DHL baut sein globales Netzwerk für Batterielogistik aus, das heute den Angaben zufolge bereits mehr als 20 Standorte umfasst. Die Geschäftsbereiche DHL Supply Chain, DHL Global Forwarding und DHL Express arbeiten dabei an einem integrierten Netzwerk von Kompetenzzentren für Elektrofahrzeuge und Batterielogistik. Es verbindet laut dem Konzern Produktionslogistik, Transport und Lagerhaltung mit Dienstleistungen entlang des Batterielebenszyklus in wichtigen Märkten weltweit.
Die Nachfrage nach spezialisierten Logistiklösungen steigt mit Elektrofahrzeugen, Batterie-Energiespeichersystemen und Lösungen für erneuerbare Energien. Zugleich weitet sich die Elektrifizierung über die Automobilindustrie hinaus auf industrielle Anwendungen, den Bergbau und Energieinfrastruktursysteme aus. Viele Batteriesysteme wiegen mehr als 50 Tonnen, während globale Lieferketten spezielles Know-how, regulatorische Expertise und internationale Koordination erfordern.
DHL deckt nach eigenen Angaben Leistungen von der Beschaffungslogistik und Produktionsversorgung über Lagerung und Auslieferung bis zu Aufbereitung, Rücknahme und Recycling ab. „Mit der fortschreitenden Elektrifizierung steigt der Bedarf unserer Kunden, Batterien schnell, sicher und unter Einhaltung aller Gefahrgutvorschriften zu transportieren“, sagt Christopher Ong, Managing Director DHL Express Singapore. „Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, bauen wir unsere Kapazitäten, unser regulatorisches Know-how und unsere spezialisierte Ausrüstung in Europa und weltweit weiter aus.“
Ein großer Teil der Batterieproduktion und der Fertigung von Technologien für die Energiewende konzentriert sich derzeit auf Asien, während die Nachfrage in Europa und anderen Regionen weiterhin stark wächst. Gleichzeitig entstehen weltweit neue „Gigafactories“ und Produktionsstandorte mit Logistikbedarf für Anlagen, Rohstoffe, Batteriechemikalien und fertige Batteriesysteme. DHL will seine Kunden beim Aufbau von Handels- und Lieferkorridoren zwischen Produktionszentren, neuen Gigafactory-Standorten und Energieinfrastrukturprojekten unterstützen.
Die spezialisierten Standorte verbinden Lagerkapazitäten unter anderem mit Batteriediagnostik, Tests, Lade- und Konditionierungsservices, Reparaturen, Rückführungslogistik und der Vorbereitung für das Recycling. In Halle hat DHL kürzlich 13.000 Quadratmeter batteriegeeignete Lagerfläche bereitgestellt. In Ungarn entsteht ein weiterer spezialisierter Standort für Batterielogistik, dessen Inbetriebnahme für 2027 vorgesehen ist.
Neben Batterieproduktion und Automobilanwendungen unterstützt DHL zunehmend großskalige Batterie-Energiespeichersysteme, Netzinfrastrukturprojekte und Vorhaben im Bereich erneuerbarer Energien. Im ersten Halbjahr 2026 habe man schon mehr als 1100 BESS-Einheiten ausgeliefert, erklärt das Unternehmen.

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