Der vietnamesische Elektroautobauer VinFast stellt seinen Vertrieb in Deutschland und den Niederlanden auf ein Händlermodell um. „Damit einher gehen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Kundenservice und der Servicedichte“, teilte das Unternehmen mit. Dieser Schritt positioniere VinFast für einen langfristigen Erfolg auf dem europäischen Markt.
Konkret bedeutet das laut Berichten die Schließung aller europäischen Showrooms und die Entlassung fast der gesamten Belegschaft. „Dieser strategische Wechsel im Vertrieb und Service ist Ausdruck eines starken Bekenntnisses zum europäischen Markt. Er bietet noch mehr Kundinnen und Kunden einen verbesserten Zugang zu unserer Marke“, heißt es vom Unternehmen selbst. Die neue Richtung sei im Einklang mit der weltweiten Strategie von VinFast, die Ende 2023 ausgerollt und in Vietnam zuerst umgesetzt wurde. Kern sei dabei der Wechsel von einem Direktvertrieb hin zu einem Händlermodell.
VinFast wurde 2017 gegründet und brachte im Jahr darauf die ersten Fahrzeuge auf den Markt: Autos, damals noch mit Verbrennungsmotor, und E-Scooter. Ab 2021 folgten Elektroautos. Im Januar 2022 stellte das Unternehmen komplett auf reinen Elektroantrieb um. Hierzulande gibt es aktuell die SUV VF 6 und VF 8.
2024 konnte VinFast seine Auslieferungen auf 97.399 Fahrzeuge steigern – eine Zunahme um 192 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat sich die Zahl der von dem Unternehmen ausgelieferten Wagen beinahe verdreifacht. Im vierten Quartal allein wurden 53.139 Fahrzeuge ausgeliefert, was mehr als die Hälfte der Jahresgesamtmenge ausmacht.
Der Gesamtumsatz belief sich 2024 auf rund 1,8 Milliarden US-Dollar. Das sind 57,9 Prozent mehr als 2023. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust in Höhe von rund 3,18 Milliarden US-Dollar. Der Verlust geht insbesondere auf die hohen Kosten der Expansion zurück, die auch andere asiatische Länder und die USA umfasst.


Monica meint
losefast wäre ein besserer Name. Mir wirklich schleierhaft, wie jede x beliebige Klitsche meint hier in Europa Fuss fassen zu müssen, mit lächerlicher Technik zum XXL Preis. Was glauben die eigentlich im fernen Osten, das ausgerechnet die uns was über Autos beibringen wollen?
So eine Kiste würde ich für max. 18.000 Euro kaufen.
M. meint
Da ist ne Null zu viel.
Nein, im Ernst: es gibt bei der aktuellen Auswahl wirklich keinen Grund, hier Geld zu versenken.
Gernot meint
Vinfast ist mausetot. Die Autos haben kein herausragendes Design. Die Autos sind in keinem Parameter technisch führend. Und vor allem haben Autos nicht den richtigen Preis. Ein Vinfast VF6 kostet ab 35.000 Euro. Einen gleich großen ID.3 gibt es ab 30.000 Euro. Natürlich hat der Vinfast eine bessere Ausstattung. Aber man kann als NoName-Newcomer nicht quasi Preispaität zu VW anstreben. Man muss bei Vinfast schießlich ein erhebliches Risiko einpreisen, dass die Firma in 2-3 Jahren nicht mehr am hiesigen Markt vertreten ist und die Fahrzeuge dann drastisch an Wert verlieren. Hinzu kommt ein indiskutabler WLTP-Verbrauch von 19,5 KWh/100km.
Nebenbei: 1,8 Mrd. Umsatz bei 97.399 ausgelieferten Fahrzeugen bedeuten 18.480 USD Durchschnittserlös. Autsch. Da läuft was sehr verkehrt.
Jeff Healey meint
Das ist eine gute Entscheidung.
Was VinFast meines Erachtens in Europa noch fehlt, ist ein günstiges und praktisches Modell in der Kompakt-Klasse, ähnlich zu den neuen Hyundai Inster, Renault 4 Electric oder Opel Frontera Electric.
Andre meint
Vinfast fehlt vor allem VIEL Feinschliff an der Software/Karosseriesteifheit und am Fahrwerk, was ich nach Probefahrt feststellen musste.
Jeff Healey meint
Oha, interessant! Dafür sind die Preise von VinFast dann doch viel zu hoch angesetzt.
Andre meint
Eben. Mit diesen Preisen kann man nicht eine höchstens mittelmäßige Ware in einem etablierten Markt anbieten. Die Kunden werden die Brieftasche nicht aufmachen.
Aber das wird Vinfast jetzt festgestellt haben und zieht sich zurück.
Meiner Meinung nach, müsste der Preis für VF8 deutlich unter 40 k€ liegen, damit man überhaupt über einen Kauf von einem unbekannten Hersteller nachdenkt.