BYD hat im Mai seinen Elektro-Kleinwagen Dolphin Surf in Deutschland eingeführt. Die Preise für den Chinesen beginnen offiziell bei 22.990 Euro, zur Markteinführung gab es jedoch bis 30. Juni 2025 Aktionspreise ab 19.990 Euro. Nun bietet BYD das Modell bei ausgewählten Händlern im Rahmen einer Rabattaktion erneut ab einem Grundpreis von 19.990 Euro an. Wie lange das Angebot gilt, ist offen.
„Mit einem Preis von unter 20.000 Euro für ein vollwertiges Elektrofahrzeug stellen wir unseren potenziellen Kunden in Deutschland ein hochattraktives Angebot. Auf diese Weise können wir vielen Menschen einen überzeugenden Anreiz liefern, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen“, sagt Lars Bialkowski, Geschäftsführer BYD Deutschland.
Das Einstiegsmodell „Active“ weise eine umfangreiche Sicherheits-, Komfort- und Entertainment-Ausstattung auf, die mit Fahrzeugen eine Klasse höher vergleichbar ist, wirbt BYD. Die Nachfrage nach günstiger Elektromobilität sei weltweit anhand der Verkaufszahlen ersichtlich: Im Juni 2025 sei der millionste Dolphin Surf vom Band gelaufen.
BYD bietet den Dolphin Surf mit zwei Batterie-Größen und zwei Leistungsstufen an, die zu drei verschiedenen Modellvarianten kombiniert werden. Der Dolphin Surf „Active“ hat ein 30-kWh-Akkupack, das mit einem 65-kW-Antrieb (88 PS) mit 220 Kilometern WLTP-Reichweite zertifiziert wurde. In der „Boost“-Version kommt auch der 65-kW-Motor zum Einsatz, zusammen mit einem 43,2 kWh großen Akkupack für 322 Kilometer Reichweite. Der Dolphin Surf „Comfort“ nutzt ebenfalls die große Batterie, aber kombiniert mit einem 115 kW/156 PS starken Frontantrieb. Die Topversion bietet eine WLTP-Reichweite von 310 Kilometern, erreicht in 9,1 Sekunden Tempo 100 und fährt weiter bis 150 km/h.
Der Energieverbrauch wird angegeben mit kombiniert 9,9-15,5 kWh/100 km. Mit einer Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von 85 kW beträgt die Ladezeit bei der Version „Comfort“ von 30 auf 80 Prozent 22 Minuten. Bei den beiden anderen Modellen gelingt DC-Laden mit maximal 65 kW. Wechselstrom-Laden (AC) ist mit 11 kW möglich.
Der Dolphin Surf bietet laut BYD ein Platzangebot, das mit Fahrzeugen einer Klasse höher vergleichbar ist. Er weist insgesamt Platz für vier Insassen und ein Kofferraumvolumen von 308 Litern und respektive 1.037 Litern bei umgeklappten Sitzen auf. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein Infotainmentsystem mit drehbarem 10,1 Zoll großen Touch-Bildschirm, die „Hi BYD“-Sprachsteuerung sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay. Alle Modellvarianten verfügen über USB-A- und USB-C-Schnittstellen sowie einen schlüssellosen NFC-Zugang, der es erlaubt, das E-Auto mittels Smartphone oder Wearables zu öffnen und zu starten.
Die Fahrerassistenz- und -sicherheitssysteme (ADAS) umfassen Funktionen wie Reifendruckkontrollsystem, intelligente Geschwindigkeitsbegrenzungsregelung, Einparkradar hinten, automatischen Notbremsassistent, Auffahrwarnung, Spurhalteassistent sowie Verkehrszeichenerkennung. Alle Varianten verfügen über die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), mittels der sich elektrische Verbraucher mit einer Leistung von bis zu 3,3 kW betreiben lassen. Das Modell „Comfort“ bietet zusätzlich eine 360-Grad-Kamera, elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze sowie eine kabellose Smartphone-Ladefunktion.

MrBlueEyes meint
Ich mag ja Elektromobilität, aber Fahrzeuge mit nur 220 Km WLTP anzubieten, ist schon mutig… im Winter dann real 150 Km?
Ooookay, für Heim-Lader eventuell eine Option… aber für alle anderen eher weniger…
Man würde wahrscheinlich nicht mal einen Verbrenner für 20K kaufen, der nur 200 Km weit kommt, selbst wenn das Tanken schneller als Laden geht… so rum sollte man das eventuell auch mal denken…
hu.ms meint
Einfach 3.000 drauflegen und dann 322km wltp bekommen.
Thomas Claus meint
@MrBlueEyes
Sehe ich auch so. Was man hier für 20k bekommt ist ein Witz.
Baumschmuser meint
Nur was als Zweitwagen und Heimlader. Mit dem Id4 pro habe ich mich arrangiert, habe mir ein zwei Ladesäulen bei Rewe in der Gegend rausgesucht wo man ein paar Fussminuten entfernt entspannt sitzen oder spazieren kann. Nach 50 Minuten hat er dann auch wieder 100%, oder nach 30 80%. Da ist MAL ok. Aber dann kann ich auch wieder 300-400 km fahren. Wenn ich zb im Urlaub nicht beim Arbeitgeber laden kann. Aber der Gedanke das jede Woche einmal zu tun, gerade jetzt wo der Winter kommt und man weniger Lust hat durch den Wald zu latschen – also da muss noch wesentlich mehr kommen. Stand jetzt würde ich mir für mich privat einfach einen kleinen Verbrenner leasen, Opel Corsa für 150 € mit guter Ausstattung, damit kann man ziemlich entspannt alles abdecken, auch wenn man am Wochenende mal 100 km zum shoppen oder sonst wohin will. Oder halt irgendeinen neuen Kleinwagen für 15.000-18.0000, die Auswahl ist groß. Und da jucken dann auch 50 € mehr Sprit in ein paar Jahren mehr nicht.
AG meint
Als Stadtauto 1x pro Woche beim Einkaufen laden, warum sehen die meisten Menschen nur Probleme die keine sind? 🙄🤦
E.Korsar meint
Tja, wenn die Tageszulassungen vom Dolphin Surf Comfort für 23000€ (UVP 32490€) angeboten werden – ohne das Feilschen, muss der Hersteller auch mal mit den Preisen runter. Andernfalls hat er sonst keine Händler mehr.
Jörg2 meint
Die Zahlen, die wir in der Öffentlichkeit sehen, haben eher nichts mit den internen Abgabepreisen (Hersteller an Händler), deren Zahlungszielen und Rabattrahmen zu tun.
Eine Listenpreissenkung ist eher nur PR und das Signal an die Käuferschaft: das ist die Obergrenze.
E.Korsar meint
Das meinte ich nicht. Sah nur in der letzten Zeit beim Händler kurios aus, wo Dolphin Surf Active (Neufahrzeug) neben Dolphin Surf Comfort (Tageszulassung) stand – jeweils 22990€.
Da nerven die Kunden, dass der Active ja viel günstiger sein müsste.
Jörg2 meint
Ah! Ok!
MMn ist jedes Preissignal unterhalb 20.000 EUR erstmal hilfreich, die Gesamtpreisgestaltung nach unten zu bringen.
Es gibt sicherlich bei der Kaufentscheidung bei den meisten dann doch irgendwann den Blick auf den Kontoauszug um dann die Vorstellungen, was es denn für ein Auto zu sein hat, anzupassen.
Wenn denn über den Frühstückstisch irgendwie „20.000“ die Familien-Bench ist, dann braucht der interessierte Hersteller halt ein entsprechendes Preisschild. Ob dann im Autohaus aus „20“ eine „23“ wird, steht dann wohl auf einem anderen Blatt.