Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im zurückliegenden Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zu 2024 ist das Konzernergebnis 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro gesunken.
Für die schwächeren Zahlen verantwortlich sind laut Mercedes-Benz hauptsächlich äußere Faktoren. So verursachten allein die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle nach Angaben von Finanzchef Harald Wilhelm Kosten in Milliardenhöhe. Zusammen mit dem gesunkenen Absatz in China und dem Verkauf von weniger teuren Modellen im Gesamtmix ergaben sich zusätzliche Belastungen von fast sechs Milliarden Euro. Auch der starke Euro drückt auf den Gewinn, er steht für Mehrausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.
Mercedes hat auf die Herausforderungen des Marktes mit einem Sparprogramm und höherer Effizienz in der Produktion reagiert. Nach Angaben des Konzerns sind durch den Personalabbau und andere Maßnahmen im vergangenen Jahr die Kosten um mehr als 3,5 Milliarden Euro gesunken. Allerdings musste man für Abfindungen hohe Rückstellungen bilden. Allein 2025 waren dies laut der Automobilwoche rund 1,2 Milliarden Euro im Bereich Pkw, im Konzern 1,6 Milliarden Euro.
„In einem dynamischen Marktumfeld lagen unsere finanziellen Ergebnisse im Rahmen unserer Prognose, getragen von einem klaren Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität“, so CEO Ola Källenius. „Wir sind bereit für das Jahr 2026: Die Markteinführung von mehr als 40 neuen Modellen in nur drei Jahren wird nochmals beschleunigt. Die starke Nachfrage nach dem neuen CLA, dem neuen GLC und der neuen S-Klasse zeigt, dass unsere Kunden von unseren neuen Produkten begeistert sind. Mit einem klaren Plan und einem sehr wettbewerbsfähigen Produktportfolio treiben wir unsere Transformation konsequent voran.“
Die Absatzzahlen des zurückliegenden Jahres hat der schwäbische Autohersteller schon im Januar bekannt gegeben. Die Mercedes-Benz Group verkaufte demnach 2025 insgesamt 2.160.000 Pkw und Vans, darunter waren 197.300 rein elektrische Fahrzeuge (-4 %).

South meint
Das ist nicht nur ein Phänomen von Mercedes. Die Premiumhersteller haben deutlich an der Preisschraube gedreht und gleichzeitig wirken die Innenräume von vielen Premiummodellen mittlerweile, mit Verlaub, billig, sogar billiger als die Asiaten. Ich bin letztens erschrocken, als ich mir den A6etron angeschaut habe. Bei dem Preis so einen Innenraum. Unterirdisch. Sogar in der oberen Mittelklasse schauderts einen Mittlerweile. Der zweite Punkt. Die deutschen Premiumhersteller waren früher Ikonen vom Außendesign. Es wird zwar immer vom Motor geschwärmt, aber alles eigentlich Schmarrn, wichtig war das Erscheinungsbild. Und zum Dritten waren die Premiumanbieter technisch immer vorne dabei. Daraus hat sich das Image ergeben, dass Kunden geschätzt haben. Das hat sich leider verändert.
Heute wirken die Innenräume billig, das Außendesgin muss ja keine Revolte sein, ist aber mittlerweile eher beliebig, meist SUV Brei, bei der Technik hinken sie hinterher, bei Software sowieso und zum allen Übel sind die deutschen Premiumanbieter super überteuert.
In Summe ein toxisches Gebräu. Natürlich leiden alle unter dem China Geschäft, den US Zöllen, aber der Rest ist zum Größten Teil hausgemacht. Da wird viel über die Politik und E Autos geschimpft, Subventionen erbettelt, aber es fehlt der Branche an wirklichen Strukturreformen und keiner Besitzstandswahrung… wir müssen in die Pötte kommen, denn von nix kommt nix…
simon meint
Was auch noch dazukommt sind die intransparenten Abomodelle. Manche Funktionen bekommt man nur 3 Jahre gratis, danach muss man viel Geld bezahlen. Der Innenraum von Mercedes ist unterirdisch schlecht, der von Audi noch viel schlimmer. Dicke Displayränder, diese Kunststoffblende wenn man das zweite Display nicht nimmt, dazu überall harter Kunststoff.
Tommi meint
Ein Abomodell ist für mich nicht akzeptabel. Ich kaufe meine Autos und dann gehören sie mir. Ich möchte nicht, dass ich regelmässig dafür bezahlen muss, dass ich bestimmte Funktionen meines eigenen Autos auch nutzen darf. Das passt einfach nicht in mein Weltbild.
South meint
Kann ich nur bei beipflichten… noch dazu ist der Nutzen wirklich fraglich…
R2D2 meint
Läuft alles nach Plan des Hauptaktionärs.. S-Klasse, Maybach, AMG werden weiter gut verkauft, der olle Rest wird zukünftig chinesisch. Genau wie schon lange bei Gelwo aus „Schweden“.
Future meint
Mercedes wurde halt nicht als exklusive Luxusmarke akzeptiert in den Weltmärkten. Das hat man sich anders vorgestellt. Aber grundsätzlich ist es gut fürs Klima, wenn Mercedes jetzt so viel weniger Verbrenner verkauft. Jetzt können sie wieder langsam wachsen mit der Elektromobilität. Es wird Zeit und sie sollen ja auch endlich mal ein gutes Modell im Portfolio haben. Deutschland ist dabei vollkommen unwichtig für Mercedes, weil sie hier eh nur etwa 10 bis 15 Prozent des Konzernumsatzes machen. Es ist also wichtig, dass Mercedes mit dem Lurchgesicht den globalen Geschmack trifft.
Aztasu meint
Das stimmt so einfach nicht. Die G-Klasse hatte einen historischen Verkaufsrekord, insbesondere die AMG-Variante. Auch AMG GT oder Mercedes E-Klasse verkaufen sich gut. Bei der Mercedes E-Klasse hat es etwas nachgelassen, ich finde, und das sehen wahrscheinlich auch viele Kunden so, das da noch mehr ginge und Mercedes dieses „mehr“ nun in Executive-Varianten hinter großem Aufpreis verpackt oder gleich in der Maybach-Version. Das ist schade und tut der S-Klasse nicht gut. Mercedes C-Klasse hat auch nachgelassen weil man in der Mittelklasse schlicht extrem viel Konkurrenz hat, insbesondere auch von Newcomern aus China. Da kann man nicht viel machen. Preise anheben in der Mittelklasse (gemessen an der Fahrzeuggröße) geht nicht, Mercedes ist nicht Range Rover. Und mit guten Mittelklasse-Produkten der Konkurrenz aus China kann man preislich nicht konkurrieren.
Mit einem Verlust der Markenstrahlkraft hat das nur bedingt was zu tun
South meint
Das ist es ja genau. Die G Klasse stammt aus 1979! In der Technik waren sie führend. Was liefert Mercedes heute? Mercedes hat noch nie über den Preis stechen müssen, aber teuer muss auch aussergewöhnliche Leistung vom Design, Technik und Materialen nach sich ziehen…
South meint
Und es ist nicht nur der Preis. Bin letztens den A6 etron gefahren und danach hab ich mir nen Xpeng 6 innen angekuckt, der übrigens die Hälfte kostet, bei netto 88kWh Accu und 800V… ey, ich bin wirklich kein Fan chinesischer Autos, aber da läuft momentan gewaltig was schief…
Mary Schmitt meint
Soso, die schlimmen Innenräume der Audi. Ich sag dir was: Du hast nicht die Position, um so einen Wagen hingestellt zu bekommen. Schlecht wäre es nur, wenn die, die in der Position sind, einen Tschingbumm wählen würden. Das passiert aber nicht. A6 etron und Q6 etron sind auf Platz 5 und 6 in den Januar-BEV-Verkaufscharts. Jedes der beiden Modelle ist einzeln deutlich öfter zugelassen worden als alle Tesla zusammen. Die laufen also sehr gut, und zwar deutlich besser als Fahrzeuge der oberen Mittelklasse bei den Verbrennern. Da ist der A6 nicht in der Top 10.
South meint
Bei dir ist die Schallplatte halt vor vielen Jahren hängengeblieben. Setzt die mal in den Vorgänger A6 und dann in den E-tron. Ein Trauerspiel. Und verkaufen ist relativ, sie laufen über den Firmenmarkt in Deutschland halt rein und sogar da haben sie mittlerweile Probleme. Nach fünf Minuten fing der Verkäufer an zu jammern, dass die 0,25% nur bis 100T Liste zählen und sie damit schon Probleme hätte. Dann gings gleich wieder Richtung Leasing. Ich verzichte mittlerweile auf meinen Firmenwagenanspruch und lass mir das Geld auszahlen. Ich wohne in meinem Job relativ weit weg, das lohnt kaum und dann kann ich mir mein Auto aussuchen und auch ein Gebrauchtes kaufen. A6 Diesel hatte ich schon öfters, innen wirklich gut, aber Audi war damals Öldurstig, zumindest waren es meine Modelle. Krass. Damals hatte ich ein sogar Flasche Öl zum Nachfüllen im Kofferraum.
Ohne Zweifel und da reicht nur ein Blick aus der Ferne ist der A6 etron mit billigem Gelumpe ausgestattet und das geht gar nicht für ca. 60-63T für einen Performance ca. ein Jahr alt. Ganz krass. Es gibt sogar Varianten, die haben in der MIttelleiste vorne Hartplastik, also die ohne naht. Der Hammer… da würde ich raten aufzupassen…kann mir nicht vorstellen, das man so ein Auto jemals wieder verkaufen kann…
Future meint
Man kann sich die Situation bei Mercedes nicht wirklich schönreden. Mercedes-Benz verzeichnete 2025 einen deutlichen Absatzrückgang. Weltweit wurden insgesamt rund 2,16 Millionen Pkw und Vans verkauft, was einem Minus von etwa 10 % gegenüber den 2,4 Millionen Einheiten in 2024 entspricht. Der Pkw-Absatz sank um 9 % auf knapp über 1,8 Millionen Einheiten.
Mercedes wollte mit weniger Autos trotzdem mehr Geld verdienen, weil nur das hochpreisige Segment bedient werden sollte. Die Luxusstrategie hat nicht so gut geklappt.
Weniger Verbrenner von Mercedes sind aus Klimaschutzgründen natürlich trotzdem eine gute Nachricht, weil die großen Fahrzeuge von Mercedes auch besonders hohe Emissionen haben.
Haubentaucher meint
Mercedes nähert sich dem Kipppunkt. Man muss also weiter an den CO2-Zielen sägen.
M. meint
Das ist genau der gleiche Kipppunkt wie bei einer anderen Firma, die von den CO2-Zielen profitiert.
Jörg2 meint
Das ist eine feine und sehr direkte Umverteilung von Finanzmittel von Verbrenner zu BEV.
So können die nutzenden BEV-Hersteller noch mehr Invest tätigen ohne ihr notwendiges Betriebsergebnis zu belasten. Eine Art positiver Turbo.
Das Verbrennergeschäft scheint davon wenig zu profitieren.
M. meint
Nicht nur das – diese Verteilung ist das eigentliche Geschäftsmodell einer gewissen Firma, die jetzt, wo diese Verteilung immer weniger Profit abwirft, laut über andere Produkte und eine Abkehr von Autos nachdenkt.
Falls dir das entgangen sein sollte. ;-)
MichaelEV meint
Es ist ein Bonus-System für BEVs. Ein System in dem explizit geregelt ist, dass die Verbrennerhersteller vorrangig den Bonus vereinnahmen (und daraus in der Hauptsache ihr EV-Volumen speisen).
Reine EV-Hersteller haben den Schanden und bekommen Krümelchen vom Bonus ab. Deswegen ist eine solche „diese Verteilung ist das eigentliche Geschäftsmodell einer gewissen Firma“-Story einfach herbeigelogen.
M. meint
Nein, Michael.
Resla verdient sein Geld in der Hauptsache mit eben diesen CO2-Zertifikaten.
Wenn die weg sind, ist das ganze Geschäftsmodell dort weg.
Ginge es dort tatsächlich um die Umwelt, würde man keine Zertifikate verkaufen und damit andere Hersteller zwingen, mehr BEV zu verkaufen.
Tut man das? Nein. Man nimmt jeden Dollar, den man kriegen kann, Herkunft egal. So sieht Idealismus nicht aus.
Dazu passt es doch gut, dass der einstige Umweltretter inzwischen (u.a.) zu einem strammen rechten Klimawandelleugner mutiert ist – er hat seine Schäfchen ($$$) inzwischen im Trocknen und die Maskerade nicht mehr nötig.
Ich war selbst mal Fan von ihm. Aber man muss sich auch eingestehen können, wenn man sich getäuscht hat.
Haubentaucher meint
@M: Das ist falsch und kann auch nachgelesen werden. In den letzten 10 Jahren war der CO2-Gewinnanteil im Schnitt bei ca. 30%.
Besser als Gewinne mit dreckigen Verrennern zu machen.
M. meint
Fakt ist: es war immer ein Anteil, der zum Gewinn beigetragen hat, aber bei den Fans nals Bestandteil unter den Tisch gefallen ist – da hieß es einfach“ nur Tesla verdient mit BEV Geld“. Dabei sind 30% haben ider nicht hier ein großer Unterschied, ob sich ein Business lohnt.
Inzwischen sind es 60 oder 70% Anteil, und weil dieser Anteil absolut betrachtet gleichzeitig schrumpft, tun das die Gewinne auch.
Ohne diese Anteile bleibt weniger als bei VW über, und das bei geringeren Lohnkosten.
Smarty2020 meint
Mercedes-Smart: Gebt dem Ola K. eine Ab(-hau)-Findung, verzichtet auf die reine Luxusstrategien und baut endlich wieder „praktische“ (E-)PKW. Beim W 168 (1. A/Elch-Klasse) hat man den vorgesehenen Elektroantrieb 1997 weg gelassen. Mit der jetzigen (Modell-) Strategie gewinnt ihr mich als Kunden leider nie mehr zurück (könnte ein ganzes Buch über den arroganten Wahnsinnsärger mit dem Verein schreiben!), eventuell gibt es ja noch reichlich andere Kunden die man zurück holen könnte……
LOL meint
ich frag mich ja ob am Ende die chinesischen Investoren überhaupt noch ein Interesse an der Marke haben oder ob mans einfach einstampft
M. meint
So groß sind die chin. Anteile nun auch nicht, dass die das einfach einstampfen können.
Aber möglicherweise sind die beteiligt an den verunglückten Entscheidungen, das kann schon sein.
LOL meint
wenn Mercedes Benz an die Wand gefahren wurde, könnte ein Chinese die Marke kaufen .. falls da noch interesse besteht
glaubt doch keiner ernsthaft, dass Firmen wie Mercedes oder Porsche langfristig bestehne werden
M. meint
Falls… dann kann das ein Chinese oder jemand anderes machen.
Und das gilt so für alle Aktiengesellschaften, nicht nur für Mercedes.
Max meint
Und wieso sollte das nicht der Fall sein?
Der Wettbewerb ist hart, die Zukunft kennt keiner. Ich sehe aber keinen Grund, wieso es nicht der Fall sein sollte. Entweder eigenständig oder in einer Kooperation mit anderen Firmen.
Dieses Runterschreiben der eigenen Firmen ist ja schon ein richtiger Volkssport…kein Wunder, dass der Standort so wenig attraktiv ist.
David meint
Die CEO von Automobilkonzernen scheinen es allgemein bei den Kommentatoren hier schwer zu haben, aber zum Glück hat das überhaupt keine Auswirkung. Es handelt sich in der Regel weder um potentielle Kunden für die Autos noch für die Aktien.
Powerwall Thorsten meint
Na, wenn der Schreiberling und Škoda-Leaser das sagt.
Man stelle sich vor, ein amerikanischer Konzern hätte mit so einer Pressemitteilung rausrücken müssen.
Powerwall Thorsten meint
PS:
Aber mit den Aktien hast du natürlich recht – da haben sich informierte Menschen schon vor Jahren für andere Marktteilnehmer entschieden – die einen für den mit bislang hoher Rendite, die anderen für Firmen wie Lucid, Nio oder gar Porsche
Tim Leiser meint
„da haben sich informierte Menschen“
Ich habe es selbst 2015 einen Bitcoin gekauft (damals 1500 €) und hätte auch in Tesla investiert, wenn ich gecheckt hätte, wie das geht. Aber ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, mich deswegen „informiert“ zu nennen. Es sind Wetten auf die Zukunft. Bei Tesla war die Ausgangslage damals eine völlig andere. Sie waren die einzigen Player in einem Markt, bei dem ich an Wachstum geglaubt habe. Für diesen Markt sehe ich keine Strategie mehr für die Zukunft. Die Strategie, die sie stattdessen fahren, halte ich für spannend. Ab jetzt sind sie bei weitem nicht der einzige Player. Ich gönne dir dein Investment. Aber ich würde den Einsatz schnell wieder herausnehmen. Ich halte einen platzen einer Blase mittlerweile für genauso wahrscheinlich wie einen Erfolg der Strategie, der die aktuelle Bewertung rechtfertigen würde.
M. meint
Ein amerikanischer Konzern musste mit einer fast identischen Pressemeldung rausrücken, und die Fans waren recht entspannt, wenn ich das mal so zusammenfassen darf. ;-)
Powerwall Thorsten meint
Möchte der Herr Ingenieur diese angeblich fast identische Pressemitteilung noch verlinken – ich warte gerne bis morgen (Red)
M. meint
Aber gerne doch:
https://ecomento.de/2026/01/29/tesla-2025-etwas-weniger-umdatz-deutlich-weniger-gewinn/
-48% Gewinn (Mercedes: -49%)
3,8 Mrd. Dollar Gewinn (Mercedes: 5,3 Mrd. Euro / 6,3 Mrd. Dollar)
Folge dem Link oben, dann kommst du zu allem was du brauchst.
Schon interessant, wie schnell hier manche etwas vergessen, das sie dort vor 2 Wochen kommentierten.
M. meint
Ist ein Link drin – dauert noch.
;-)
Powerwall Thorsten meint
Vergessen hab ich gar nichts – du wohl schon
Fred had richtig gestellt:
Ordnen wir das doch mal ein was ein gewisser M.oralapostel so von sich gibt:
VW hat also später angefangen. Mal kurzer Faktencheck: e-Golf und e-up! November 2013…Ok, das Model S kam bereits Juni 2012 zu den ersten Kunden. Gut, Volkswagen hat ein Jahr später angefangen. Die Aussage passt also.
VW verkauft also von Jahr zu Jahr mehr BEV. Kurzer Faktencheck:
2023: 771.100
2024: 744.800
2025: 983.100
Stimmt also nicht. Soviel dazu. Aber man muss immerhin feststellen, dass Volkswagen seit 2023 mehr als 60 % mehr BEV Modelle anbietet.
Mein einziger Kommentar war:
Applaus Applaus rufen diejenigen, die sich etwas näher mit Tesla und deren Produkten beschäftigen.
Was die Bürogemeinschaft unter vielerlei Nicks schon seit Jahren prognostiziert und hier alles schreibt ….. Schall und Rauch
Time will teach them
Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.
Du hingegen hast allein unter deinem Namen elf Posts abgesetzt, hattest also wohl extrem Redebedarf
Und im Gegensatz zu dir, hab ich wohl verstanden, warum der Tesla Gewinn nicht deutlich höher ausgefallen ist.
M. meint
Ganz schön viele Buchstaben – da hat wohl jemand Redebedarf?
Und du hast den Überblick verloren – da hilft dir Freund Faustkeil auch nicht weiter. Der hat 3 Jahre rausgegriffen, zu mehr hat’s nicht gereicht.
Ea ging um den Gewinneinbruch. Bei MB schlimm, bei Tesla nicht.
Deine Begründungsversuche kannst du behalten, die retten vielleicht deine Nerven, aber sonst interessiert das niemanden.
Herbert Diess meint
Der amerikanische Konzern hatte auch fast -50% Gewinneinbruch bei 2 Milliarden weniger Ergebnis. Der Unterschied ist nur, dass Herr Langebucher bei Mercedes und co. „Gewinneinbruch“ in die Überschrift schreibt und bei Tesla einfach nur „Tesla hat 2025 3 Milliarden Gewinn gemacht“. Alles eine Frage des Framings
Die Wahrheit meint
Vor allem hat TESLA den höchsten Cash in seiner Firmengeschichte angehäuft.
Bei VW musste Cash mühsam künstlich generiert werden, um überhaupt noch Boni und Dividenden zahlen zu können. Den Arbeitern wurde die Mai-Prämie ersatzlos gestrichen. Läuft im Konzern. Die Stimmung ist so lala :-) Dazu passt doch gut der Hinweis auf mögliche weitere Entlassungen bis 2030 von >30.000 Arbeitsplätzen.
Grünheide lebt. Totgesagte leben länger.
Andi EE meint
Aber der Konzern hat sich weitere Standbeine neben dem ausgewiesenen Gewinn leisten können …
– Robotaxi-Entwicklung
– FSD (autonomes Fahren)
– riesige KI-Infrastruktur
– zwei Batteriefabriken für stationäre Batterien
– Semi-Fabrik und Produktion (Letzteres aufgegleist)
– Lithium-Raffinerie (fortschrittlichste der Welt)
– Powerwall und neu geht’s auch ins Solargeschäft
– Aufbau der Robotik mit Optimus (wahrscheinlich das lukrativsten Geschäft in der Zukunft)
-hat sich einen grossen Cash-Reserve 44 Mrd. (Investitionsreserve) aus dem Cashflow leisten können
Es ist wirklich schwierig mit euch, da ihr einfach die trivialsten Dinge nicht begreift. Der Gewinn ist nur ein Teil der Leistungsbeurteilung einer Firma. Viel wichtiger ist, dass die Firma einen Plan hat, sich zu verbessern, zu diversifizieren oder Marktanteile zu gewinnen.
Dann schaut man auf die Dinge, wo man sich neue Märkte erschließen kann. Eine Firma die kein Plan hat, wie sie sich verbessern kann, dort ist der Gewinn das Wichtigste. Weil die Aussicht auf ein Wachstum durch neue Geschäftsfelder nicht besteht (Mercedes). Bei Tesla ist es ganz anders, dort ist man bei KI, Automatik, Software und Robotik so stark, dass man in mehreren Geschäftsfelderer komplette Suits anbieten kann. Letzteres gab es bei den stationären Batteriespeichern, wo man eine Komplettlösung ohne Drittanbieter zur Integration ins Netz, anbieten kann (Megablock).
Max meint
Das Faszinierende ist ja schon. Bis vor kurzem war das Automobil Geschäft das allerwichtigste. 20 Millionen Fahrzeuge bis 2030, daran wollte man gemessen werden. Jetzt klappt es nicht so gut den Autos und plötzlich war es nie so gemeint. Jeder dreht es halt hin, wie man es braucht.
Das ist ja alles schön und gut. Es bleibt aber immer noch viel viel Fantasie und wie so oft schläft die Konkurrenz nicht. Also 2017(!) der FSD angekündigt wurde, war es ein riesen Ding. Mittlerweile sind autonome Fahrzeuge doch recht verbreitet und 2++ bieten auch andere Hersteller an (u.a. Mercedes). Selbst wenn die Robotaxis dann endlich kommen, ist der Vorsprung dahin.
Und zu den anderen Themen. Es bleibt allein die Frage: Vertraut man auf die Versprechen, oder nicht? Mit effizienten BEVs könnte man den Markt aufrollen. Bei den anderen Sachen sind aber die Wettbewerber weiter.
Mary Schmitt meint
Tesla ist ein Scam und das ist langsam auch in der Presselandschaft öfter zu lesen.
Aztasu meint
An AndiiEE der als Tesla-Fanboy ja ohnehin nicht so den Überblick hat:
Beschäftige dich doch mal bitte Intensiv mit den Investitionen von dem Mercedes-Benz-Konzern.
Mercedes ist überall dabei, ob autonomes Fahren, ob Robotik, ob Forschung und Entwicklung in Nutzung von erneuerbaren Energien (Wasserstoff, oder auch Photovoltaik Nanopartikel in Fahrzeuglackierungen), Mercedes investiert massiv in Immobilienentwicklung und Eventmanagement. In Dubai baut man zusammen mit einem Immobilienentwickler 13.000 Wohnungen dazu ein Einkaufszentrum und andere Projekte. Mercedes sponsored und entwirft mit Partnern Stadien und Events.
Mercedes hat ja auch eigene Trucks.
Da ließe sich noch viel mehr finden, ich habe da auch kein umfassendes Wissen.
EVrules meint
Ach wie gut, dass so wenig Kritik an Diess geäußert wurde, nicht wahr? Herbert Diess schien der exemplarische Sündenbock gewesen zu sein (und wird immernoch als solcher tituliert), obwohl die gesamte Vorstandschaft und führende Manager zu Produkten, Software und Struktur „ja“ sagten – einer allein und wenn es auch der CEO ist, ist nicht der alleinige Entscheidungsträger.
MrBlueEyes meint
Der Absatz von Mercedes sinkt seit 2020 kontinuierlich… seit 2019 ist Ola Källenius Chef… finde den Fehler… :) …Mercedes hat sehr viele schlimme Design- und Portfolio-Fehler begangen…
Und dass es z.B. kein T-Modell der elektrischen C-Klasse gegen soll, reiht sich da nahtlos ein… Källenius soll noch bis 2029 bleiben… er könnte es noch auf nur 1.500.000 Stück Absatz schaffen… er arbeitet offensichtlich hart daran…
2020 setze Mercedes noch 2.500.000 Fahrzeuge ab… 2025 waren es noch 1.800.000… also 28% weniger… ich rede von PKW, ohne Vans…
BMW konnte seine Absatzzahlen übrigens seit 2019 halten mit ca. 2.200.000… trotz Transformation auf BEV….
M. meint
Ja, der muss weg. Der ist auch bei der Belegschaft – oder dem winzig kleinen Teil, den ich „von früher“ kenne – hoch umstritten, um keine andere Wortwahl zu treffen.
ChriBri meint
Ja, da bin ich bei dir, auch das vollkommen daneben gegangene Ausrufen der Luxusstrategie war der absolute Flop. Und die neuen E Fahrzeuge sind zwar technisch gut, optisch weiß ich nicht, ob sie innen und außen überzeugen (mich nicht). Das muss man im Markt sehen.
Futureman meint
Im reinen E-Bereich ein Rückgang der Verkäufe bei gleichzeitig stark ansteigenden Markt. Bei anderen Herstellern bedeutet das angeblich den Untergang. Da wird diese Jahr interessant, wenn es so weitergeht, ist ein ehemaliger strahlender Stern auf dem Kurs in Richtung schwarzes Loch.
M. meint
Dann sind jetzt also schon zwei auf dem Kurs Richtung schwarzes Loch?
Der reine BEV-Anbieter, der auch kurzfristig keine Alternative hat, wenn die BEV nicht mehr so laufen, und der, der zumindest kurzfristig eine hat?
Allerdings könnte man beim Lesen des Artikels auf die Idee kommen, dass es bei Mercedes deutlich komplexer war, als alleine zu wenige verkaufte Autos mit geringerer Marge.
Könnte. Aber vielleicht liest man den Artikel besser nicht, wenn man das nicht will.
Powerwall Thorsten meint
Man könnte aber das Erklärungs-Versuchs-BlaBla auch einfach weglassen und zugeben, daß man erst die Elektromobilität komplett verschlafen hat – man denke an das erste EQ Modell – und jetzt die Autonomie großteils aufgeben hat.
Mäx meint
Man hat die Autonomie nicht aufgegeben.
Level 3 hat man aufgegeben, weil der Mehrwert nicht vorhanden war.
Absolut nachvollziehbar, trotzdem war man der erste der sowas im Serienauto hatte.
In den USA und in China fährt der Mercedes CLA mit einem FSD ähnlichen Level 2++ Assistenten rum. Das Fahrzeug fährt also mit eigenständigen durch KI gestützte Entscheidungen durch den Verkehr unter der Prämisse der ständigen Beobachtung, weil es ein Level 2 System ist.
Also exakt das was FSD Supervised bietet.
Haben die also auch Autonomie aufgegeben?
M. meint
Die EQ-Strategie war zu radikal in der Umsetzung, das hat den Kunden nicht gefallen. Deswegen hat man das korrigiert. Das ist richtig.
Aber Autonomie als Fernziel hat niemand aufgegeben, der Mehrwert von L3 ggü. L2 ist einfach nicht da unter den (auch regulatorisch) auferlegten Einschränkungen.
Nur wird’s erst bei L4 wirklich interessant, und dann auch nur, wenn es in den Situationen genutzt werden kann, in denen man aktuell L2 nutzen kann. Auch regulatorisch.
Das ist dann übrigens „vollautomatisiert“ – aktuell sind alle bei tailautomatisiert. Hier nochmal die Liste:
ADAS Level 0: No Driving Automation
ADAS Level 1: Driver Assistance
ADAS Level 2: Partial Automation
ADAS Level 3: Conditional Automation
ADAS Level 4: High Automation
ADAS Level 5: Full Automation
Vielleicht fällt dabei auch etwas auf, was im Marketing einer bestimmten Firma schon lange gebräuchlich ist – auf der Straße allerdings nicht.
Mary Schmitt meint
Bei Mercedes war es die Einsicht, dass man 130 fahren können muss während der Fahrer etwas anderes tun darf, damit es ein Mehrwert ist. Und das hätte die Hardware auf derzeitiger Struktur zu sinnlos teuer gemacht. Mercedes braucht erst in den größeren Modellen die neue E/E Architektur bis man Level 3 wieder aufnimmt. Dann für alle.