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Alfa Romeo wird doch nicht 2027 zur reinen E-Auto-Marke

31.01.2025 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 4 Kommentare

Alfa-Romeo-Tonale-MY25

Bild: Alfa Romeo

Alfa Romeo geht auf Abstand zu dem Plan, 2027 in den zentralen Märkten in Europa, Nordamerika und China zum reinen E-Auto-Anbieter zu werden. Stattdessen setzt die zum Stellantis-Konzern gehörende italienische Marke vorerst weiter auf mehrere Antriebsarten.

Eigentlich sollte das 2023 eingeführte SUV Tonale mit Plug-in-Hybridantrieb das letzte Modell mit einem Benzinmotor von Alfa Romeo sein. Nordamerika-Chef Chris Feuell sagte nun aber laut Automotive News, dass man den Kurs geändert habe. Der Manager erklärte, dass – wohl zunächst nur in den USA – eine konventionelle Benzinversion des Tonale starte.

„Die größte Sache in unserer Produkt- und Technologie-Roadmap ist der Übergang von einer reinen Batterie-Elektroauto-Strategie für Alfa zu einer Multi-Energie-Strategie“, so Feuell im Gespräch mit Automotive News. „Wir haben 110 Händler … in unserem US-Netz, und es wäre sehr schwierig für sie, mit einem reinen BEV-Portfolio zu überleben.“

Ursprünglich sollten ab 2025 nur noch rein elektrische Modelle auf den Markt kommen und die restlichen Hybride und Plug-in-Hybride bis 2027 aus dem Programm fliegen. Doch gemäß der neuen Multi-Energie-Strategie wird Alfa Romeo zumindest in den USA das Verbrenner-Angebot nochmals vergrößern.

Das bisher einzige Elektroauto der Italiener fährt in Form des kleinen SUV Junior vor, das es auch in einer Hybridversion gibt. An weiteren Vollstromern plant Alfa Romeo früheren Berichten zufolge die nächste Generation der Mittelklasse-Limousine Giulia, eine batteriebetriebene Version des SUV Stelvio sowie eine größere neue Limousine und ein als Flaggschiff startendes neues großes SUV.

Die Italiener haben auch schon einen mit Batterie-Antrieb erhältlichen Sportwagen vorgestellt, der Alfa Romeo 33 Stradale wird aber nur 33-Mal gebaut. Ein möglicher E-Nachfolger des Sportwagens Alfa Romeo 4C könnte deutlich mehr Kunden erreichen. Möglich sind zudem ein luxuriöser E-Minivan sowie ein Kompaktwagen.

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Unternehmen: Alfa Romeo
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. CJuser meint

    31.01.2025 um 12:09

    Ich bin doch sehr gespannt darauf, wie sich Alfa Romeo in den nächsten Jahren entwickeln wird. Irgendwie gefällt mir das Design erst jetzt so richtig. Für Giulietta, Giulia und Stelvio sollte es nicht so schwer sein Fuß zu fassen. Bei Limousine und SUV im E-Segment könnte es dagegen auch schief gehen. Mal abwarten.

    • Alfisti meint

      02.02.2025 um 16:50

      Alf a Romeo ist doch eine tote Marke. 0,1 Prozent Martkanteil im Leitmarkt in Europa. Keine eigenen Händler und Werkstätten mehr sondern irgendwo bei Stellatis Fitat Opel oder Peugeot Werkstätten angedocht und die wissen meist nicht was sie tun. Da kann ich auch gleich zum freundlichen mit dem Alfa zu ATU oder Pitstop fahren.

  2. Anti-Brumm meint

    31.01.2025 um 11:25

    „Wir haben 110 Händler … in unserem US-Netz, und es wäre sehr schwierig für sie, mit einem reinen BEV-Portfolio zu überleben.“

    Genau, schuld sind natürlich die Händler, nicht die Schnarchnasen und Benzinbrüder/-schwestern beim Hersteller.

    • M. meint

      01.02.2025 um 15:16

      Könnte aber auch am politischen Umfeld im Land selbst liegen.
      Auf die Idee bist du gar nicht gekommen.

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