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BYD-Gewinn bricht im ersten Quartal um 55,4 Prozent ein

29.04.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 22 Kommentare

BYD_Dolphin_Weiss

Bild: BYD

Der chinesische Fahrzeugkonzern BYD hat zum Jahresauftakt den stärksten Gewinneinbruch seit sechs Jahren verzeichnet. Im ersten Quartal verdiente der 2025 erstmals weltweit größte Elektroautohersteller laut Ntv 4,1 Milliarden Yuan, umgerechnet 510 Millionen Euro. Das waren 55,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Der Rückgang fiel stärker aus als im vierten Quartal 2025. Auch der Umsatz sank: Von Januar bis März 2026 schrumpfte er um 11,8 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan (18,8 Mrd. Euro). Das erreichte BYD mit rein elektrischen und Plug-in-Hybrid-Autos sowie elektrifizierten Nutzfahrzeugen, klassische Verbrenner bietet man nicht an.

Im Heimatmarkt China leidet BYD unter wachsender Konkurrenz durch heimische Rivalen wie Geely oder Leapmotor. Auf dem Elektroauto-Markt der Volksrepublik herrscht ein heftiger Preiskrieg, der die Margen der Unternehmen belastet. Zusätzlich erschwerte der Wegfall von Förderprogrammen für Elektroautos die Lage. Dadurch brach der Fahrzeugabsatz in China zu Jahresbeginn ein. BYD versucht wie andere chinesische Autobauer, diese Schwäche durch höhere Exporte auszugleichen.

Das Unternehmen setzt sich laut Ntv das Ziel, 1,5 Millionen Fahrzeuge im Ausland zu verkaufen. Das entspräche einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber 2025. Im ersten Quartal verkaufte BYD insgesamt 700.463 Fahrzeuge, die Auslieferungen ins Ausland übertrafen die inländischen Lieferungen.

Zur Gewinnung neuer Kunden setzt BYD neben dem Ausbau der Modellpalette auf neue Technologien. So brachte der Konzern im vergangenen Monat eine Batterie für Elektrofahrzeuge auf den Markt, die in neun Minuten vollständig aufgeladen werden kann.

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Via: Ntv
Tags: GeschäftsergebnisUnternehmen: BYD
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Gernot meint

    30.04.2026 um 07:48

    Die Situation dürfte für BYD nicht so dramatisch sein. Wie der Artikel schon schreibt, sind in China Förderungen weggefallen. Dadurch gab es Ende 2025 starke Vorzieheffekte. Die Verkäufe fehlen jetzt. Im Februar ist der BEV-Absatz in China gegenüber dem Vorjahr z.B. um satte 35% eingebrochen. Dadurch, also weil Verbrenner kurzzeitig wieder einen höheren Anteil an den Neuzulassungen haben, ist VW kurzzeitig sogar wieder Marktführer in China. Das dürfte sich aber bald wieder ändern.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      30.04.2026 um 11:49

      Der Wegfall der Förderung begünstigt die kaufmännisch stabilen, eher größeren Marktteilnehmer. Viele von den Kleinen werden das nicht überleben. Deren Marktanteile wandern damit zu den Großen. Die damit verbundenen Skaleneffekte verbessern die Ergebnisstruktur der Großen über die verbesserte Marge bei Beibehaltung des Preisniveaus. Wer auf dem Preisniveau dann nicht mithalten kann (s. aktuell VW in China) hat sehr schlechte Karten.
      (In Kurzform)

      Der Wegfall der Förderung ist kein Zeichen von finanzieller Schwäche der KP China oder von „BEV interessiert uns nicht mehr“. Es ist die übliche Herangehensweise um Branchen sehr sehr fit für den internationalen Markt zu machen.

      Antworten
    • M. meint

      30.04.2026 um 12:05

      So ist es.
      Gestern gelesen: „die bauen Wegwerfautos“
      Offenbar ist in China alles auf Oldtimer-Niveau, was 2 Jahre alt ist, weil sich die Technik so schnell weiterentwickelt. Da werden auch 2-jährige Fahrzeuge nicht mehr repariert, weil sich das nicht lohnt, und lieber ein neues gekauft. Und weil es in China quasi keinen Gebrauchtwagenmarkt gibt, schwinden die Altfahrzeuge auf riesigen Halden.

      Falls (!) das stimmt, zeigt das neben dem ökologischen Wahnsinn noch ein paar interessante Dinge.
      1)
      Zum einen natürlich, warum wir hier nicht die chinesischen Preise bekommen können. Das sind augenscheinlich andere Fahrzeuge. Die Wegwerfware würde auf dem Transport oder auf Halde schon auseinanderfallen oder sonstwie versagen, darauf könnte man unmöglich 8 Jahre Garantie geben. Außerdem kann man in Europa Altfahrzeuge nicht einfach millionenfach auf Halden abstellen und so tun, als wäre das Problem damit erledigt.

      2)
      ein Problem für alle westlichen Hersteller: es ist ja nicht so, dass die Fahrzeuge immer sehr lange ohne Reparaturen halten, aber grundsätzlich sind die schon auf eine Betriebszeit von weit über 2 Jahren ausgelegt. Sowas ist aber teurer. Und wenn der chinesische Kunde tatsächlich plant, das Auto in 2 Jahren wortwörtlich wegzuwerfen, wird er das Geld für ein robusteres, aber nach 2 oder 4 Jahren veraltetes Fahrzeug weder ausgeben WOLLEN noch KÖNNEN.
      Also wird man entweder selbst solche Wegwerfautos bauen müssen, oder vom Markt verschwinden.

      Hier der Link: https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101230348/elektroautos-in-china-nach-zwei-jahren-landen-die-e-autos-auf-dem-schrott.html
      Wie gesagt: wenn das stimmt. Aber der 1. April ist vorbei.

      Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        30.04.2026 um 12:44

        Du glaubst jeden Artikel, das erklärt warum du so eine lange Artikelliste führst. Interessantes Kerlchen…Immerhin hast du ein „falls“ hinzugefügt.
        Aber es zeigt, dass du noch nie in China warst. Solltest du machen, Reisen bildet. Wobei…

        Antworten
        • eBikerin meint

          30.04.2026 um 13:19

          „Aber es zeigt, dass du noch nie in China warst. Solltest du machen, Reisen bildet. “
          Und was würde ine Chinareise deiner Meinung nach bringen`?
          Gibt es da Ausflüge zu den Schrottplätzen , oder wird einem da erklärt dass das alles nicht stimmt?
          Ehrlich gesagt, deine Antwort auf seinen Beitrag ist sehr vielsagend – und zwar über dich. Kein Argument, keine Diskussion, nur subtile Beleidigung,.

        • M. meint

          30.04.2026 um 14:55

          Du kannst mit deinem zweiten Satz den Unsinn im ersten nicht mehr retten.
          Aber mach du ruhig deine Bildungsreisen auf Schrottplätze.
          Du kannst aber auch Wüsten nehmen, macht wahrscheinlich keinen Unterschied.

          Weißt du, was einen Unterschied gemacht hätte?
          Eine sachliche Gegendarstellung, am besten mit einem Link.
          Aber wir wissen ja beide, dass „sachlich“ und du in zwei verschieden Welten stattfindet, weshalb ich frühere Versuche zur Versachlichung auch nicht länger verfolge. Schlicht sinnfrei.

        • Fred Feuerstein meint

          02.05.2026 um 16:19

          Warum sollte ich mir bei dir die Arbeit machen? Ganz ehrlich, macht keinen Sinn. Denn der Artikel passt ja ins eigene Narrativ, die chinesischen Autos sind „minderwertig“ und nur die deutschen sind hochwertig.
          Als würden Chinesen ein Auto(!) für 30.000 € oder selbst für 20.000 € wegwerfen, weil angeblich der Akku keine drei Jahre hält…Wer soll denn das bitte glauben? Und das meine ich: Wenn man sich mal in China aufhält oder noch besser mal in China arbeitet, merkt man ziemlich schnell, dass der Autor Unsinn erzählt. Fakt ist: Es gibt dort viele Anbieter und einen Preiskampf. Den werden nicht alle überleben. BYD, XPeng und noch ein paar andere werden es überleben. Soll ich euch etwas verraten? Die Autos halten länger als zwei Jahre, aber nein, das kann nicht sein, das ist nur bei deutschen Autos so…

      • Jörg2 meint

        02.05.2026 um 11:54

        M

        „Und weil es in China quasi keinen Gebrauchtwagenmarkt gibt, schwinden die Altfahrzeuge auf riesigen Halden.“

        Bereits an diesem Punkt bricht Deine Argumentation zusammen.

        Es gibt in China einen sehr schnell wachsenden Gebrauchtwagenmarkt. Die KP China fördert diesen seit Anfang der 2020iger mit verschiedensten Förderprogrammen. Ziel ist es, eine sehr lange Nutzung des Fahrzeuges abzusichern um dann, am Ende der Lebenszeit in eine weitestgehende Verwertung zu gelangen. Eine Haldenbildung wird nicht gefördert. Eine Verschrottung funktiontstüchtiger Fahrzeuge auch nicht. Ein Förderzweig beschäftigt sich mit dem Export von funktiontstüchtigen Gebrauchtwagen in Schwellenländer (in Kombination mit Exportbestrebungen im Bereich PV, stationärer Akku, BEV-Infrastruktur….).

        Blinde und Farbe….

        Antworten
        • Fred Feuerstein meint

          03.05.2026 um 20:42

          Aber im Artikel…Das muss doch stimmen. 🤡

        • M. meint

          04.05.2026 um 12:46

          Jörg und mangelnde Lesekompetenz, das zieht sich hier durch wie ein roter Faden.
          Aber, um es dir einfach zu machen: das ist nicht meine Argumentation. Das ist die Aussage eines verlinkten Artikels, zu dem ich den Wahrheitsgehalt wissen wollte. Ich habe es ja selbst angezweifelt.
          Aber gleich der nächste Fail von dir: du behauptest etwas und lieferst dafür keinen Beleg.
          Aber ich vertraue dir, dass du das schaffst, woran Fred F. (vermutlich final) gescheitert ist.

      • MK meint

        05.05.2026 um 09:35

        @M:
        Die Schlagzeile ist natürlich erstmal toll und wurde deswegen von vielen Medien aufgegriffen. Aber schauen wir mal hinter die Schlagzeile:

        Wenn sie den Artikel lesen, steht darin, dass es in China quasi keinen Gebrauchtwagenmarkt gibt…aber eben auch, dass es quasi keinen Leasingmarkt gibt. Da Privatkunden, die einen Neuwagen wirklich kaufen, dieses meist nicht nach drei bis vier Jahren wieder abgeben, tauchen diese Fahrzeuge kaum wieder auf dem Markt auf. Der Gebrauchtwagenmarkt von eAutos speist sich bisher also nahezu komplett aus Leasingrückläufern (von Firmen & Privat). Während das in Deutschland z.B. locker 60% bis 70% aller Fahrzeuge sind und deswegen ein entsprechender Gebrauchtwagenmarkt existiert, scheint das in China nur eine Randerscheinung zu sein. Und darüber, dass gebrauchte eAutos wegen des schnellen technischen Fortschritts auch in Deutschland überproportional an Wert verlieren und sich gebraucht schlechter verkaufen lassen, wurde ja zumindest bis zur Spritpreisexplosion durch den Iran-Krieg auch in Deutschland breit berichtet.
        Oder anders gesagt: In China ist es scheinbar üblich, Neuwagen zu kaufen und dann zu fahren, bis es nicht mehr geht, da auch Firmen dort scheinbar nur selten leasen und Fahrzeuge nicht so schnell abstoßen. In Deutschland ist es für Privatkunden, die kaufen wollen, hingegen eher üblich, Leasingrückläufer zu kaufen. Und aus der logischen Konsequenz, dass in China prozentual weniger der vor 4 Jahren verkauften Neuwagen aktuell als Gebrauchtwagen verkauft werden als in Deutschland, scheint irgendein kreativer Autor die Schlussfolgerung abgeleitet zu haben, dass eAutos in China „Wegwerf“-Autos seien, was sich gegenüber eAutos sagen wir mal „skeptisch“ eingestellte Medien und Stammtischgröler sich natürlich nicht entgehen lassen können. Weil: Spannend ist ja auch, dass es eben keine Berichte über größere Verschrottungen gibt, was den Autor zur nächsten Behauptung, den „riesigen Halden“ gebrauchter eAutos, übergehen lässt. Nur gefunden hat er merkwürdigerweise keine einzige…auch auf dem Titelbild bei T-Online sind nur Neuwagen an einem Hafenterminal abgebildet.

        Damit zu dem Teil, der den Artikel vielleicht einen winzigen wahren Kern gibt:
        – In China gilt ein Tempolimit von 110 km/h. Das gesamte Fahrwerk, Bremsen, Reifen etc. sind also deutlich schwächer ausgelegt und daher billiger.
        – In China gelten geringere Crashtest-Anforderungen (der BYD Dolphin ist in Europa deutlich länger bei identischem Innenraum…nur für Crashtestanforderungen)
        – Gesetzliche Anforderungen wie „eCall“ etc. gibt es in China meines Wissens nach auch nicht.
        Worauf ich hinaus will: Natürlich wird der Akku im Fahrzeug in China und in Deutschland identisch sein und bei gleicher Nutzung in China genauso lange halten wie in Deutschland. Die Aussage, dass es technisch andere Autos sind, stimmt aber dennoch. Und damit, dass man vieles weglässt oder einfacher baut (siehe oben), macht der Akku und die Software rein für Unterhaltungszwecke natürlich auch prozentual gesehen einen viel höheren Anteil des Kaufpreises aus.
        Würden also z.B. ein Skoda Elroq (Beispiel nur, weil ich den halt selber habe) in Deutschland und ein BYD Atto 3 nach drei Jahren ausgemustert, würde in den meisten Fällen (also bei durchschnittlicher Fahrleistung) zwar veraltete Software (und auch Bordrechner dahinter…würde ich jetzt den Elroq bestellen, hätte der in dem Bereich eine komplett andere Hardware und ein komplett neues Betriebssystem als der, den ich vor rund 6 Monaten bekommen habe) und einen noch nahezu perfekten Akku, der aber technisch von weiterentwickelten übertroffen wird, aber der ganze Rest des Autos von der für die jeweiligen Crashtest-Anforderungen ausgelegten Karosserie über Bremsen und Fahrwerk (was in Deutschland meinen Elroq mit 185 km/h sicher über die Autobahn befördern und aus dieser Geschwindigkeit sicher abbremsen können muss, in China halt alles nur bis 110 km/h) ist grade mal „eingefahren“ und immer noch „State of the Art“.
        Wenn nun in Europa dieser „Rest des Autos“ 70% des Kaufpreises ausmacht, in China aber nur 30% (fiktive Zahlen…ob die Größenordnung stimmt, kann ich also nicht sagen), würde das natürlich dazu führen, dass man eher bereit ist diesen noch neuwertigen „Rest“ aufzugeben, um bei dem Teil, der sich weiterentwickelt hat, auch wieder auf der Höhe der Zeit zu sein, was vereinzelt zu einer früheren Ausmusterung führen dürfte.

        Antworten
        • M. meint

          05.05.2026 um 12:25

          Großer Gott… gibt es hiervon eine Kurzversion?

        • MK meint

          05.05.2026 um 13:39

          @M:
          Antworten auf einem Bierdeckel können leider nur Populisten liefern…so wie diese von Ihnen wiedergegebene populistische Schlagzeile. Die Wahrheit passt aber selten in eine Schlagzeile.
          Aber versuchen wir es mal so: In China werden nahezu keine Gebrauchtwagen verkauft, weil da auch das Leasen von Fahrzeugen nicht üblich ist. Dass kaum gebrauchte Elektroautos verkauft werden liegt also nicht daran, dass massenhaft angebotene Autos keine Käufer finden würden, sondern daran, dass einfach kaum Gebrauchtwagen auf den Markt kommen und auch der „Erfinder“ der Schlagzeile konnte ja merkwürdigerweise keine der Halden, auf denen die Fahrzeuge angeblich dann landen, ausfindig machen.

        • MK meint

          05.05.2026 um 13:44

          @M.
          Was ich wirklich lustig finde: Bei den einen beschweren Sie sich, dass die Kommentare keine Argumente beinhalten, bei mir darüber, dass eine Argumentation länger als zwei Sätze ist. Sind Sie eigentlich mit irgendwas im Leben auch mal zufrieden? Zumal die Hauptargumentation (der erste Block meines Kommentars) ja sogar kürzer ist als Ihr Ausgangskommentar, auf den ich geantwortet habe ;)

        • M. meint

          05.05.2026 um 18:08

          Das Überfliegen ihres Epos ergab, dass sich wesentliche Teile nicht mit der Behauptung in diesem Artikel beschäftigen.
          Bremsen, die auf 110 km/h ausgelegt sind, sind kein Grund, ein Quto nach 2 oder 3 Jahren zu entsorgen.
          Entweder gleich (meine Empfehlung) oder gar nicht.
          Das geht komplett am Thema vorbei.
          Links zur Belegung haben Sie auch nicht.
          Was soll das also?

        • MK meint

          06.05.2026 um 16:34

          @M.
          Abgesehen davon, dass sich die komplette erste Hälfte nur damit befasst, dass die Behauptung des Artikels einfach Blödsinn ist:
          Doch, natürlich hat das was mit dem Thema zu tun: Entscheidend für die Frage, wie hoch der Restwert z.B. eines Leasing-Rückläufers nach 3 oder vier Jahren ist, ist doch, wie viele Verschleißteile so oder so gegen komplett neue Teile ausgetauscht werden müssen und wie viele Teile keinen deutlichen Verschleiß haben und genauso gut sind wie beim Neuwagen. Wobei es natürlich nicht um die Anzahl, sondern den prozentualen Anteil am Wert eines Neuwagens geht. Wenn die Karosserie und das Interieur (Amaturenbrett, Sitze usw.), die in der Regel problemlos 20 Jahre halten, 70% des Neupreises ausmachen, wird das Auto sicher eher weitergenutzt, als wenn es nur 30% sind.

          PS: Laut Nutzungsbedingungen sind hier keine Links gestattet. Aber das in China ein Tempolimit von 110 km/h gilt und in der EU Sicherheitsvorgaben, die in China nicht gelten, kann man bei vielen Quellen finden…und dass die Autos entsprechend „regional“ angepasst werden, kann man auch nachlesen, erschließt sich aber auch einfach aus der Logik heraus: Viele Modelle werden z.B. nur in China angeboten und sind daher nur auf die dortigen Anforderungen ausgelegt, die das Auto günstiger machen. Wird ein Modell dann auch in der EU angeboten, muss man es trotzdem für den chinesischen Markt anpassen, weil man sonst mit den Preisen der Wettbewerber nicht mithalten kann. Ich weiß ja nicht wie alt Sie sind, aber ich erinnere mich noch gut, dass es noch vor 15 Jahren auch in Deutschland vollkommen normal war, mit Winterreifen ein „Tempolimit“ zu bekommen, weil die Reifen nicht für höhere Geschwindigkeiten zugelassen sind. Mittlerweile gibt es das nahezu gar nicht mehr, dafür sind Reifen überproportional teurer geworden.

  2. David meint

    29.04.2026 um 19:20

    Das ist ja die neue Waffe der Tesla Fans, nachdem die Fahrzeuge der eigenen Marke nicht mehr konkurrenzfähig sind: Die Chinesen, die alle in den Ruin treiben. Tja, aber auch dieser Narrativ hat deutliche Risse bekommen. Letztes Jahr schon dieser Stückzahlenbetrug, dann Anfang dieses Jahres, wo es am Heimatmarkt richtig in den Keller ging und jetzt fällt die Marge dramatisch. Die war übrigens auch vorher nicht üppig. Es gibt keine Wunder in China.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      30.04.2026 um 12:46

      Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

      Antworten
      • Jörg2 meint

        02.05.2026 um 00:27

        Es ist halt schwierig konstruktiv auf Unsinn zu reagieren.
        Es fehlt bei Dav regelmäßig das kleinste Fünkchen konstruktiven Inhaltes, an den man anknüpfen könnte.

        Antworten
  3. Jörg2 meint

    29.04.2026 um 17:29

    Wer die aktuelle Automarktsituation in China so beschreibt: „Sehr viele Anbieter… weggebrochene Subventionierung… Rettungssuche im Auslandsgeschäft…“ beschreibt die Oberfläche und hangelt sich am westlichen Marktverständnis entlang.

    Man kann das Ganze aber so sehen:

    Die KP China will eine weltweite Dominanz im Fahrzeugmarkt.
    Im Verbrennermarkt war das nicht möglich (zu tiefe Technologie, zu komplizierte Lieferketten).
    Durch Umstellung auf BEV ist dieser Weg nun möglich.
    Schritt 1: Eine maximale Anzahl nationaler Unternehmen auf den nationalen Markt bringen. Hierbei dafür sorgen, dass jedwede mögliche technologische Lösung bespielt wird (s. Wechselakkusysteme, verschiedenste Zellchemien). Sicherung der notwendigen Ressourcen und Technologien der Vorketten (Rohstoffe, Zellproduktion…)
    Schritt 2: Per massiver Subventionen diesen Automobil- Unternehmen das kaufmännische Risiko klein halten und die Innovationskraft hoch.
    Schritt 3: Es entstehen Überkapazitäten, die vom Binnenmarkt nicht aufgenommen werden können. Das führt zum Wettbewerb um den Kunden per Technologie und Preis und zum Einstieg in den nationalen Markt.
    Schritt 4: „Darvin“ wird per Subventionsabbau eingeführt. Nur die wirklich guten überleben. Nur die wirklich nachgefragten Produktlösungen überleben. Nur die überleben, die bereits ein Standbein in ausländischen, margenstarken Märkten haben.
    Schritt 5: Der/die Gewinner bekommt alles. Kapazitäten, Marktanteile, Technologien, die durch den Untergang eines großen Teils der Unternehmen aus Schritt 1 frei werden, werden auf die Überlebenden gebündelt.

    Wir sind aktuell bei Schritt 4. Der Gewinneinbruch bei chinesischen Automobilfirmen erfolgt planmäßig und ist kein Indiz für ein Scheitern. Planwirtschaft schlägt hier Marktwirtschaft.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      30.04.2026 um 12:48

      Oh!

      Unter 3. muss es richtig lauten „… und zum Einstieg in den internationalen Markt.“

      Antworten
  4. M. meint

    29.04.2026 um 14:23

    Das ist auch der Hintergrund der aktuellen Kritik Chinas am EU „Industrial Accelerator Act“:
    Der Plan ist ja immer, die globalen Wettbewerber über den Preis so weit es geht zu schwächen, um diese Märkte zu übernehmen. Dafür wird jahrelang subventioniert, was enorme Summen kostet, und dieses Geld muss natürlich wieder eingespielt werden – nicht in China, sondern global.
    Da passt es natürlich nicht, wenn Regierungen die Regeln ändern und lokale Produktion verlangen – obwohl China das selbst seit 40 Jahren verlangt.

    Aber BYD wird das überleben, da habe ich keinen Zweifel. Da gibt es andere Wackelkandidaten.

    Antworten

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