Autonom fahrende Shuttles und Busse können Deutschlands öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf ein neues Qualitätsniveau heben. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio, der Regionalverkehrssparte der Deutschen Bahn. Flächendeckend eingesetzt würde autonomes Fahren demnach das Angebot für die Fahrgäste verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden.
Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem DB-Software- und -Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet.
Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio: „Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug. Damit verbessern wir die Lebensqualität und die Mobilität in Städten und auf dem Land.“
„Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen“, sagt Knut Ringat, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). „Jetzt geht es darum, das in der Praxis für städtische und vor allem auch ländliche Räume zu erproben, und zwar mit Modellregionen für autonomes Fahren im ÖPNV. Der RMV ist bereit, auf diesem Weg weiterhin gemeinsam mit seinen Partnern voranzugehen und aktiv mitzugestalten.“
Autonomes Fahren sei mehr als Technik, es sei eine Chance, Mobilität effizient und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten, so Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Unser Forschungsansatz geht davon aus, dass Mobilität nicht rational, sondern tief verwurzelt in Routinen und Emotionen ist. Menschen verändern ihre Gewohnheiten nur, wenn das neue Angebot verlässlich, attraktiv und in ihr Alltagsleben passt. Das Daseinsvorsorge-Szenario zeigt: Mit einem integrierten, flächendeckenden ÖPNV-System schaffen wir nicht nur mehr Lebensqualität – wir stärken auch die deutsche Wirtschaft. Durch die Etablierung eines europäischen Marktes für autonome Mobilität entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die Zukunft der Mobilität beginnt in den Köpfen der Menschen.“
Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn die Technologie nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen autonom fahren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 Prozent zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert.
Den größten Nutzen brächte autonomes Fahren laut der Studie dann, wenn es in den ÖPNV integriert, dieser zusätzlich ausgebaut und anders strukturiert wird. Eine zentrale Rolle in diesem für 2045 berechneten Szenario spielen selbstfahrende Shuttles. Sie bringen Fahrgäste entweder direkt ans Ziel oder sind Zubringer zum Zug und zu optimierten Buslinien, die schneller und direkter unterwegs sind als heute.
Wären rund eine Million autonome Shuttles und Busse unterwegs, lägen die durchschnittlichen Wartezeiten der Fahrgäste bis zum Einstieg bei 5 Minuten in Metropolen und bei 13 Minuten im ländlichen Raum. Letzteres wäre 50 Prozent kürzer als aktuell. Die Reisezeiten entsprächen nahezu denen des Pkw und wären in Metropolen teilweise sogar kürzer.
Mit einem derartigen Angebot würden der Studie zufolge mehr Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und auf den ÖPNV umsteigen. Der Anteil an der gesamten Verkehrsleistung, die öffentliche Verkehrsmittel erbringen, würde sich auf 35 Prozent mehr als verdoppeln.
Für die Gesellschaft wäre der potenzielle Gewinn im Vergleich zur heutigen Situation enorm, erklären die Studienautoren. Die Belastung durch den Straßenverkehr würde in Städten und Metropolen um bis zu 11 Prozent sinken. Gleichzeitig könnte die öffentliche Hand ihre Zuschüsse zum ÖPNV trotz des massiv ausgebauten Angebots um 20 Prozent reduzieren. Möglich werde dies durch technologische Effizienzgewinne und stärkere Nutzerfinanzierung. Autofahrende würden 2045 beim Umstieg auf den ÖPNV durchschnittlich 170 Euro pro Monat sparen.

Die Wahrheit meint
Die Kommune greift keineswegs dem örtlichem Arbeitgeber unter die Arme. Es ist genau umgekehrt.
Aktuell (Stand Mitte Januar 2026) sitzt in den meisten Fällen noch ein Safety Driver (Sicherheitsfahrer) mit im Tesla-Shuttle im Pilotprojekt Eifelkreis Bitburg-Prüm – aber es gibt erste Ausnahmen und Übergänge zu fahrerlosem Betrieb.
Ein Kommentar von Augenzeugen: „Ein Tesla gleitet durch die Straße. Kein Fahrer am Steuer. Keine Hände am Lenkrad. Nur ein Bildschirm in der Leitstelle, wo eine technische Aufsicht den Betrieb überwacht.“
Es wird fernüberwacht, mit Notfall-Eingriff möglich – klassisch Level-4-Setup in definierten Korridoren (ländliche Strecken um Prüm, Arzfeld etc.).
Nicht überall fahrerlos: Der Übergang ist schrittweise. Viele Fahrten (besonders für Passagiere/Senioren) laufen weiterhin mit Safety Driver, um Daten zu sammeln, Akzeptanz zu fördern und regulatorische Auflagen zu erfüllen. Voll fahrerlos ist es in kontrollierten, genehmigten Routen möglich – oft mit Fernüberwachung statt physischem Fahrer.
Das Projekt dient genau diesem Zweck: Von Supervised zu Unsupervised übergehen, Daten sammeln und Behörden (KBA, EU) überzeugen. Es ist ein Meilenstein, weil es das erste offiziell unterstützte FSD-Shuttle in Europa ist – und zeigt, dass Deutschland (trotz strenger Regeln) Fortschritte macht.
Falls du vor Ort bist oder eine Fahrt planst: Frag am besten direkt bei der Verbandsgemeinde Prüm/Arzfeld oder über die Kreisverwaltung nach – die geben den genauen Status pro Route/Fahrzeug. Auf X gibt’s auch aktuelle Videos von Nutzern/Beteiligten (z. B. @alex_avoigt oder lokale Accounts), die den leeren Fahrersitz zeigen.
Dann fahr hin und überzeuge dich selbst vor Ort. Immer diese sinnlose, mit Vermutungen gedrillte Geschwurbel.
Die älteren und/oder inmobilien Personengruppen lieben diesen Taxi Service, der obendrein noch kostenlos ist.
Die Wahrheit meint
Und nein, der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) – also ARD (inkl. tagesschau, Tagesthemen), ZDF, WDR oder SWR – hat bisher nicht über das Tesla-FSD-Shuttle-Pilotprojekt im Eifelkreis Bitburg-Prüm berichtet (Stand 15. Januar 2026).
Positive Nachrichten zu Tesla werden (noch) ignoriert.
Am 26. Februar 2026 gibt due niederländische RDW ihre Entscheidung zur Freigabe des Antrags von TESLA für FSD supervised bekannt.
Da wird die Presse sich nicht abducken können. Auch Mitbewerber werden dann ihre Karten auf den Tisch legen müssen.
Mercedes hat jedenfalls ihr hochbejubeltes, stark kastriertes Level 3 gerade eingestellt. Warum? Inoffiziell befürchten sie einen direkten Vergleich beider Systeme. Offiziell war der Kostenaufwand zu groß.
Jetzt streben sie ein System von NVIDIA an, welches aber nur did Plattform liefert. Die eigentliche Arbeit muss Mercedes leisten. Sie unterschätzen den Aufwand, aber alle deutschen Hersteller können nichts selbst entwickeln. Hauptgrund ist die fehlende Hardware für das KI-Training und der Software.
Future meint
Vielen Dank für den Link. Ich habe mich schon gewundert, dass in Deutschland einfach so ohne öffentliche Diskussion die Straßenverkehr-Fernlenk-Verordnung eingeführt wurde. Und jetzt erfahren wir, warum das passiert ist.
Das Projekt in der Eifel zeigt eindrucksvoll, wie wichtig diese autonomen Services sind, um kostengünstige Teilhabe in ländlichen Regionen anzubieten. Ich verstehe nicht, warum das Thema nicht in den großen Medien in Deutschland aufgegriffen wird. Vielleicht will man einfach nichts positives hören in Deutschland über die Zukunft der Mobilität.
Jörg2 meint
Wahrheit
Danke für Deinen Bericht!
MrBlueEyes meint
Hat sich eigentlich mal jemand den Spaß erlaubt und die Kosten für 1 Km Waymo RoboTaxi recherchiert? 😉
Ganz grob liegen wir da im Schnitt bei 10 Euro pro Kilometer… ZEHN € pro EINEM Kilometer… das mal wirken lassen…
Würde bei mir gerechnet mit kürzestem Arbeitsweg 25 Km einfache Strecke und 20 Tage im Monat = 1000 Km = 10.000€ (zehnTAUSEND) Euro Taxikosten pro Monat bedeuten 😅
Zum Vergleich, wenn es günstiger als ÖPNV sein müsste, lägen wir bei kleiner 9 CENT pro Kilometer, was der Zielpreis sein müsste, um den ÖPNV zu schlagen…
Also „günstig“ wird beim RoboTaxi voraussichtlich gar nichts… und für den täglichen Gebrauch sicher auch zu teuer gegenüber anderen Alternativen… 🤷🏼♂️
Nur dass das jeder realistisch einschätzen kann…
Stefan meint
Ich glaube auch, dass autonome Taxis mit „Haustürservice“ nicht im Standardpreis der Monatskarte oder im Deutschland-Ticket enthalten sein werden. Das ist ein Zusatzdienst mit Aufpreis. Im Deutschland-Ticket ist höchstens die Abholung/der Ausstieg an der nächsten normalen Bushaltestelle drin.
Stefan meint
Die Technik und die Autos von Waymo sind sowieso deutlich teurer als von anderen Anbietern. Es wird eher Richtung 1 EUR pro Kilometer oder darunter gehen, wenn es eine große Verbreitung erreichen soll.
M. meint
Selbst mit 1€ / km wird das nichts mit der großen Verbreitung.
Das tritt in Konkurrenz zum klassischen Taxi, und wird das Stück für Stück (technische Reife, Akzeptanz) ablösen, aber viel mehr wird bei solchen Preisen nicht passieren.
Paule meint
Wo bekommt man Taxi für 1 EUR/km? Bei kurzen Strecken liegen Bus und Bahn schon deutlich darüber.
Future meint
Der teuerste Faktor am Taxi ist doch der Fahrer. Wenn der wegfällt, wird es auch preislich interessant. Im ländlichen Raum kommt hinzu, dass es auch einfach zu wenig Personal gibt, steht im Bericht der Lokalzeitung.
Ein autonomes Shuttle, das rund um die Uhr einsatzbereit ist ohne nervigen Fahrer, wird deshalb die Zukunft sein. Wir sind da auf einem guten Weg. Die alternde Gesellschaft braucht die autonomen Dienste für die Teilhabe. Nicht jeder kann sich ein teures Taxi mit Fahrer leisten und die Landkreise können einen regulären ÖPNV auch nicht finanzieren.
Future meint
kostenlose Bürgertaxi im Ländlichen Raum gibt es hier schon seit Jahren. Die Fahrer arbeiten ehrenamtlich, also keine Lohnkosten. ÖPNV per Bus ist in vielen Städten an den WE inzwischen aúch kostenlos.
Autonome Dienste sind überflüssig weil zu teuer.
Future meint
In dem Artikel des Lokalblatts in der Eiffel werden die hohen Kosten als Grund genannt, um Autonomie einzuführen. Ich finde das logisch und konsequent.
Ehrenamtliche Fahrer machen doch keinen Sinn bei einer alternden Gesellschaft. Es braucht professionelle Lösungen. Ein autonomer Shuttle, der zu jeder Tageszeit einsatzbereit ist, scheint mir da die bessere und kostengünstigere Lösung zu sein.
Es ist eigenartig, dass über das Projekt in der Eiffel nicht überregional berichtet wird. Vielleicht hat wieder die Taxibranche etwas dagegen – die hat Moia in Hamburg ja auch jahrlang ausgebremst.
R2D2 meint
Besonders lustig finde ich wie sich manchen den Verkehr in über 20 Jahren vorstellen.
Bei „detaillierte Information zu 20240“ habe ich den Artikel geistig verlassen.
Stefan meint
Die Anteile des Individualverkehrs und der kleineren Busse werden sich verschieben.
Große Busse, Straßenbahnen und S-Bahnen wird es weiterhin geben (müssen).
Es ist eine langsame Anpassung und keine schnelle Abschaffung irgendeines Verkehrsträgers.
Die großen Busse können sich auf die Strecken und Zeiten konzentrieren, wo Sie effizient sind.
Das spart Verbrauchs- und Fahrerkosten.
MrBlueEyes meint
Wenn die großen Busse weniger fahren als vorher, aber sich trotzdem rechnen müssen durch zahlende Fahrgäste, dann wird es ökonomisch spannend…
Klar kann man sagen, in den wenig frequentierten Nebenzeiten zusätzlich kleinere Einheiten (autonom) einzusetzen, aber dadurch zahlen sich die großen Busse auch nicht mehr aus…
Was ökonomisch Sinn macht, wäre, zusätzliche(!) Fahrgäste durch optimierte (autonome) Dienste zu generieren… aber mir stellt sich die Frage, ob das in dem benötigten Ausmaß auch geschieht… weil nur weil es vielleicht für die bisherigen Fahrgäste durch Autonomie und bessere Anbindung bequemer wird, heißt das noch lange nicht, dass mehr Fahrten bzw. Fahrgäste generiert werden… das ist die Gretchenfrage meines Erachtens…
Stefan meint
Die Zahl der Fahrgäste kann durchaus steigen, wenn die autonomen Fahrzeuge ein Zubringer zum nächsten Bahnhof oder Sammel-Haltestelle sind. Viele Zweit- und Drittwagen können entfallen, die nur zum Transport zwischen Arbeit/Ausbildung und Wohnung benötigt werden.
MrBlueEyes meint
In deinem Szenario steigt die Zahl der Fahrgäste auch nicht unbedingt… die Bisherigen erreichen nur bequemer die nächste Haltestelle…
Um wirklich NEUE Fahrgäste zu generieren, muss der Transport günstiger werden, und nicht nur bequemer für die, die eh schon den ÖPNV benutzen mit all seinen Nachteilen…
Und ob zusätzliche(!) autonome Shuttles/Taxis für „die letzte Meile“ die Gesamtkosten signifikant senken, ist die große Gretchenfrage wie gesagt…
MichaelEV meint
Wenn Fahrgäste mit einem autonomen Fahrservice statt dem eigenen Auto zum P+R fahren, sollen das für diesen Fahrservice keine zusätzlichen Fahrgäste sein? Was denn sonst, sind das Geister?
Das mit dem „günstiger“ (was ja eh keine Schwierigkeit ist) ist natürlich Unsinn. Man kann sich für 63 € ein Deutschlandticket holen und damit beliebig durch die Gegend gurken. Der Preis ist an der Stelle beim besten Willen nicht das Thema, sondern dass das Angebot sehr unvollständig, mit hohen Zeitverlusten und teilweise anderen Einschränkungen und Komforteinbußen verbunden ist. Für viele ist ja schon alleine Hindernis ein paar Meter mehr zu Fuß gehen zu müssen.
Wenn man all das verbessert, spielt eher der Preis in vielen Fällen eine untergeordnete Rolle.
MrBlueEyes meint
@MichaelEV:
Nein, das sind eben KEINE neue Fahrgäste, es sind erstmal nur mehr gefahrene Strecken der bisherigen Fahrgäste…
Und du meinst wirklich, dass, wenn dieses Angebot mit zig autonomen Shuttles ZUSÄTZLICH im ÖPNV angeboten würde, das einfach so im Preis des Deutschlandticket inkludiert wäre? …naja, man darf ja noch träumen… 😁
MrBlueEyes meint
@MichaelEV:
„Wenn man all das verbessert, spielt eher der Preis in vielen Fällen eine untergeordnete Rolle.“
Wenn dem so wäre, würde keiner ÖPNV benutzen und alle ein Auto haben… hey sorry, aber ein bisschen Realismus wäre schon schön in der Debatte…
MichaelEV meint
Nicht verstanden, was ich geschrieben hab? Wenn es um den Preis gehen würde, würden alle den ÖPNV nutzen (Deutschlandticket 63€)!
Da zeigt sich halt, dass du von ÖPNV keine Ahnung hast. Vieles geht einfach gar nicht oder ist hochgradig unpraktikabel.
Wenn jemand zum P+R muss, der ÖPNV eine solche Verbindung gar nicht bedient, fährt man konkret wie mit dem ÖPNV? Wenn der Bus 1x pro Stunde fährt und der Anschluss nicht passt, man eine halbe Stunde morgens im dunklen in der Kälte warten muss, machen das wie viele mit?
Dann reichen sogar nur ein paar Fälle, für die man ein eigenes Auto braucht; man hat das Auto sowieso herumstehen und zahlt es, dann wird es auch viel mehr genutzt.
Die Wahrheit meint
Im ländlichen Raum zeigt TESLA mit seinen fahrerlosen Taxifahrten (autonome Testfahrten in der Eifel), dass das Thema dort sehr gut und gerne angenommen wird.
Erst testen, dann argumentieren.
https://kommunal.de/warum-der-eifelkreis-gerade-die-deutsche-verkehrswende-neu-erfindet
MrBlueEyes meint
Nix „autonom“… unter Aufsicht 😉 …also wie gehabt Taxi…
M. meint
Naja, da greift die Kommune einem örtlichen Arbeitgeber mit etwas PR unter die Arme.
Dieser Kreis erfindet dabei gar nichts neu, solange jemand in der „Leitzentrale“ rumsitzen muss und zuschauen muss, um schnell genug eingreifen zu können.
Dem Chefredakteur der „Kommunal“ verzeihe ich es dabei noch, dass er den Unterschied zw. „autonom“ und „automatisiert“ nicht kennt – das wird ihm dieser örtliche Arbeitgeber und Steuerzahler auch genauso falsch eingetrichtert haben, damit er es falsch weitergeben kann – inkl. Posting auf der weltgrößten Falschnachrichtenplattform.
Ich finde, das ergibt ein stimmiges Gesamtbild!
MichaelEV meint
Schon klar, jede Nachricht dieser Form tut weh.
Ich glaube eher, mit deinem Verständnis von autonom und automatisiert lässt sich nichts anfangen…
M. meint
Du kannst damit auch nichts anfangen, das ist mir natürlich klar.
Aber es gibt eine klare Abgrenzung, und nichts von dem ganzen Level2 Kram ist autonom, die Anzahl der „+“ dahinter ist völlig egal.
Level 1: assistiertes Fahren
Level 2: teilautomatisiertes Fahren
Level 3: automatisiertes Fahren
Level 4: vollautomatisiertes Fahren
Level 5: autonomes Fahren <—
Du wirst diese Nachricht erstmal verdauen müssen – die exakte Definition erspare ich dir daher lieber – will dich ja nicht komplett überfordern.
MichaelEV meint
Und der menschliche Fahrer ist bei der Fahrausbildung oder beim begleiteten Fahren deinem Weltbild nach auch „automatisiert“?
Natürlich handelt der Mensch autonom, macht aber noch Fehler, die korrigiert werden und aus denen gelernt wird.
Beim Mensch geht der Lernprozess noch weiter obwohl schon lange der Führerschein in der Tasche ist. Beim autonomen Fahren gibt es den generischen Führerschein erst, wenn das System fehlerfrei funktioniert. Trotzdem kann so ein System schon viel früher eigenständig handeln und entscheiden.
MrBlueEyes meint
Das Konzept „Mehrere kleinere Shuttles (z.B. 10 Plätze) versus größere Busse“ geht meines Erachtens in vielen Fällen einfach nicht auf.
Begründung:
Früh und abends zur Rushhour muss immer eine definierte Menge an Menschen in einem definierten Zeitraum von A nach B transportiert werden. Oft einfach alle dieselbe Route, wenn z.B. aus dem Speckgürtel nach Stuttgart Mitte, nur als Beispiel.
Für diese bekannte und definierte Menge an Personen muss die Transportkapazität z.B. an Bussen vorhanden sein.
Wenn ich jetzt hergehe, und einen dieser Busse mit 80 Personen durch Shuttles ersetzen möchte, brauche ich schon mal 8 davon aus meinem Beispiel. Und da lässt sich auch nichts „optimieren“, wenn die Busse gerappelt voll sind. Die Leute müssen einfach transportiert werden.
Und da stellt sich dann die Frage der Wirtschaftlichkeit 8 Shuttles vs 1 Bus?! 🤷🏼♂️
Den Bus wiederum autonom zu machen, würde natürlich sparen…
MichaelEV meint
Aktuell stehen die Personalkosten kleineren Einheiten pauschal entgegen.
Wenn das Thema weg ist, kann doch einfach marktwirtschaftlich entschieden werden, was an welcher Stelle sinnvoll ist. Zum Teil bleibt es bei Bussen bisheriger Größe (nur autonom trotzdem günstiger) und zum Teil werden kleiner Einheiten genutzt (z.B. kann es offensichtlich nicht wirtschaftlich sein, stellenweise ein paar Fahrgäste mit einem großen Bus zu kutschieren).
MrBlueEyes meint
Erneut, du musst nunmal für bestimmte Zeiten für eine definierte Masse an Personen Busse/Züge vorhalten… und wenn du 1 Bus durch mehrere kleine Shuttles ersetzt, wird das unweigerlich teurer.
Und wenn du zu bestimmten Zeiten eventuell zusätzlich kleinere Shuttles fahren lässt, sind die großen Busse ja trotzdem da und müssen gekauft und unterhalten werden, selbst wenn sie dann eventuell weniger fahren. Aber dann werden die großen Busse ja noch unwirtschaftlicher, je weniger sie fahren.
Das ist ökonomisch schon eine spannende Frage…
Und die Frage „autonomes Shuttle vs. Bus mit Fahrer“ stellt sich eigentlich nicht, weil wenn man das Shuttle autonom fahren lassen kann, dann auch den Bus.
MichaelEV meint
Das ist keine Frage, aus der man schon vorher Probleme skizieren muss.
Es wird einfach bedarfsgerecht die passende Lösung gefunden. Kleinere Einheiten können viel genauer an den Bedarf angepasst werden, können viel bedarfsorientierter Routen bedienen (kürzere Strecken, weniger Zeitbedarf). Schienengebundene Fahrzeuge sind isoliert vom Straßenverkehr bei Direktverbindungen häufig sehr viel schneller und stehen gar nicht in Konkurrenz.
MrBlueEyes meint
Man muss es aber logischerweise vorher durchrechnen und abschätzen… deshalb stelle ich schon die richtigen Fragen, meines Erachtens… einfach mal so ins Blaue hinein entstehen keine Angebote… das muss sich schon rechnen… ich skizziere keine Probleme, sondern stelle einfach die Frage nach der Wirtschaftlichkeit… das werden aber weder du, noch ich, noch sonstwer hier abschätzen können…
MichaelEV meint
„noch sonstwer hier abschätzen können…“
Ja! Und über was redest du hier? Hier geht es um eine Studie welcher, die das potentiell abschätzen können. Die zeigen die Perspektive und du widersprichst, ohne Daten/Fakten und sogar ohne ÖPNV-Erfahrung.
Andi EE meint
„Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn die Technologie nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen autonom fahren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 Prozent zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert.“
Dieser Artikel steht symptomatisch für Journalismus in Europa. Wen würde man jetzt zum autonomen Fahren am wahrscheinlichsten fragen, wenn man eine kompetente Antwort erhalten möchte … richtig, die Deutsche Bahn. 😄 Notabene Player der wahrscheinlich stark von der Technologie disruptiert wird.
Es ist doch klar, dass das Robotaxi vor allem in der kleinsten Form, Tür zu Tür das attraktivste Angebot schaffen wird. Das ist viel attraktiver als das was der ÖPNV und bietet und exakt das was nicht attraktiv ist, versuchen DB Regio hier wieder zu promoten. Mehr Desinformation geht nicht.
Tesla hat dazu eine Tabelle veröffentlicht, das nur ca. 10% aller Fahrten mit einem Shuttle / Bus mehr Sinn ergeben würden. Sie wollen das aber auch abdecken, was aber Priorität hat, sind selbstverständlich die 90%.
Das Problem vom ÖPNV und deren Argumentation ist halt immer, dass sie die Transportleistung, weder am Anfang noch Schluss nicht wirklich abschließen. Die Leute müssen laufen oder zusätzlichen ÖPNV in Anspruch nehmen, das ist einfach nicht gut, dieser Service ist nicht gut.
Und die letzten die sich über zusätzlichen Verkehr durch Robotaxis aufregen dürfen, sind die Autofahrer selber. Verlogener geht’s wirklich nimmer, das was man alles für PP und Infrastruktur für diese Kaste investieren muss, steht in keinem Verhältnis.
Future meint
Es ist eine Pressemeldung der Deutschen Bahn zu einer Studie, die man selbst beauftragt hat. Es ist also nichts weiter als PR. Natürlich ist das kein Journalismus, Andi. Hier auf dem Portal findet auch kein Journalismus statt. Es ist ein Portal, das aktuelle Meldungen zur Elektromobilität aus fremden Quellen abbildet – das sind meistens PR-Meldungen von Lobbyverbänden oder der Industrie. Selbst produzierte Artikel gbt es hier nicht – nebenan auf Electrive kann man sowas beispielsweise finden.
Andi EE meint
Es gibt tausende objektive Artikel und Videos zu FSD (außerhalb von DE), wieso muss man so einen Mist veröffentlichen, mein lieber @Future. Die Leute werden gerade in Deutschland katastrophal schlecht informiert. Durchs Band Müll und Lügen mit ganz wenigen Ausnahmen, es ist unfassbar was für Quatsch verbreitet wird. Das kann aus Patriotismus, Ahnungslosigkeit oder systematisch gesteuert geschehen. Letzteres von den Fachmagazinen, was besonders bitter ist. So was hab ich noch nie erlebt, dass so systematisch desinformiert wird.
War das mal bei der Zigarettenkampagne, wo die Industrie systematisch mit Lügenartikeln breit gestreut, die Meinung manipuliert hat? Mit Ärzten, Experten, Studien hat versucht die Schädlichkeit klein zu belegen … vor nix hat man halt gemacht. Und so ist das hier, diese Militanz und Breite mit der das gemacht wird, diese komplette Ignoranz gegenüber aktuellen Technik, diese schwachsinnigen Studien, kollektive geistige Umnachtung je mehr Expertise auf der Packung steht, unfassbar. Wie sich quasi die ganze Presse dagegen stemmt.
M. meint
Viele dieser objektiven Berichte finden an den System Fehler, von denen du niemals redest.
Da ist nicht von der Perfektion die Rede, die du hier immer unterstellst, allenfalls von einer gewissen Brauchbarkeit unter bestimmten Randbedingungen.
Future meint
Ja, so funktioniert das mit der Öffentlichkeitsarbeit in der deutschen Lobbykratie. Deshalb ist Deutschland auch Hochkonsumland – nicht nur bei den fossilen Treibstoffen, sondern auch bei Tabak, Zucker und Alkohol. Das System hat sich eingespielt.
Wenn jemand versucht, das System zu sprengen, so wie es die DUH bei der Autoindustrie sehr konsequent macht, dann ist es sogar so weit gekommen, dass die Menschen nicht die Autoindustrie kritisieren, sondern die DUH.
Als Schweizer mit dem Blick von Außen auf diese Zustände in Deutschland, kann man sich das alles vermutlich überhaupt nicht vorstellen. Aber es ist wirklich so. Deshalb gibt es auch seit Jahrzehnten keine Rentenreform, was andere Länder wie Schweden oder Österreich längst hinbekommen haben.
Future meint
Auch die Schweiz ist bei Alkohol, Tabak und Zucker ein Hochkonsumland. Man kann sich als Schweizer die Zustände hier also sehr genau vorstellen.
Tim Leiser meint
Man darf natürlich nicht die Bahn zu Robotaxis befragen. Aber genauso schräg ist es, Tesla nach dem Wert von Bussen zu fragen. Das ist für die der weitaus kleinere Markt.
Der große Vorteil von autonom fahrenden Autos ist der Wegfall von Parkfläche. Egal in welche Straße ich zu welcher Tageszeit schaue: Stehende Autos, die enorm Platz benötigen. Man könnte in jede Straße eine Alle Pflanzen und eine schmale Spur für Rettungsfahrzeuge und autonome Shuttles. Radwege.
ABER es würde definitiv zu mehr Verkehr führen. Ich würde wahrscheinlich mit dem Robotaxi in die Stadt was einkaufen, was ich bisher mit dem Fahrrad oder Bus mache, weil ich da keine Lust auf Parkplatzsuche habe. Ebenso in die nächste Große Stadt. Zum Trinken zu meinen Kumpels. Konzerte. Und das würden die allermeisten Menschen so handhaben. Es wäre billiger und bequemer.
Die Fahrzeuge müssten Markenübergreifend kommunizieren, damit der Verkehrsfluss optimal geregelt werden kann. Dann wäre es wie ein super langer Zug. Deren Wären sich individuell abkoppeln.
MichaelEV meint
„was ich bisher mit dem Fahrrad oder Bus mache“
Redest du von einer Großstadt? Ich glaube mal eher, es werden viel mehr das Fahrrad in einer Großstadt nutzen, wenn es keine gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe, weniger Verkehr und keine latente Gefahr durch andere Verkehrsteilnehmer geben würde.
Tim Leiser meint
Es ist eine mittelgroße Stadt. Aber mal angenommen, ich fordere über eine App ein Taxi an, das vor meine Tür fährt und mich an dem gewünschten Punkt in der Stadt wieder rauslässt und zahle dafür nur einen Euro, würde ich das mit Sicherheit viel öfter nutzen als mein eigenes Auto. Und auch weniger mit dem Fahrrad oder Bus fahren. Und weil das sehr viele machen würden, wäre das Verkehrsaufkommen eben nicht geringer. Die Parkfläche wäre weniger. Die Autos würden auch geordneter fahren. Ich stelle mir vor, das ist permanent Verkehr geben würde. Und solange es noch einen großen Anteil von menschlichen Verkehrsteilnehmer gibt, würde ich auch meine Kinder lieber in ein Robot Taxi stecken und in die Schule schicken, als sie mit dem Fahrrad fahren zu lassen. Erst kürzlich ist wieder ein Radfahrer bei uns an einer Kreuzung ums Leben gekommen. Es wäre also auch sicherer. Also noch mal der Verkehr. Ein gut funktionierender Dienst mit autonom fahrenden Taxis wäre deutlich günstiger als ÖPNV, wie er heute ist. Wie Andi angemerkt hat, könnte es noch günstiger werden, wenn sich mehrere Leute ein Taxi teilen.
Ich glaube, es würde viel weniger private Autos geben, aber definitiv nicht weniger Verkehr. Noch extremer würde es werden, wenn ein privates Auto diese Fahrten übernehmen könnte und so Geld für mich generieren würde. Das würde den Preis Kampf noch verstärken.
Oder ganz konkret gefragt: wenn du für einen Euro Punkt zu Punkt Mobilität bekommen könntest, wie oft würdest du das Fahrrad in der Garage lassen? Du müsstest dann nicht extra einen Fahrradstellplatz finden, wo du dann dein Fahrrad anschließen musst um zum nächsten Geschäft oder Event zu laufen. Ein Auto würde dich vor deiner Türe abholen und am Eingang der Ziel-Location abladen, um die nächsten mitzunehmen.
MichaelEV meint
Ich nehme an, dass meine These damit bestätigt ist. Viele nutzen kein Fahrrad, weil es zu gefährlich/gesundheitsschädlich (Luftschadstoffe) ist.
Abbiegeunfälle passieren in schöner Regelmäßigkeit, ggf. macht ein Autofahrer unbedacht die Tür auf und reist alleine damit einen Radfahrer aus dem Leben (aufgrund der Parknot werden in der Stadt viele Parkflächen „improvisiert“).
Viel mehr als jetzt würden aber ein Fahrrad nutzen, weil es eigentlich gesundheitsfördernd wäre.
Zu dem „mehr Verkehr“: Der Status Quo ist, dass viele im eigenen Auto alleine unterwegs sind (speziell Arbeitswege). Der Ausgangspunkt ist so schlecht, dass sich erstmal sehr viel Verkehr vermeiden lässt.
Wie viel dann wieder dadurch aufgefüllt wird, dass das Mobilitätsangebot besser und barrierefreier wird, bleibt abzuwarten. Manche hier skizieren Preise, mit denen sich autonome Fahrservices nicht lohnen würden und du Preise, mit denen alle sinnlos durch die Gegen fahren würden. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.
Konkret geantwortet: Ich habe funktionierende Füße und kann viele alltägliche Dinge schneller und unkomplizierter zu Fuß erreichen als mit Auto, Fahrrad oder Robotaxi.
Ansonsten eine seltsame Frage. Für 1€ wird es keine Punkt zu Punkt-Verbindung beliebiger Entfernung geben, für 1€ gibt es beim ÖPNV noch nicht mal annähernd Kurzstrecke.
Future meint
Auf der ganzen Welt gibt es Sammeltaxis. Wenn diese autonom unterwegs sind und die Menschen über einen Algorithmus zusammenstellen, ist das effizient und günstig.
Es macht doch auch keinen Sinn, den ganzen Tag über halbleere Busse nach Fahrplan durch die Gegend fahren zu lassen.
Mobilität wird sich stark verändern.
Andi EE meint
Deine Gedanken zu den PPs und Platzverlust Teile ich 1:1. 👍
Ich glaube, dass der Platz nicht so das Problem sein wird. Weil wir uns noch nicht vorstellen können, wie effektiv diese Cybercabs (oder ähnlich) sein werden. Man kann sich auch die Fahrgemeinschaft mit einem reduzierten Preis vorstellen, wenn man einen zweiten Passagier akzeptiert / unterwegs abholt (Wegpunkt). Im Schnitt fahren 1.2 Personen in einem privaten Pkw. Das ist extrem wenig und kann von einem Robotaxi leicht geschlagen werden. 4-5 Plätze kann z.B. Tesla problemlos mit einem Model Y in einer grösseren Stadt abdecken, wenn genügend Nachfrage da ist.
Familien können sich zusammenschließen und die Kinder sammeln und zur Schule fahren. Das ist alles kein Problem und ist viel effizienter, als wenn man es mit dem privaten Pkw machen würde.
Wenn man sich den Verkehr in Indien oder andere asiatischen Großstädten (unfassbares Gewusel) anschaut, glaub ich aber auch noch an ein Ei mit einem oder einen Zweiplätzer in der Tandemanordnung. Da fahren zum Teil so viele Fahrzeuge parallel auf einer Spur, das Aufkommen kann man nicht annähernd auch mit dem deutlich kleineren Cybercab (im Vergleich zum Pkw) erreichen. Aber wieso sollte nicht eine weitere Miniaturisierung für solche Dichten möglich sein, ich sehe da kein Problem.
Die Leute im Westen wollen einfach nicht auf Komfort verzichten, deshalb musste der Zweisitzer für unsere Bevölkerung grösser ausgelegt werden. Ein Ei oder so was Ähnliches was für die Stadt optimal gewesen wäre, hätte ein enormes Risiko bezüglich Akzeptanz und Sicherheitsgefühl bedeutet und wäre zum Einkaufen nicht optimal gewesen.
M. meint
Ich wüsste jetzt auch nicht, warum man bei Robotaxi ausgerechnet an Tesla denken sollte.
Außer, man meint den schicken Schriftzug auf der Seite. Dann ja.
MrBlueEyes meint
„Autonome Fahrzeuge“ können im ÖPNV vor allem die Straßen massiv mehr belasten und zu noch mehr Verkehrsaufkommen führen…
Wo früher 80 Leute in einen Bus passten, wollen diese 80 Leute auf Grund der potenziell irgendwann mal existierenden Möglichkeit der autonomen Individualmobilität alle einzeln gefahren werden… das wird lustig… zu weniger Verkehr führt das jedenfalls nicht… eher mehr…
Für´s Land wären solche Lösungen (gerade für Ältere) sicherlich ein Träumchen, weil dort faktisch kaum ÖPNV existiert… in Städten wird dieses Geschäftsmodell eher zur Belastung für das Verkehrsaufkommen…
MrBlueEyes meint
Allein in Stuttgart werden täglich(!) ca. 1 Million Menschen mit Bus und Bahn transportiert.
Im gesamten VVS-Gebiert sind es ca. 2,4 Millionen täglich.
Wenn die nun alle mit RoboTaxis allein im Auto transportiert werden wollen, wird es ziemlich lustig.
Zumal täglich auch „nur“ 1 Million Autos (Stand 2018) im Vgl. zum ÖPNV die Gemarkungsgrenzen von Stuttgart überschreiten.
Andi EE meint
In der Grossstadt ist bis zu 30% des Verkehrs der Parkplatzsuche geschuldet. Hier ist jede Menge Verbesserungspotenzial, wenn man vom privaten PKW aufs Robotaxi umsteigt. Aber ich denke auch, dass es mehr Verkehr geben wird. Mehr guten, umweltverträglichen, klimafreundlichen, sicheren und zielführenden Verkehr mit dem Robotaxi.
Was gut wäre, wenn der private Pkw-Verkehr zurückgehen würde, das braucht sehr viel Infrastruktur. Und ja, es wird sicher auch von der Bahn viele Umsteiger geben, weil der Service einfach viel besser wird. Hochfrequentierte Bereiche wird man in zweiter Linie mit autonomen kleinen Bussen bedienen, ob da individuell eingesammelt und abgesetzt wird, wird sich zeigen. Je grösser die Anzahl potenzieller Fahrgäste, desto kleiner wären die Umwege, wenn man z.B. mit 6-10 Plätzen belegen würde.
MichaelEV meint
Sollte hier hin…
Ein Punkt. Und dann geht es mit der Frage weiter, warum die Großstädte so zugeparkt sind? Weil sich trotzdem sehr viele Fälle gar nicht oder nicht sinnvoll mit dem ÖPNV lösen lassen!
Beispiele der Praxis: Innerhalb der Großstadt 15 Minuten mit dem Auto, mehr als eine Stunde mit dem ÖPNV.
Oder Fahrt in eine andere Stadt 1h mit dem Auto und 2h mit dem ÖPNV.
Viele würden da nicht mal einen Gedanken an den ÖPNV verschwenden und steigen ins Auto.
Und dabei entstehen halt deutliche Umwege oder zu manchen Zeiten kaum ausgelastete Busse/Züge. Natürlich finden sich also auch massig Fälle, wo es überaus sinnvoll ist den ÖPNV durch autonome Fahrdienste zu ersetzen.
Und auf der anderen Seite sind z.B. direkte Schienenverbindungen, die unabhängig von angespannten Verkehrssituationen operieren, teilweise sehr viel schneller und unkomplizierter und kein ÖPNV-User verschwendet einen Gedanken daran eine autonome Fahrdienstleistung in Anspruch zu nehmen.
Andi EE meint
@MichaelEV
Stimmt, schlussendlich ist es auch die Frage, wie viele Male man mit dem ÖPNV umsteigen muss, um das Ziel zu erreichen. Ich denke das beeinflusst maßgeblich, ob man den ÖPNV positiv oder negativ beurteilt.
Ich denke mindestens 50% würden aufs Robotaxi umsteigen, wenn es ein günstiges Angebot geben würde. Man muss bedenken, dass viele Leute zu diesem Angebot zwangsläufig greifen müssen, weil die Alternativen zu teuer sind. Und noch wichtiger, Verfechter des ÖPNV sprechen zurecht die Staus im privaten Verkehr an, igornieren aber die Wartezeit bei jedem Ein- oder Umstieg beim eigenen Verkehrsmittel. Ich muss immer einen zeitlich Puffer haben, damit ich die nächste Verbindung kriege. Wenn man da 4-6x Wartezeiten bei zu- oder einsteigt, gehen so gut wie immer 20-30 Minuten verloren.
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass das Robotaxi Türe zu Türe Transport bietet.
Andi EE meint
4-6x umsteigen ist mit Hin und Rückfahrt gemeint.
4x wären … 1x Bahn, 1x Bus/Team/U-Bahn … und zurück
6x wären … 1x Bus, 1x Bahn (längere Strecke), 1x Bus … und zurück
MichaelEV meint
Ein Punkt. Und dann geht es mit der Frage weiter, warum die Großstädte so zugeparkt sind? Weil sich trotzdem sehr viele Fälle gar nicht oder nicht sinnvoll mit dem ÖPNV lösen lassen!
Beispiele der Praxis: Innerhalb der Großstadt 15 Minuten mit dem Auto, mehr als eine Stunde mit dem ÖPNV.
Oder Fahrt in eine andere Stadt 1h mit dem Auto und 2h mit dem ÖPNV.
Viele würden da nicht mal einen Gedanken an den ÖPNV verschwenden und steigen ins Auto.
Und dabei entstehen halt deutliche Umwege oder zu manchen Zeiten kaum ausgelastete Busse/Züge. Natürlich finden sich also auch massig Fälle, wo es überaus sinnvoll ist den ÖPNV durch autonome Fahrdienste zu ersetzen.
Und auf der anderen Seite sind z.B. direkte Schienenverbindungen, die unabhängig von angespannten Verkehrssituationen operieren, teilweise sehr viel schneller und unkomplizierter und kein ÖPNV-User verschwendet einen Gedanken daran eine autonome Fahrdienstleistung in Anspruch zu nehmen.
South meint
Also das ist Schwarz-Weiss Denke. Alle plötzlich Robo Taxis, dass du mit Auto gleichsetzt, wäre Unsinn.
Meiner Meinung sollte es in einer Großstadt oder in Ballungszentren überhaupt, keinen Individualverkehr mehr geben, was die Lebensqualität in Städten enorm steigern würde und das wäre nun möglich. Also ein erweiterter ÖPNV und nicht ein Ersatz.
Wenn an in den Straßen nur noch autonome Busse, Taxis oder Lieferkehr fahren würde, dann hätte man deutlich weniger Verkehr, der noch dazu effizienter fahren würde und die Plätze wären nicht mit parkenden „Einmalfahrer“ zugemüllt.
Es steckt auf alle Fälle enormes Potential im autonomen Fahren… die Darstellung des Artikels ist einseitig und deutlich zu negativ…
M. meint
Sehe ich ähnlich. Und nicht nur ich – die Bürgermeisterin von Paris z.B. auch.
Oder Barcelona. Amsterdam.
Nicht überall das gleiche Konzept, aber immer steht im Focus, den Individualverkehr in Form von Autos aus der Stadt zu verbannen und andere Verkehrsmittel wie ÖPNV oder Fahrräder zu bevorzugen.
Daran ändern auch Taxis nichts, egal wer die steuert.
MrBlueEyes meint
Das ist ein ganz anderes Konzept und Problem, was mit dem Thema Autonomie gar nichts zu tun hat…
Autos in Innenstädten verbieten könnte man jederzeit 🤷🏼♂️
MichaelEV meint
Verbieten kommt halt denkbar schlecht, wenn man vorher keine gleichwertige Alternativen geschaffen hat. Und da kommt wieder autonomes Fahren zum Tragen.
M. meint
…das es nicht gibt. Jedenfalls nicht in diesem Umfeld.
Klaus meint
So ganz in erster Näherung wäre das Problem ja schon gelöst, wenn sich je zwei Personen 1 Mio. Autofahrten teilten. Ich habe Berufsverkehr in Stuttgart ein einziges mal erlebt, als ich vor dreissig Jahren morgens auf dem Weg zu einem Seminar am Flughafen die falsche Abfahrt genommen hatte, und um 8:30 eine Stunde auf einer Einfallstrasse verbummeln musste. Da saß in jedem Auto eine Person, und frühstückte, las Zeitung oder hübschte sich auf.
Ich denke, wenn es Robotaxis gäbe, könnte man morgens für 20 Euro allein „zum Daimler“ fahren, oder für je 7€ zusammen mit drei weiteren Kollegen, die in der Nachbarschaft im Vorort an der Haustür abgeholt werden. Das dauert dann für den ersten Fahrgast fünf Minuten länger, aber für einen Stundenlohn von 13€*60min/5min=156,00 € tut man sich das sicher an!
Ausserhalb der Stosszeiten des Berufsverkehrs sitzen dann je ein bis zwei Personen in den typisch viersitzigen Fahrzeugen, ohne daß die nötigen Investitionskosten in Fahrzeuge und Strassenfläche erhöhen. Solches „Taxiteilen“ gab es ja schon immer, etwa bei der Ankunft am Flughafen oder Samstag abends auf dem Heimweg aus der Stadt. Oder heute bei Zugausfall, offiziell mit Segen der und bezahlt durch die Deutsche Bahn ;-)
Mit einer App und einer zentralen Stelle zur Koordination dürfte das heute problemlos klappen. Wenn man dann einzelne Spuren für solche autonomen Taxis reserviert, auf denen sie mit 2m Abstand hintereinander herfahren, kann ich auf 6m Fahrbahn vier Leute transportieren. Wenn heute vollbesetzte Busse 50m Abstand halten, transportieren Sie kaum mehr Fahrgäste pro Meter Strasse.
MichaelEV meint
So spricht wahrscheinlich nur jemand, für den ÖPNV ein Fremdwort ist!
MrBlueEyes meint
ÖPNV ist der Horror… das weiß ich nur zu gut…
Und genau deshalb wäre ja ein Tür zu Tür RoboTaxi so begehrenswert…
Ich konstatiere nur, dass dies dann meines Erachtens das Verkehrsaufkommen erhöht… nicht mehr, und nicht weniger
MichaelEV meint
Und richtig getippt. Vielleicht bis du dann nicht der richtige, um das sinnvoll bewerten zu können…
Wenn man das mit dem Verkehrsaufkommen richtig bewerten will, könnte man das eine Citymaut machen lassen. Ansonsten ist das doch nur ein fadenscheiniges Argument, der Status Quo ist so grauenhaft, da lässt sich massig optimieren.
M. meint
Kaum.
Mit autonomen Shuttles und Bussen ist sicher kein auf autonome Fahrzeuge umgestellter Individualverkehr gemeint, sondern eher die Transformation des „Anruf-Sammel-Taxis“ in die KI-Welt: Fahrgäste definieren Start- und Zielort, per KI werden Fahrten abseits von festen Routen berechnet, die autonomen Busse fahren diese Route ab, sammeln die Fahrgäste ein und bringen sie zu ihren individuellen Zielorten entlang dieser Route.
Wenn das clever umgesetzt wird, kann man die Auslastung der Fahrzeuge erhöhen und braucht dann insgesamt weniger Fahrzeuge.
Das verbessert die Verkehrssituation in Städten.
Jörg2 meint
MrBlue
Hast Du den Artikel gelesen?
Lanzu meint
Der Artikel beschreibt auch das Szenario, das MrBlue fürchtet. Der Artikel stellt die Gefahr klar, wenn privatwirtschaftliche Robotaxis für Einzelpersonen in Großstädten eingesetzt werden: potentiell 40% mehr Verkehr.
Jörg2 meint
Und er zeigt sinnvolle Szenarien.
Der ÖPNV im ländlichen Raum könnte sehr davon profitieren, wenn die festen, wenig ausgelasteten Buslinien auf der Kostenseite verbessert werden könnten. Ruftaxis könnten aus der noch weniger versorgten Fläche zu diesen Buslinien Zubringerfahrten bei Bedarf ausführen, völlig unbelastet von Arbeitszeitregelungen etc. Die Schulbuslinie, die heute nicht existiert, da nur 5…6 Schüler dies brauchen, könnte eventuell finanzierbar sein, wenn kein Fahrer einkalkuliert werden muss (Lohn, Arbeitszeitauslastung….).
Oder ganz einfach: Wäre es nicht auch schon schön, wenn im urbanen Raum die Privat-Pkw nicht als Stehzeuge die Strassenränder befüllen würden? Zentrale Großparkhäuser und das automatische „zur Haustür holen“ per autonomen Systemen könnten das Stadtbild schon erheblich verändern.
South meint
Das sehe ich wirklich komplett anders. Das wichtigste. Autonome Fahrzeuge können doch auch Busse sein.
Momentan hat man bei ÖPNV das Problem, dass viele Busse starken Schwankungen ausgesetzt sind, also Morgens und Abends übervoll, dazwischen fahren sie meist fast leer. Auf der anderen Seite können viele Strecken wirtschaftlich nicht bedient werden. Das nächste Problem sind schlicht teures oder sogar fehlendes Personal.
Also da könnte man das Angebot schon deutlich verbessern, was natürlich mehr Verkehr nach sich ziehen kann, aber auf der anderen Seite auch deutlich effizienter wäre.
In meinem Fall. Viele Fahrten sind Kinder zum Arzt, Sport, Schule etc. oder Fahrten zum nächsten ÖPNV Anschlusspunkt, also Bahnhof und für seltene Fälle, wenn eben gerade jeder ein Auto braucht. Ich habe also ein drittes Auto, dass ich nur 2Tkm im Jahr brauche und das könnte ich, und ich denke viele andere auch, sich sparen.
Also mehr Komfort und weniger Autos die sinnlos rumstehen.
Ich glaube aber nicht, dass autonomes Fahren so Zack alle Autos ersetzt, denn zumindest auf dem Land, also ein Auto bei zig Personen im HH lohnt immer… und würde ich aus div. Gründen haben wollen…
MichaelEV meint
Volle Zustimmung.
Mehr Verkehr würde es dadurch geben, dass Mobilität barrierefreier und zugänglicher wird. Wer das schlimm findet, sollte so konsequent sein und auf seinen eigenen Mobilitätsbedarf verzichten.
Auf dem Land wird der letzte Abschnitt so sein. Wer in der Stadt 50-100€ (oder mehr) für einen Stellplatz ausgibt, wird das eigene Auto nochmal früher in Frage stellen.
Letztendlich müssen attraktive Angebot entstehen. Und ggf. werden die schnell so gut, um auch die Kunden auf dem Land zu überzeugen.
MrBlueEyes meint
Unsere beiden Kommentare widersprechen sich doch auch gar nicht…
Ich konstatiere doch nur, dass RoboTaxis und/oder Shuttles zu mehr Verkehr führen würden meines Erachtens… weil sich eben die gleiche Menge an zu transportierenden Personen auf viel mehr Fahrzeuge aufteilen könnten(!)… mehr sage ich eigentlich gar nicht…
OK, die Frage der Wirtschaftlichkeit stelle ich auch… mal ganz abseits der Diskussion um den Verkehr…
Dass Autonomie mehr Luxus und auch Verfügbarkeit für die zu transportierenden Personen bedeutet, das steht ja außer Frage… das ist aber nicht mein adressiertes Thema…