Die Corona-Pandemie hat für Verwerfungen in der Lieferkette gesorgt, durch die wichtige Bauteile – allen voran Computerchips – für Pkw Mangelware sind. VW priorisiert wie andere Hersteller die Produktion von Elektroautos, hat aber Lieferschwierigkeiten bei seinen Volumenmodellen der ID.-Familie. Der Kompaktwagen ID.3 ist laut einem Bericht für 2022 schon ausverkauft. Auch für das kompakte SUV ID.4 werden die Lieferzeiten immer länger.
Für den erschwinglichsten ID.3 mit der schwächsten Batterie und Leistung sowie karger Ausstattung hat VW bereits einen Bestellstopp verhängt. Die Nachfrage nach Neuwagen ist derzeit größer als das Angebot, die Wolfsburger konzentrieren sich daher wie andere Hersteller auf hochpreisigere Modelle mit größerer Marge. Für die erhältlichen Varianten gibt es laut einem Bericht des Portals Edison aktuell Lieferzeiten von wenigstens neun Monaten bis zu über einem Jahr. Viele Händler hätten große Schwierigkeiten, die Nachfrage nach dem Elektroauto zu befriedigen.
Einige Händler würden bereits überhaupt keine Bestellungen mehr für den ID.3 annehmen. Denn die für das laufende Jahr geplante Produktion sei bereits komplett verkauft, wie auch ein Sprecher von VW Sachsen bestätigt habe. Und für das Modelljahr 2023 sei in zwei Stufen ein umfangreiches Facelift für den ID.3 geplant. Der Nachfolger des e-Golf kommt zwar grundsätzlich gut am Markt an, Kunden und Kaufinteressenten beschweren sich aber unter anderem über die Qualität der im Innenraum verbauten Materialien. Daher gebe es im Herbst zunächst eine Aufwertung des Interieurs, schreibt Edison. Wenige Monate danach sollen Modifikationen außen folgen, um das Modell insgesamt attraktiver zu machen. Ob auch die solide, im Vergleich zu anderem modernen E-Autos aber eher schwache Antriebstechnik verbessert wird, bleibt abzuwarten.

Im Werk Zwickau, wo der ID.3 gebaut wird, liegt die aktuelle Tagesproduktion laut Edison bei 1200 Autos. Die Kammlinie, also die 100-prozentige Auslastung der Produktion, solle im Laufe des Jahres auf 1400 Einheiten angehoben werden – mehr sei dann in dem Werk nicht mehr möglich. Am Standort Wolfsburg könnten die ersten ID.3 erst ab Herbst kommenden Jahres montiert werden. Bald könnte es auch einen Bestellstopp für den ID.4 geben, mutmaßte ein VW-Händler im Gespräch mit Edison. Die offiziellen Lieferzeiten reichten bei dem Modell jetzt schon bis September, die Bestellungen seien vom Werk auch noch nicht bestätigt worden.
Statt der Basisversion des ID.3 sollen preisbewusste Kunden in Kürze wieder den e-up! bei VW bestellen können. Der Batterie-Kleinstwagen auf Basis der Verbrenner-Baureihe up! ist seit Ende 2020 pausiert, da VW Neukunden aufgrund der Nachfrage keine akzeptablen Lieferzeiten mehr anbieten konnte. Nun werden einem Bericht zufolge Kapazitäten frei und der e-up! bald wieder bestellbar – allerdings nur in einer umfangreich ausgestatteten Version für 26.500 Euro vor Förderung. 2020 war das Modell noch für 21.975 Euro verfügbar, was das E-Auto angesichts 9000 Euro „Umweltbonus“-Kaufprämie in Deutschland zum Verkaufsschlager gemacht hatte.
Skodafahrer meint
Beim ID.3 fehlt es oben und unten an Angeboten.
Eine preisgünstige Einstiegsversion mit einer kostengünstigen LFP – Batterie gibt es noch nicht.
Es fehlt an Hochleistungsversionen als Ersatz für den Golf GTI und Golf R.
Das Facelift sollte auch eine Leistungselektronik mit SiC – Chips für mehr Wirkungsgrad und eine verbesserte Aerodynamik umfassen.
Jörg meint
Weitere Versionen sind wohl kaum das, was beim ID.3 fehlt. Im Gegensatz, da die Nachfrage weit höher ist, als die Produktionskapazität macht VW das Gegenteil:
1.) Die margenschwachen Basis-Versionen mit kleinem Akku wurden vorerst gestrichen, so dass VW bei gleicher Anzahl ID.3 mehr verdient
2.) Durch weniger Varianten lässt sich die Produktionskapazität erhöhen, wodurch sie mehr Fahrzeuge verkaufen können undnochmalsmehr verdienen
hu.ms meint
Der VW-konzern hat einen hochlaufplan wann welche produktionsstätten BEV bauen werden.
Das wurde auch bisher eingehalten. Was aber fehlt sind die geplanten stückzahlen.
Soweit ich mich erinnerne waren für 2021 600K geplant und es wurden nur 470K.
Liegt vermutlich an der halbleiterknappheit bzw. den 2020 vorschnell erfolgten zulieferermengen reduzierungen.
Es bleibt die tatsache, dass zwar die fabriken (china, emden, USA) umgerüstet, abert die geplanten stückzahlen voraussichtlich nicht erreicht werden.
Peter meint
Wenn im Dezember 600k theoretische 12-Monats-Kapazität vorhanden war, bedeutet das nicht, das diese Kapazität in den 11 Monaten davor auch schon a) vollständige existierte und b) voll auslastbar war.
hu.ms meint
Ich schrieb von gesamtstückzahlen und nicht von kapazitäten.
Vabyan meint
Ich glaube hier liegt ein großer Fehler vor. In Zwickau werden laut diesem Artikel 1200 id3 am Tag gebaut. Macht grob 400.000 Autos im Jahr. Letztes Jahres wurden aber weltweit nur grob 75.000 ausgeliefert. Die Steigerung auf 400.000 wäre ja unfuzzbar! Ich brauche Aktien!
hu.ms meint
Falsch!
In Zwickau werden 1.200 MEB-plattform-BEV des VW-konzerns gebaut: ID.3, ID.4, A4 etron, cupra born u.a.
Mäx meint
Kleine Korrektur:
Q4 e-tron aber ansonsten richtig.
Es sind MEB Fahrzeuge und nicht ID.3
Dass manche das immer noch nicht verstanden haben…
Vabyan meint
Ah alles klar, das lass sich nicht so Eindeutig.
Martin Sommwerweizen meint
Das is schön für VW! aber wann jezt meiner von 2021 Geliefert???? Kann doch nicht so das die noch nicht mal die Fahrzeuge von Mitte des letzten Jahres Produziert haben!
Mäx meint
Da hab ich einen ganz heißen Tipp zur groben Vorhersage deines Liefertermins:
Jetzt im Januar ist die Jahresproduktion schon ausverkauft.
D.h. wenn ich jetzt einen bestelle warte ich annähernd 12 Monate auf mein Auto.
Und jetzt rate mal, wann deiner voraussichtlich kommt, wenn du Mitte letzten Jahres bestellt hast…
Peter meint
Na, immerhin muss die Bestellung nicht gleich mit dem Geburtsschein ausgefüllt werden… (nur für Insider).
Piotr meint
Damit kennt man sich in Zwickau aus ;)
Werner meint
Zumindest ist die Zeit der Vorfreude dann länger genießbar.
Martin Sommwerweizen meint
Ja theoretisch schon, jetzt ist die Lieferzeit bei ca einem , aber als ich bestellt habe wurde mir noch eine Lieferzeit von 3-4 Monaten mitgeteilt. auch die allgemeine Lieferzeit war damals noch bei 3-4 Monaten. Wie soll den daraus ein ganzes Jahr werden?
Martin Sommwerweizen meint
*Jahr
Thomas Karcher meint
Welch Wunder, die preiswerten Modelle sind bestellbar nicht verfügbar wie auch immer. Ab auf die teuren Modelle mit mehr Marge bzw Gewinn. Ja Leute VW und andere Hersteller haben den Trend immer wieder genutzt mehr Geld aus den Kunden rauszuquetschen bis hin zur Verteilung der Fahrzeuge. Ich freue mich wenn mehr Asiaten auf die e-mobilität gehen und auch preiswerte, Familien gerechte Fahrzeuge anbieten. Bitte in der Menge verkaufen das VW und Co dies zu spüren bekommen und diese Zuteilung aus Gottes Gunst aufhört. Auch die Steuergelder für VW und Co endlich einstellen. Anderes ist dieser Verkaufspolitik nicht beizukommen
Swissli meint
Gibt ja 2022 auch andere Autohersteller und auch diverse neue Modelle. Sogar bei VW, wie z.B. der ID.Buzz. ID.4 und ID.Buzz sind teilweise schon Konkurrenten.
Jakob Sperling meint
Denken Sie, der ID.Buzz werde günstig sein?
Ich gehe davon aus, dass er sehr teuer sein wird.
Im Moment macht VW einen grossen Teil seines Gewinns mit den Transportern, bzw. Campern. 120% Auslastung der Fabriken und alles zum Katalogpreis verkaufen. Davon kann ein Herstellern nur träumen.
GE meint
Hoffe sie behalten beim Facelift die Armlehnen vorne bei. Die sind echt super bequem als Fahrer.
Yoyo meint
Ja sie werden beibehalten, aber als aufpreispflichtiges Extra )geschätzt € 400) oder nur zusammen in einem „Ambiente-Paket „für €1.900
Werner Mauss meint
Im wahrscheinlich besten Jahr kann VW nicht liefern. Das bedeutet Rolltreppe abwärts. Man hört eben auf Diess nicht, das wird sich bitter rächen. Da hilft nichtmal der Grünspritumfaller von FDP Verkehrsminister. Man sieht ja da schon deutlich woher der Wind weht. Hoffentlich läuft Berlin jetzt dann zeitnah an um die Nachfrage zu bedienen. Schwache, veraltete E Autos braucht eh keiner, umso besser wenn sie ausverkauft sind.
hu.ms meint
Wer erkennt den widerspruch?
Wenn die BEV aus dem VW-konzern schwach und veraltet wären, wären sie nicht auf rd. 1 jahr ausverkauft… :-)
Werner Mauss meint
Ausverkauf macht man mit Dingen die weg müssen, nicht mit Produkten die laufen, bzw. man ist froh dass sie weg sind. Widerspruch? Elon hätte Zelte aufgebaut um für Nachschub zu sorgen????
Realist meint
Der Unterschied zwischen Ausverkauf und Ausverkauft ist bekannt?
M. meint
Ja, das sieht man denen auch an.
Freddy K meint
Natürlich….Sieht man ja recht deutlich.
Unter anderem bei S und X….
Wahnsinn wie niedrig da die 12 Monate Lieferzeit scheinen…
Helga meint
Alupo
ne, iss klar. 1.500 VW BEVs pro Tag ist keine Leistung. Aber bei Tesla sind max. 5.000 Autos pro Woche soooo amaazing and BREAKING NEWS. Man man man, sich einfach mal freuen ist nicht möglich in Deutschland? Mecker mecker meckern.
GrußausSachsen meint
Quelle?
was ich dazu gefunden habe: hier auf der Seite (eco…) am 2.7.2018
die 5000 pro Woche waren ein Ziel in 2017 aber erst in 2018
vor dem Hochlauf im September erreicht. Einzige Produktionsstätte für das M3 war damals in US
in der Zeit als ganz ganz viele Tesla als Neuling immer noch ausgelacht haben,
short gegangen sind, um am Untergang von Tesla zu verdienen
Das neue ziel von Tesla sind je Fabrik 10.000 pro Woche
P.S. Ick freu mir! Obwohl oder weil ich in Deutschland bin.
und zwar freue ich mir auf und über Tesla
und auch ein wenig über den Paradigmenwechsel bei VW
Markus Müller meint
Also wenn Sie schnell Ihren Taschenrechner anwerfen, werden Sie bemerken, dass zwischen 1’400 pro Tag und 10’000 pro Woche auch kein grosser Unterschied mehr ist.
Aber klar, das eine ist ein Wunder weil ‚Gigafabrik‘ und das andere ist normal, weil einfach Autofabrik.
GrußausSachsen meint
die 5000 pro Woche waren ein Etappenziel Von Tesla in 2017, das erst 2018 erreicht wurde. Unter Einräumung, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht wurden und man Schwierigkeiten beim Hochlauf hatte (Produktionshölle eines in der Massenherstellung unerfahrenen Unternehmens)
Diejenigen, die Tesla den Misserfolg eines Neulings wünschten haben sich teilweise hämisch gefreut und sind „short“ gegangen um am Untergang von Tesla zu verdienen.
Maximal 5000? Welche Quelle haben Sie denn dafür (2017? 2018?)
Wenn eine erfahrener Autohersteller 1.500 Stck /Tag produziert ist das ein gutes Zeichen, sicherlich; aber auch bescheidenes Ergebnis – bei der Erfahrung und bereits funktionsfähiger, getesteter optimierter Anlagen.
Btw.: allein in China hat Tesla mit 2 Modellen im November 2021 über 56.000 Stck. gebaut.
Wer freut sich darüber? Oder wurde und wird versucht es klein zu reden?
Das sind bei 30 Tagen Produktion immerhin fast 2000/Tag, aber ob in China auch an Samstagen UND Sonntagen voll produziert wird? Nicht schlecht für einen Newcomer.
ich freue mich auch für VW dass das Unternehmen den Dreh zu BEV bekommen hat und immerhin auf 1500 Stck/Tag steigern konnte (Planzahlen) . die Stockfehler in der Beschaffung bei den Halbleitern (Volksmund: Microchips) sind als Erklärung doch eher etwas … nun ja. nicht wirklich überzeugend.
Eine herausragende Leistung ist es für den ehemaligen Weltmarkführer jedoch nicht.
Wäre es für den aktuellen Weltmarktführer Toyota auch nicht, aber im BEV Bereich zählen sie (noch nicht)
Werner meint
Tesla als Neuling hat einen Markttrend gesetzt, den kein anderer Hersteller auf dem Schirm hatte. Die Idee um einen Akku mit entsprechender Soft- und Hardware eine dazu passende Fahrzeug Karosserie zu bauen war genial. Da Tesla dafür neue Fabriken brauchte, gab/gibt es keine Umrüstung bestehender Fließbänder. VW hat mit der MEB Plattform nachgezogen und wird neben Beschaffungsproblemen auch Schwierigkeiten mit der Einstellung von Soft- Hardwarespezialisten haben. Die Umrüstung bestehender Werke auf die MEB Plattform ist eine zusätzliche Herausforderung, da die „alten Modelle“ ja auch noch gefertigt werden.
alupo meint
1200 bis 1400 Autos pro Tag steht ja nicht gerade für ein großes Werk. Und ja, es gibt viele weitere Werke von VW. Aber bei so einem Marketinggedöns sich nur diese kleine Zahl herauszupicken (und das Gesamtbild wegzulassen, also zu verschweigen) ist schon auffällig.
Aber VW wird schon wissen, warum sie keine BEV Jahreszahl veröffentlichen, weltweit über alle Marken und damit für den gesamten Konzern.
Das würde mich echt interessieren. So bekommt man die Ist-Verkäufe (bei der Vertriebsstruktur logischerweise nur die an die Händler) nur nachträglich mit den unterjährigen Berichten bzw. nach Ende des Jahres geliefert, schade.
Aber sowas hat natürlich seine Gründe. Etwas nicht zu sagen wird nicht „einfach nur so“ nicht gesagt. Dahinter steckt Methode.
CaptainPicard meint
Aber VW wird schon wissen, warum sie keine BEV Jahreszahl veröffentlichen, weltweit über alle Marken und damit für den gesamten Konzern.
—
Haben sie doch getan: 453.000 Stück in 2021.
GrußausSachsen meint
Wollten Sie das bewusst missverstehen?
Soweit ich es verstanden habe geht es um 2022 (nicht um 2021 im nachhinein) imho darum, wieviel BEV denn nun in 2022 vom Konzern bzw. den Marken bereits jetzt zu Jahresbeginn ausverkauft sind.
Wenn ein Unternehmen angibt, die Jahresproduktion sei ausverkauft und offenbar keine Bestellungen für 2022 mehr angenommen werden können,
darf man – glaube ich – auch erwarten, die geplante Produktionsmenge (Stückzahl) genannt zu bekommen.
GrußausSachsen meint
falls ich mich bezüglich des „missverstehens“ geirrt habe sorry.
ID.alist meint
Aber die Produktionskapazitäten sind bekannt.
Steven B. meint
Wir reden hier über die Produktion einer halben Million Fahrzeuge. Das ist nicht gerade wenig und deutet auf alles andere hin, aber nicht auf ein zu kleines Werk… Was hat das Werk von Tesla in Grünheide für einen Ausstoss? Also bitte, erst mal eine Vorstellung erhalten was es bedeutet 365/24/7 zu produzieren, dann mosern oder urteilen. Im übrigen Tesla produziert 150000 Fahrzeuge M3 + Y in Grünheide und das sicher nicht von Anfang an.
Teasy meint
Tesla produziert zur Zeit ungefähr 100.000 Autos pro Monat.
Zwei riesige neue Fabriken kommen hoffentlich kurzfristig dazu und Shanghai wird erweitert. Die Produktionskapazitäten werden in den nächsten Jahren um ca. 50% pro Jahr steigen.
Bereits heute produziert Giga-Shanghai schon mehr BEV, als VW Verbrenner im Stammwerk WOB. Nur mal als große Einordnung.
GrußausSachsen meint
Nun ja. Es ist gar nicht so schwierig die aktuellen Planungen für Tesla Grünheide
im Netz zu finden. Wichtig: es werden nur Model Y sein (keine M3)
Stand 12/2021 zur Produktionsplanung (Planung! nicht Realität)
Ab Anfang 2022 sollen pro Woche 1.000 Model Y aus dem Werk rollen.
Zur Jahresmitte sind Produktionssteigerungen geplant
Im ersten Halbjahr 2022 sollen 30.000 Fahrzeuge das Werk verlassen haben.
Bei voller Auslastung möchte Tesla in Brandenburg jährlich eine halbe Millionen Fahrzeuge produzieren – mit 12.000 Mitarbeitern.
Aktuell sind dort 1.800 Mitarbeiter beschäftigt.
Wir werden sehen
icke freu mir
Gern geschehen.
GrußausSachsen meint
ist nicht wenig, was Tesla da plant und in china bereits umsetzt
(500.000 Stck, ne halbe Million, aus einem Werk, in china… ick staune).
Damit man mal ne Vorstellung davon bekommt.
GE meint
Die bauen in dem Werk in Zwickau ja ID3/4/5 , Born, Q4-Etron. Die Kapaziät liegt bei 300 Werktagen bei um die 400K Autos/Jahr. Klingt nicht nach einem kleinen Werk aber auch nicht nach dem größten
CaptainPicard meint
Zwickau hat noch nie mehr als ~300.000 Fahrzeuge produziert. Mit Elektroautos wollen sie das nun um etwa 10% steigern aber mehr als 330k sollen es auch damit nicht werden.
Herbs meint
Wo gibt’s denn 300 Werktage?
GrußausSachsen meint
Überall da, wo der Samstag als Werktag zählt.
In Deutschland ist der Samstag ein Werktag (nicht für alle ein Arbeitstag)
das ist auch beim Parken manchmal seeeehr wichtig und kann u.U. teuer werden. ist übrigens von vielen Gerichten so bestätigt.
Einfach mal bei einem bevorzugten Internetsuchdienst nachlesen
Gern geschehen.
Yogi meint
Also wir denken uns mal, wir sind das Management, dann bestell ich 2020 Chips ab, weiss vom Risiko (?), dass das nach hinten los gehen kann und kann bis 2022 keine mehr nachbestellen. Dann liefere ich IDs mit Notsoftware aus, weil die sogenannte Software-Abteilung den untergehenden Stern Golf8 noch hinten bis vorne beackern muss, um nicht völlig blank dazustehen. (Nett auch die Idee einen Fundamentalisten-Club für unausgereifte, veraltete E-Autotechnik da zwischen reinzuschieben). Dann bring ich ein Auto, was jemanden fighten soll, der 4 bis fünfmal so viel verkauft mit völlig abstrusen 2021 Plänen. Verschätze mich aber komplett in den nötigen Produktionskapazitäten. Muss da dann auch Notsoftware aufspielen. Währenddessen werde ich in der Mittelklasse von 800V, LFP, Blade etc. überholt und überrascht. Kauf mir extra einen eGMP und lass ihn von meinen Brummbrummexperten auseinander schrauben. Plug&Charge, zeitgemäßes Navi, eine Art von Bedienkonzept, Winterkonditionierung (lol), navigationsgestützte Ladevorkonditionierung habe ich dann erst vielleicht bis März 2022 gelöst. Wobei einige bis jetzt immer noch auf 2.3 warten. OTA war eben ein voller Erfolg, spätestens, wenn man dann im März die drei nicht OTAfähigen ECUs ausgebaut bekommt, unter dem Deckmantel einer 12V Batterierückrufaktion.
Denke wir müssen uns wirklich auf die Schultern klopfen! ;-)
hu.ms meint
Welche ID3 wurden denn mit „notsoftware‘ mit welchen einschränkungen ausgeliefert ?
Meiner von 11/20 fährt von anfang an völlig problemlos. Einziger kritikpunkt ist der hohe winterverbrauch auf kurzstrecken.
AlBundy meint
Naja, manche haben Glück – manche hatten keins.
in BI 06/2021 lässt sich entnehmen
Die Mängel waren bei beiden Modellen (ID.3 und Golf 8) vielseitig und reichten von nicht mehr reagierenden Bildschirmen bis zum Abstürzen des gesamten Systems. Berichten zufolge führte dieses Problem beim ID.3 sogar dazu, dass sich das Auto überhaupt nicht mehr bewegen ließ.
oder sowas gab es auch
– Spracherkennung ein Witz – bei der Erkennungsrate ist man 5x schneller wenn man die Adresse einfach per Hand eingibt und mehr kann die Spracherkennung eh nicht – der Trick mit dem „Fenster öffnen“ ist dann auch irgendwann nicht mehr lustig.
– Navi-Anweisungen kommen ca. 200m zu spät
– Klima-Anlage regelt nicht zuverlässig – während der Fahrt plötzlich schwitzen/frieren
– Keinerlei Einstellungen die man setzt, z.B. Deaktivierung von dem nervigen Spurhalte-Assistenten (der auf kaputten Landstraßen eher gefährlich ist) oder der Luft-Filter werden einfach nicht gespeichert – nach jeder Neufahrt ist alles wieder auf default
– Verbrauchsangaben sind kompletter Witz – Langzeit (3 Monate, zuvor einen Reset durchgeführt) schwanken im Sekundentakt zwischen 0 und 50 wild hin und her. WTF?
– Teilweise geht plötzlich die Spracherkennung während der Fahrt an obwohl absolute Stille im Auto herrschte und fragt höflich „wie bitte?“ und bietet dann an z.B. irgend einen random-Kontakt anzurufen.
– Ladekabel lässt sich teilweise nur durch x-mal drücken auf den Autoschlüssel entsperren, zuvor natürlich versucht am Display auf „Laden beenden“ zu klicken – leider funktioniert das halt nicht immer.
– Radard-Sensoren teilweise komplett unzuverlässig: bei mir kam es mindestens einmal vor dass die Sensoren halt kein Hindernis hinter mir erkannt haben
Die id-App kann dagegen eh so wenig dass man nicht viele Fehler finden kann – einzig die Funktion dass man die Klima-Anlage steuern kann,
Sie hatten natürlich Glück. Glückwunsch
Freddy K meint
Willst etwa auch wie beim Tesla die Cams anschauen und spannen?.
Oder alle 5min nachgucken ob die Tür zu ist?
Wahrscheinlich eher im den Kumpels zu zeigen das man mittels der App über den Lautsprecher das Bundesligaergebnis in die Nachbarschaft brüllen kann….
Und wenn man über andere Autos meckert sollte man sich mal auf Stand bringen…..
Sonst könnte man ja auch über die Mängel eines Tesla von letztem Jahr herziehen, oder jene die demnächst aus Berlin kommen….
Yogi meint
Am besten bei der App:
– warte seit Dienstag auf dasNavi-Ziel, was ich dem ID geschickt hatte. War zwar das Ziel für Mittwoch, aber irgendwann kommt es immer an. Am Wochenende sind die Server evtl. frei? ;-)
– das Zielladen an der Wallbox hat noch nie funktioniert, 100% erreicht das nicht . Eher was zwischen 89-97% (freut man sich um 3.00h nachts vor der Urlaubsreise ungemein.)
– die Zeitverzögerung des Ladevorgangs der App ist immer wieder schön beim mittäglichen Laderastens. Oder beim Klimatisieren.
Und Hervorzuheben sind nach 1,5 Jahren immer noch die Auslieferung ohne %SOC Anzeige und km/min….
Lege mich schon länger fest, ein Praktikant hat hier sein Können zeigen müssen…. wahrscheinlich wurde er eingestellt.
Yogi meint
Ja hums, wenn sie Spracherkennung auf 2005er Niveau, ein altes Navi aus der gleichen Epoche, alle paar Monate Sicherung 19 ziehen, schwarze Bildschirme, nicht vorhandene Ladeplanung, 5min Warten bis man Radio/Klima/Navi bedienen kann (sind alte Taschenrechnerchips wirklich ausverkauft?), dafür stets 13°warmen Akku mit 200km Pendelreichweite im Winter, Schnarchladen wegen Coldgating geil finden, hatten sie richtig Glück!
Genau solche Leute hatten im Fundamentalisten-Club ihre pure Freude, gell?
hu.ms meint
Keine ahnung welches montagsauto da manche erwischt haben. Mein infotainment funktioniert max. 20 sec. nach dem einsteigen, habe noch nie eine sicherung gezogen und wenn ich „spiele eagles“ sage kommt die musik vom individuell bespielten usb-stick. 30.600 € für 58kwh/150kw, grosser heckklappe und service um die ecke sind für mich o.k. Dazu noch 75% der fahrenergie von der eigenen PV. Natürlich haben andere leute andere anforderungen. Die kaufen eben dann andere BEV.
Ernesto 2 meint
Tja, ich wiederhole mich da wieder einmal, leider leider hat man dieses Wachstum nicht kommen sehen und deswegen kann man leider leider auch nix liefern, denn man will ja weiter die richtig guten Margen der Verbrenner mitnehmen. Daß die aber in Kürze kein Mensch mehr wird haben wollen, haben die 2016 nicht vorhersehen können. Wohl aber 2019 oder 2020 spätestens. Tja und wieder eine Baureihe die leider leider ausverkauft ist, komisch daß das beim Golf so gar nicht der Fall ist und auch bei allen anderen Baureihen die nicht BEV sind auch alles noch im Überfluß lieferbar ist. Man könnte da doch wirklich meinen, daß die Verbrenner absichtlich bevorzugt werden? Und daß der E-UP in seiner teuersten Variante wieder aufgelegt wird zeigt ja diese Arroganz der KOnzerne, und ich Wette trotz des Preises wird der E-UP wieder gaaaanz schnell und vöööllig überraschend ausverkauft sein. Wer will mit mir dagegen wetten?
150kW meint
„und auch bei allen anderen Baureihen die nicht BEV sind auch alles noch im Überfluß lieferbar ist“
Guter Witz
„und ich Wette trotz des Preises wird der E-UP wieder gaaaanz schnell und vöööllig überraschend ausverkauft sein“
Die wissen sehr genau wie beliebt der ist.
Michael S. meint
Kann mir bitte jemand erklären, wieso 150 kW (200 PS) in einem Kompaktwagen „schwache Antriebstechnik“ ist? Hatte bisher nicht das Gefühl, in irgendeiner Weise untermotorisiert zu sein…
CaptainPicard meint
Weil Tesla seit Jahren sehr leistungsstarke Autos baut und jetzt viele glauben dass alle Elektroautos in drei Sekunden bei 100 km/h sein müssen sonst seien sie schwach.
GrußausSachsen meint
Wenn ich mit meiner Zoe zumindest an der Ampel schneller weg bin und das entgleiste Gesicht des GTI Fahrers im Rückspiegel seh‘, weiß ich dass selbst 108PS nicht schwach sind. Natürlich werde ich bald eingeholt, weil ich bei 53km/h zum einen nicht weiter beschleunige und auch außerorts nicht schnell genug sein könnte (fast 12sec. von 0 auf 100km/h) , aber den Moment ist es wert.
dafür benötige ich keinen Tesla (aber ich hätte schon gern einen, wenn auch aus anderen Gründen)
OMG meint
Tesla macht das weil sie es können. Und was VW nicht kann braucht man auch nicht. Übrigens ist Glauben nicht gleich Wissen. Das besagt nämlich, daß längst nicht alle Teslas in 3 Sekunden auf 100km/h beschleunigen. Genau genommen sind es sogar nur sehr sehr Wenige.
mmd
DerÄlbler meint
Du meinst, VW kann keine E Motoren bauen, oder bauen lassen die stärker als 150kW sind?
eBiker meint
Was soll VW nicht können? Nen riesige eMotor verbauen?
Echt jetzt? Im Taycan ist auch so ein PS Monster drin, genauso wie im e-Tron GT – und die gehören ja bekanntlich auch zum VW Konzern.
Skodafahrer meint
Beim VW Golf 1 gab es schon nach einem Jahr den GTI.
Beim heutigen Golf GTI 8, der viel leichter als ein ID.3 ist, gibt es 180kW und bei der Clubsport Version sogar 221 kW, jeweils mit Frontantrieb.
Beim ID.3 fehlt eine GT – Version mit 200kW und Heckantrieb.
Der Wartende meint
Interessant ist, dass es scheinbar keinen Mangel an Batteriezellen gibt. Außerdem beantwortet das auch die Frage, warum die Zulassungszahlen des ID 4 in Deutschland im Vergleich so niedrig sind, die können schlicht nicht liefern. Geht auf einmal alles sehr schnell.
Freddy K meint
Ein riesiger Anteil der Produktion geht nach USA…Zwickau produziert nicht nur für DE…
Chattanooga geht aber bald in Betrieb. Dann werden keine mehr nach USA geschickt.
Daniel S meint
Die gute Nachricht: Grosse Nachfrage nach VWs BEV.
CaptainPicard meint
Oder mäßige Nachfrage und noch mäßigere Produktionskapazität.
Anti-Brumm meint
Bin gespannt, wie der ID.3 2023 daherkommen wird.
Vom Gesamtkonzept und Größe her eigentlich mein Favorit, aber da muss an den bekannten Stellen wirklich nachgebessert werden.
Und ich kanns nur immer wiederholen: Dachlast. Dachlast. Dachlast.
simon meint
Finde ich auch. Dachlast, Anhängerkupplung und verschiebbare Rücksitzbank wären mir lieber wie einen wertigeren Innenraum.
Michael S. meint
Mal ganz ehrlich, das einzige, was VW bei einem Facelift macht, sind andere Plasteteile außen und innen, ein paar andere Stoffe und Farben. Vielleicht wird beim Interieur dieses Mal etwas mehr aufgewertet. Aber es ist fraglich, ob da jemand die Stahlkarosse anfassen wird für ein paar Leute, die Dachlast wollen. Nichts für ungut, aber bei einer ohnehin ausgelasteten Produktion wird man wohl kaum für die Sonderwünsche von einigen wenigen Kunden so eine riesige Baustelle aufreißen.
Philipp meint
Es ist vernünftig den Innenraum zu verbessern. Dafür gab es bei jedem YT-Test auf die Mütze. Das betrifft jeden der sich in das Auto setzt. Die anderen Punkte interessieren 5% der Käufer, die kommen ggf. bei einem ganz neuen Model.
GrußausSachsen meint
aber nein, diejenigen, die sich einen ID.3 „gegönnt“ haben
hüten sich vor Kaufreue, die auf „preiswerten“ Materialien der Innenausstattung beruht.
Konnte sich jede/r vorher ansehen und wenn die Entscheidung dann ohne Sicht- und Tasttest für den ID.3 fällt, kann man hinterher nicht meckern.
außer als YTuber/in um Klicks zu generieren.
Aber sowas würde doch niemand machen.
WYSIWYG und Look&Feel – galt schon bei Microsoft.
Wenn unser kleiner Haushalt eine größere Ausgabe tätigt, informieren wir uns VOR dem Kauf und treffen dann die Entscheidung.
Kaufreue nur bei sogenannten Montagsprodukten oder in der Zeit der Anwendung und des Service
Mark Müller meint
Bin ich der einzige Autofahrer, der nicht dauernd am Innenraum rumfummelt? Ich berühre eigentlich nur die Türgriffe, das Lenkrad und die Bedienungsinstrumente.
Den Rest muss man vielleicht zwei mal im Leben reinigen, wenn das Kind, das Grosskind oder der Hund reinkotzt. Da ist man froh, wenn die Oberflächen eher glatt sind.
DerÄlbler meint
Die glatten Oberflächen, und die fehlenden physischen Tasten empfand ich schon beim Golf 8 als sehr vorteilhaft, gerade wenn man wie ich noch kleine Kinder hat. Beim ID.3 setzt sich das fort, einmal feucht drüberwischen, fertig :-)
Cupra meint
Also Probleme mit der Lieferkette hin oder her, aber wenn das Werk Zwickau eh schon ausgelastet ist, dann bedeutet das, dass man in der Planung bzgl. weiterer Werke die E-Autos für die ID-Familie produzieren einfach verpennt hat. Und selbst jetzt soll das nach diesem Artikel erst Ende 2023 besser werden? Sehr schwach…..da muss ich mir als Kunde, der so ein Auto will echt fragen, was da schief läuft….
CaptainPicard meint
Korrekt, VW hat 2016 einen Plan ausgearbeitet der sie an die Spitze der Elektromobilität geführt und alle anderen weit hinter sich gelassen hätte. Zumindest basierend auf den Prognosen für Elektroauto-Verkäufe in den frühen 2020er Jahren von damals.
Spätestens 2019 hat man aber gewusst dass sich der Markt viel schneller entwickelt aber man hat nicht darauf reagiert. Man hat weiter stur den Plan von 2016 abgearbeitet statt möglichst schnell weitere Kapazitäten zu schaffen.
Und das ist nun das Ergebnis.
stdwanze meint
Woher weisst Du das man nicht reagiert hat? Wenn man 2019 umsteuert, was glaubst Du wie schnell man da reagieren kann? Selbst der Schnell-Bauer-Tesla braucht von entscheidung bis Produktion sicher mehr als 2 Jahre für eine Gigafactory.
Es hier sehr lange: Emden wird umgebaut. Nun ist es Wolfsburg, Emden, Hannorver und Audi in Neckarsulm.
Das Skoda selber bauen darf war sicher auch nicht im Originalen Plan.
Klar war man eher „Konservativ“, aber bedenke: 2018/19 waren die Anteile am Neuwagenmarkt im unteren einstelligen Bereich. Manche Monate kamen mit 1,5 % daher.
CaptainPicard meint
Woher man das weiß? Weil es bei den Aufsichtsratssitzungen keine derartigen Beschlüsse gab. Das ist ja alles öffentlich. Genauso haben wir ja letzten Dezember erfahren dass VW jetzt den ID.3 auch in Wolfsburg bauen möchte (ab 2023 in der Montage bzw. 2024 komplett). Das war eine solche Änderung aber die kam erst Ende 2021 statt 2018 oder 2019.
2016 war der Plan: Zwickau in 2019, Hannover und Emden in 2022.
Genau so ist es auch gekommen. Und das Beispiel Wolfsburg zeigt auch gut wie schnell man hätte reagieren können, es braucht 2-3 Jahre um ein Werk bzw. eine Montagelinie umzustellen. Hätte man das schon 2019 beschlossen würden heute schon ID.3 in Wolfsburg vom Band laufen.
Tun sie aber nicht und die gesamte Jahresproduktion ist ausverkauft. Verstehe nicht warum es immer Leute gibt die das schönreden müssen.
stdwanze meint
Stimmt, ein Konzern veröffentlicht jede Strategieentscheidung direkt über den Aufsichtsrat, träum weiter. Szenario was warscheinlich war: 2020 wird klar das Nachfrage schnell ansteigen wird, man startet mit der Entwicklung einer Strategie, welche Werke, welche Rücksichtnahmen, welche Budgets etc.. das geht nicht in 3 Tagen.
2019, hat noch keiner ausserhalb „unserer“ E-Mobility Blase die Entwicklung für möglich gehalten.
Du beschreibst also genau mein Statement. Was glaubst du wie „agil“ man in einem Konzern sein kann?
CaptainPicard meint
Warum hat dann VW bereits 2016 ein viel stärkeres Wachstum prognostiziert als alle anderen Hersteller? Die Strategie hat sie ja an die Spitze gebracht was geplante Kapazitäten betrifft, nur hat man dann 2018-2019 als sich ein noch stärkeres Wachstum (und das haben nicht nur wir mitgekriegt sondern natürlich auch der Konzern) abzeichnete kalte Füße bekommen und lieber an der 2016er Strategie festgehalten statt mit den angepassten Prognosen mitzugehen.
Komisch, 2015-2016 konnte man innerhalb von einem Jahr eine Strategie für den Bau einer komplett neuen Elektroplattform entwickeln, zahlreiche Modelle darauf basierend designen und entwickeln und auch den Umbau von gleich fünf Fabriken dafür festlegen aber um 2019 eine oder zwei zusätzliche Fabriken umzustellen braucht es erst einmal zwei Jahre Bedenkzeit und dann noch einmal drei Jahre – also insgesamt fünf Jahre – damit man in Wolfsburg auch ein paar ID.3 produziert? Das ist doch lächerlich.
stdwanze meint
Lol, genau 2016 hat man alles.. so ein quark… denk mal an, als der Dieselskandal am Kochen war, das war 2013. Damals wurde die entsprechenden Entscheidungen gefällt. Ich bin sicher kein Fanboy, muss aber sagen das VW als einer der wenigen OEMS es geschafft hat den Swing zu schaffen. Toyota? BMW? Der Rest hat sich zu Stellantis zusammengefunden weil sie sonst untergegangen wären.
Peter meint
@ CaptainPicard meint
18.01.2022 um 10:03
Angeblich hatte Zwickau die besten baulichen und technischen Voraussetzungen für einen Umbau auf ID. Das war sicherlich auch ein Versuchballon.
In den drei Jahren wurden ja auch weitere Produktionsumbauten angeschoben (USA / China etc). Man muss Finanzen hin und her schichten etc. Außerdem ist möglicherweise Wolfsbrug gar nicht so recht geeignet, aber der Werksfrieden erfordert(e) es wohl.
Und man verkauft ja immer noch 80-90% Stinker, die sollten ja (aus betriebswirtschaftlicher Sicht) auch nicht komplett ignoriert werden, mann kann also nicht alle Werke 2 Jahre komplett auf Null fahren und dann alles auf ID umstellen.
CaptainPicard meint
@stdwanze
Falsch, eine Gruppe von etwa 100 Ingenieuren und Managern haben im Oktober 2015 unter der Leitung von Diess das Konzept ausgearbeitet.
@Peter
Man liest immer nur Ausreden, warum kann man nicht einfach sagen dass VW es vergeigt hat? Natürlich wäre es möglich gewesen wenn man gewollt hätte. Man wollte nicht oder man traute sich nicht. Eins davon.
Peter meint
CaptainPicard meint
18.01.2022 um 15:23
Weil die Bedingungen andere sind. VW ist keine Firma „ohne Altlasten und mit grenzenlosem Zugang zu Risikokapital“, damit müssen (auch) andere Maßstäbe relevant sein, und weil es in der Realität eben kein „vergeigen“ ist. Vergleiche doch mal mit Ford, Honda, Toyota oder Stellantis. Das gleiche übrigens bei BMW und Daimler, obwohl mir auch dort nicht 100% gefällt wie es läuft. Vielleicht haben Du und ich andere Wünsche, aber wir sind „Bubble“ und nicht repräsentativ. Und im ganz ganz harten Fall: In Sachen Absatz „nur“ Zweit- oder Drittgrößter Marktteilnehmer zu sein (und nicht Nummer 1) führt nicht immer zwingend und unweigerlich in die Pleite. Sonst würde es in jedem Markt nur einen Anbieter geben.
Swissli meint
Zwickau ist das erste Werk im Konzern, das voll auf Elektro umgestellt hat. Damit wollte man innerhalb des Konzerns Erfahrung sammeln. Entsprechend hat man dieses Werk für andere Konzernmarken „geöffnet“… Audi, Seat, Skoda usw.
Natürlich werden diese Marken künftig vermehrt in ihren Stammwerken BEV produzieren, entsprechend wird in Zwickau auch wieder mehr Kapazität frei werden für die „eigene“ Marke Volkswagen.
Es sei hier auch daran erinnert, dass vor 1-2 Jahren explizit in den Foren von Ecomento von vielen befürchtet/erhofft worden war, VW hätte zuviel BEV Kapazität aufgebaut und würden die ID&Co nicht los.
Das einzige was nicht nach Plan läuft, war Corona. Hellseher ist man auch bei VW nicht. Und da die Lieferkettenprobleme nun schon bald 2 Jahre andauern, könnte ich mir einen Ketchupflascheneffekt gut vorstellen: man klopft immer hinten auf die Flasche, kommt nix, und plötzlich Flusch und zuviel auf den Pommes bzw. auf dem Markt.
GrußausSachsen meint
vielleicht gibt es von der DUH und Toyota gesponserte Umweltverbände,
die gegen VW klagen. deshalb kann nicht – wie zugesagt – erweitert werden.
ironie off
Michael S. meint
Das ist keine Ironie, das ist Polemik.
GrußausSachsen meint
Ach? ist es das?
lt. Wikipedia ist Polemik
„Polemik bezeichnet einen meist scharfen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen. Ziel ist, die eigene Meinung auch dann durchzusetzen, wenn sie sachlich nicht oder nur teilweise mit der Realität übereinstimmt“
kann ich in meinem oder Ihrem Beitrag nicht erkennen.
Ironie hingegen eher (wenn auch nicht 100% korrekt)
„feiner, verdeckter Spott, mit dem jemand etwas dadurch zu treffen sucht, dass er es unter dem augenfälligen Schein der eigenen Billigung lächerlich macht“
Dennoch danke für den Tipp.
Skodafahrer meint
Im Frühjahr wird in Emden die ID.4 Produktion starten, dann können mehr ID.3 in Zwickau gebaut werden.
Kommt mit dem 2023 Facelift endlich die LFP Batterie.
Weiterhin wäre eine Leistungselektronik mit SiC Halbleitern sinnvoll und eine Verbesserung der Aerodynamik.
CaptainPicard meint
Woher hast du das mit der LFP-Batterie? Quelle?
Mäx meint
Dafür kommt aber der Cupra hinzu in Zwickau.
Da ist die Nachfrage wohl auch recht hoch.
Freddy K meint
Chattanooga beginnt bald. Dann werden die USA Kontigente id4 dort gebaut…
Derzeit wird ja in Zwickau global (ausser China) produziert. Wenn USA läuft ist auch mehr Kappa vorhanden…
Hansi meint
Hey Freddy,
das stimmt so nicht, der Verkauf des ID4 in den USA beginnt doch erst wenn dort das Werk in Chattanooga läuft.
Die ID4 in Zwickau sind doch für Europa.
Grüße
Hansi meint
Freddy,
vergiss meine Nachricht. 17000 Stück sind in die USA gegangen.
Ich dachte die hätten die Lieferungen gestoppt. Aufgrund der hohen Nachfrage hier bei uns.
Ich hatte mal sowas gelesen.
Andi EE meint
Stimmt, das macht keinen Sinn. Vor allem vor dem Anspruch, dass man 2021 Tesla überholen wollte, dann hätte man doch Anfang 2022 eine Million Produktionskapazität für die E-Fahrzeuge haben müssen. Jetzt ist man ja nicht mal bei einer halben Million für 15+ Modelle?
Die Produktionskapazität ist das was die längste Vorlaufzeit braucht. Das müsste schon längst aufgegleist sein. Dass man durch Chipknappheit gebremst wird, mag ja sein, aber diese Logik die da verbreitet wird, ist einfach nicht stimmig.
Für mich schaut das eher so aus, als dass man sich nicht sicher ist, ob man die Art von Produktion (Zwickau) überhaupt skalieren kann um dann damit konkurrenzfähig zu sein. Verdiene ich mit dieser Produktion zu wenig, macht eine weitere Skalierung nach dem Schema keinen Sinn. Und deshalb steht man jetzt quasi ohne schnelle Produktions-Erweiterung mit abgesägten Hosen da.
Mäx meint
– Zuffenhausen (Taycan): 40k (vllt. 50-60k)
– Zwickau (MEB): 330k
– Brüssel (e-tron): 80k
– Böllinger Höfe (e-tron GT): 10k
– Mladá Boleslav (Enyaq): 130k
– China (ID.4/ID.3/ID.6): 600k
– Emden (ID.4): ?
– Chattanooga (ID.4): ?
– Hannover (Buzz, ?): ?
Insgesamt sind es also am Jahresende eine Kapazität von mindestens ca. 1,2 Mio. BEVs. Das was dazu kommt weiß man nicht ganz genau, aber das ist die maximale bzw. geplante Kapazität von BEVs an jedem Standort.
CaptainPicard meint
In der Realität: wird Zwickau 2022 unter 300k bleiben, Brüssel bei 50k (wenn überhaupt wenn man bedenkt dass der Refresh ansteht, sprich es wird Produktionspausen geben + geringere Nachfrage für die alte Version im Vorfeld), Mlada Boleslav bei vielleicht 60-70k und in China erwartet man gerade mal eine Verdoppelung im Vergleich zu 2021, also 140k – bei angeblich 600k Kapazität.
In Emden erfolgt erst der Produktionsanlauf im Frühjahr, das wird sich wieder ziehen (Zwickau ist nach über 2 Jahren Hochlauf noch immer nicht bei der Vollauslastung angekommen), also sollte man nicht zuviel erwarten. Vielleicht 50k für 2022. Für Hannover rechnet man erst mit Auslieferungen im 3. oder 4. Quartal, also werden das eher um die 20k vom ID Buzz und Chattanooga (Oktober) wird dann bis Jahresende wohl auch nur um die 30k produzieren.
Da sind also keine großen Mengen zu erwarten für 2022, die zusätzlichen Werke werden erst 2023 relevant.
hu.ms meint
Aus meiner sicht liegt der knackpunkt in china. Dort ist der hochlauf der geplanten erheblichen kapazitäten wesentlich langsamer als geplant.
Kann an fehlender nachfrage oder anderen faktoren wie z.b. halbleiter-knappheit oder politischer gründe liegen.
150kW meint
ID.4 wird nach Emden und USA „ausgelagert“. Da werden also Kapazitäten frei
Peter meint
Emden ist wohl im Verlauf von 2022 fertig mit der Umrüstung auf ID-Produktion. Begonnen wurde der Umbau in Emden wohl schon 2019. Zwickau hat – wenn ich mich richtig erinnere – 2017 mit der Umrüstung auf ID begonnen und ab Ende 2020 (halbwegs) voll produziert.
Peter meint
edit an mich selbst:
Wenn man zu spät antwortet, wurde es schon drölfzigmal von Anderen geschrieben…