Lucid Motors gilt als eines der wenigen Elektroauto-Startups, dem eine große Zukunft bevorstehen könnte. Das US-Unternehmen will mit seiner Limousine Air Branchenprimus Tesla bei Premium-Stromern mit hoher Leistung und Reichweite Konkurrenz machen. Lucids vollelektrische Limousine mit zahlreichen Assistenz- und Komfortfunktionen der nächsten Generation soll in den USA mit Heckantrieb, hochwertiger Ausstattung und 400 Norm-Kilometern Reichweite zu einem Grundpreis von 60.000 Dollar vor Steuern starten. Die zugrundeliegende Technik ist aber zu deutlich mehr in der Lage.
Eine Vorserienversion des Lucid Air wurde kürzlich auf der Rennstrecke mit knapp 350 km/h Höchstgeschwindigkeit gemessen. Zum Vergleich: Teslas aktuelle Top-Ausführung der Limousine Model S P100D wird bereits bei 250 km/h abgeregelt. Laut Lucid Motors könnte der Air sogar schneller als 350 km/h fahren, zugunsten der Haltbarkeit wird der Antrieb jedoch durch die Software abgebremst.
https://vimeo.com/212837413
Ob auch Lucids erstes Serien-Elektroauto deutlich über 300 km/h schnell sein wird, ist noch offen. Je schneller Elektroautos fahren, desto schneller sinkt der Ladezustand der Batterie – und damit die Reichweite. Die aktuellen Hochgeschwindigkeits-Testfahrten mit dem Air werden Unternehmensangaben zufolge zu Entwicklungszwecken durchgeführt und dienen dazu, die Technologie auszureizen. Lucid verkündete aber auch: „In mindestens einem Markt gibt es Erwartungen hinsichtlich des Reisens mit hoher Geschwindigkeit, die wir erfüllen wollen“.
Das Ausloten des Potentials des Elektroantriebs sorgt Lucid zufolge nicht nur für hohe Leistung, auch die aerodynamische Effizienz und Reichweite würden optimiert. Das Ziel sei demnach weiter, ein möglichst effizientes Elektroauto zu bauen. Der Einsatz eines großen statt eines kompakten Elektromotors habe sich dabei als am effizientesten erwiesen. Darüber hinaus könnten Batterien mit großer Kapazität die gespeicherte Energie schneller freigeben als kleinere Speicher.
„Praxistests sind ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses, die es dem Team erlauben Computersimulationen mit Echtzeitergebnissen abzugleichen. Die gesammelten Daten werden nun dazu genutzt, die thermischen und aerodynamischen Computersimulationen zu verfeinern und weitere Leistungsverbesserungen zu realisieren, die im Laufe des Jahres bei höheren Geschwindigkeiten getestet werden“, so Lucid in einem aktuellen Beitrag in seinem Firmenblog.
eCar-Fan & TESLA-Fahrer meint
Trotzdem: ein weiterer Player auf dem e-Auto-Markt. Was ja ansich nichts schlechtes ist. Das Auto kann gefallen, wenngleich das Heck von der Seite ein klein wenig die schlimmsten BMW-Zeiten (Christ Bangle) hochkommen und erschaudern läßt.
Wünsche dem Unternehmen viel Glück und rechtzeitiges sowie erfolgreiches Verhandeln mit EM über eine gemeinsame SC-Nutzung. ;) [Sonst wird das nichts].
Peter W meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
Peter W meint
Ups, da bin ich aber überrascht.
Ihr wollt es anderst formuliert haben:
Ein solches Fahrzeug führt das Elektoauto ab absurdum.
MichaelW meint
Mich würde jetzt mal der Verbrauch bei 350 km/h interessieren :-) … der dürfte schon bei 800-1000 Wh/km liegen, oder?
Sebastian meint
unwahrscheinlich. Unser P85D braucht bei über 200 kmh, kaum mehr als 90 kWh. Wie lange soll man auch über 350 kmh fahren? Nach spätestens 5 Min. steht doch eh irgendwas im Weg…
Peter W meint
Ja, das entspricht auch in etwa dem was man ausrechnen kann. 80 bis 90 kW um 200 zu fahren, aber bei 350 braucht man 350 bis 400 kW, also rund das 4-fache. Ein 100 kWh Akku ist also nach 15 Minuten leer :-)
Leonardo meint
Und im ganzen Land darf man max. 120km/h fahren.
Sebastian meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
McGybrush meint
Was richtig richtig geil gewesen wäre…. wenn man die Musik weg gelassen hätte. Der Laie denkt das nen normales Auto was einfach nur schnell ist.
Wenn man Müsli Auto’s verkaufen will dann muss auch Hans doof auf den ersten blick erkennen das Müsli Autos mehr als Sportlich unterwegs sein können um dieses Müsli Image mal los zu werden.
Das Video brauch ich gar nicht verbreiten, weil keiner der das nicht googelt Rafft worum es hier geht.
veg meint
lol…. in jedem uralt Kleinwagen wird zugunsten der Haltbarkeit der Antrieb durch die Software limitiert. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass Lucid es geschafft hat, einen schnell fahrenden Prototypen zu bauen. Über die Serie wissen wir damit aber noch nichts.
Tom meint
Exakt. Jeder mit genug Geld und Talent kann so einen Prototypen von Hand bauen. Das in Großserie zu fertigen schaffen die wenigsten. Ob es Lucid gelingt, wird man sehen – die Chancen stehen vielleicht besser als bei Faraday Future.
Für eine Abregelung bei 250 km/h kann man gute Gründe vorbringen. Die haben sich wohl die meisten Hersteller zu Herzen genommen.
Fritz! meint
„Was richtig richtig geil gewesen wäre…. wenn man die Musik weg gelassen hätte. Der Laie denkt das nen normales Auto was einfach nur schnell ist.“
Danke, mein Reden seit Jahren.
Da bauen die ein extra leises Auto und töten diesen wunderbaren Vorteil mit schlechter und lauter Musik. Die sollten schnellstens den Markting-Fuzzi feuern oder eine andere Firma beauftragen, so wird das nix!