Die Volvo-Tochter Polestar bereitet die Großserienfertigung ihrer künftig nur noch elektrifizierten Modelle vor. Die auf leistungsstarke eigene Stromer und veredelte Volvo-Baureihen setzende Hochleistungs-Marke hat nun einen Produktionsstandort in China eröffnet. Dort rollt bald der Polestar 1 vom Band.
Bei dem neuen Standort handelt es sich um die erste eigene Fertigungsanlage von Polestar – „ein Meilenstein für das schnell wachsende Automobilunternehmen“, heißt es in einer Mitteilung. Die Produktionsstätte umfasst auch ein Kundenerlebniszentrum mit einer Teststrecke und einem verglasten Atrium mit Panoramablick über die Fabrikhalle.
Das Produktionszentrum im chinesischen Chengdu setze Maßstäbe in der Fertigung von Elektrofahrzeugen, erklärte Polestar. In der Anlage läuft zunächst der neue Polestar 1 vom Band: ein Hybridcoupé mit Karbonfaser-Karosserie mit 150 Kilometer Elektro-Reichweite. Die Fahrzeuge sind sowohl für China als auch für die weltweiten Exportmärkte bestimmt. Die ersten Kundenauslieferungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

„Hier in Chengdu stellen wir nicht nur ein hochwertiges Hybrid-Elektrofahrzeug her. Wir haben auch eine inspirierende Produktionsumgebung geschaffen, einen großartigen Ort zum Arbeiten und Besuchen. Er spiegelt perfekt die Marke Polestar wider“, so Polestar-Chef Thomas Ingenlath. „Wir haben versprochen, dass wir unsere erste Produktionsstätte bis 2019 bauen. Wir haben versprochen, dass Autos in diesem Jahr an Kunden ausgeliefert werden. Und wir haben versprochen, dass wir die Dinge anders machen werden – und diese Versprechen halten wir. Das macht das ganze Polestar Team stolz.“
Das Polestar-Produktionszentrum ist laut dem Unternehmen eine der umweltfreundlichsten Autofabriken Chinas. Das dortige Team arbeite dazu unter anderem ausschließlich mit Lieferanten zusammen, die ebenfalls umweltbewusst handeln.
Der Polestar 1 wird vorerst nur in überschaubaren Stückzahlen gefertigt: 500 Einheiten sollen pro Jahr in Chengdu entstehen, insgesamt sind 1500 Fahrzeuge über einen dreijährigen Produktionszyklus geplant. Das Kaufinteresse ist nach Angaben des Herstellers hoch.
Alle weiteren neuen Polestar-Modelle sollen reine Elektroautos und in deutlich größerer Stückzahl als der Polestar 1 hergestellt werden. Parallel zu dem in Chengdu gefertigten Polestar 1 läuft ab Anfang des Jahres 2020 die Produktion des Crossover Polestar 2 im chinesischen Luqiao an. Das dritte Elektroauto der Marke Polestar 3, ein niedriges und aerodynamisches SUV, soll 2022 starten.
NL meint
Ein Volvo aus China, wer in Europa will so was kaufen?
Ecoment meint
Mach doch die europäischen Kunden schon siehe s60
Peter W meint
Es gibt nur Volvos aus China! Volvo ist nur ein Markennahme den Geely gekauft hat. Nur wer einen LKW kauft bekommt noch ein europäisches Fahrzeug.
Andreas_Nün meint
Wie kommen Sie auf diese Idee? Selbstverständlich werden Volvo PKWs noch in Europa gefertigt.
Der größte Aktionär der Volvo Group (zu denen gehört Volvo Trucks) ist auch Geely, aber nicht mit entscheidender Größe.
Peter W meint
Sorry, da war ich falsch informiert!
eraser112 meint
Es wäre mir neu, dass der Polestar 2 ein „SUV-Crossover“ ist. Das Auto ist eine Limousine, die aufgrund ihrer Batterien etwas höher ausfällt, aber kein SUV.
ecomento.de meint
„Crossover“ muss es heißen – aktualisiert!
VG | ecomento.de