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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Vulcan Energy mobilisiert 2,2 Milliarden Euro für Lithium-Gewinnung in Deutschland

04.12.2025 in Politik von Thomas Langenbucher | 14 Kommentare

BMW-Hochvoltbatterie-mit-Energy-Master-(Gen6)-

Bild: BMW (Symbolbild)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die australische Botschaft in Berlin begrüßen die Investitionen von Vulcan Energy im Oberrheingraben in Deutschland. Das australische Unternehmen Vulcan Energy hat kürzlich bekannt gegeben, dass es eine Finanzierungsvereinbarung für sein Projekt mit einem Volumen von 2,193 Milliarden Euro (ca. 3,9 Mrd. australische Dollar) finalisiert hat.

Der Rohstofffonds der Bundesregierung investiert bis zu 150 Millionen Euro in die Umsetzung des Lionheart-Projekts von Vulcan Energy. Damit trage man zur Stärkung der Resilienz der europäischen und deutschen Rohstoffversorgung bei, so das Bundeswirtschaftsministerium. „Ebenso hat die Exportkreditagentur der australischen Regierung, Export Finance Australia (EFA) bei dieser Finanzierung eine wesentliche Rolle gespielt, indem sie frühzeitig eine Bewilligung für 120 Millionen Euro für das Projekt erteilt hat.“

Im Rahmen des Projekts wird Lithiumhydroxitmonohydrat (LHM) aus geothermischer Sole hergestellt, ein wichtiges Material für die Herstellung von Batterien, und gleichzeitig Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das Projekt werde erheblich zur Erreichung der Klimaziele und zu den Bemühungen zur Dekarbonisierung der Industrie Australiens und Deutschlands beitragen, heißt es.

„Mit dem ersten Projekt aus dem deutschen Rohstofffonds setzen Deutschland und Australien ein starkes Signal für eine resilientere und strategischere Rohstoffversorgung“, so die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche. „Australien bringt verlässliche Ressourcen und Technologiekompetenz ein, Deutschland seine industrielle Innovationskraft. Projekte wie das von Vulcan Energy im Oberrheingraben vertiefen unsere Zusammenarbeit und schaffen eine strategischere, breiter aufgestellte Partnerschaft. Damit reduzieren wir kritische Abhängigkeiten. Beide Länder sind dafür ideale Partner – dieser Start zeigt, dass wir es ernst meinen.“

Neben australischen und deutschen Investitionen sicherte sich das Projekt finanzielle Unterstützung durch die Europäische Investitionsbank, Export Development Canada, den Export- und Investitionsfonds Dänemarks, Bpifrance Assurance Export und Servizi Assicurativi del Commercio Estero (SACE).

„Das Projekt ist Ausdruck dessen, dass wir uns in einer entscheidenden Phase der Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe zwischen Europa, Australien und Deutschland befinden“, erklärt das Wirtschaftsministerium. „Am 17. November unterzeichneten die Europäische Investitionsbank (EIB) und Australien eine Absichtserklärung, um die Zusammenarbeit bei Investitionen in kritische Mineralien zu stärken. Dies stellt den ersten Schritt dar, um eine Unterstützung der EIB bei der Finanzierung von Projekten zu kritischen Mineralien in Australien zu ermöglichen.“

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Via: Bundeswirtschaftsministerium
Tags: Batterie, Europa, RohstoffeUnternehmen: Vulcan Energy
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Holger meint

    04.12.2025 um 15:20

    Ab 2028 soll es mit der Produktion losgehen. Unfassbar. Rohstoffabbau in D.
    Ich glaube es erst wenn es soweit ist ;)

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 15:54

      Bergbau war mal eine der wichtigsten Industriebranchen im Land. Jetzt kommt das zurück.

      Antworten
  2. Joe meint

    04.12.2025 um 15:11

    Ich’s sehe schon kommen:
    Hier wird endlich mal investiert, es geht richtig los, Arbeitsplätze werden geschaffen, Maschinen gekauft, Hallen gebaut, alle sind hyped und dann…
    Die Lithium-Chemie verliert gegen die Natrium-Chemie und alles geht wieder vor die Hunde…
    Das wäre wiedermal so typisch deutsch.

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 15:57

      Natrium soll doch für die Billigakkus in den Billigautos sein. Lithium bleibt dann für den wichtigen Premiummarkt, den die Deutschen bedienen müssen. Insofern passt das wohl alles, bis der Feststoffakku oder etwas anderes kommt.

      Antworten
  3. M. meint

    04.12.2025 um 13:16

    Das ist ein schönes Signal, aber das muss ausgeweitet werden.
    Es gibt auch an anderen Orten in Europa wichtige Lagerstätten für wichtige Rohstoffe. Das Lithium vom Oberrhein alleine wird Europa nicht retten.

    Antworten
    • Future meint

      04.12.2025 um 13:33

      In Sachsen-Anhalt (Altmark) gibt es sogar riesige Vorkommen, die mit über 40 Millionen Tonnen als die größten weltweit gelten. (Quelle MDR)

      Endlich hat Deutschland wieder Rohstoffe. Der Bergbau kommt nach 40 Jahren zurück. Trommelwirbel.

      Antworten
      • F. K. Fast meint

        04.12.2025 um 13:53

        Aber die besorgten Bürger wehren sich mit Händen und Füßen gegen neue Arbeitsplätze. Warte ab!

        Antworten
  4. David meint

    04.12.2025 um 13:06

    Und der VW Konzern ist mit drin, weil er mit Vulcan eine strategische Partnerschaft und ein Abnahmeabkommen bereits 2021 geschlossen hat.

    Antworten
  5. Future meint

    04.12.2025 um 13:06

    Gut dass es so viel Lithium gibt. Im Oberrheingraben freuen sich die Bewohner offenbar über ihre Rohstoffe und das Investment. Das Erzgebirge ist ja auch voller Lithium, aber die Eingeborenen wehren sich dort massiv dagegen und wollen lieber vom Tourismus leben

    Antworten
    • M. meint

      04.12.2025 um 13:13

      Wenn sich erstmal rumgesprochen hat, dass jeder 2te dort ein blau-braunes Parteibuch hat (oder so wählt, als ob), legt sich das vielleicht nochmal.
      Aber dass diese Gruppe nicht an BEV interessiert ist , ist doch bekannt.

      Antworten
      • Future meint

        04.12.2025 um 13:29

        Möglicherweise ist der blaubraune Tourismus ja auch vollkommen auskömmlich. Ich meide ja persönlich seit Jahren die östliche Ostseeküste, weil mich die Sichtbarkeit des alltäglichen völkischen Lebens in den Ferien verschreckt hat. Im Erzgebirge wird es ähnlich sein. Aber immer mehr Menschen mögen sowas ja.

        Antworten
        • M. meint

          05.12.2025 um 13:12

          Danke für den Hinweis mit der östlichen Ostseeküste.
          Beim Erzgebirge hatte ich das schon auf dem Schirm.

      • Futureman meint

        04.12.2025 um 13:34

        Da kann man nur hoffen, dass es vor Ort genügend willige Fachkräfte gibt. Aus anderen Regionen oder gar Ländern wird wohl kaum jemand in die Gegend kommen.

        Antworten
        • M. meint

          05.12.2025 um 13:14

          Oberrhein Ja – Erzgebirge klares Nein

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