Dodge hat die Bestellphase für die nächste Generation des Charger in Europa eröffnet. Im Jahr des 60-jährigen Markenjubiläums bringt die zum europäischen Stellantis-Konzern gehörende US-Marke das Muscle Car als neue Multi-Energie-Baureihe auf den Markt. Angeboten wird das Modell sowohl als zweitüriges Coupé als auch als viertürige Limousine.
Die neue Generation basiert auf der Multi-Energie-Plattform STLA Large von Stellantis. Sie wurde laut dem Unternehmen von Beginn an für batterieelektrische und Verbrenner-Antriebe entwickelt. Der vollelektrische Charger Daytona wird als Scat Pack und R/T angeboten. Beide Varianten verfügen serienmäßig über Allradantrieb und basieren auf einer 400-Volt-Architektur mit einer 100,5-kWh-Batterie. Dodge bezeichnet den Charger Daytona als die bislang fortschrittlichste Evolution seiner Muscle-Car-Geschichte.
An der Spitze der Baureihe steht der Daytona Scat Pack mit 500 kW (670 PS). Er beschleunigt in 3,3 Sekunden von 0 auf 96 km/h und absolviert die Viertelmeile in 11,5 Sekunden. Die WLTP-Reichweite wird mit 418 Kilometern angegeben. Der Daytona R/T leistet 400 kW (536 PS), erreicht 96 km/h in 4,2 Sekunden und benötigt für die Viertelmeile 12,4 Sekunden. Pro Ladung sind offiziell 510 Kilometer möglich.
Für den Daytona Scat Pack ist ein optionales Track Package erhältlich. Es umfasst unter anderem 16-Zoll-Brembo-Bremsscheiben, rote Festsättel, gestaffelte 20-Zoll-Räder, ein adaptives Fahrwerk und den Drive eXperience Recorder. Die Antriebstechnik basiert auf einer Architektur mit je einem elektrischen Antriebsmodul pro Achse.
Zu den besonderen Funktionen gehört PowerShot: Die per Taste am Lenkrad aktivierbare Funktion stellt zusätzlich 29 kW (40 PS) für maximale Beschleunigung bereit. Mehrere Fahrmodi ermöglichen zudem die Anpassung von Fahrzeugcharakter und Fahrdynamik an unterschiedliche Anforderungen.
Optisch setzt der Charger Daytona auf Elemente wie den R-Wing-Luftkanal an der Front und ein beleuchtetes Fratzog-Logo. Für den Klang sorgt der Fratzonic Chambered Exhaust, der einen charakteristischen Performance-Sound erzeugen soll. Im Innenraum gehören unter anderem Performance-Ledersitze, beheizte und belüftete Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad, Rekuperations-Schaltwippen und eine Ambientebeleuchtung mit 64 Farben zur Ausstattung.
Unter optimalen Bedingungen lässt sich die Batterie an einer Gleichstrom-Schnellladestation (DC) mit bis zu 350 kW in rund 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden. Zehn Minuten Schnellladen sollen eine zusätzliche Reichweite von bis zu 110 Kilometern ermöglichen. Für die Hochvoltbatterie gilt eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern.
Neben dem Elektro-Modell bietet Dodge den Charger auch mit Verbrenner-Antrieb an. Der Charger Sixpack wird als R/T und Scat Pack gebaut und verfügt über einen neuen 3,0-Liter-Hurricane-Reihensechszylinder mit Biturbo-Aufladung. In der Scat-Pack-Version kommt die High-Output-Variante (H.O.) zum Einsatz und leistet 550 PS (405 kW). Damit beschleunigt der Charger in 3,9 Sekunden von 0 auf 96 km/h und absolviert die Viertelmeile in 12,2 Sekunden.
Dodge nennt öffentlich keinen Preis für die Elektro-Versionen, es sollte aber bei etwa 70.000 Euro losgehen. Die ersten Auslieferungen werden ab September 2026 erwartet. Den Vertrieb und Service der neuen Charger-Generation in Europa übernimmt der offizielle Importeur KW Automotive mit seinen autorisierten Händlern. Die Versorgung mit Ersatzteilen stellt das Unternehmen Iron Parts sicher.














M. meint
Falls das noch das Auto ist, das 2024 in den USA vorgestellt wurde, kommt es mit 400 V Technik.
Die Daten passen ja dazu: 20-80 in 27 Minuten. 10-80 wird bei 30 oder knapp darüber liegen, das wollte man 2026 scheinbar nicht mehr nennen.
Dafür braucht man weder 350 kW Ladeleistung noch 800 V.
500 kW sind übrigens 680 PS.
McGybrush meint
Da hat der Name „Charger“ auf einmal eine neu komplett neue Bedeutung.
Gestern meine ich woanders was mit 800V statt 400V gelesen zu haben.
Futureman meint
Vielleicht sollten sie sich mit BYD zusammenschließen, damit er sich in Supercharger umbenennen kann :-)
eBikerin meint
800V wird wohl stimmen – mit 400V kommt man ja nicht auf 350 KW Ladeleistung.
M. meint
Mit 350 kW Ladeleistung auf 27 Min für 20-80%* zu kommen, ist aber auch eine Leistung ;-)
*das sind hier 60 kWh, also 133 kW im Schnitt
Stromspender meint
„Unter optimalen Bedingungen lässt sich die Batterie an einer Gleichstrom-Schnellladestation (DC) mit bis zu 350 kW in rund 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden.“
Ich glaube ja nicht, dass die 400 Volt-Architektur Ladeströme von bis zu 350 kW zulässt. Zumindest nicht an 500A-Schnellladesäulen…
Das Auto an sich dürfte für eine kleine Zielgruppe ein nettes Spielzeug sein, zumindest wenn man bei der altbekannten Stellantis-Technik beide Augen zudrückt.
Andre meint
Bevor man schreibt, sollte man wissen, dass die Ströme in Amper und nicht in kW gemessen werden.
fliegender Holländer meint
Aber wenn du 400V mit 500A multiplizierst kommst du auf 200kW. Was ja nicht 350kW entspricht. Also ist die Aussage ja nicht falsch.
Aber ja „Ladeleistungen von 350kW“ wäre ein besserer Ausdruck.
Thorsten 0711 meint
Stimmt, die Einheit heißt AmperE, benannt nach dem Physiker André-Marie Ampère ;-)
Stromspender meint
Bevor man als vermeintlich kluger Kopf auftritt, sollte man wissen, dass die Amper zwar ein Fluss im bayerischen Alpenvorland ist, aber wahrscheinlich nicht als „Strom“ bezeichnet wird. Der Durchfuss/Abfluss der Amper beträgt im Mittel übrigens 45 m³/s und wird nicht in kW gemessen.
SB meint
Immerhin basiert er auf der STLA Large Plattform, die auf der von Fiat/Alfa entwickelten Giorgio-Plttform basiert.
Also kein Peugeot-Dreck, sondern ein grandioses Fahrwerk mit Alfa-Genen.
Da kann man auch über die 400 V hinwegsehen.