Renault will mit dem Konzeptfahrzeug Emblème zeigen, dass individuelles Autofahren künftig deutlich umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck drastisch zu reduzieren – sowohl bei der Produktion als auch bei der Nutzung des Fahrzeugs. Der Emblème wurde im Herbst auf dem Pariser Autosalon vorgestellt, nun gibt der Hersteller tiefere Einblicke in die Materie.
Das Design des 4,8 Meter langen Stromers unterscheidet sich laut den Franzosen bewusst vom SUV-Trend. Stattdessen setzt man auf eine flache Shooting-Brake-Karosserie mit langer Dachlinie – aus Gründen der besseren Aerodynamik. Seitenspiegel werden durch Kameras ersetzt, die Sicht nach hinten wird über eine Kamera und den Innenspiegel sichergestellt. Große, aerodynamisch optimierte Räder runden das äußere Konzept ab.
Ziel ist eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 90 Prozent im Vergleich zum Renault Captur von 2019. Dazu wurde jedes Detail des Fahrzeugs hinterfragt: Materialien, Produktion, Gewicht, Energieversorgung. Renault berechnet auch den Strommix aus dem Netz in die Gesamtbilanz ein. Die Emissionen sollen über den Lebenszyklus hinweg bei nur noch fünf Tonnen liegen, langfristig sogar bei null Tonnen.
Eine reine Batterie-Lösung wurde aus Nachhaltigkeitsgründen ausgeschlossen, denn große Akkupakete bringen eine hohe CO2-Vorbelastung mit sich. Daher kommt beim Emblème zusätzlich zu einer Batterie „grüner“ Wasserstoff zum Einsatz, der eine Brennstoffzelle versorgt. Sie wiederum produziert Strom für den Elektromotor. So sollen sich bei zwei kurzen Tankstopps gut 1.000 Kilometer zurücklegen lassen. Mit der Batterie allein soll der Emblème 300 Kilometer schaffen, auf der Autobahn etwa 200 Kilometer.
Auch der Innenraum steht im Zeichen der Ressourcenschonung. Renault setzt auf recyclingfreundliche Mono-Materialien, darunter recycelte Kunststoffe und natürliche Rohstoffe wie Flachs oder Ananasfasern. Klebstoffe werden vermieden, um die Wiederverwertbarkeit zu verbessern.
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Die Karosserie besteht aus einem Mix aus Stahl und Aluminium – beide Materialien sind unbegrenzt recycelbar und können mit grünem Strom produziert werden. Renault betont jedoch, dass die Umstellung auf CO2-neutrale Produktion nur gelingen kann, wenn auch Lieferanten und Partner mitziehen.
Der Emblème ist ein reines Konzeptfahrzeug und soll in dieser Form vorerst nicht in Serie gehen. Dennoch kündigt Renault an, einzelne Bauteile, Materialien oder Designlösungen künftig in Serienfahrzeugen zu übernehmen. Konkrete Modelle wurden bislang nicht genannt.














Thomas meint
Kurz bevor Wasserstoff vollkommen von der Bildfläche verschwindet, wird nochmal das Märchen verbreitet, dass die Ökobilanz besser wäre als beim eAuto. Das ist nachweislich falsch. Bei der Fahrenergie ist der Ressourcenaufwand 3-5mal so groß wegen der geringen Effizienz. Aber selbst bei der Herstellung des Fahrzeugs ist ein H2-Antrieb nicht besser als ein eAuto. Grund sind die Herstellung der Brennstoffzelle und der H2-Tanks. Siehe dazu die Ökobilanz von T&E.
Monica meint
Vergleich mal ne Solaranlage 10 kWp in Deutschland und die selbe am Äquator installiert. Merkste selber was. Ich kapier echt nicht dieses Gesül ze von Wirkungsgrad. Gerade in Deutschland sollte man damit weniger überall schwanger gehen.
Roland meint
Das tote Pferd H2 wird geritten. Warum? Weil man weiterhin Subventionen abgreifen kann und das Geld dann in andere Projekt steckt und Alibimässig dann ein Konzeptauto präsentiert.
Stefan meint
Die Fahrzeugfront sieht schon sehr nach SUV aus – mit hohen Schultern.
Die Fahrzeughöhe insgesamt und das Heck sind aber eher kein SUV.
Wasserstoff für die Oberklasse, die es sich leisten kann?
Stefan meint
französischer Audi e-tron mit Anleihen an Corvette C3 an der Front?
EVrules meint
Das Konzept Emblème ist mehr als ein Design-Konzept zu verstehen, als ein Technologie-Konzept. Wasserstoff hört sich ausgefallen an, hat aber im PKW-Markt keine Zukunft, das weiß auch Renault, zumal deren Tochter HYVIA abgewickelt wird, wie man im März erfuhr.
Interessanter ist, dass die Fahrzeuge weniger „SUV-ig“ werden sollen, ab 2027 ist die Planung auf 800V zu gehen, die neue eAntriebs-Generation E7A soll Einzug finden, LMNO als Zellchemie kommen, mit Silizium Anode – alles spricht real für moderne BEV, nicht für marketing getriebene FCEV.
Die sechste Generation des Clio, die mutmaßlich erstmal nur als Vollhybrid zum Jahresende kommen wird (der plattformgleiche Sandero kommt auch vollelektrisch), wird wohl Design-Merkmale des Emblème tragen.
Andi_XE meint
Auch die Franzosen verheizen kostbare Kapazitäten in der Entwicklung von aussichtslosen Projekten. Frage mich immer welcher ambitionierte Ingenieur, der ertwas abgesehen von der eigenen karriere etwas bewegen möchte, sich für so etwas hergibt.
In meinen Augen verschwendete Lebenszeit.
Monica meint
So sollen sich bei zwei kurzen Tankstopps gut 1.000 Kilometer zurücklegen lassen.
…….
hää? Was soll jetzt das bitte? Jetzt wird es aber langsam wirklich lächerlich
Futureman meint
Nur Raketen sind schneller auf 1000km. Und der Raketentreibstoff ist schon enthalten. Challenger lässt grüßen.