BMW hat im letzten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang zu verkraften. Unter dem Strich verdiente der Münchner Premiumhersteller von Januar bis März knapp 1,67 Milliarden Euro. Das sind rund 23 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2025. Die Bayern betonen aber, dass die Auftragseingänge auf ein erfolgreiches Jahr hindeuten – insbesondere auch bei Elektroautos.
Im Vorjahresquartal hatten die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle noch nicht gegolten. Sie werden BMW auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs belasten, erwartet der Konzern – wenn auch etwas weniger als im Gesamtjahr 2025. Auch der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal um 8,1 Prozent auf 31 Milliarden Euro. Gründe waren unter anderem Währungseffekte und dass der Absatz von Fahrzeugen um 3,5 Prozent auf rund 566.000 sank. Letzteres geht vor allem auf die allgemeine Schwäche deutscher Hersteller in China zurück, gute Geschäfte in Europa konnten dies nicht ausgleichen.
BMW hebt die starken Bestellungen in Europa hervor: „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt wie in den ersten drei Monaten des Jahres“, sagte Konzernchef Zipse laut der Zeit. Zugute kommt dem Konzern dabei die starke Nachfrage insbesondere nach Elektroautos in Europa. BMW sprach von einem Rekord-Auftragseingang.
Allein bei den E-Autos sammelte das Unternehmen von Januar bis März den Angaben nach mehr als 60 Prozent mehr Bestellungen ein als vor Jahresfrist. So verkaufte sich das im September vorgestellte Modell iX3 mehr als 50.000 Mal. Die jüngste Batterie-Generation des Mittelklasse-SUVs führt die Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ ein. Als nächste Baureihe darauf kommt bald der neue i3, für den als modernes elektrisches Mittelklasse-Modell ebenfalls eine große Nachfrage erwartet wird.
Insgesamt sieht Konzernchef Oliver Zipse das Unternehmen „so aufgestellt, um auch unter herausfordernden Bedingungen nachhaltig erfolgreich zu sein“. Er ist noch bis zur Hauptversammlung BMW-CEO. Mitte Mai übernimmt sein designierter Nachfolger Milan Nedeljković, bislang ist er Produktionsvorstand.

Teamracer meint
BMW iX3 gefällt mir von den Leistungsdaten her sehr gut. Andererseits hätten mir 700 km Reichweite auch gereicht, wenn ich eine Degradation von 10 % in den ersten Jahren sowie den Winter einberechne.
Was mir aber gar nicht gefiel, war der Innenraum. Im ersten Moment dachte ich noch, die hätten einen durchsichtigen Plastikschutz auf die Knöpfe gelegt, bis ich erkannte, dass BMW das wirklich ernst meint. Ein Standard-Display hätte mir auch besser gefallen.
Schade.
MrBlueEyes meint
Du triffst eine Autokaufentscheidung für ein gutes Elektroauto, und der iX3 ist aktuell das beste Deutsche, nach Knöpfen??? 😕
Also dann wolltest du ihn eh nicht meines Erachtens…
South meint
Nö, das stimmt überhaupt nicht. Der iX3 ist aktuell nicht das beste deutsche Elektroauto, nur weil er bei WLTP Werten noch ne Schnaps Accu draufgelegt hat. Ich kann Teamracer nur recht geben, ob jetzt 750WLTP wie bei Audi oder 800 beim iX3, das macht das Kraut wirklich nicht fett… und ich muss Teamracer auch beim zweiten Punkt recht geben, wobei ich da alle Premiumhersteller einschließe, die Preise sind steil nach oben und die Innnenausstattung ist zum Teil wirklich billig, sogar peinlich billiges Hartplastik, das erinnert mittlerweile eher an Dacia….
Simon meint
Die Touchtasten nerven mich schon, das wäre bei zwei sehr guten Autos schon kaufentscheident. Das hat man täglich in der Hand.
M. meint
Mal für mich: was ist ein „Standard-Display?
Kleiner? Größer? Nicht zum Fahrer geneigt? Mehr Breitformat? Weiter weg? Näher dran?
Nur, dass ich es verstehe.
Die Reichweite beim AWD ist ohne Optionsräder und M-Paket 805 km.
Wenn wir davon 10% Degradation abrechnen, sind’s noch 720. Im Winter nochmal weniger, und real sowieso weniger, das ist fast immer so.
Also… ist die Batterie jetzt zu groß? Es gibt noch eine kleinere. Spart sogar Geld.
Aber falls sie zu klein ist… auf den iX5 warten, da sollen es 142 kWh netto werden, der könnte die 700 km real unter günstigen Bedingungen schaffen. Sonst weiß ich jetzt auch nicht!
Aber ja, echte Tasten auf einem weniger schrulligen Lenkrad hätten mir auch besser gefallen. Aber ich scheitere schon an der Kastenform, aka „SUV“…
David meint
Und das wird so weitergehen. Der i3 ist ja jetzt schon absehbar Klassenbester. Mit 900 km Reichweite braucht man keinen Verbrenner mehr. Der iX5 wird genauso aggressiv im Verbrennerteich fischen mit seinen 142 kWh.
Future meint
Allerdings müssen die Skeptiker immer noch irgendwann an die nach wie vor unbeliebten Ladesäulen. Gerade war ich an einer innerstädtischen Schnellladesäule mit einem großen »FCK Grüne«-Aufkleber. Diese Haltung ist leider immer noch verbreitet im Land und die Ursachen liegen auch an der jahrelangen negativen Kommunikation gegenüber dem Elektroauto. Der scheidenende Vorstand von BMW war dabei auch einer der Protagonisten, was in diesem Blog ja auch immer wieder diskutiert wurde.
M. meint
„FCK Grüne“ hat der nie gesagt. Wenn du einen Auto-CEO suchst, der sich politisch geoutet hat, nimm doch den:
https://www.newsweek.com/elon-musk-shares-trump-2032-hat-trump-2028-2064017
Oder den:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-wie-musk-die-afd-mit-fehlinformationen-unterstuetzt,UbNGGM3
Und da du lässt dich plötzlich von einem Aufkleber oder Aussagen von Zipse irritieren?
Wahrscheinlicher ist doch, dass der bisher ausgebliebene Untergang von BMW dich einfach stört.