Ferrari hat schon 2025 einen ausführlichen Ausblick auf die Technik für sein erstes Elektroauto gegeben. Damals war vom „Elettrica“ die Rede, doch das Modell wird in der Serie „Luce“ heißen. Das verrieten die Italiener im neuen Jahr und zeigten dazu erste Bilder des Interieurs. Auch beim Innenraum hat man mit dem ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive zusammengearbeitet.
„Wir stellen Ihnen den Innenraum und die Benutzeroberfläche des Ferrari Luce vor, unserem ersten vollelektrischen Modell, das eine neue, interdisziplinäre Designsprache in ein authentisches Ferrari-Erlebnis integriert“, heißt es von Ferrari. „Entworfen in enger Zusammenarbeit mit dem Kreativteam LoveFrom in San Francisco, nutzt der Ferrari Luce die elektrische Architektur als neue Chance und überdenkt jedes Detail des Innenraums, der Benutzeroberfläche und der Bedienelemente. Jedes Element, vom Armaturenbrett und Bedienfeld bis zu den taktilen Schaltern und der benutzerdefinierten Benutzeroberfläche, wurde so gestaltet, dass es den Fahrer auf völlig neue Weise mit dem Fahrzeug verbindet.“
Die Sportwagenmarke setzt laut den Bildern innen auf eine Art Retro-Ansatz: Das Lenkrad zeigt ein schlichtes Design und Aluminium-Elemente, auf die moderne Technik weisen integrierte Blinker-Tasten und Drehräder unter anderem für die Fahrmodi hin. Auch bei der Instrumenten-Grafik verfolgen die Designer einen Retro-Ansatz. Unter dem zum Fahrer geneigten Touchscreen in der Mitte des Cockpits finden sich klassische Kippschalter und ein Griffbügel aus Aluminium.
Alle wichtigen Bedienelemente am Lenkrad und in der Mittelkonsole sind physisch, auch der Gangwahlhebel. „Die Benutzeroberfläche des Ferrari Luce ist nach klaren organisatorischen Prinzipien gestaltet. Bedienelemente und Anzeigen sind funktional gruppiert, wobei die wichtigsten Steuerbefehle und Rückmeldungen direkt vor dem Fahrer positioniert sind“, heißt es von dem italienischen Autobauer. „Präzisionsgefertigte mechanische Tasten, Drehregler und Kippschalter werden mit multifunktionalen digitalen Displays kombiniert.“
Am Lenkrad gibt es zwei der „Manettino“ genannten Drehräder: Das an der linken Seite wird „E-Manettino“ genannt und steuert die Antriebsmodi, zur Auswahl stehen „Range“, „Tour“ und „Perfo“ (Performance). Über das rechte „Manettino“ lässt sich die Charakteristik des Antriebs und Fahrwerks einstellen, es gibt Optionen für Eis, Nässe, trockene Straßen und Sport. Hier kann auch die Fahrstabilitätskontrolle ESC deaktiviert werden.
Die Anzeige „Torque Meter“ oberhalb des Tachos soll auf den optimalen Zeitpunkt zum Erhöhen das Drehmoment-Niveaus hinweisen. Das Drehmoment wird dabei nicht nur über das Fahrpedal gesteuert, sondern auch über Paddel am Lenkrad. „Die Paddels ermöglichen die manuelle Steuerung des Drehmoments für eine progressive Beschleunigung in Kombination mit der zurückgewonnenen Energie aus dem regenerativen Bremsen“, erklären die Italiener.
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„‚Luce‘ ist mehr als nur ein Name. Es ist eine Vision“, so das Unternehmen. „Wenn Ferrari von Luce spricht, definiert das Unternehmen damit keine Technologie, sondern eine Philosophie: Elektrifizierung als Mittel, nicht als Zweck – eine neue Ära, in der Design, Technik und Fantasie zu etwas verschmelzen, das es zuvor noch nicht gab. Einfach, pur und bewegend wird Luce zum Symbol für Klarheit und Inspiration und drückt Ferraris Ansatz für Innovation aus: kompromisslose Vision, transparentes Design, stille Energie, die in jeder Faser spürbar ist, und Form, die von Funktion geprägt ist.“
In 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h
Wie bereits im Oktober verkündet , leistet die Antriebseinheit an der Vorderachse des Elektroautos 210 kW/286 PS bei einer Leistungsdichte von 3,23 kW/kg und einem Wirkungsgrad von 93 Prozent. Die Hinterachse trägt mit 620 kW/843 PS den Großteil der Gesamtleistung und erreicht eine Leistungsdichte von 4,8 kW/kg bei gleichem Wirkungsgrad. Bei Bedarf kann der Vorderradantrieb vollständig deaktiviert werden, wodurch der Wagen ausschließlich mit Hinterradantrieb fährt. Von 0 auf 100 km/h soll es in 2,5 Sekunden gehen, bei Tempo 310 ist Schluss.
Das 800-Volt-Batteriesystem mit 210 Zellen in 15 Modulen wurde vollständig in die Fahrzeugstruktur integriert. Die Energiedichte ist mit knapp 195 Wh/kg laut Ferrari die höchste unter aktuellen Serienfahrzeugen. Die Reichweite soll mit dem 122-kWh-Akkupack bei über 530 Kilometern liegen, Schnellladen lässt sich mit bis zu 350 kW. Das Batteriepaket trägt zur strukturellen Steifigkeit bei und ermöglicht ein Gewichtsverhältnis von 47:53. Der tief verbaute Energiespeicher senkt den Fahrzeugschwerpunkt um 80 Millimeter im Vergleich zu Verbrennermodellen.
Das vollständige Design des ersten Ferrari-Elektroautos soll noch in der ersten Jahreshälfte präsentiert werden. Der Marktstart wird kurz darauf erwartet. Insidern zufolge ist ein um die 500.000 Euro teures Fahrzeug geplant.

















Justin Case meint
Ferrari 17 Pro Max
Franky meint
Das wirkt echt wie ein Cockpit bei Toys r us. ;)
LOL meint
das sieht einfach nur schrecklich aus
überhaupt nicht modern
und wozu Rundinstrumente im eckigen Display? Dann baut doch gleich ein richtiges Rundinstroment ein
aber vielleicht passt es zu den Käufern
M. meint
„aber vielleicht passt es zu den Käufern“
…und damit haben sich deine Fragen doch beantwortet, oder?
Du bist kein Kunde (ich auch nicht), und deswegen wird das nicht so designed, dass es dir oder mir gefällt.
LOL meint
vielleicht will die klassische (aussterbende) Kundschaft gar keine BEVs ?
M. meint
Erstmal kritisiert wurde (seitens der Ferrarifahrer) nur, dass es so viele Monitore gibt. Die würden nur ablenken von dem, um das es eigentlich geht (und das ist ja nicht effizient von A nach B zu kommen).
Aber du hast mit deiner Vermutung sicher recht. So ein Ferrari ist ja was, das hört man innen, und außen meilenweit, das ist schon eine Art Inszenierung von sportlichem Fahren, das macht man mit Absicht, nicht, weil es anders nicht geht.
Wenn das plötzlich lautlos abläuft, ist die Hälfte des Erlebnisses weg.
Das ist in etwa wie Heavy Metal in „Lautstärke 1“. Macht auch keiner.
Deswegen tun sich ja alle Sportwagenhersteller so schwer damit.
Futureman meint
Bei dem ersten Blick auf die Fotos der Inneneinrichtung habe ich mich gefragt, ist es eine Spielekonsole aus den 80ern?
Simon meint
Bitte Mercedes und Audi werft den Innenraumdesigner raus und holt euch den von Ferrari. So viel hochwertiger und schöner anzusehen als die Displaywandaim neuen CLA
Mäx meint
Bist du dann auch bereit für so einen Innenraum 5k mehr zu bezahlen?
Simon meint
Man bezahlt ja jetzt schon sehr viel für einen Mercedes oder Audi. Plus zahlreiche Abzock Abos und wucher Servicepreise. Unterschäumtes Khnststoff kostet nicht sehr viel mehr und die Position des Displays kostet nichts. Das braucht nur bessere Designer. Man kann es lösen wie bei Ferrari oder man knallt ein Display rein und baut eine Kunstoffblende außen herum, wie im CLA
ChriBri meint
Die Displaywand bzw. das Brett ist aus meiner Sicht vollkommen daneben. Der Beifahrer schaut auf Sternchenblingbling, auf Fahrerseite ist es sehr „klotzig“, keinerlei Luftigkeit, das, was dem Polestar 2 gerne vorgeworfen wird. Gelungen sieht anders aus, aber vllt trifft es auch den Geschmack der meisten
David meint
Akku und Reichweite sind jedenfalls in Ordnung. Interessanter für die Zielkundschaft, dürfte aber sein, wie man damit in der Mannheimer Innenstadt durch Lautstärke Aufmerksamkeit erregen kann.
Andi EE meint
Wahnsinns-Design … jede Ecke die man findet, abzurunden, bravo. 😄 Da hätte ich mehr erwartet, Ferrari und Apple sind tolle Brands, aber das ist jetzt etwas mehr als nix, aber nicht viel. 😉 Und wenn das Auto so aussieht wie ich es heute Morgen gesehen hab, dann gute Nacht. Und der ganze händische Quatsch gehört auch in die Tonne. Die fehlende Perfektion abzufeiern, nimmt immer absurdere Züge an. Das Museum wird hier noch abgefeiert, … das gibt eine harte Landung.
eBikerin meint
Das Ferrari Kunden eventuell diesen ganzen händischen Quatsch wollen, darauf kommst du nicht?
Andi EE meint
„Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: »schnellere Pferde«“ … Zitat Henry Ford.
Lataffa meint
Das Zitat ist nachweislich nicht von Henry Ford. Würde auch keinen Sinn machen, da Ford das Auto nicht erfunden hat, und im Gegenteil ja genau das produziert hat was die Kunden wollten: Erschwingliche Automobile.
Mäx meint
Das Thema war wohl retro und Flugzeug. Manche Elemente gefallen mir sehr gut, manche gar nicht.
Das Fahrerdisplay finde ich sehr schön mit den drei Rundinstrumenten und der Schriftart.
Das Lenkrad finde ich etwas befremdlich, weiß aber nicht genau warum, allgemein im Konzept okay.
Den Bildschirm in der Mitte finde ich am schlimmsten. Das Gimmick mit der Beweglichkeit zündet bei mir 0,0 und nach ein paar Jahren beschleunigt man oder fährt in die Kurve und das Ding baumelt da nur noch so rum…
Die Größe ist auch nicht gerade toll für ein Alltagsfahrzeug (das ist ja kein Hardcore Sportwagen wo man sagen könnte, Infotainment ist übrig).
Die Bedieneinheit in der Mittelkonsole finde ich ganz gut gelungen eigentlich, mit der Schlüsselablage und dem Wählhebel für Gangwahl.
Das Bedienteil oben ist ganz klar vom Flugzeug abgeleitet, etwas zu verspielt wie ich finde, aber gut.
eBikerin meint
„Die Größe ist auch nicht gerade toll für ein Alltagsfahrzeug (das ist ja kein Hardcore Sportwagen wo man sagen könnte, Infotainment ist übrig).“
Ein Ferrari soll ein Alltagsfahrzeug sein? Mit über 1000ps und 2,5sec auf 100 und 310 Spitze?
Mäx meint
Naja es soll ja sowas wie ein Cross-Over werden, also irgendwo Richtung Purosangue.
Und im Kosmos von Ferrari ist das eben ein Alltagsfahrzeug, egal wie viel Leistung das Ding hat.
Einen Taycan Turbo S oder Cayenne Turbo haben ebenfalls 1.000Ps und sind Alltagsfahrzeuge.
Stromspender meint
Italiener magst du also auch nicht.
Till meint
…kaum ist der Herr Leiters bei Ferrari weg, geht man in die E-Offensive.
Bei Herrn Leiters neuem Arbeitgeber, Porsche, hingegen, lenkt er zurück zum Verbrenner.
Leon meint
Hä? Der ist schon seit Jahren weg. Und dass Ferrari an einem BEV arbeitet ist ebenfalls schon lange bekannt. Wo siehst du da eine „Offensive“?
eBikerin meint
„kaum“ ??? Michael Leiters ist Ende 2021 bei Ferrari ausgeschieden.