Hyundai meldet einen Meilenstein für seine wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeugflotte in Europa: Die Lkw vom Typ Xcient Fuel Cell Class 8 haben dort insgesamt 20 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Strecke wurde innerhalb von fünf Jahren mit 165 Fahrzeugen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich erreicht. Damit unterstreiche man das Potenzial von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEV), Verbrennungsmotoren im gewerblichen Transport zu ersetzen, so die Südkoreaner.
Chul Youn Park, Leiter der Global Commercial Vehicle and Light Commercial Vehicle Business Division: „Hyundai Motor reduziert die CO2-Emissionen am Auspuff, indem wir mit globalen Partnern zusammenarbeiten, um wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Lkw in verschiedenen Bereichen wie Logistik, Distribution und urbanen öffentlichen Einsätzen einzuführen.“ Ausgehend von den ersten Einsätzen in der Schweiz habe man die Präsenz in mehreren europäischen Regionen ausgebaut und zugleich sichtbare Fortschritte in Nordamerika erzielt.
Die Einführung der Xcient Fuel Cell begann im Oktober 2020 in der Schweiz. Bis Juni 2024 erreichten die Fahrzeuge dort laut dem Hersteller eine kumulierte Fahrleistung von 10 Millionen Kilometern. Die erbrachte Leistung habe die Expansion in weitere Regionen sowie zusätzliche Einsatzbereiche ermöglicht, darunter die Lebensmittel- und Getränkelogistik, die Belieferung von Supermärkten und spezialisierte Fahrzeugtypen wie Müll- und Kranfahrzeuge.
In der Schweiz kommen die Lkw unter anderem in der Logistik für Lebensmittel, Getränke und Bekleidung zum Einsatz. In Deutschland bedienen sie Supermarktketten, Textilunternehmen und große Flottenbetreiber. Frankreich nutzt die Fahrzeuge für große Einzelhandelsketten sowie als Müll- und Kranfahrzeuge mit elektrischem Nebenabtrieb. In den Niederlanden wurde ein Planen-Lkw an einen Baustoffhändler geliefert, in Österreich ein Kühlfahrzeug in die Abläufe einer Supermarktkette integriert.
Hyundai betont die Weiterentwicklung der Technologie: 2025 stellte das Unternehmen eine neue Version des Xcient Fuel Cell vor, die über ein verbessertes Wasserstoff-Brennstoffzellensystem verfügt. Das Fahrzeug wird seit 2021 unter verschiedenen Klima- und Einsatzbedingungen getestet, um Anforderungen wie Hafenverkehre und mittlere Transportdistanzen zu erfüllen.
Auch außerhalb Europas baut Hyundai seine Wasserstoffaktivitäten aus. In Nordamerika sind derzeit 63 Xcient Fuel Cell-Lkw im Einsatz. Seit ihrem regionalen Marktstart im Jahr 2023 haben sie dort zusammen rund 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt.
„Die bewährte Leistung der Xcient Fuel Cell-Lkw in verschiedenen Logistikumgebungen demonstriert ihre praktische Einsatzfähigkeit und unterstreicht die Führungsrolle von Hyundai Motor bei der Förderung der globalen Umstellung auf Wasserstoffenergie“, so das Unternehmen.

M3P_2024 meint
Den eActros sehe ich in der Schweiz mittlerweile schon täglich, häufig mehr als einmal in verschiedenen Farben – ist hier also schon sehr gut vertreten. Wasserstoffbomber hatte ich anfänglich auch hin und wieder einer gesehen (eine solche Tankstelle ist nicht weit entfernt) aber mittlerweile eigentlich nicht mehr anzutreffen. Das Wunder hat sich wohl erledigt.
Mark Müller meint
Interessant. Ich sehe die Hyundai-FCEV hier immer noch regelmässig.
Ob da wohl einer fabuliert?
R2D2 meint
Was im Artikel nicht erwähnt wird, ist das Gesamtpaket das man sich da angelacht hat… Fahrzeug, Wartung, UVV, tod und teufeln in einem Paket. Vom Staat befördert bis zum umfallen. Ist das selbe wie in Deutschland mit den Wärmpepumpen. Aus einem ollen Gerät das so 5.000 Euro kostet, wird dann Veredlung durch Energieberater und zertifiziertem super Installateur dann ein Gerät das 28.000 Euro kostet… aber hey… der Kunde bekommt ja 70% vom Staat bezahlt. *gg
Ben meint
Ist doch ok so lange 8Mrd./Jahr Dieselsubvention hier in Deutschland nicht abgeschafft werden darf man auch Wärmepumpen fördern, nur die Steuerverschwendung für Wasserstoffmobilität ist halt blanker Lobbyistmus…so wie die Dieselsubvention.
R2D2 meint
Auch wenn man es drölftausend mal wiederkäut, es gibt keine Diesel Subvention. Sprit wird nach Heizwert besteuert. Komisch ist dabei, das Kerosion überhaupt keine Steuer hat, da regt sich niemand auf. Beim Diesel werden immer die Mistgabeln gewätzt…
Mäx meint
Das ist so ein typischer Whataboutism Schwachsinn.
Doch so ziemlich alle Umweltverbände regen sich darüber auf, dass Kerosin nicht besteuert wird.
Aber du wärst einer der ersten die um die Ecke kommen und von böser Überregulierung und Idiotie der EU und Umweltverbände schwafeln.
R2D2 meint
Kerosin…
..Korrektur..
Ossisailor meint
In D wurde wohl ein großer Teil der Hyundai H2-Flotte von der Fa. HyLane an die Unternehmen vermietet zu festen Betriebskosten pro km inkl. Kraftstoff, Wartungskosten etc. Hylane hatte ursprünglich nur H2-Trucks von Hyundai im Portfolio, hat dann wohl festgestellt, dass die E-Trucks das Rennen machen werden und daher auch solche ins Programm genommen. Die werden wohl schon den größeren Teil des gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsvolumens stellen.
Jürgen W. meint
Kein Wort zu der betriebswirtschaftlichen Seite aus Unternehmenssicht. Bei deutlich höheren Kosten in Anschaffung und Unterhaltung und dazu noch eine erheblich geringer Energieeffizienz will ich den Unternehmer sehen der auf FCEV setzt. Die Konkurrenz schläft ja nicht und fährt BEV.
Jörg2 meint
Ich habe das dann nicht weiter verfolgt…
Zu Beginn war es so, dass Hyundai die Fahrzeuge an die Nutzer als Vollpaket vermietet hat und einen km-Preis verlangt hat. Damit war das kaufmännische Risiko weg vom Nutzer.
Bei 165 Fahrzeugen und einer solch geringen Gesamt-km-Fahrleistung ist das Risiko für Hyundai wohl auch überschaubar.
CaptainPicard meint
Also im Schnitt unter 25.000 km pro Jahr pro LKW. Das erscheint mir ziemlich wenig für einen kommerziellen Einsatz. Bei angenommenen 230 Arbeitstagen pro Jahr sind das 105 km pro Tag, sicher nichts wofür man einen Wasserstoffantrieb braucht, eine Batterie tut es da auch.
Futureman meint
Bitte nicht die so hoch scheinenden Kilometerzahlen durch einfache Mathematik fast ins lächerliche ziehen :-)
Bei der täglichen Kilometerleistung reicht beim E-LKW ja sogar eine Standard-Heim-Wallbox mit 11kW.
Wenn also der Wasserstofftest angeblich so erfolgreich ist, steht einer flächendeckenden Einführung von E-LKW nichts im Wege.
Mäx meint
Schön, dass es ein Update gibt.
Also 165 sind es geworden von den ehemals geplanten 1.600 bis 2025…also 10%.
Und ganze 63 im Wachstumsmarkt Nordamerika (looking at you BMW).
Währenddessen hat nur Mercedes 2025 6.726 elektrische LKW verkauft…