SuperPanther will den Einsatz des eTopas 600 in Europa ausbauen und entwickelt parallel Technologien für künftige Fahrzeuggenerationen. Die elektrische 4×2-Sattelzugmaschine hat die europäische Fahrzeugtypgenehmigung erhalten, wird gemeinsam mit Steyr Automotive in Österreich gefertigt und ist bereits bei Kunden im Einsatz. Bis Ende 2026 plant das chinesische Unternehmen rund 100 Auslieferungen an europäische Kunden, bis Ende 2027 insgesamt 1000 Fahrzeuge.
„Elektro-Lkw wechseln vom Entwicklungsprogramm in den Kundenbetrieb“, sagt Michael Ruf, Europa-Chef von SuperPanther. „Der eTopas 600 ist die Plattform, auf der wir in Europa zuverlässige Reichweite, effizienten Energieeinsatz, produktives Laden und Lifecycle-Support unter Beweis stellen.“
Der eTopas 600 wurde den Angaben zufolge für europäische Vorschriften und Betriebsbedingungen entwickelt. Seine 621-kWh-Batterie ermöglicht im realen Fahrbetrieb eine Reichweite von bis zu 560 Kilometern bei einem Verbrauch von rund 0,94 kWh pro Kilometer, wobei die tatsächliche Reichweite von Konfiguration, Nutzlast, Streckenprofil und Einsatzbedingungen abhängt. Über zwei CCS2-Anschlüsse sind unter geeigneten Bedingungen bis zu 660 kW kombinierte Ladeleistung möglich. Die elektrische Architektur ist zudem für eine künftige Nutzung des Megawatt Charging Systems (MCS) vorbereitet.
Erste Kundenfahrzeuge sind im täglichen kommerziellen Einsatz in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Polen und der Tschechischen Republik. Gemeinsam mit Alltrucks und weiteren Partnern erweitert SuperPanther sein europäisches Netz für Service, Diagnose, Ersatzteile und Software-Support. Europa-Chef Michael Ruf bezeichnet den eTopas 600 als Plattform, auf der das Unternehmen „zuverlässige Reichweite, effizienten Energieeinsatz, produktives Laden und Lifecycle-Support“ unter Beweis stellen wolle.
„Truck Brain“ soll den Weg zum autonomen Lkw ebnen
Die elektrische Fahrzeugarchitektur von SuperPanther verbindet Antriebsstrang, Hochvoltsystem, Thermomanagement, Software und Fahrzeugsteuerung. Heutige Fahrzeuge unterstützen unter anderem Datenerfassung, Ferndiagnose, Over-the-Air-Updates, Energiemanagement und die Koordination zentraler Fahrzeugsysteme. Mit Truck Brain entwickelt SuperPanther darauf aufbauend eine bordseitige Intelligenzschicht, die Transportauftrag, Fahrzeugzustand, Umfeld und externe Informationen miteinander verbindet.
Die Entwicklung soll zunächst zu Truck-Brain-gestütztem L2+ mit einem bordeigenen Künstliche-Intelligenz-Agent führen, später zu erweitertem L4 innerhalb klar definierter Betriebsbedingungen und langfristig zu vollautomatisierten Cargo-Robotern. Für 2027 ist ein L2+-Autobahnpilot mit aktiven Spurwechseln, Kollisionsvermeidung innerhalb der Fahrspur und Navigation an Autobahnauffahrten geplant. Die Verantwortung bleibt dabei beim Fahrer.
SuperPanther beschreibt seinen Ansatz mit den Leitgedanken „Born Electric, Born Intelligent und Born Global“ – von Anfang an elektrisch, von Anfang an intelligent und von Anfang an global. „Dahinter stehen eine durchgängig elektrische Fahrzeugarchitektur, eigene Software und Daten sowie selbst entwickelte Technologien – verbunden mit deutschem Engineering und einem europäischen Fertigungs- und Servicenetzwerk“, so das Unternehmen.


Jörg2 meint
Laut Eigendarstellung möchte SuperPanther 20% unter Marktdurchschnitt anbieten (was immer das in € bedeuten mag).