BMW bringt die ersten Fahrzeuge auf der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ auf den Markt. Den Anfang machen der iX3 und i3, diverse weitere Modelle auf der leistungsfähigen reinen Stromer-Architektur sollen folgen. Der neue elektrische X5 gehört nicht dazu, er wird weiterhin auf der antriebsflexiblen CLAR-Plattform fahren. Er dürfte jedoch von für die Neue Klasse entwickelten Technologien profitieren – und möglicherweise auch mit einem besonders großen Akkupaket angeboten werden.
In einem von der US-Behörde EPA veröffentlichten Dokument sind laut Berichten einige technische Daten kommender Modelle der BMW Group zu finden. Der neue iX5 60 xDrive sticht besonders hervor: Er kommt der Übersicht zufolge mit einem Hochvoltspeicher, der eine (Brutto-)Kapazität von 147,8 kWh und damit deutlich mehr Energievorrat als jeder andere Elektro-BMW vor ihm hat.
Zur Reichweite finden sich in dem Dokument noch keine Angaben. Es gibt auch keinen Vergleichswert durch einen aktuellen iX5, da BMW das große SUV bisher nicht mit reinem Elektroantrieb anbietet. Zusammen mit den Innovationen und der Effizienz der Neue-Klasse-Plattform könnte der 147,8-kWh-Akkupack aber eine Reichweite bieten, die die des neuen iX3 von über 800 Kilometern nach WLTP-Norm übertrifft.
Der erste elektrische X5 wird außerdem ausgesprochen kraftvoll: Gemeinsam kommen die E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse laut den Informationen aus den USA auf eine Systemleistung von 424 kW/577 PS sowie ein System-Drehmoment von über 800 Newtonmeter. Später dürften weitere Varianten des iX5 eingeführt werden, um den Kunden eine attraktive Auswahl an Antriebsleistung und Batteriekapazitäten zu bieten.
BMW setzt trotz neuer E-Auto-Plattform für den Volumenmarkt weiter auf Technologieoffenheit. Das gilt insbesondere für den X5, der in Zukunft nicht nur mit Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybrid-Antrieb sowie erstmals vollelektrischem Antrieb zu haben sein wird. Mit der nächsten Generation des Premium-SUV führt BMW Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb in sein Serienportfolio ein. Die Mehrenergie-Architektur CLAR macht es möglich, auch für die weiter geplanten Verbrenner-Versionen von X3 und 3er.

Future meint
Große Akkus sind Ressourcenverschwendung. Es ist traurig, was BMW da veranstaltet. Mit Nachhaltigkeit und Verantwortung hat das nichts mehr zu tun. Ich habe den Eindruck, dass die alten Autobauer ihre verschwenderische und umweltfeindliche Haltung einfach noch nicht richtig korrigierr bekommen.
Sebastian Block meint
Allen Autobauern geht es nicht um die Umwelt, sondern nur darum einen möglichst hohen Absatz zu erreichen und ihre jeweilige Kundengruppe zufrieden zu stellen. Da besteht keinerlei Unterschied von den dt. Herstellern zu allen anderen in der Welt.
Es gibt einfach (sehr solvente) Kunden, die wollen maximal flexibel sein und ihre Stopzeiten selbst bestimmen.
Durch die Möglichkeit die Batterien im Anschluss für andere Zwecke wiederzuverwerten, muss die Nachhaltigkeit übrigens bei weitem nicht so negativ sein, wie von Ihnen dargestellt werden, sondern die Batteriegröße wird nahezu egalisiert für die Umwelt.
brainDotExe meint
Warum nimmst du an, dass es Autoherstellern und deren Kunden um Nachhaltigkeit und „Verantwortung“ geht?
Spoiler: Geht es nicht.
Future meint
»Die BMW Group bekennt sich zum Pariser Klimaabkommen und zu Net Zero bis spätestens 2050 … Mit klaren Verantwortlichkeiten und einer Vielzahl von Maßnahmen tragen wir zur Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards bei (UN Global Compact).« (Quelle: BMW Group)
Den meisten Akteuren von BMW geht es wohl in der Tat wenig um Nachhaltigkeit und Verantwortung. Das stimmt. Die Unternehmensziele (s.o.) kennen vermutlich auch nur die wenigsten. Vielleicht sind diese Ziele ja eh nur Marketing. Als Kunde kann man allerdings auch woanders einkaufen – das ist beim Auto ja auch nicht anders als im Supermarkt. Und das ist auch gut so.
brainDotExe meint
Als ich zuletzt auf den Kalender geschaut habe, war noch 2026 und nicht 2050.
Abseits davon wiederspricht ein großer Akku nicht den Pariser Klimazielen.
Sicher hat man als Kunde auch die Wahl und das ist gut so. Ich kann genau so gut dort Einkaufen wo „Nachhaltigkeit“ nicht im Fokus steht und ich keinen Verzicht ausüben muss.
M. meint
Der iX3 ist trotzdem nach 21.000 km CO2-positiv ggü. dem Verbrenner. Beim iX5 wird es nicht viel anders sein.
Das ist besser als bei den meisten hochgelobten Markt- und Technologieführern.
Und, nicht weitersagen: das Auto samt Batterie ist zum größten Teil recyclebar.
Das Material ist gar nicht weg.
Till meint
…und die Schnellladezeit? Ein häufig – für die Kunden – unterschätzter wichtiger Faktor.
Der Verbrenner-Polo tankt in 3 Minuten voll, der Verbrenner 7er BMW in 7 Minuten. Vom neuen ID Polo hätte ich mindestens 3C erwartet. Von solch einem Schiff wie dem iX5 würde ich mindestens 4C erwarten. Alles über zehn Minuten ist für Viele „zu lang“. Da mag man noch so sehr mit Toilettengang und Kaffe und persönlichen Entschleunigungspräferenzen argumentieren.
Die Automesse in China zeigt, wo es hin geht.
M. meint
400 kW – also das, was in der Breite ausgebaut ist – ist nicht weit weg von 4C. Beim iX3.
Da, wo die Ladeleistung beim iX3 dann fällt, dürfte dieser Kamerad noch Reserven haben, um die zu halten. Unter dem Strich wird sich an der 10-80 Zeit nicht viel ändern, nur, dass die Pause noch später kommt, und die zweite Etappe ebenso länger ausfällt.
Was man aber halt auch immer vergisst: vor dem Laden kommt Fahren. Und hier ziemlich lange. Das sind nur die Gusseisernen, die nach 500 km Autobahn in 3 Minuten 50 Sekunden schon fertig für die nächste Etappe sind. Der Rest wird froh sein, 20 Minuten für Toilette, Kaffee oder was zu essen, und für 5 Minuten Bewegung zu haben.
David meint
Die wurde offenkundig nicht bekannt gegeben. Aber es ist bekannt, dass die Fahrzeuge der neuen Klasse adäquate Ladegeschwindigkeiten haben. Allerdings muss man auch immer schauen, wie denn die Ladeperipherie ausschaut. Wenn dein Auto ganz doll schnell laden kann, aber du nirgendwo unterwegs auf deiner Route eine entsprechende Ladestation hast, hilft dir die Ladegeschwindigkeit nicht.
Klar wird irgendwann laden unterwegs schneller werden als tanken. Klar haben dann auch SUV der oberen Mittelklasse 300 kWh im Akku. Nur sind wir jetzt da, wo wir jetzt sind und die chinesischen Autos sind auf der chinesischen Messe und nicht auf europäischen Straßen.
South meint
Naja, zu meinen Verbrennerzeiten habe ich ja auch nicht fünf Minuten Tanken zack und dann nix wie weiter gemacht, sondern nach 300km ist auch früher schon locker ne Viertelstunde Pause gemacht worden. Denn Tanken, Beine Vertreten, Klo und Snacks, das macht man wahrlich nicht in fünf Minuten. Und bei zweiten Stopp isst man ja auch was, da spielt sogar ne halbe Stunde keine Rolle.
Nicht falsch verstehen, Schnellladen ist Trumpf, da bin ich voll bei dir, aber ne gute Viertelstunde ist für die allermeisten völlig ok.. Was aber gar nicht geht sind wie früher 35 Minuten oder auch heute noch Modelle mit 25 Minuten. Das macht doch keiner freiwillig, wenn das technisch nicht mehr notwendig ist….
M. meint
Es kommt drauf an, wie oft man „auswärts“ laden muss.
Wer im Alltag zu Hause, beim AG oder dem Supermarkt laden kann, wird keinen Bedarf am Laden in 15 Minuten haben. Wegen 2x im Urlaub kaufe ich mir auch kein anderes Auto, nur weil das 10 oder 15 Minuten beim Laden spart. Das ist dann schlicht kein Kriterium.
Wer aber NICHT nebenbei laden kann, für den könnte es hilfreich sein, in max. 10 Minuten 10-95 zu laden – sobald es die Infrastruktur dazu gibt, die Ladepreise stimmen, und die entsprechend günstigen Fahrzeuge im Gebrauchtmarkt.
Da ist die Anzahl aktuell Null, die Zahl der Neuwagenangebote ist Null, die Zahl der Kompaktfahrzeuge daher auch, und Gebrauchtwagen in ID.3-Größe, für 15k€… noch lange Null.
Darüber wird geredet, aber in der Realität ist bisher wenig davon zu sehen.
Alkibiades meint
Die C-Rate ist nicht das einzig relevante Kriterium. Relevant ist wieviel Kilometer Reichweite pro Zeiteinheit geladen wird. Das ist abhängig von:
– C-Rate als Funktion eines Ladehubs (je höher desto besser)
– Akkugröße (je mehr desto besser)
– Verbrauch (je niedriger desto besser)
Als Beispiel sei BMW iX3 und Xpeng G9 verglichen. Obwohl C(70%) bei Xpeng doppelt so hoch ist, lädt der BMW schneller Kilometer nach und hat somit effektiv kürzere Ladestops.
Die extremen C-Raten mancher chinesischer Hersteller erfordern deutliche Kompromisse bei der Energiedichte und Zyklenfestigkeit.
Gunnar meint
„Der Verbrenner-Polo tankt in 3 Minuten voll, der Verbrenner 7er BMW in 7 Minuten.“
Und der Fahrer steht daneben und kann nichts anderes machen und atmet sogar noch schön die krebserregenden Dämpfe ein. Wunderbar.
Erst Tanken, dann zur Kasse bezahlen, dann wieder raus, Auto von Tanke auf einen Parkplatz fahren. Erst danach beginnt seine eigentlich Pause, in der er zur Toilette kann und was essen kann.
Da gehen also locker 5-10 Minuten durch Tanken weg, die der BEV-Fahrer Vorsprung hat.
CJuser meint
Ja, es muss noch mehr in Richtung Laderaten passieren. Aber sich hier darüber aufzureden, dass NUR 500 kW abgerufen werden können, ist klagen auf sehr hohem Niveau. Dabei kommt doch aktuell eher die Ladeinfrastruktur selbst an ihre Grenzen. Und nehmen wir mal einen Verbrauch von 25 kWh/100 km an, dann sind innerhalb von 10 Minuten trotzdem 300 km Reichweite nachgeladen.
ChriBri meint
Ich bin offen gestanden, kein Freund von immer größer werdenden Akkus, meines Erachtens die falsche Richtung. Der Trend müsste genau umgekehrt sein, kleinere Akkus, höhere Effizienz. Man wird sehen, ob sich das in Zukunft durchsetzt.
David meint
Den möglichen geringsten Verbrauch kann man ja für ein Fahrzeug mit einer bestimmten Stirnfläche und einem bestimmten cW-Wert sowie einem Reibwert zur Fahrbahn berechnen. Dann lernt man, so viel Luft ist da gar nicht mehr. Besonders nicht bei konstanter Geschwindigkeit. Vor allen Dingen bleibt aber in einer Übergangszeit die Reichweitenangst und mit jeder neuen Akku Generation ist es leichter und günstiger, einen größeren Akku einzubauen. Von daher wird man größere Akkus sehen. Ob du sie jetzt magst oder nicht spielt dabei überhaupt keine Rolle.
MrBlueEyes meint
Wo willst du bei den aktuellen elektrischen Antrieben bitte noch signifikant Effizienz rausholen?
Die sind mit teils >= 93% schon nah an der Perfektion…. darauf brauchst du wirklich nicht warten…
Größere Reichweiten werden hauptsächlich durch noch größere Batterien erreicht
Andere Optimierungen werden sich maximal im einstelligen Prozentbereich bewegen
Alkibiades meint
Das hat z.B. Grenzen bei Zugmaschinen. Fahrzeuge. die schwere Anhänger ziehen müssen, werden sich nicht mit 80kWh Kapazität realisieren lassen. Schon klar dass nicht jeder das brauch aber manche eben schon. Dafür sollte es auch Angebote geben.
Peet meint
Die Leute wollen aber nicht alle 300km laden. Erst recht nicht der Kunde eines großen BMW SUVs. Von daher muss hier schon ein großer Akku rein oder es wird weiter Verbrenner gefahren.
CJuser meint
Das hat man vor 10 Jahren bestimmt auch schon über 100 kWh gesagt. Heute ab der Mittelklasse schon eher normal. Zudem sollte man bei dem Thema nicht vergessen, dass die Anzahl der Vollladezyklen entscheidender für die Haltbarkeit von Akkus ist. Ganz zu schweigen von Personen, die ihr Auto für V2G nutzen (wollen). Meines Erachtens sollte man zwar durchaus optional (!) so große Akkukapazitäten anbieten, allerdings das Thema Gewicht im Hinterkopf behalten. Ergo hoffe ich, dass für viele Hersteller solch große Akkupacks erst mit All-Solid-State Akkus Thema werden und sich somit die Gewichtssteigerung im Rahmen hält. Bis dahin hoffe ich, dass bspw. der iX5 zusätzlich ein Akkupack mit 90-100 kWh erhält.
Jensen meint
Diese Speichergröße macht quasi per sofort die verbrennenden Varianten dieses Fahrzeugs noch überflüssiger als ohnehin schon. Und das abarbeiten der Wasserstoffförderkulisse für die Wasserstoffvariante sollte damit auch schnell und geräuschlos erledigt werden.
M. meint
Die ist für Länder gedacht, die sich für diese Realitäten nicht interessieren und vielleicht trotzdem Wasserstoff wollen, warum auch immer.
Nach Europa wird davon außer Pressefahrzeugen nichts kommen.
Paule meint
War eben mal auf der Webseite von BMW. Der einzige „neue“ mit den Hasenzähnen (neue Klasse-Merkmal?) ist der iX3. Die anderen sind alles noch alte Modelle? So ganz verstehe ich das nicht, lese hier ständig von neuen Modellen neue Klasse. Oder haben die dann doch wieder die großen Nieren?
Wollte mal durchklicken, was ein neues Auto für die Firma im Leasing kosten würde. BMW wäre für mich die einzige alternative Marke, die uns auf den Hof kommen würde.
Beim iX3 werden mir Start 1000 EUR netto Leasingrate für 35tkm angezeigt. Ist aber noch nichts dabei. Huiuiui! Das wird man auch nicht mit Verhandeln auf das Kostenniveau der TMY runter bekommen. Zum Schluss geht es eben in der Firma immer ums Geld. BEVs haben wir zum sparen, so wird das nichts.
M. meint
Wenn du ständig von den Modellen der neuen Klasse liest, lies doch mal komplett. Vielleicht findest du dann auch das jeweilige Datum zur Markteinführung.
Und du hast völlig Recht: ein Vergleich zw. Y und iX3 funktioniert nicht, aber auf mehr Ebenen als dem Preis. Aber der Unterschied dort ist mehr als gerechtfertigt.
Mäx meint
Naja wer zu spät dran ist…du hast ja sicher mitbekommen, dass der iX3 sehr beliebt zu sein scheint…daher ist man wohl nicht auf Leasingsonderangebote angewiesen.
Ansonsten: Stimmt, wenn man 20 Modelle oder so hat, kann nicht jedes Modell zu jedem Zeitpunkt das aktuellste sein.
Wieso dir das als Mr. Knowitall nicht klar ist wundert mich.
Soll ich dir mal eben den Modellfahrplan aufzeigen oder ist das sowieso vertane Mühe?
Paule meint
Musst du nicht. Habe den BMW-Konfigurator, da sieht man, was es jetzt wirklich gibt.
M. meint
Paule hat „Modellfahrplan“ nicht verstanden.
Vielleicht kennt er „Roadmap“?
Im Konfigurator findet man das aber nicht.
Das sind die Recherche-Profis heute…
David meint
Das ist ja genau das, was der Verbraucher eigentlich in dieser Klasse erwartet: Man baut das an Kapazität ein, was nach aktuellem Stand der Energiedichte in den Fahrzeugboden passt.
Man hat nach dem 1000 km Test des iX3 von Nyland und seinem Fazit gesehen, dass es von wütenden Kommentaren der Tesla-Fans nur so wimmelte. Man merkt, wie schwer der Fakt zu verdauen war, dass dieses Auto nicht nur sehr effizient ist und schnell lädt, sondern dazu einen sehr großen Akku hat.
Und den kann man immer brauchen, auch wenn man nicht 1000 km fährt: Als Speicher fürs Haus oder zum makeln, um am Ziel gar nicht laden zu müssen, oder um sich im Alltag um den Akkustand gar nicht mehr kümmern zu müssen, um keine Wallbox zu brauchen.
MrBlueEyes meint
Ja, Tesla ist in Summe aller Eigenschaften der „Neuen Klasse“ komplett abgehängt (aktuell)…
Besser-BEV-Wisser meint
Das sieht Matt von CarWow anders, der sieht das Model Y immer noch als Preis/Leistungs-Sieger.
Aber sein Test war nicht sehr umfassend. Reichweite und Ladegeschwindigkeit ging da nicht ein. Nur Fahrdynamik und Platz.
David meint
Du hattest „vergessen“ zu erwähnen, dass der BMW schneller beschleunigte als der Tesla. Obwohl der Tesla 50 Pferdestärken mehr Leistung angeblich hat.
Mäx meint
@D
Keine Kritik an Nyland, dass er bei kaltem Wetter gefahren ist und so nur genau so schnell wie das Model S war oder ähnliches wie du dir es noch beim Mercedes zusammengedichtet hast?
@Mr.
Das interessante ist, dass der Verbrauch ähnlich hoch war wie beim i4m50, trotz dass es ein SUV ist.
Für den i3 lässt das einiges erwarten für Real-Reichweite usw.
15% weniger Verbrauch könnten drin sein.
Dementsprechend fast 600km im 120km/h Test.
1. Hochrechnung für 1.000km:
Nyland hat beim iX3 zwei Stops, 1x 20 Minuten, 1x 18 Minuten gebraucht.
Erste Etappe waren 425km > i3 wären das 485km
Zweite Etappe waren 282km > i3 wären das 320km
Übrig blieben 200km; das lädt der i3 in unter 10 Minuten.
Also ca. 8:45-50; 10-15 Minuten langsamer als der Referenzverbrenner.
Die Argumente werden immer weniger; ich weiß wirklich nicht warum man noch einen X3/3er Verbrenner kaufen sollte.
David meint
Du hast es ja selber gemerkt, dass er mit einer Durchschnittstemperatur von 2° C den Test gefahren hat, Winterbedingungen, und natürlich mit den 21“ Rädern. Das sind seine üblichen Tricks, um sich in der Tesla Gemeinde nicht ganz unbeliebt zu machen. Ich hatte auch schon insgesamt Kritik an diesen 1000 km Test geübt, weil er auf Tesla optimiert ist. Aber das spielt nicht so die Rolle, weil er diesmal in seinen Aussagen sehr klar war. Außerdem spricht das Ergebnis, das unter diesen Bedingungen erzielt wurde, für sich.
MichaelEV meint
Was ist denn „diese Klasse“, in der Verbraucher das erwarten? Verfolgen BMW und Tesla gleiche Zielsetzungen und stehen direkt in Konkurrenz?
Bzw. wenn man immer so schön sofort technische Eigenschaften in Vergleich setzt, macht man das auch beim Ergebnis (das worum es letztendlich geht -> wie viele Kunden erreichen die Hersteller mit ihren Produkten = Stückzahlen).
McGybrush meint
Also ich als Tesla Fahrer beneide die Neue Klasse und ein X5 mit 147kWh ist das was wir auch gerne hätten. Kann zu diesen guten Autos die mir viel zu teuer sind und sein werden nur Gratulieren.
Warum soll ein Tesla Fahrer wütend auf ein X5 mit 147kWh sein?
David meint
Du darfst gerne die vor Wut schäumenden Kommentare zum iX3 bei Nyland lesen, dann kannst du dir schon einmal ein gutes Bild machen. Zum Beispiel: „Gib mir einen großen Akku für meinen Tesla und ich fahre Kreise um diesen BMW!“. Das ist so ähnlich wie: Wenn ich nicht so ein Dummkopf wäre, hätte ich einen Master statt Hauptschulabschluss. Oder: Wenn ich nicht auf Krücken laufen müsste, würde ich den 100 m Weltrekord knacken.
M. meint
😳
Nach erster Hochrechnung wären das 920 bis 950 km WLTP.
(Verbrauch iX3 +10%)
Man kann auch vom iX (den man von der Größe her als elektrischen X5 sehen kann) hochrechnen und kommt auf 915 km (bei 142 kWh netto).
Dann ist es aber auch mal gut, oder?
Aber mal abwarten. Offiziell bestätigt ist das ja alles noch nicht.
Mäx meint
Naja im Prinzip ist das offiziell bestätigt über das Dokument der EPA.
Das wird zumindest für den iX5 60xDrive genau so kommen.
M. meint
Unwahrscheinlich, dass sie es tun, aber BMW kann das immer noch zurückziehen.
Mit offizieller Vorstellung meine ich die üblichen Produktvorstellungen, wie man sie kennt, und keine Leaks. ;-)
brainDotExe meint
Ich denke der iX6 könnte dann, aufgrund des besseren cW Wertes, die 1000 km WLTP erreichen.
M. meint
Etwas zu optimistisch, mit einem RWD vielleicht. Falls es den gibt, was ich nicht glaube.
CJuser meint
Bei der Systemleistung kann wohl nicht von 424 kW/577 PS und 805 Nm die Rede sein. Das ist „nur“ die maximale Leistung beider E-Motoren. Da geht auf jeden Fall noch etwas Leistung ab. Und bei der Akkukapazität bleiben vermutlich netto ca. 141 kWh übrig. Trotzdem natürlich riesig. Dabei ist interessant zu lesen, dass die Anzahl der Rundzellen (960 Stück) identisch ist zum i3/iX3 50 xDrive. Mal schauen, wie groß dann das kleinere verfügbare Akkupack sein wird. Ob nun 736 lange Rundzellen (Anzahl der Zellen identisch zum iX3 40) oder 960 kurz Rundzellen (Akkupack des iX3 50), kommt in beiden Fällen 113,3 Brutto-kWh raus.
Leider steht in dem geleakten Papier aber auch, dass die Akkukapazität des i5 weiter nur 83,9 Brutto-kWh betragen wird.
MrBlueEyes meint
Der i5 (NC0) auf Basis der Neuen Klasse startet erst 2030… deshalb ist da immer noch leider der kleine Akku drin… ähnlich und analog zum i7…
Der i7 (ND0) auf Neue Klasse Basis soll wohl 2029 kommen…
PassmalieberaufdieKollegenlesenmit meint
@MrBlueEyes.. ich lese hier sehr viel mit in den Kommentaren. Wie es scheint bist du beim Thema BMW sehr (sehr) gut informiert.. Kann es sein dass du interner bist? Ich würde an deiner Stelle nicht all zu viel Infos nach außen geben.
CJuser meint
Die Baureihencodes und Zeiträume stehen schon länger auf BimmerPost.
brainDotExe meint
Die Infos sind in diversen BMW Foren öffentlich einsehbar.
brainDotExe meint
Es wird sich für den i5 nicht gelohnt haben auf ein spezielles Akkupack, wie bei dem i7, umzurüsten.
Dafür wird die Marge zu gering sein, das war auch nicht zu erwarten.
Gunnar meint
Kurzer Dreisatz mit dem Cayenne, der ähnlich groß ist:
Cayenne: 108 kWh netto –> 653 km
ix5: circa 142 kWh netto –> 858 km
Was will man mehr?
MrBlueEyes meint
Der Cayenne ist sehr ineffizient… ich rechne beim iX5 mit mindestens 900 Km WLTP…
Schach matt :-)
Gunnar meint
900 km WLTP in so einem großen SUV wäre eine echte Ansage. Bin gespannt.
M. meint
Schon die einfache Hochrechnung vom iX kommt auf >900 km.
South meint
Man sollte nicht einfach nur blind einen eAntrieb in ein bestehendes Modell einarbeiten, sondern als Kunde mal nachdenken, was man wirklich braucht. SUV und Allradantrieb kosten Reichweite und ordentlich Geld, das war schon zu Verbrennerzeiten nachteilig, ist es aber umsomehr bei eAutos. Solche Modelle sind einfach enorm ineffizient.
Und yoa, H bringt bei Autos nix, kein Ladenetz und das bisserl aktuelle Netz uferlos teuer. Der Betrieb und die Wartung des H Netzes und der H Autos sind einfach viel zu teuer aufwendig. Und das wichtigste. Reines Greenwashing. H Autos sind trotz fehlender lokalen Abgase enorm ineffizient und verschleudern rund das drei bis vierfache an Energie, was man für andere Zwecke dringend brauchen würde (Industrie, Schiffe, Flugzeuge, Kraftwerke für Dunkelflauten…). Damit sind H Autos um die Ecke quasi enorm dreckig…
Aber das hat sich sowieso schon erledigt. eAutos mit superschnellem Laden in weniger als 15 Minuten sind kein Science Fiction mehr. Damit ist H quasi nicht nur wirtschaftlich, sondern auch technisch k.o…..
Besser-BEV-Wisser meint
Deshalb wird BMW mindestens 2 verschiedene Akkugrüßen einbauen.
Dann holst beide Zielgruppen ab:
– (Öko)-Knauserer wie Du (und ich) UND
– Vollgas-Stahlblasen-Dieter
BMW kanns halt, und hat sein Kunden Verstanden.
Mäx meint
Das muss man einfach anerkennen.
Ich hatte BMW anfangs auch kritisiert, weil sie nur Mischplattformen hatten und man augenscheinlich den Hype verschläft bzw. zu langsam ist.
Rückblickend kann man nur sagen: Alles richtig gemacht, besonnen vorgegangen, den Plan (EU Vorgaben) immer im Blick gehabt und weiter verfolgt.
Das ganze mit dem Wissen was BMW Kunden wollen (kein abgespactes Extra-Design etc.).
Der Erfolg gibt Ihnen nun Recht.
Die Verbindung aus Akkugröße, Nachladezeit und Effizienz ist erstmal Benchmark.
Die Chinesen können schneller laden, sind aber oft bei der Effizienz oder Akkugröße nicht on top.
Habe es schon mal gesagt: Bei aller Kritik an Klatten, den Dividenden, den Vererbungstricks usw. ist die Familie wohl wirklich an nachhaltigem Wirtschaften interessiert; will heißen man möchte nicht nur kurzfristig Rendite rausholen, sondern ist an langfristigen Erträgen interessiert.
Um das zu erreichen gibt es einen Fahrplan, der vermutlich auch immer mal wieder abgeglichen wird, aber nicht wie z.B. bei Mercedes alle 6 Monate über den Haufen geworfen wird, wenn man irgendwo mehr Geld wittert.
South meint
Das hat tatsächlich mit Öko oder Knauser jetzt wenig zu tun, denn mit selbst mit nem 100er Accu ist man ja nun nicht wirklich in nem kleinen Accusegment zu tun und ein Knauser ist man bei einer Premiummarke eh nicht.
Auch das BMW das anbietet, ist an sich nicht verwerflich, denn es gibt Kundengruppen, welche so einen großen Accu tatsächlich brauchen. Im Gewerblichen Bereich oder wer Anhänger oder Lasten über lange Strecken befördern muss, also daran gibt’s nix zu mäkeln.
Die Frage sollte sich also der Kunde stellen, ob’s den unbedingt so ein Windfang und/oder Allrad sein muss. Das ist teuer und führt zu geringen Reichweiten und mal ganz im Ernst, so ein superschweres Auto hat mit Freude am Fahren ja auch nix mehr zu tun. Natürlich kann man viel mit PS und guten Fahrwerken ein wenig kaschieren, aber ein superschweres Auto ist einfach auch fahrtechnisch kacke…
M. meint
Ich bin kein Kunde für einen SUV, aber der iX3 ist aktuell das einzige Auto mit 5-stelligem Preisschild, das meine „Normrunde“ ohne Zwischenladung absolvieren würde (Basis: ABRP). Die anderen heißen EQS 450+ und Lucid Air Grand Touring.
Ein iX3 mit kleinem Akku hätte einen Ladestop, vermutlich kurz, aber auf dieser Strecke heißt das trotzdem Zeitverlust, weil sich zu Pendlerzeit immer alles auf Stau zusammenzieht. Je früher man die Bottlenecks passiert,… das kann eine Stunde ausmachen. Bei <10 Minuten Laden. Und zu Hause ist der Strom billiger. Das dauert zwar, bis sich das amortisiert (falls jemals…), aber die Zeit ist manchmal auch was wert.
South meint
Das geht nicht nur fünfstellig, sondern sogar noch billiger als der iX3, nämlich mit nem A6etron performance (70T€) oder auch von BMW nem i3 (gut da kenn ich jetzt den tatsächlichen Preis nicht, aber der sollte unterhalb des iX3 sein und auf alle Fälle auch schöner) ….
M. meint
Ne, das ging (zumindest mit ABRP) nicht.
Das sind fast 500 km, mit hohem Autobahnanteil*. Schafft der A6 eher nicht. Und wenn, viel zu knapp.
Mit dem neuen i3 gar kein Thema.
*davon 100 km 130 km/h, realer Schnitt 105 km/h, ohne Stau.
CJuser meint
Auf jeden Fall sollte hier ein weiteres Akkupack verfügbar sein. Ich würde spontan 2/3 der maximalen Akkukapazität in den Raum werfen. Also 98 Brutto-kWh. Allerdings mit der identischen Akkuchemie (NRMC wird genannt). Diese Akkukapazität ließe sich zwar sicherlich auch mit LFP-Zellen unterbringen, allerdings würde sich das Fahrzeuggewicht dann kaum bis gar nicht verringern. Für Sparfüchse könnte man natürlich auch noch das Akkupack des iX3 40 mit 86,9 Brutto-kWh und ausschließlich Heckantrieb anbieten. Ein Markt dafür, könnte aber nur in China existieren.
brainDotExe meint
Da die wenigsten Kunden ein Auto nach dem kaufen was man „braucht“ sondern was man „will“, gibt es halt auch Autos für gehobene Ansprüche.
Ist doch gut Auswahl zu haben, so werden Leute wie du zufrieden gestellt aber auch Leute die mehr wollen.
McGybrush meint
Ja es gibt Leute die ziehen damit auch Anhänger voller Baumaschienen und Pferde.
Die Pferde auch gerne mal 500km zu einem Turnier.
Nicht das ich sowas gut finde. Aber den Ich „kenne“ erledigt das aktuel mit einem X5 50dM Performance
Und der wird mit 300km Reichweite inkl Anhänger kein Pferd transportieren. Dem Pferd kann ich nur wünschen das er es dann weiterhin mit einem 5.0L Diesel macht ODER einem elektrischen X5 der die komplette Strecke nicht laden muss.
Und ich kenne 3 Familien die aus der Ecke Hamburg immer mit Wohnwagen nach Österreich / Slowenien / Bayern fahren. Den hab ich noch kein einziges Elektroauto empfehlen können. Die verbrennen den Sprit weiterhin der auch da (wie beim Elektro) um ca. 70% höher ist als ohne Anhänger.
M. meint
Bei „Pferd“ würde ich mal auf 35 kWh/100 km tippen, also 175 kWh für diese Strecke, plus Reserve.
Ne, davon sind wir noch 5 Jahre weg.
Der 50d ist übrigens ein 3,0d ( mit 4 Turbos), aber das nur am Rande.
Gasbremse meint
Yo. Diese Kapazitäts- und Leistungsdaten machen die Diskussion über V oder H zur Historienveranstaltung.
brainDotExe meint
Das war absehbar, da hier die höheren Zellen (46120) zum Einsatz kommen.
Die ca. 26% mehr Höhe skalieren per Dreisatz nahezu genau auf die in den EPA Dokumente erwähnten ca. 148 kWh, wenn man von dem 118 kWh des großen Akkupacks mit 4695er Zellen ausgeht.
M. meint
Es wird sogar besser.
Die Zellen haben „unten“ und „oben“ den gleichen Raumverlust durch die Deckel und die Anschlüsse. Der Anteil Aktivmaterial ist dadurch nochmal höher.
Die in diesem Vergleich schlechteste Zelle gibt es aber woanders.
MrBlueEyes meint
Wie von mir vermutet… damit setzt der iX5 in seiner (Preis-)Klasse meines Erachtens erstmal alle Konkurrenten Schach matt…
Die Tests von Björn Nyland zum iX3 bestätigen ja, dass der iX3 in Sachen Reichweite, Effizienz und Ladeperformance in Kombination unschlagbar ist…
Den 1000 Km Range Test absolvierte der iX3 in sensationellen 8 h 55 min, und das mit 21 Zoll wohlgemerkt und bei winterlichen 2°C… damit schlug er als SUV sogar das Tesla Model S, den NIO ET 5 mit PowerSwaps und den Mercedes CLA 350 oder auch den EQS 450+
Und auch im 90er und 120er Reichweiten Test schlug er quasi alle Konkurrenten… und das als SUV wohlgemerkt…
Für den i3 sind noch bessere Ergebnisse zu erwarten und der iX5 wird ebenfalls abliefern…
Die Konkurrenz kann aktuell nur staunen…
Peter meint
Ja, die „Neue Klasse“ ist technologisch schon eine Ansage. Auch das Panoramic Vision Display finde ich persönlich spannend. Gute Entwicklung. Perspektivisch (in 3-8 Jahren) werden sich wahrscheinlich viele Modelle auch von anderen Herstellern in die Richtung der Leistungsdaten der „neuen Klasse“ entwickeln, insofern ist BMW hier vermutlich „Trendsetter“. Eine gute Entwicklung für den Ingenieursstandort Deutschland.