Das Projekt „Innovative modulare Mobilität Made in Germany“ (IMoGer) unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhält eine Förderung von 35 Millionen Euro des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Ziel ist es, mittels modularer Elektrofahrzeuge den öffentlichen Personennahverkehr wie Pakettransporte in einem ganzheitlichen Mobilitätsansatz auf der sogenannten letzten Meile zu verbinden.
Mit einer kleinen Testflotte aus mehreren Einheiten des im DLR entwickelten, automatisierten modularen Fahrzeugs U-Shift soll das Konzept im realen Einsatz in Braunschweig erprobt werden. Am dortigen DLR-Standort erfolgte im Februar die Übergabe des Fördermittelbescheids.
„Wir fördern hier ein Leuchtturmprojekt, das die Zukunft der Mobilität in Deutschland maßgeblich prägen wird“, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing. „Autonomes Fahren bietet enorme Chancen für mehr Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit im Verkehr. Besonders im ÖPNV und in der Logistik stehen wir vor großen Herausforderungen durch den Fachkräftemangel. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt in innovative, effiziente Mobilitätslösungen investieren. Mit der Förderung treiben wir die Entwicklung autonomer Fahrzeugsysteme ‚Made in Germany‘ voran und stärken den Innovationsstandort Deutschland.“
„In der Logistik und im öffentlichen Personennahverkehr ist das letzte Stück Weg, die ‚letzte Meile‘, eine große Herausforderung, um ein funktionierendes attraktives Mobilitätsangebot für die Menschen und Unternehmen zu schaffen“, so Jipp, DLR-Bereichsvorständin Energie und Verkehr. „Mit dem U-Shift haben wir im DLR eine automatisierte Plattform entwickelt, die flexibel für unterschiedliche Einsatzzwecke genutzt werden kann. Das Projekt IMoGer geht nun den nächsten Innovationsschritt und erprobt exemplarisch den Betrieb von der Simulation bis zum Einsatz im realen Verkehr in Braunschweig. Damit bereiten wir den Weg für den zukünftigen Hochlauf und Regelbetrieb der modularen Mobilität, schaffen eine solide Grundlage für Zulassung und Skalierbarkeit und entwickeln damit verbundene Geschäftsmodelle.“
Modulare Fahrzeuge für weniger Verkehrsbelastung
Das U-Shift ist eine Fahrplattform mit auswechselbaren Personen- und Güterkapseln. Es kombiniert zwei Bestandteile: Die U-förmige Antriebseinheit, das sogenannte Driveboard, beinhaltet die technischen Komponenten und Systeme. Als Zukunftsvision soll es automatisiert, elektrisch und leise unterwegs und für maximale Wirtschaftlichkeit rund um die Uhr in Betrieb sein. Kombiniert wird es mit unterschiedlichsten kapselförmigen Aufbauten für den Transport von Personen und Gütern. So ergeben sich flexible Einsatzmöglichkeiten – ob als On-Demand-Shuttle oder als flexible Paketstation.
Im Projekt IMoGer wird eine Kleinflotte flexibler U-Shift-Module aufgebaut und erstmalig als fahrerloses, barrierefreies Angebot für einen Erprobungsbetrieb im Braunschweiger Stadtteil „Schwarzer Berg“ zugelassen. „Die Sicherheit des Gesamtsystems wird durch eine technische Aufsicht und unterstützende, intelligente Verkehrsinfrastruktur gewährleistet“, heißt es. „Das Testfeld Niedersachsen des DLR ermöglicht in Braunschweig eine schnelle Erprobung unter Nutzung der Potenziale intelligenter Verkehrsinfrastruktur und unterstützt bei der raschen Integration in den Realverkehr.“
Eingebunden in IMoGer sind neben dem DLR die Projektbeteiligten Braunschweiger Verkehrs-GmbH, UPS Deutschland S.à r.l. & Co. OHG, DiMOS Operations GmbH, Motor Ai GmbH, Vitronix Machine Vision GmbH. Das Projekt wird unterstützt durch die Stadt Braunschweig und den Regionalverband Großraum Braunschweig.
Marc meint
Diese Sache ist nicht neu, gibt es seit 2020, ist aber nicht unterzubewerten. So könnte man nachts leise und langsam frische Ware liefern. Vollautomatisch über Andockstationen. Personalkosten: Null.
Übrigens hat Tesla laut Bloomberg eine Ride Hailing Lizenz für Californien beantragt. Nicht fahrerlos, nicht mit Sicherheitsfahrer, mit Fahrer. Vorerst. Ist klar. Die US-Kommentarspalten laufen über vor Häme. Meine Lieblingsantwort: Die Optimus Serienproduktion beginnt auch nächste Woche. Vorerst als Anzug, in den ein Mensch schlüpfen muss.
Mäx meint
Es gab ja mal ein Foto vom Robocab mit Lenkrad.
Wird Tesla nun das Robocab mit Fahrer für eine Person anbieten oder wird man Model Y für 3-4 Personen anbieten?
Zum Fahrer oder Sicherheitsfahrer: Am Ende egal oder? Es sitzt jemand daneben.
Könnte auch eine Definitionssache sein
> Es ist ein Level 2 System, also kann der Sicherheitsfahrer nur ein Fahrer sein, weil es kein autonom fahrendes System ist.
Jetzt muss Tesla zeigen, dass man den Fahrer schnellstmöglich weglassen kann.
Wie schnell das passiert…mal schauen.