Teslas langfristige Zukunft ist eng mit dem Erfolg seines neuen Elektroautos Model 3 verknüpft. Der kompakte Stromer richtet sich mit alltagstauglicher Reichweite und sportlicher Leistung zum erschwinglichen Preis speziell an den Massenmarkt – mit Erfolg: Bereits kurz nach der Premiere im letzten Jahr gingen über 400.000 Reservierungen für das Model 3 ein. Die Produktion, die sich aktuell nur auf einige wenige Einheiten pro Tag beläuft, soll in den nächsten Monaten rapide ausgebaut werden.
Tesla-Chef Elon Musk macht sich „null Sorgen“, dass bei der Fertigung des Model 3 alles nach Plan verlaufen wird. „Die Leute sollte sich wirklich null Sorgen darüber machen, und ich meine 0, dass Tesla eine Wochenproduktion von 10.000 Stück bis Ende des nächsten Jahres erreichen wird“, so Musk im Gespräch mit Analysten im Anschluss an die Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen seines Unternehmens.
Musk äußerte sich auch zum aktuellen Stand der Reservierungen für das Model 3. Zunächst hatte er über 500.000 Vorbestellungen zu je 1000 Euro/Dollar verkündet, korrigierte diese Zahl nun jedoch: „Um möglichst genau zu sein, es gab 518.000 Brutto-Reservierungen für das Model 3 und nun liegen uns 455.000 Netto-Reservierungen vor. Aber diese Stornierungen sind während mehr als eines Jahres erfolgt. Das Nettoergebnis seit Freitag, abzüglich der Stornierungen, betrug über 1800 pro Tag“, erklärte der Tesla-Chef.

Musk ist sogar überzeugt, dass er deutlich mehr Model 3 verkaufen könnte. „Mit wenig Aufwand könnten wir die Anzahl der Reservierungen für das Model 3 problemlos nach oben treiben“. Dies würde dem langjährigen Geschäftsführer und Mitgründer des kalifornischen Elektroautobauers zufolge aber „keinen Sinn machen“, da die Wartezeit zu hoch ausfallen würde.
Schon jetzt dürfte der Großteil der internationalen Käufer bis weit ins nächste Jahr auf ihren neuen Tesla warten müssen. In Rechtslenker-Märkten wird das Model 3 nicht vor 2019 ausgeliefert. Zu Beginn gibt es das dritte Großserienauto des Herstellers zudem exklusiv in der teuersten Version zu kaufen.
Teslas erklärtes Verkaufs- und Produktionsziel für 2018 sind 500.000 Elektroautos – nach erst knapp 84.000 Fahrzeugen im letzten Jahr. Für 2020 sind bereits eine Million Stromer eingeplant. Neben dem Model 3 sollen dazu möglichst viele Einheiten der seit 2012 erhältlichen Oberklasse-Limousine Model S und des 2015 gestarteten Edel-SUV Model X verkauft werden. Um den Verkauf und damit die Produktion ausgeglichener zu gestalten, wies Tesla zuletzt wiederholt darauf hin, dass das Model 3 stets weniger Reichweite, Leistung und Ausstattung als das größere Model S bieten wird.
Peter W meint
Man hat das Gefühl, dass Tesla in 10 Jahren Weltmarktführer sein kann.
Nachdem ich gerade die Nachrichten gesehen habe, kann ich es kaum glauben was gestern ausgehandelt wurde. Die Betrüger-Diesel-Hersteller haben bis Ende 2018 Zeit um eine neue Software aufzuspielen. Eine Software, die bereits vom Stuttgarter Landgericht als nicht ausreichend bezeichnet wurde!
Mehr Trumpfkarten kann man doch Tesla und anderen Herstellern von E-Autos kaum in die Hand geben.
Jeru meint
Diese Softwaregeschichte soll einfach Zeit bringen und möglichst wenig Kosten verursachen, beides hat die Fahrzeugindustrie bekommen.
Auch ich bin fan von eFahrzeugen (inklusive Wasserstoff) aber sind wir ehrlich, vor 2020 spielen diese Fahrzeuge in der Statistik vermutlich „keine“ Rolle. In 2016 wurden von 3.400.000 Fahrzeugen ganze 11.410 mit eAntrieb neu zugelassen. Das entspricht 0,33% und ich bin bei all der Euphorie skeptisch, dass sich die Zulassungen bis 2020 so stark steigern lassen.
Wie anders soll Tesla in 10 Jarhen, trotz Konkurrenz, Weltmarktführer sein. Können Sie das bitte kurz vorrechnen?
Peter W meint
Ich sagte: Man hat das Gefühl …
Fritz! meint
Vor allen Dingen fände ich es sehr schön, wenn jetzt in 2 oder 3 Monaten Gerichte in Stuttgart & München konkret Fahrverbote verhängen, weil sie ja wissen, daß von den Verbrenner-Industrie KEINE wirksamen Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung unternommen werden. Möchte dann Dobrindt, Seehofer & Kretschmann sehen, wie die dagegen wettern und bin auch gespannt, welche Ausreden/Argumente den Verbrenner-Herstellern noch einfallen, warum sie da kein Geld in gesetzeskonforme Autos stecken wollen.
Einzig die Hendricks hat eine einigermaßen gute Figur gemacht, besonders anbetracht der Tatsache, daß bisher jeder ihrer Vorschläge von Gebriel/Merkel/Dobrindt ins lächerliche verwässert wurde, bzw. komplett gestrichen. Leider ist sie nicht die Person, die mit der Faust auf den Tisch haut. Sonst wäre sie ja auch nicht für den Posten genommen worden… :-)
Tesla-Fan meint
Um das Model 3 mache ich mir auch keine Sorgen.
Was man bislang an Serienmodellen (nicht Prototypen) sehen konnte sieht qualitativ ziemlich hochwertig und gut verarbeitet aus.
Jeru meint
Ich war auch gespannt aber was ich bisher vom Model 3 gesehen habe, entspricht überhaupt nicht dem Eindruck von hoher Qualität oder Verarbeitung.
Das Fahrzeug sieht innen als auch außen eher so aus, wie die graue Zukunftsvision der Hollywood Filme der 1990er Jahre.
Alles ist sehr schlicht und seelenlos gehalten, allein das Lenkrad hat mich negativ überrascht.
Das Fahrzeug soll günstig und schnell zu produzieren sein, dass sieht man.
Fritz! meint
Ist schon lustig, wie Sie die Qualität beurteilen wollen, ohne irgendetwas vom Model 3 jemals in der Hand gehabt zu haben.
Und das Sie mit einem modernen minimalistischen Innenraum-Design nichts anfangen können, sondern möglichst extrem viele Knöpfe haben wollen, um damit angeben zu wollen/viel unter Kontrolle haben zu wollen/viele Knöpfe einfach mögen/von der Bedienung über ein Touchpad überfordert sind/ oder was auch immer, haben Sie schon öfter kundgetan.
Ich rate Ihnen daher, wechseln Sie in ein BMW-Forum, dort gibt es Cockpits aus dem letzten Jahrhundert zu hauf und kaufen Sie sich keinen Tesla, Sie werden damit nicht glücklich, glauben Sie es mir!
Tesla-Fan meint
Björn Nyland ist in seinem Urteil durchaus glaubwürdig.
https://www.youtube.com/watch?v=hiv9esQ3Glw
Und die Fotos, die ich von Serienfahrzeugen im Vergleich zu den Prototypen-Fotos gesehen haben sprechen für sich.
Mit meiner Einschätzung beurteile ich die sichtbare Verarbeitungs-Qualität (und nicht das Design – wird gerne verwechselt)
BR meint
Ich bin am Wochenende zum ersten Mal einen Tesla probegefahren da ein Hotel günstig an ihre Kunden einen Tesla vermietet.
Und ich bin sprachlos. Ich habe zwar immer wieder die Tesla-Nachrichten und Infos verfolgt aber war sehr skeptisch, ob das in Realität alles wirklich so überzeugend ist.
Aber ich bin total fasziniert von diesem Auto. Das Model S ist zwar zu teuer für mich aber ich warte mit meinem nächsten Kfz-Kauf auf alle Fälle so lange ab bis das Model 3 in D verfügbar ist. Ein deutscher Verbrenner oder ein deutsches Möchter-Gern-E-Mobil kommt für mich nicht mehr in Frage.
frax meint
Ja, das ist genau der Punkt – es wird zwar immer noch Petrolheads geben, aber ich vermute die Mehrzahl wird auf elektro umsteigen.
Mir ist das Model S auch zu teuer, aber ich konnte nicht umhin es mir mehrmals auszuleihen und bin bestimmt schon 6000 km in den letzten 2 Jahren damit gefahren bzw. über die Hälfte der Autopilot und die Faszination wird von mal zu mal größer. Die Unterschiede und Tragweite werden mir erst mit der Zeit klar – um es auf den Punkt zu bringen: Steige ich wieder in ein Verbrennerauto, habe ich das Gefühl das Verbrennerauto ist kaputt. Natürlich mildert eine E oder S Klasse dieses Gefühl, aber ganz weg geht das Gefühl nicht mehr.
Jeru meint
Sehe ich ähnlich.
Alles unter sechs Zylinder und 250kW kann und sollte schleunigst elektrifiziert werden. Da machen VKM´s in den nächsten 10 Jahren, spätestens wenn Wasserstoff als Range Extender Hybrid eingesetzt wird, keinen Sinn mehr.
Wer schon Fahrzeuge wie einen BMW M5, M6 oder vergleichbar gefahren ist weiß, warum es auch „Petrolheads“ gibt. eFahrzeuge haben andere Vorteile, es ist eben ein Unterschied. Dennoch finde ich es schwrierig und töricht, sich so gegenüber der VKM (allgemein) zu erhöhen und abwertend zu Urteilen.
Thomas R. meint
Also ich bin schon M und AMG oder auch zuffenhausener Fabrikate gefahren. Gerade deswegen verstehe ich nicht warum man Motoren mit 2 oder mehr Ladern noch so toll findet weil ein popeliges Model S die sowas von alt aussehen lässt.. Ich denke wenn das M3 mit dual antrieb kommt kann der M3 und wohl auch der M5 einpacken… Das normale M3 lässt schon sämtliche 3er BMWs bis auf die M Serie stehen!
Werner meint
Jeder der sich einen E Wagen zu legt macht einen Schritt in die richtige Richtung . Wenn’s dann ein Tesla ist werden die Pioniere unterstützt.Sie haben den Stein ins Rollen gebracht und lösen hoffentlich eine Lawine aus
lo meint
Die eigentlichen Pioniere sind die Twike, Mia und City EL-Fahrer!
(Ev. auch noch die Smart ED, Drilling und Fluse Fahrer)
;)
Fritz! meint
Ja, aber die Massentauglichkeit hat erst Tesla bewiesen und das Müsli- und Verzichts-Image hat auch erst Tesla für die Masse abgestreift, insofern können die sich den „Pionier-Preis“ teilen.
McGybrush meint
Das wird noch ein richtiges Problem für die Petrolheads.
Der eine oder andere hat keine Meinung. Er wird sich irgendwann in ein eAuto setzen, es wird Ihm gefallen und er wird es kaufen.
Die Hardcore Petrolheads die bisher noch nie ein eAuto gefahren sind verschliessen sich so doll das sie auf Teufel komm raus dagegen Protestieren und sich lange in keinem eAuto reinsetzen. Alles schön und gut. Aber es kommt der Tag wo auch sie spätestens bei 90% Marktanteil an eAutos (es wird schon früher passieren) das erste mal in ein +400PS (viel PS wird beim eAuto keine Seltenheit sein sondern eher weit verbreitet) eAuto einsteigen und Strom geben.
Jetzt kommt das Problem. Wie können sie Ihre Innere Meinung nach aussen ändern ohne Ihr Gesicht zu verlieren. Sie haben Jahrelang den Verbrenner verteidigt und und merken auf einmal das Ihr inneres Grinsen beim beschleunigen komplett überzeugt wurde. Innerhalb von 3sek. Wie will man das nur erklären. Glaub da werden noch so einige Ihr Gesicht verlieren und zugeben müssen das sie für die falsche Seite argumentiert haben.
Was hab ich mich über das iPhone vom Kumpel lustig gemacht. 300Eur zum Vertrag… 4 Monate später hab ich mich wie ein Kind auf meins gefreut und nur 40Eur zum normalen Vertrag bezahlt. Es ging sehr schnell bis ich es eingesehen hab was für ein Mehrwert das anfangs belächelte haben kann.
Thomas R. meint
Schau mal bei Motor talk de rein. Viele sind da gefühlt schon weiter als hier. Hat mich angenehm überrascht.
Fritz! meint
Spätestens wenn die Freundin des Petrolheads zum Tesla-Fahrer wechselt (weil schneller und leiser), wird er anfangen, sich Gedanken über den Spruch „Leise ist das neue Laut“ zu machen und wenn er dann in einem Tesla P100D gesessen hat und Vollgas gegeben hat, ists vorbei mit der Überheblichkeit.
Bin gespannt…
JuergenII meint
„Aber es kommt der Tag wo auch sie spätestens bei 90% Marktanteil an eAutos (es wird schon früher passieren) das erste mal in ein +400PS (viel PS wird beim eAuto keine Seltenheit sein sondern eher weit verbreitet) eAuto einsteigen und Strom geben.“
Das dürfte aber eher daran liegen, dass die „Petrolheads“ ihre Krawallmacher auf einem Hänger zu den paar Rennstrecken fahren müssen, um überhaupt noch damit fahren zu können. Bei 90% E-Anteil, dürfte es schon längst ein Fahrverbot für PKW Verbrenner geben.
Ansonsten kann man sich nur wünschen, das Musk die Serienfertigung so schnell wie möglich hochfahren kann. Bei 500 km EPA und den Fahrleistungen ist das ein Hammerfahrzeug in Segment der Limousinen.
Schnuppi meint
Sorgen können sich die Verbrennerbrüder machen, denn ihre (Über)lebensuhr tickt immer lauter. Dann wird es ein großes Geschrei und Wehklagen geben und um staatliche Unterstützung gewinselt. Der Markt für Verbrenner in China wird kurzfristig in die Knie gehen, aufgrund der dortigen Regierungsstrategie, E-Mobilität überproportional zu protegieren. Diese Entwicklungen lassen sich weder aufhalten, noch rückgängig machen…. Allein, die etablierten Autobauer ergehen sich lieber in Fantasien über eine Dieselprämie für „saubere“ Diesel. Ich lach mich scheckig!
Jeru meint
Zugegeben der Diesel ist für mich auch Tod, das Verhalten von Regierung und Industrie aber abzusehen und verständlich. Die Gerichte und Städte müssen jetzt hart bleiben und zur Not eben Fahrverbote durchsetzen.
Auch für mich gilt, die (mittelfristige) Zukunft ist elektrisch. Aber ist es nicht so, dass die Überlebensuhr nicht anfängt zu ticken sobald „man“ geboren ist. Auch die eFahrzeug Uhr fängt jetzt an zu ticken. Etwas polemisch, dass so explizit auf Verbrenner anzuwenden..
Fragen tue ich mich eigentlich nur, warum hier so ein Hass gegen deutsche OEM´s geschoben wird. Ich freue mich jedenfalls mehr auf ein tollen BMW i (wahlweise BEV oder FCEV Hybrid) als auf dieses olle und seelenlose Model 3 von Tesla.
Das Interieur sieht als, als könne man das mit einem Kärcher reinigen.
Thomas R. meint
Warum gegen die deutschen Hersteller gewettert wird? Da du dich offensichtlich sehr gut im Bereich (e) Mobilität auskennst ist das frech und die Frage kannst du dir selber beantworten. Der Diesel Gipfel und das Ergebnis ist nur ein Beispiel. Genau dieses dumm dreiste Verhalten wird auch den deutschen Herstellern und dem label Made in Germany massiv schaden…
http://money.cnn.com/2017/07/24/investing/german-carmakers/index.html
Hoffentlich wachst du/ihr mal auf!
weilslogischist meint
Thomas.
Ich bitte Dich nicht in so einem Ton mit einem Mitdiskutanten zu reden, sein Beitrag war durchaus konstruktiv.