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Mercedes-AMG: Alle Modelle zukünftig auch als Plug-in-Hybride erhältlich

22.04.2019 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 7 Kommentare

AMG-Plug-in-Hybrid

Bild: Daimler

Daimler investiert Milliarden in alternative Antriebe. Auch die Sportwagen-Marke Mercedes-AMG setzt auf Elektrotechnik, im Fokus stehen dabei zunächst teilelektrische Stromer. Das erste Modell mit Plug-in-Hybrid-Antrieb kommt 2020 auf den Markt, berichtet Autocar.

„Alle AMG-Fahrzeuge werden zukünftig auch mit einer Plug-in-Hybrid-Option erhältlich sein. Mild-Hybride sind nicht die Strategie von AMG, da die Emissionseinsparungen zu gering sind“, so Frank Overmeyer, der bei Daimler für die Emissionsstrategie verantwortlich ist. Plug-in-Hybride ermöglichen mehrere Kilometer rein elektrisches Fahren, Mild-Hybrid-Systeme steigern lediglich die Effizienz von Verbrenner-Aggregaten.

Mercedes-Benz bietet mit C-Klasse, E-Klasse und S-Klasse sowie GLC und GLE bereits mehrere Plug-in-Hybridfahrzeuge an. Bis Ende 2020 sollen insgesamt 20 Modelle mit begrenzter Elektro-Reichweite verfügbar sein, darunter auch Kompaktwagen wie die A-Klasse. Die mit der aktuellen Antriebsgeneration mögliche Reichweite von bis zu 50 E-Kilometer soll schon bald deutlich steigen.

Bei den kommenden Plug-in-Hybriden von AMG steht im Mittelpunkt, die Leistung und Dynamik zu verbessern, dabei aber weiter möglichst geringe Emissionswerte zu erzielen. Vermarktet werden die elektrifizierten Performance-Modelle unter dem Label „EQ Power+“. „EQ“ ist die neue Stromer-Marke von Mercedes-Benz, die künftig teil- und vollelektrische Fahrzeuge kennzeichnet.

AMG wird die E-Technik von Mercedes ähnlich wie bei Verbrennern im Wesentlichen übernehmen. „Die Batterie und die Implementierung an sich, inklusive dem Elektromotor, werden dieselbe sein“, erklärte Overmeyer. „Man kann ein deutliches Leistungsplus realisieren, das die Reichweite reduziert, das Fahrerlebnis wird aber besser sein.“

Der Mercedes-Manager bekräftigte, dass die Boliden von AMG trotz immer strengerer Klimagesetze ein zentraler Teil der Strategie bleiben. „Sie sind technische Ikonen unserer Marke“, so Overmeyer. „Wir sollten auch nicht vergessen, dass die neue Welt, die Elektroautos, finanziert werden müssen – und sie werden durch unsere bestehenden hochprofitablen Fahrzeuge finanziert.“

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Via: Autocar
Unternehmen: Daimler, Mercedes-AMG, Mercedes-Benz
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. alupo meint

    24.04.2019 um 13:29

    PIP Hybride, mehr geht eben nicht. Es gibt in absehbarer Zukunft einfach zu wenig Zellenkapazität.

    Wohl dem Hersteller, der das rechtzeitig erkannt hat. Es gibt durchaus noch ein paar Strategen, die diese Bezeichnung sich auch verdient haben ;-).

  2. Werner Kloschefski meint

    23.04.2019 um 12:17

    Warum setzt ihr alle aus Panik,
    jetzt auf Elektroautos, das ist für die Wirtschaft
    (Arbeitslose) schlecht ausserdem ist das mit den Tankstellen für diese Masse überhaupt nicht handelbar. Warum setzt man nicht auf Wasserstoff!?? Der ist gut handelbar , die Tankstellen müsten nur um gebaut werden Arbeitsplätze gibt es auch. Und ein Schlangestehen auf Stunden gibt es auch nicht!!!! Denn was machen wir mit den alten
    Autobaterien? Wie willst du den die wechseln
    wenn der Accu im Auto umbaut ist? Soll ich dann mein E-Auto fort schmeissen es ist doch
    nichts mehr Wert und wohin mit dem riesigen
    Müll!
    Also Wasserstoff, einfach tanken, kein Müll, kein Kat , keine seltene Metalle es einfach für unsere
    Wirtschaft praktisch auch für die Autoindustrie und Händler.

    Gruß Werner

    • Alex meint

      23.04.2019 um 13:37

      Herr Kloschefski, ihre Kritik ist sicher nicht unbegründet.
      Die Thematik Wasserstoff wurde hier schon zichfach durchgekaut. Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen, die Effizienz ist bescheiden 25% – 30%, die Technik ist kompliziert und teuer (tankdruck ~700bar) Tankstellen sind teuer, folgekosten für die Wartung der H2 Platten liegen vor. Wasserstoffautos brauchen auch Batterien.

      Dagegen sind batteriebetriebene Fahrzeuge schon heute günstiger im Unterhalt, die Problematik der „Entsorgung“ der Batterien ist bis jetzt noch kaum gegeben, sobald dieses der Fall ist, wird dort ein neuer Wirtschaftszweig wachsen. Lithium Ionen Akkus sind bis über 90% recyclebar.
      Bestehende Tankstellen können einfach und schneller mit Schnellladern ausgestattet werden und weiter für Elektro Autos genutzt werden.
      Mit einem Batterieelektrischen Fahrzeug bin ich als Endverbraucher flexibel und kann meinen Strom (Photovoltaik/Wind/Wasser…) selber erzeugen

  3. Bern Hard meint

    23.04.2019 um 08:39

    Züge werden sich nie durchsetzen sagten die Postkutschenhersteller

  4. Alex meint

    22.04.2019 um 17:38

    Die hybride werden sterben noch bevor sie sich überhaupt groß aufstellen können.

    • Stocki meint

      22.04.2019 um 18:36

      Jetzt in Hybride zu investieren kommt dem Zugeständnis gleich, gar keine Elektroautos bauen zu können.

  5. Daniel S meint

    22.04.2019 um 11:16

    Bald werden die Verbrennermodelle nicht mehr „hochprofitabel“ abzusetzen sein! Der Zeitpunkt ist gekommen, neue Technik einzusetzen und die alte Technik auslaufen zu lassen.

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