankreich bereits bestellbar, die 67-kWh-Version soll dort im Herbst 2026 folgen.
Auch Innenraum und Außendesign des Scenic E-Tech electric wurden überarbeitet. Die Techno-Ausstattung bietet neue Sitzbezüge aus PET-Gewebe mit mehr als 95 Prozent recyceltem Garn sowie beschichtetes Gewebe mit mindestens 12 Prozent Recyclinganteil, während bei Esprit Alpine neue Verkleidungen mit mindestens 75 Prozent Recyclingmaterial hinzukommen. Außen stehen sieben Karosseriefarben zur Wahl, darunter die neuen Farbtöne Satin Slate Blue und Exo Galaxy Grey, ergänzt um neue 19- und 20-Zoll-Räder.
Adaptive Cruise Control und der für einige Modelle verfügbare Active Driver Assist wurden für eine detailliertere Analyse von Umgebung und Verkehr überarbeitet. Die Multi-Target-Funktion kann mehrere Fahrzeuge gleichzeitig verfolgen, der Emergency Stop Assist bremst das E-Auto bei ausbleibender Reaktion des Fahrers bis zum Stillstand. Hinzu kommen eine prädiktive Eco-Driving-Funktion mit Empfehlungen zur Optimierung des Energieverbrauchs um bis zu sechs Prozent und ein Smart-Modus, der automatisch zwischen Eco, Comfort und Sport wechselt. Die serienmäßige Fahrerüberwachung nutzt zudem eine Innenraumkamera zur Erkennung von Müdigkeit und Ablenkung sowie zur Fahrerkennung und Personalisierung verschiedener Einstellungen.
Beim openR-link-System mit integriertem Google erhält Google Maps zusätzliche Optionen für die Routenplanung, darunter die Auswahl von Ladenetz, Ladeleistung der Ladepunkte und Zahlungsmethode. Google Gemini steht als Alternative zum Google Assistant zur Verfügung und ermöglicht die Bedienung per natürlicher Sprache. Kunden erhalten außerdem 2 GB Datenvolumen pro Monat für drei Jahre oder bis zum Ende eines entsprechenden Leasingvertrags sowie ein induktives Ladegerät nach Qi2-Standard.
Zum Zubehörangebot gehören unter anderem eine Ablage, ein doppelter Kofferraumboden, eine faltbare Aufbewahrungsbox, eine Kaffeemaschine und ein Organizer für die Mittelkonsole. Eine auf der Anhängerkupplung montierte Aero Cargo Box erweitert das 545 Liter große Kofferraumvolumen um 310 Liter. Außerdem werden ein Autositz und eine Sicherheitsleine für Haustiere angeboten.
Der Scenic E-Tech electric wird im französischen Douai entwickelt und gebaut, dort wird auch die Batterie mit in Polen produzierten Zellen montiert. Der Motor wird in Cléon in der Normandie gefertigt. In Frankreich ist die Techno-Long-Range-Version mit 89-kWh-Batterie ab 46.990 Euro bestellbar. Die Techno-Comfort-Range-Version mit 67-kWh-Batterie soll dort im Herbst 2026 ab 39.990 Euro bestellbar sein. Einen Termin für den Start des Facelifts in Deutschland gibt es noch nicht. Der aktuelle Scenic E-Tech Electric kostet hier ab 43.000 Euro.

ID.4 statt Golf meint
Bei der Batteriegröße schaut VW etwas bedröppelt nach Frankreich rüber. Dann gibt es auch gleich noch eine 67kWh LFP Batterie. Ich bin gespannt ob beim Scenic hier mehr Diskussion aufkommt zu diesem starken Punkt. Beim Megane hat das hier niemanden ernsthaft interessiert. Dazu gab es ja noch die Meldung, dass die Zellen von LG Chem in Polen produziert werden, also nix China. Immerhin ist VW bei LG auch Kunde – leider wird auch das kaum kommuniziert – die polnische Fabrik ist komplett unter dem Radar(weil nicht deutsch?). Mein ID.4 hat jetzt mit 5 Jahren auch nur noch 67kWh nutzbar mit NMC(angeblich sollten es ja 77 sein^^)… bei 67 LFP hat der normale Pendler eigentlich alles was er sich wünschen kann, vor allem im kleineren Megane im Vergleich zum ID.3 oder gar den gelobten Vierlingen, bei denen die Reichweite einzig durch Effizienz erreicht werden kann.