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Hochrhein: Nachhaltig Pendeln mit Elektroautos

26.07.2016 in Lifestyle von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Pendeln-mit-Elektroauto

Bild: Klimafreundlichpendeln.org

Mehr als 34.000 Personen pendeln regelmäßig von ihrem Wohnort in den deutschen Landkreisen Lörrach und Waldshut zu ihrem Arbeitsort in die Schweiz. Auch ABB Schweiz als grenznahes Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter aus Deutschland. Eine Vorstudie über deren Mobilitätsverhalten hat ergeben, dass über 80 Prozent der Pendler auf ihrem Arbeitsweg ein Auto mit Verbrennungsmotor benutzen und alleine fahren. Grund für die geringe Nutzung des öffentlichen Verkehrs sei vor allem dessen unzureichende Verfügbarkeit.

Partner aus Industrie, Wissenschaft und Politik erforschen nun Möglichkeiten zur Reduktion von CO2-Emissionen im Grenzverkehr und fördern im Rahmen eines Pilotprojekts Elektromobilität und Fahrgemeinschaften: Seit Anfang Juli pendeln Mitarbeiter von ABB Schweiz mit Wohnort in Deutschland mit Elektroautos.

Insgesamt sind fünf BMW i3 im Einsatz, die über den Mobilitätsdienstleister Alphabet für eine Dauer von 12 Monaten geleast werden. Eines dieser Elektroautos wird sowohl als Pendelfahrzeug als auch als Pool-Fahrzeug für Dienstfahrten von anderen ABB-Mitarbeitern eingesetzt. Die Pendler können ihre Elektroautos an den beteiligten Standorten gratis aufladen. Während dem einjährigen Fahrbetrieb wird der Energieverbrauch der Elektroautos in allen vier Jahreszeiten aufgezeichnet und bilanziert.

Zentrale Zielsetzung des Projektes ist es, alle für die Etablierung des Einsatzes von Elektroautos und Fahrgemeinschaften wichtigen Aspekte in der Praxis zu untersuchen und Lösungen für offene Fragen zu entwickeln. Hierzu wird der Fahrbetrieb von den Hochschulen wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden in einem Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für andere Organisationen veröffentlicht.

„Elektromobilität ist eine nachhaltige Antwort“

„Im deutsch-schweizerischen Grenzraum profitieren beide Seiten von den Grenzgängerinnen und Grenzgängern. Natürlich möchten wir, dass die Arbeitswege unser Klima nicht unnötig belasten, auch dort, wo noch keine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz existiert. Wir erhoffen uns, dass dieses Projekt einen Anstoß zu mehr klimafreundlichem Pendeln geben kann und andere Organisationen dem Beispiel folgen werden“, so Bärbel Schäfer, Präsidentin des Regierungspräsidiums Freiburg, welches das Projekt über die Hochrheinkommission initiiert hat.

„Elektromobilität ist eine nachhaltige Antwort auf Herausforderungen des Individualverkehrs“, so Remo Lütolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ABB Schweiz. „Globale Trends wie Urbanisierung und Bevölkerungswachstum bringen ein stärkeres Bedürfnis nach Mobilität mit sich und verlangen deshalb nach umweltschonenden Konzepten.“

„Rund ein Sechstel der gesamten Treibhausgasemission und circa ein Drittel der Feinstaubemission entstehen im Sektor Verkehr und Transport. Zur Minderung dieser Emissionen gilt es neben der Verkehrsvermeidung, die Effizienz beim PKW-Pendelverkehr zu steigern. Durch die Entwicklung und Erprobung von alternativen Mobilitätskonzepten will das Projektkonsortium die Verkehrswende als Teil der Energiewende am Hochrhein exemplarisch vorantreiben“, fasst Jonas Messmer vom Institut für Energiesystemtechnik der Hochschule Offenburg den Fokus des Vorhabens zusammen.

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Via: Klimafreundlichpendeln.org
Tags: ForschungUnternehmen: ABB
Antrieb: Elektroauto, Modern Mobility

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Starkstrompilot meint

    26.07.2016 um 12:14

    Wozu soll das denn jetzt wieder gut sein? Da sind doch wieder öffentliche Gelder drin? Was muss man da erforschen? Man fährt bis 50km zur Arbeit. Das Auto steht den ganzen Tag. Vielleicht sogar an der Ladesäule. Abends fährt man es wieder zurück. Vielleicht wieder an die Ladesäule.
    Fazit: Es funktioniert. Was muss man da erforschen?
    Es stinkt nicht, es lärmt nicht, es braucht deutlich weniger Energie.
    Das einzig problematische, nämlich die Kosten, werden durch gratis Strom ausgeblendet. Was soll das?
    Kosten scheinen ja aber eh wurst zu sein, sonst würden diese alberne Unstudie nicht mit dem teuersten Elektroauto durchgeführt werden.
    Ein Fall für’s Schwarzbuch.

  2. Landmark meint

    26.07.2016 um 10:17

    Ja Bitte noch eine Studie und noch ein Grund warum EVs besser sind für die Umwelt. Das ist das , was wir brauchen, Papier!!!!
    Was diese Studie an Geld kostet, dafür lieber 1000 Ladesäulen aufstellen, dass bringt mehr, viel mehr….

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