Oliver Blume führt mit Volkswagen Europas größten Autokonzern. Parallel ist er weiter verantwortlich für die Sportwagentochter Porsche, gibt hier den Chefposten aber demnächst ab. Letzteres wurde erst kürzlich bekannt gegeben, davor sprach Blume in einem aktuellen Interview mit der Deutschen Presse-Agentur über seine Strategie.
Die EU hat beschlossen, dass ab 2035 keine fossil betriebenen Neuwagen mehr neu zugelassen werden sollen. Dagegen wehren sich zunehmend Branchenvertreter und Politiker. Für den Volkswagen-Konzern sei maßgebend, in welchem Zeitrahmen die CO2-Ziele realistisch erreicht werden können – losgelöst von Ideologien und mit Fokus darauf, was die Kunden wollen, sagte Blume zu dem Thema. Er betonte: „Wir sehen die Elektromobilität ganz klar als die Zukunftstechnologie – und wir erachten die Dekarbonisierung als wesentliche Verpflichtung unserer Gesellschaft.“
Blume ist seit 2022 Volkswagen-Chef, Porsche-CEO schon seit 2015. Den Stuttgarter Sportwagenbauer wollte er frühzeitig auf Elektroautos konzentrieren, bremst die Offensive aber nun. Alle politischen Prognosen zum Hochlauf der Elektromobilität seien in der Vergangenheit zu optimistisch gewesen, erklärte der Manager. „Wir benötigen regelmäßige Realitäts-Checks, wie sich der Markt entwickelt und was das für die Vorgaben bedeutet.“
Neben attraktiven Produkten müssten die Rahmenbedingungen passen. „Wir müssen in der Ladeinfrastruktur nachlegen, gerade im städtischen und ländlichen Raum. Wir brauchen günstigere Ladestrompreise. Und wir benötigen überzeugende Förderkulissen“, so Blume. Alle Faktoren müssten stimmen, damit Akzeptanz und Nachfrage weiter steigen. Der Volkswagen-Konzern sei bereit, aktuell werde bereits jedes fünfte Fahrzeug des Unternehmens elektrisch angetrieben.
Die Autoindustrie sei ein enorm wichtiger Teil der deutschen Industrielandschaft, unterstrich der Volkswagen-Chef. Beim jüngsten Autogipfel von Politik und Branche seien „gute Impulse“ gesetzt worden, auch mit dem Koalitionsvertrag. Jetzt gehe es darum, die Ankündigungen in die Tat umzusetzen. Es sei wichtig, dass Deutschland regulatorisch eine klare und gemeinsame Linie vertritt.
„Wir brauchen mehr Flexibilität beim Erreichen der Ziele“
„Wir wollen den Erfolg der Elektromobilität“, versicherte Blume. „Wir brauchen aber mehr Flexibilität beim Erreichen der Ziele. Das müssen wir in Brüssel geschlossen vertreten, denn Europa schaut auf Deutschland. Wir sind das Autoland Nummer eins und deshalb hat unsere Stimme und Haltung ein besonders großes Gewicht.“
Porsche war jahrelang einer der Gewinnbringer von Volkswagen. Auch das erste Elektroauto der Marke, der als Sportlimousine und Kombi erhältliche Taycan, schien sehr gut zu laufen. Zuletzt ist die Nachfrage aber stark zurückgegangen. Blume hat deshalb beschlossen, dass Porsche doch noch länger auf Verbrenner setzt und die Umstellung auf E-Autos langsamer angegangen wird. Dennoch sagte er: „Die Elektromobilität funktioniert hervorragend. Vielleicht ist Porsche sogar der erfolgreichste traditionelle Hersteller in der Transformation, mit allein 56 Prozent elektrifizierten Fahrzeugen in den ersten neun Monaten in Europa.“
Jedoch sehe man sehr unterschiedliche Entwicklungen in den Weltregionen. „Deshalb haben wir mit Blick auf die Wünsche unserer Kunden entschieden, unser Angebot um zusätzliche Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Modelle zu erweitern. Ergänzend zur E-Strategie.“ Das belaste kurzfristig die Finanzen, sei aber mittel- und langfristig sinnvoll. Es gehe jetzt darum, die Produktpalette gezielt zu erweitern und „mit konsequenter Kostenarbeit“ eine noch bessere Position für die Zukunft zu erarbeiten. In der Automobilindustrie gebe es auch mal stürmische Zeiten, „aber wir haben einen klaren Plan“, so der Manager.
„Der Welthandel wird nicht so zurückkommen, wie wir ihn über Jahrzehnte erlebt haben“, glaubt Blume. „Wir müssen aus der Komfortzone heraus.“ Nach vorn geblickt habe Deutschland aber auch große Chancen, der Standort großes Potenzial. Es sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Unternehmen und der Gesellschaft. „Jetzt geht es darum, die Ärmel hochzukrempeln. Zugleich bin ich überzeugt, dass Europa den eigenen Markt passend fördern muss.“

Werner Mauss meint
Wer ist „Wir“ Herr Blume, und wenn ja wie viele. Ich kann dieses bedingungslose „Wollen“ durch Technologieoffenheit nicht erkennen. Wie wäre es mit machen statt wollen.
Futureman meint
Regelmäßig Überprüfungen, ob Ziele erreicht werden können sind ja richtig. Nur kann die Konsequenz nicht sein, die Ziele nach hinten zu schieben, sondern daran zu arbeiten, die Ziele zu erreichen.
Wenn sie als großer Anzeigenkunde z.B. AutoBild und dergleichen nicht immer wieder vorsagen, das E-Autos sich nicht rechnen und dadurch weniger Geld für Werbung da ist, würden die auch nicht so schlecht darüber schreiben.
Das trotz dieser negativen Berichterstattung und angeblich fehlender Modelle trotzdem die Zulassungszahlen von E-Autos immer weiter steigen, zeigt doch, das Interesse seitens der Käufer besteht.
Steffen meint
Ist schon sehr bequem und einfach, den Kampf gegen den Klimawandel als Ideologie zu framen, anstatt auf das eigene Versagen (der Autoindustrie) zu verweisen.
hu.ms meint
Welches versagen ?
Es werden zig BEV modelle angeboten.
Sie werden aber nicht gekauft. Sh. 82% neuzulassungen mit auspuff. Und das liegt nicht an den herstellern sondern klar an den neuwagenkäufern. Einfach mal raus aus der blase und auf der strasse ganz normale leute nach e-sutos fragen, klärt das thema ganz schnell !
Ben meint
Ja frag mal die Leute auf dem völlig irrelevanten deutschen Markt, dem Technologiemuseum Europas mit dem Hauptmantra „Haben wir schon immer so gemacht !“ 80% mehr BEV Zulassungen in Europa dieses Jahr und mit knapp 20% ist Deutschland nur, bestenfalls, Mitläufer in Europa, bitte mal über den ignoranten, arroganten deutschen Automarkt/Tellerrand hinweg schauen und auf die Realität schauen auch weltweit auch in „arme“ Länder.
https://youtu.be/XOeF5wyZSEE?si=63WfKlXym6_z4hM2
https://youtu.be/fsCE6dTDhY4?si=3qNjmShXnTDt5RVC
https://graslutscher.de/ueber-die-idee-die-deutsche-autoindustrie-mit-verbrennern-zu-retten-vergesst-es/
volsor meint
Man kann sich einfach machen mit dieser Aussage.
Die Tatsache ist aber eine andere.
hu.ms meint
Soso – und was hat deine strassenumfrage so ergeben ?
Meine war: 9 von 10 wollen auspuff – also mindestens plug-in oder generator.
David meint
hums hat selten recht, aber hier schon. Die Mehrheit der Leute möchte einen Verbrenner kaufen. Uns würde man ihn nicht wenigstens einen Mild-Hybrid unterschmuggeln, würden sie auch darauf verzichten. Man kann das sehr gut an den VW Zahlen ablesen. Ihr Elektroangebot ist so ausgezeichnet, dass sie damit erfolgreicher sind als bei den Verbrennern. Da macht man also alles richtig und trotzdem ist der Markt begrenzt.
Das mag die Elektroblasennicht hören wollen aber so ist es in der Praxis. Sklavenhaltung war auch sehr lange selbst von Dichtern und Denkern als absolut ehrenwert angesehen worden. Wie heute Heimtierhaltung. Beides ist moralisch extrem verwerflich. Aber das ist aktuell nur bei Menschen eine Mehrheitsmeinung. Es wird sich ändern, aber eben langsam.
Jörg2 meint
hu.ms
Mal völlig losgelöst von BEV, VW und Triggerbegriffen wie „Tesla“…
Wenn ein Produkt nicht gekauft wird, fällt mir als erster Grund ein, dass Produkt ist Mist (P/L). Mir fällt da nicht ein, dass die Käuferschar zu blöd ist.
Den Anglerspruch, wem der Wurm schmecken muss (Fisch vs. Angler) ist Dir bekannt?
Bei „VW, MEB …“ rühmt sich der Angler für den ihn schmeckenden Fisch.
(Ja, es werden über die Verschiebung des P/L viele MEB in den beherrschten Flottenmarkt gedrückt. Das kaufmännische Ergebnis davon sehen wir in den nächsten Tagen. Die Vorwarnungen sind ja bekannt.)
hu.ms meint
Und Jörg, wie ist das dann bei den anderen BEV-herstellern mit ihrem angebot in europa so ?
Die tatsache, dass 84% eben auspuffautos bevorzugen hat doch mit dem einzelnen hersteller der BEV nicht zu tun. Es betrifft alle !
Jörg2 meint
hu.ms
In meiner Welt versagt man nicht an den Zielstellungen und Nicht-Zielerreichungen der Marktteilnehmer, man scheitert an den eigenen Zielen und Erreichungsvorgaben.
Schau Dir bitte die vollmundigen Ansagen/Zielstellungen/Vorstellungen von VW in den letzten Jahren an (s. „NewsRoom“) und gleiche das dann mit dem jetzigen Stand ab.
Wenn Dir das zu aufwändig ist, dann warten wir gemeinsam die Quartalszahlen ab und unterstellen (wenigstens ich), dass Schrumpfung nicht der Langzeitplan war und ist.
Anmerkung:
Deine Vergleiche mit anderen bringst Du immer dann an, wenn es dir passt. Wenn es Dir nicht passt, dann sind solche Vergeliche (durch andere) „Ablenkung“, „keine Argumente“…
Fred Feuerstein meint
Gut beobachtet Jörg, das ist seine Strategie…Er möchte halt Recht behalten.
hu.ms meint
Jörg, alle BEV-hersteller -auch tesla- haben für 2025 mit wesentlich höheren BEV-verkäufen und anteilen von 25% geplant. Insofern bei ALLEN ziele/ erwartungen nicht erfüllt.
Und das liegt eben nicht an den herstellern, sondern vor allem an den neuwagenkäufern.
Grundeinstellung, fehlende lademöglichkeit ohne mehrzeitaufwand, mehrpreis sind die aus umfragen bekannten gründe.
Wo liegt also der unterschied zwischen der VWgroup und stellantis oder hyundai/kia.
Fred Feuerstein meint
Achso, du meinst also Volkswagen könnte gar nicht mehr als 700.000 eFahrzeuge in drei Quartalen anbieten und es liegt nicht an Volkswagen. Spannende These. Könnte von einem Sozialpädagogen kommen…
paule meint
Das ist eine gängige Argumentation. Auf die Frage, warum Porsche nicht mehr als 40.000 taikant im Jahr baut meinte Dav.i.d: Produktions komplett ausgelastet.
Okay, dieses Problem haben sie nun nicht mehr, konnte Blumen lösen.
hu.ms meint
Die VWgroup hltte 2025 eine BEV-produktionskapazität von rd. 1,3 mio. p.a.
Die autos werden nur nicht bestellt, weil die käufer auspuffautos bevorzugen.
Future meint
Sobald VW die Preise senkt, wird sofort bestellt. Das war doch bei jeder Rabattaktion bisher so. VW ist also noch zu teuer für den Massenmarkt. Die Leute warten auf die Ramschangebote. Das ist nicht anders als mit den Supermarktprospekten zum Wochenende mit dem günstigen Hackfleisch aus dem beliebten Massentierstall.
hu.ms meint
Bei VW (mit über 1 mio. produktionskapazität in europa) genauso wie bei tesla: die könnten in GH auch 500K bauen, die will nur keiner in europa.
David meint
Ich würde jetzt nicht Tesla mit dem Rest vergleichen wollen. Die anderen haben eine Steigerung in 2025 hingelegt und Tesla einen Zusammenbruch. Richtig ist aber, dass nicht die Kapazitäten der Engpass sind, außer natürlich im Einzelfall, sondern grundsätzlich ist es der Markt. Nur muss man dann eben nicht weinen, sondern kontinuierlich an der Erweiterung arbeiten und das macht ja zum Beispiel der VW Konzern.
paule meint
könnten die das tatsächlich? Bin mir da nicht so sicher. Hab gelesen, alle MA sind massiv an der Belastungsgrenze. Von gestrichenen Schichten und Kurzarbeit kommen die News eher von den Mitbewerbern.
Irgendwie widersprechen sich die Meldungen und Deine Zahlen.
Fred Feuerstein meint
humsi, bleib mal konkret. Also meinst du Volkswagen könnte gar nicht mehr als 700.000 Fahrzeuge absetzen? Ganz einfache Frage auf deinen Kommentar. Keine Ablenkung auf Tesla. Fokussiere dich, du schaffst das.
hu.ms meint
Habe ich doch geschrieben: es könnten ca. 30% mehr gebaut als bestellt werden.
Wie bei fast allen BEV herstellern.
Fred Feuerstein meint
Nein, du hast darauf keine Antwort gegeben. Du willst also sagen, dass Volkswagen gar nicht in der Lage wäre mehr Fahrzeuge als die derzeitigen 700.000 k in drei Quartalen abzusetzen und dass das Management richtig handelt. Hab ich deine Aussage korrekt wiedergegeben?
hu.ms meint
Fredi, was soll ich dir noch antworten, wenn du nicht mal meine beträge lesen und verstehen kannst.
Kannst du können 30% mehr bauen aber nicht verkauftbar nicht kapieren ?
`Fred Feuerstein meint
Kannst du nicht ein einziges Mal auf eine konkrete Frage eine konkrete Antwort geben? Ist das so schwer?
Fred Feuerstein meint
Leider hängt mein Kommentar, aber kannst du bitte einfach auf meine konkrete Frage eine Antwort geben?
hu.ms meint
VW kann derzeit nicht mehr BEV in europa verkaufen, weil die nachfrage nicht besteht. Gilt für alle BEV-hersteller.
Fred Feuerstein meint
Hm, seltsam, der Preis geht runter, plötzlich findet in Quartal 3 im Vergleich zu den Vorquartalen ein Mehrabsatz statt…Aber nein, in Europa könnten sie nicht mehr Fahrzeuge absetzen. Und sie könnten die Fabriken ja auch noch anderweitig auslasten, in dem Fahrzeuge exportiert werden.
Aber das ist dann wohl zuviel für die Logik eines Sozialpädagogen…
hu.ms meint
Fredi, wieder mal meine beiträge nicht genau gelesen, nicht verstanden oder bewusst teile ignoriert.
Nochmal für dich: alle hersteller in europa können ihre mögliche produktionskapazität für BEV nicht verkaufen und produzieren deshalb weniger. Auch tesla = 2024: keine 200K bei 500K kapazität. 2025 noch weniger.
South meint
Also prinzipiell ist ja immer rührend, wie sich die Autoindustrie um alle anderen Punkte sorgen macht, nur nicht auf das Wesentliche das genau sie selbst betrifft, den Bau von marktgängigeren E Autos für breitere Schichten.
Zudem sollte man seinen Gegenüber immer kritisch beäugen, wenn der was von Ideologie faselt. Ideologie unterstellt quasi von Grund auf irrationales Denken ohne den Anderen brauchbare Gegenargumente zu liefern.
Es spielt keine Rolle, ob der letzte Verbrenner in Europa 2035 oder 2035 zugelassen wird und auch nicht, wann in Liberia der letzte Verbrenner verkauft wird. Die Frage wird sein, wann der größte Teil des Marktes auf E Autos umgestellt hat. Sollte es Hersteller geben, die mit den E Autos gut klarkommen und manche eben nicht, dann ist die Sache klar. Wer sich nicht ändern kann, der wird federn lassen müssen. Gleich vorweg. So wie es aussieht, kommen einige Hersteller gut damit klar…
In Kürze. Ja, wir werden immer die Ziele an realen Gegebenheiten anpassen, dass war auch von Anfang an klar als die Gesetzte beschlossen wurden, aber leichtfertig nur die Ziele infrage zu stellen, damit alte Hersteller nur länger Verbrenner verkaufen können. Ganz sicher nicht.
Paul L meint
Welche westlichen Automobilgruppen kommen mit der Transformation ohne Probleme klar?
Nennen Sie bitte 5 Stück.
Mir fällt nur BMW ein.
„Die Ideologie“: muss verbieten, der Markt regelt. Auf welcher Seite stehen Sie?
Ich kenne die Antwort. Wie oft kleben Sie noch auf der Straße?
Das ICE‑Verbot hat nur die EU mit einem Enddatum versehen. USA und China nicht! China kann schöne 5-Jahres-Pläne, warum steht das Verbot dort nicht drin?
Zu VW am Rande:
Die VW-AG wird bis 2027 in jedem Preissegment ein Auto dem EU‑Markt anbieten. Der Rest regelt sich über den CO₂-Preis. Mir ist es egal, ob jemand für 2,50 €/L tanken möchte!
VW-AG hat in folgenden Werken BEVs, z. B. in der Produktion:
Zwickau / Emden / Ingolstadt / Böllinger Höfe / Leipzig / Bratislava / Hannover/ Dresden (bis Ende des Jahres)
Ab 2026:
Martorell / Pamplona / Bratislava
Ab 2027:
Palmela
Ab 2028:
Września
Die Werke muss VW dann auch auslasten.
Jetzt sagen Sie, VW macht immer noch zuwenig?
Daher sind Wolfsburg und Neckarsulm erstmal bis 2028 raus aus der Verlosung, ein BEV-Werk zu werden. Das Geld wird für ein Audi-Werk in die USA umgeleitet.
Trump wirkt, so blöde es klingt.
VW wird damit umgehen müssen.
CyberSlim meint
In China gibt es auch ein Verbot, Net Zero 2060, ganz offiziell. Warum hängen die das nicht an die große Glocke? Weil jetzt schon keiner mehr die Sinker kauft und sich das in den nächsten 10 Jahren dort ganz von allein erledigt hat. Warum?
1. Stinker sind in der Anschaffung deutlich teurer.
2. Stinker sind im Unterhalt deutlich teurer.
3. Der Strompreis für den Endverbraucher ist seit über 20 Jahren bei exact 14 Cent/kWh. Durch Inflation ist der Strompreis im Vergleich zur Stinkertanke einfach unschlagbar billig!
eBikerin meint
Tja warum spricht nur niemand über 2060? Ich komm nicht drauf.
Future meint
Na ja, in China hat man halt auch bessere Chancen mit dem Elektroauto in der Zulassungslotterie. Das sollte man in Deutschland auch so machen. Warum darf hier jeder so viele Autos zulassen, wie er will, obwohl der Platz dafür fehlt. Weniger Autos bedeuten mehr Raum und weniger Staus. Zulassungsbeschränkungen sind ein hervorragendes Instrument.
hu.ms meint
„netto null“ ist kein fossil-verbrenner neuzulassingsverbot wie in der EU.
Es ist ein ziel über alle co2-emissionen. Bekanntlich emittieren industrie, energieerzeugung und gebäudeheizungen mehr als autos.
Wahrheit meint
„keiner kauft mehr Stinker“
Warum haben dann 70% aller Neuwagen in China einen Auspuff?
volsor meint
hu.ms meint 20.10.2025 um 22:41
„netto null“ ist kein fossil-verbrenner neuzulassingsverbot wie in der EU.
Es gibt kein Verbrennerverbot in der EU!
Man kann weiter Verbrenner Fahren und Kaufen sofern sichergestellt ist der Kraftstoff Klimaneutral ist.
Da es denn aber nicht gibt …
hu.ms meint
e-fuels wird es geben, sobald nachfrage dafür vorhanden ist.
Ab 2035 für neue verbrenner in der eu. Auch wenn der liter dann 3,5 € kostet, einen petrol-head wird das nicht abhalten.
Alle die nicht soviel für fahrenergie ausgeben wollen, werden dann güstigere antriebsarten wählen. Denn geld regiert die welt.
Ben meint
Zwickau, Emden und Hannover, hatten 1 Woche Produktionsstopp wegen fehlender Nachfrage bei E-Autos, ID.Buzz, ID.7 und Q4 e-tron, Osnabrück und Dresden werden bis Ende des Jahres geschlossen, Emden und Zwickau sind nicht ausgelastet, in Zwickau sind 380k Fahrzeuge technisch möglich mit Glück kommen wir auf 220k Fahrzeuge dieses Jahr.
Desweiteren will Blume weiterhin ein fahrzeugproduzierendes Werk in Deutschland schließen was durch den Druck des niedersächsischen Aufsichtsrates Zwickau sein wird und VW ab 2030 seine BEV doppelt so teuer mit schlechterer Qualität/mehr Nacharbeit/ weniger Direktläufer produzieren wird, Blume will also sparen indem er teurer produziert, klingt als wolle das Land Niedersachsen VW brennen sehen.
Kant49 meint
Das Ziel der Klimaneutralität der EU für 2050 ist realistisch und resultiert aus dem Pariser Abkommen. Das ist alles nicht ideologisch sonder gesunder Menschenverstand. Aus dem Ziel 2050 leitet sich das Ende für neue fossile Verbrenner für 2035 ab.
Die Hersteller können bauen und verkaufen was sie wollen, solange die Flottengrenzwerte erreicht werden. 2035 sind die halt Null. Verkaufen tut man durch geeignete Modelle und Preise. Das haben die Hersteller in der Hand. Wenn das nicht geht, kann die EU auch wieder die Zölle auf chinesische Autos lockern.
alpha meint
@ Paul L: Böllinger Höfe ist das Audi-Werk von Neckarsulm und dort werden sowohl auch Elektroautos produziert, leider nur der Audi e-tron GT
volsor meint
nd was machen die restlichen 92 Werke Weltweit?
Anonym meint
Auch in China gibt es ein Verbrenner Aus. Ja Xi Jingping höchstpersönlich hat vor wenigen Wochen davon indirekt offiziell gesprochen.
Was wird sich eigentlich immer an diesem Datum aufgehangen… das ist eine Orientierung die zur Planungssicherheit dient für die Industrie und Bevölkerung.
In China braucht es so ein genaues Datum nicht da zum einem dieses Land bei der Elektrifizierung schon Kilometer weiter ist als die EU bzw. Deutschland und zum anderem die Produktion der Autos von der KP staatlich gelenkt wird.
Zudem löst China löst das ganze ähnlich wie die EU durch Abgasnormen.
South meint
Paul L. Warum müssen es westliche Automobilgruppen sein, die mit der Transformation klar kommen? Wenn die Technik sich durchsetzt und Teile unsere Hersteller nicht wollen oder können, dann wird ein Anderer übernehmen. Aber gleich vorweg. Bevor sie aus dem Markt verschwinden werden plötzlich die meisten Hersteller damit klar kommen und die anderen zurecht verschwinden…
Wir kaufen heute alle Smartphones aus Fernost. Kein rational denkender Mensch hätte damals noch auf Siemens Handys gewettet. Wenn es um Autos geht, dann ist die Marktwirtschaft plötzlich ausgehebelt, aber auch die Hersteller müssen sich verändern oder ja, es wird sie in der Form nicht mehr geben.
Und ja, der Markt wird das Regeln, aber es gelten sinnvollerweise Rahmenbedingungen, die Regelungen für die nachhaltige Mobilität. Hier geht es nicht um ein Beiwerk und da hat sich schlicht die E Mobilität tatsächlich durchgesetzt.
Jörg2 meint
Paul L
Der mMn wesentliche Absatz im Beitrag von South, ist sein erster Absatz.
Objektiv hat es VW mehr als schwer, marktgängige BEV in seinen (ehemaligen) Hauptmärkten anzubieten.
Hättest Du dazu noch eine ähnliche „knackige“ Erläuterung, warum und weshalb?
Gerry meint
Mensch Blume 😂. Dann biete halt mal endlich alle VW-Modelle auch als BEV an. Nicht nur ständig ankündigen.
Aber immerhin schön, dass dem Blume vor ein paar Wochen aufgefallen ist, dass Volkswagen noch keinen „echten Volkswagen“ bei den eFahrzeugen im Angebot hat 😄.
CyberSlim meint
Den „echten Volkswagen“ macht ja BYD für Ihn!
Gernot meint
«Porsche war jahrelang einer der Gewinnbringer von Volkswagen. Auch das erste Elektroauto der Marke, der als Sportlimousine und Kombi erhältliche Taycan, schien sehr gut zu laufen. Zuletzt ist die Nachfrage aber stark zurückgegangen»
Wie so oft sind die Gründe nicht monokausal. Aber wer nach 2019 eine ca. 5m lange Limousine mit sportlichen Fahrleistungen kaufen wollte, der konnte ein Tesla Model S oder einen Porsche Taycan kaufen. Mehr gab es nicht. Entsprechend hat sich der Taycan gut verkauft. Mittlerweile gibt es u.a. Audi S6 e-tron, Mercedes EQE AMG und BMW i5 M60, die ähnliche Fahrleistungen, Reichweiten und Ladeleistungen zum niedrigeren Preis bieten und das ist ein Grund, warum der Absatz des Taycan erwartbar sinkt.
Ganz generell: Früher brauchte es enormes Knowhow und viel Ingenieurskunst, um Verbrennermotoren zu bauen, die einerseits 400-800 PS Spitzenleistung lieferten und andererseits alltagstauglich (Verbrauch, Wartungsintervalle, …) und haltbar waren. Das war die Kompetenz von Porsche, AMG und Co. Dazu war es anspruchsvoll, diese Leistung auf die Straße zu bekommen. Aktive Spoiler u.ä. waren teuren Hochleistungsfahrzeugen vorbehalten.
Heute kann jeder Depp 2-4 Elektromotoren an die Räder flanschen und 1000 PS oder mehr realisieren. Gleichzeitig sind Elektronik und Elektromechanik spottbillig geworden. Der aktive Heckspoiler mit 2 Linearaktuatoren kostet heute noch 150 Euro. Damit rückt sowas für „normale“ Autos in Reichweite und auch die „Deppen“ bekommen ihre Leistung zu bezahlbaren Preisen auf die Straße.
Das Porsche doppelt so viel verlangt wie andere, können sie anders als in der Vergangenheit nicht mehr mit Mehr-Leistung begründen. Leistung können andere auch. Das ist kein Unterscheidungsmerkmal mehr. Und Luxus im Innenraum können andere (z.B. die Chinesen) auch. Porsche muss sich durch das nahende Ende der Verbrennermotoren ein Stück weit neu erfinden, was eine wirklich schwere Aufgabe für das Management ist.
South meint
Ich würde es nicht so derb ausdrücken, aber ja, Leistung bei Verbrennern war tatsächlich eine Kunst, bei den E Autos ist die Hürde nicht so hoch. Porsche leidet aber stark unter dem schwachen Chinageschäft, zum Teil schwächelt allgemein das Luxusgeschäft, aber es gibt auch systematische Probleme. Dann produziert Porsche nicht in den USA, was bei den Zöllen zu Buche schlägt. Obendrauf kommen tatsächlich auch die Entwicklungskosten für die E Mobilität und Restrukturierungskosten. Alles aber unumgänglich. Die alten Verbrenner ala 911er werden Porsche ganz ganz sicher nicht retten… der Hersteller, wer im Sportbereich die leistungsfähigsten Accus mit kurzen Ladezeiten liefert, der wird das Rennen machen…. und die werden kommen, auch Wurst ob in 5 oder 10 Jahren…wer das nicht kann fliegt aus dem Markt…
CyberSlim meint
Genau so ist es. Die Chinesen haben es erkannt und jetzt erste Exportverbote für echte Hochleistungsbatterien, genau solche wie Porsche sie bräuchte, erlassen.
2019 war der Taycan echt schick, innen wie aussen! In China aber gab es von Anfang an kein „Innodrive“ und auch sonst keine digitalen Dienst. Totalversagen. Ein Elektroauto technisch auf dem Stand 2005. Keine technischen Verbesserungen von Porsche in China in 20!, ja 20! Zwanzig Jahren! Und dann heulen sie rum!
Wenn ich heute in einem Proscheladen gehe, sehe ich nur noch Museum. Nichts hat sich getan.
Also gehe ich zu Huawei! Hightech überall… der Maextro S800 fährt mich vollautonom durch die dicht befahrene Stadt!
M. meint
„der Maextro S800 fährt mich vollautonom durch die dicht befahrene Stadt!“
Immer schön zu sehen, wenn sich die Chinatrolle selbst demaskieren.
EVrules meint
Porsches Kunst war aber nicht Autos mit Höchstleistung zu bauen, da waren andere Fahrzeughersteller höher motorisiert, selbst der 911er oder 718er sind im Grunde keine explizit hochgezüchteten Autos – Porsches Anspruch ist das Fahrwerk und die Dynamik – kurz gesagt, Porsche ist nicht „geradeaus“, sondern „Kurven“.
Und das kann man nicht durch Motorleistung allein erreichen.
David meint
Da müssen die Kommentatoren, die immer die OEM als Treiber hinter der Lobbyarbeir für den Verbrenner sehen, lernen: Das ist nicht der Fall. Die sind für die Elektromobilität. Wer auch immer die Lobbyisten also sind, das sind dann vermutlich eher ein paar Zulieferer, was die Sache auch gleichzeitig weniger relevant macht. Ich glaube, tatsächlich ist es in großen Teilen kein organisierter Lobbyismus. Sondern es ist der normale Bürger, der ist nicht schafft, umzusteigen, sondern sich an seinen Fetisch Verbrenner festhält. Das ist also keine Verschwörung, sondern ein gesellschaftlicher Prozess. Man muss irgendwann lernen, dass Elektromobilität die Zukunft ist. So, wie man irgendwann lernen muss, dass Heimtierhaltung Sklavenhaltung ist.
Future meint
Es ist eben wie mit dem Billigfleisch aus der Massentierhaltung. Deutschland hat sich daran gewöhnt und kommt nicht davon weg. Sogar im Auto werden immer noch Tierprodukte aus der Sklavenhaltung verbaut. Es ist noch ein langer Weg – aber das Umdenken wird sich durchsetzen. Da bin ich mir auch sicher.
Gernot meint
Teilweise richtig. Der VDA, Verband der Automobilindustrie, wird von vielen immer mit den Autoherstellern gleichgesetzt. In ihm sind aber vor allem rund 600 Zulieferer vertreten, die mehrheitlich Verbrennerzeug produzieren und für BEV wenig bis nichts zu bieten haben. Deshalb lobbyiert der VDA für Verbrenner.
Und von den normalen Bürgern ist eben ein erheblicher Teil manipuliert. Bild, Welt und andere reichweitenstarke Medien hämmern denen seit Jahren fast täglich Unsinn zu BEV ein. Viele Politiker lassen sich vor denselben Karren spannen. Und dann glauben viele ernsthaft, dass es nicht genug Lademöglichkeiten für Elektroautos gibt oder dass diese sich doch nicht durchsetzen. Diese Manipulationen funktionieren weltweit. Sie führen nach dem selben Schema eben auch dazu, dass in UK die Leute zu ihrem eigenen Nachteil pro Brexit votieren oder in den USA gegen ihre eigenen Interessen Trump wählen.
Peter meint
Volle Zustimmung, Gernot. Die Liste der Manipulation zum eigenen Nachteil ließe sich ja noch deutlich verlängern. Über den Weg der Manipulation kann man in Social Media mit Geld sehr einfach Meinung und Stimmen kaufen. Und manchmal gibt es sogar Individualinteressen, wenn z.B. Zeitungsmagnaten auch Immobilienvermieter sind. Allerdings tragen auch die parteitaktischen Profilierungs-Scharmützel deutlich dazu bei.
Hefti meint
,,So, wie man irgendwann lernen muss, dass Heimtierhaltung Sklavenhaltung ist.,,
Ich würde sagen Thema verfehlt,und absoluter Nonsens!!
Future meint
Doch. Das ist einer der wenigen Punkte, wo ich Dav id immer voll zustimme.
paule meint
Es gibt eine Ausnahme.
Katzen haben Personal.
Yogi meint
Es wird wohl beim Tunnelbauer von Salzburg besonders toll ankommen, wenn der Angestellte für sein jetziges Scheitern diffuses Wahlkampfvokabular über Ideologien für ein event in 10 Jahren verantwortlich macht…. und gleichzeitig China kampflos aufgegeben hat.
Jensen meint
@Yogi: Zu welchem Artikel in welchem Medium gehört Ihr Kommentar ?
Jörg2 meint
Jensen
Yogi schreibt, deutlich erkennbar, zum obigen Artikel.
Yogi meint
Also Jensen, wenn aufmerksam liest, erkennste die Passage, und wenn jetzt mehr als wei Monate Blume verfolgst, hättest 2024 noch Blume Interviews über die Vorteile von rassant fallendem efuel lesen können. Nun war Blume so erfolgreich, dass er weder mit efuels, noch mit BEV erfolgreich war. Aber das ideologische Fossiltreibstoffverbot in 10 Jahren muss er nach seinem Rauswurf dann anführen.
Jensen meint
@Yogi und Jörg2: Danke für die sanfte Aufklärung. Den Porsche-Tunnel hatte ich gar nicht mehr im Blick…
Thomas meint
Neidisch?
Warum sollte er es nicht machen?
Wissen Sie was, ich gönne es ihm.
Ich arbeite in der Baubranche, da finde ich es auch immer schöner, mal einen Industriekunden auszustatten als eine einfache Logistikbude.
An welcher der beiden Varianten verdienen die Handwerker Geld?
Gönnen Sie das den Handwerkern auch nicht?
VW hat China nicht „kampflos aufgegeben“.
Dort wurde eine komplette F&E für ein paar Mrd. aufgezogen.
Die MEB-Plattform wurde kostentechnisch auf den Markt herunterskaliert. Ab nächstem Jahr wird VW dort wieder mitmischen, auch wenn Sie das nicht glauben.
CyberSlim meint
Ich bin neulich den Huawai Maextro S800 probe gefahren. Eigentlich hat das auto mich nur gefahren. Praktisch ein echter Roboter!
VW will in China angreifen? Mit was, der Softwareklitsche die nichts programmieren kann? Die selbstfahr AI die es nicht gibt, und die sie wohl auch nicht von NVidia einsetzen wollen?
Deutsche Automanager leben in der Vergangenheit haben keine Vorstellung was die digitale Zukunft bringt und haben kein, absolut kein Rezept, wie es weitergeht!
volsor meint
Das wird nur funktionieren weil ihnen dort die Chinesen unter die Arme greifen.