Stellantis hat ein Angebot an erneuerten, elektrifizierten, kompakten, mittelgroßen und großen Nutzfahrzeugen für die Marken Citroën, Fiat Professional, Opel, Peugeot und Vauxhall vorgestellt. Die insgesamt zwölf neuen Modelle sind Teil der „Pro-One“-Offensive für das Nutzfahrzeuggeschäft des Konzerns.
„Diese zweite Generation von emissionsfreien Transportern entspricht den Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden und bietet eine erhöhte Autonomie der rein-elektrischen Modelle, ein zusätzliches Brennstoffzellenangebot, 18 ADAS-Systeme, umfassende Konnektivitäts-Lösungen und Innovationen wie den ‚Electric Power Take Off‘. Sie wird unsere derzeitige Führungsposition bei rein elektrischen Vans und in allen Transporter-Segmenten noch weiter ausbauen“, sagte Xavier Peugeot, Senior Vice President des Geschäftsbereichs für Nutzfahrzeuge bei Stellantis.
Die zweite Generation des batterieelektrischen Antriebs (BEV/Batterie-elektrische Fahrzeuge) verschafft den neuen Kompaktvans eine Reichweite von bis zu 330 Kilometern. In den neuen mittelgroßen BEV-Vans bieten die Batteriepakete 50 oder 75 Kilowattstunden (kWh) Energie und bis zu 350 Kilometer pro Ladung. Im Segment der großen Vans sorgt eine 110-kWh-Batterie für eine rein elektrische Reichweite von bis zu 420 Kilometern. Die Batterie der großen Vans kann durch Schnellladung mit 150 kW in weniger als einer Stunde von 0 auf 80 Prozent aufgeladen werden.
Die zweite Generation des Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroantriebs von Stellantis in mittelgroßen Vans, die Mitte 2024 auf den Markt kommen soll, bietet bis zu 400 Kilometer Reichweite. Diese Antriebsart soll 2024 auf die großen Vans ausgeweitet werden und eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und eine Betankungszeit von fünf Minuten bringen.

Als weitere Technologien seiner elektrischen Nutzfahrzeuge hebt Stellantis regeneratives Bremsen und Wärmepumpen hervor. Regenerative Bremssysteme, die über Lenkradwippen aktiviert werden, berücksichtigen das Fahrzeuggewicht und die Fahrdynamik, um die Energierückgewinnung zu maximieren. Eine Wärmepumpe in den BEV-Kompaktfahrzeugen optimiert die Energienutzung bei kalten, winterlichen Bedingungen, um die Reichweite des Fahrzeugs zu maximieren.
Auch der Fahrer stehe im Mittelpunkt der erneuerten Transporter-Baureihe, betont das Unternehmen. Ihm biete man unter anderem eine neue Generation von Mensch-Maschine-Schnittstellen für bessere Produktivität und Sicherheit, größere und anpassbare Kombiinstrumente und Zentraldisplays sowie die „Dynamic Surround Vision“ mit Außenkameras für einen weiten Blick um das Fahrzeug herum.
Die kabellose Vernetzung werde bei der Auslieferung des Fahrzeugs aktiviert und halte nicht nur den Fahrenden auf dem Laufenden, sondern biete auch Betreibern eine Echtzeit-Verbindung mit ihren Flotten, heißt es weiter. Sie ermögliche kostensparende Servicepakete wie vorbeugende Wartung, Eco-Drive-Coaching, E-Fahrzeug-Routing und Lademanagement. „Over-the-Air“-Updates sorgten dafür, dass sich die Fahrzeuge mit ihren Nutzern weiterentwickeln.
In kompakten Transportern kann eine neue Smartphone-Station mit einer speziellen App verbunden werden, die das Mobiltelefon in ein Bedienfeld für das Fahrzeug verwandelt, einschließlich der Interaktion mit den Lenkradtasten. Die großen Transporter beinhalten durch die Kombination von adaptiver Geschwindigkeitsregelung mit Stopp-and-Go-Funktion, Spurzentrierung und Stauassistent Lösungen für assistiertes Fahren der Stufe 2. Alle neuen Nutzfahrzeuge sind mit Voll-LED-Scheinwerfern ausgestattet.
Ein „400V e-Power Take Off“ (ePTO) bringe die Elektrifizierung in die gesamte Palette der Nutzfahrzeuge, ohne die Nutzlast des Fahrzeugs zu beeinträchtigen, so Stellantis weiter. Der ePTO beziehe seine Energie aus der eingebauten Traktionsbatterie, anstatt eine separate Stromquelle zu benötigen.
„Die Essenz unserer kundenorientierten Erneuerung unserer gesamten Transporterpalette ist, dass wir keine Kompromisse eingehen – weder in Bezug auf Reichweite, Leistungsfähigkeit, Sicherheit noch auf Konnektivität“, wirbt Luca Marengo, Global Head of Product – Serial Life, Stellantis Commercial Vehicles Business Unit.
Ben meint
Sind die Foolcell Fahrzeuge ernst gemeint oder sind des die gleichen Feigenblätter wie bei BMW um „Technologieoffenheit“ zu suggerieren oder um Subventionen abzufassen um BEVs querzusubventionieren…so wie auch BMW es tut.
Dirk meint
Hmmm…110kWh und dann nur 150kW Ladeleistung? Das wird die Profis aber nicht begeistern. Die haben’s eher eilig – bzw. deren Chefs, die die Kisten kaufen.
Das ist immer noch auf dem gleichen gemütlichen Niveau der jetzigen Vans mit 77kWh und 100kW.
Schade, dass Stellantis immer nur hinterherhechelt statt mal vorzulegen.
Platz wär doch genug für leistungsfähigere Elektronik und Kühlsysteme.
Da sind scheinbar die falschen Manager am Drücker.
alupo meint
Naja, der Hersteller ihrer Akkus wird ihnen schon gesagt haben wie viele Vollladezyklen ihre Zellen bei einer bestimmten Stromstärke erreichen.
Vielleicht ist der Akku auf 1 Mio. km ausgelegt?
Akkus, die im BEV mit 3C geladen werden können vertraue ich erst, wenn es genügend Beispiele für eine Restreichweite von über 85% nach 8 Jahren & 500.000 km auf der Strasse gibt. Bei >80% Schnellladung versteht sich.
tutnichtszursache meint
„Im Segment der großen Vans sorgt eine 110-kWh-Batterie für eine rein elektrische Reichweite von bis zu 420 Kilometern.“
Es muss halt die Frage nach dem zulässigen Gesamtgewicht bzw. der Nutzlast gestellt werden, wenn man als Paketdienst auf dem Land Reichweite aber auch Personal braucht, die meistens nur Führerschein Klasse B bis 3,5 Tonnen haben.
nie wieder Opel meint
So ein paketauto hat doch maximal 200 kg Zuladung. Fast alles nur leere Pappschachteln.
Tesla-Fan meint
Tja, früher hat man noch seine eigenen 110 k⃥W⃥h⃥, äh kg, in einen Laden geschleppt. Heute fahren Lieferautos leere Schachteln spazieren.
Schöne neue nachhaltige Welt…
Markus Müller meint
Die FCEV-Version der mittelgrossen Vans (Expert, Jumpy, Vivaro) mit 400 km gibt es schon längere Zeit, allerdings zu sehr hohen Preisen (> 100’000.-). Neu soll es nun auch eine FCEV-Version der grossen Vans (Boxer, Jumper, Movano, Ducato) mit 500 km geben.
Die grossen Vans (Ducato) gab es ja schon bisher elektrisch, allerdings mit einem absurd hohen Aufpreis; nur für Pilotanwendungen geeignet. Das dürfte sich nun ändern und ich bin gespannt auf die Preise der BEV der grossen Vans und der FCEV der mittelgrossen und grossen Vans.