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E.On-Studie: Über 1,2 Millionen Tonnen CO2-Ersparnis durch elektrischen Straßengüterverkehr

17.02.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 1 Kommentar

E.On-Elektro-Lkw-laedt

Bild: E.ON Energie Deutschland GmbH

Die E-Mobilität in Deutschland wächst: fast zwei Millionen rein elektrische Pkw fahren auf Deutschlands Straßen und werden – neben hunderttausenden privaten und betrieblichen Wallboxes – von mehr als 191.000 öffentlichen Ladepunkten mit Strom versorgt. E.On hat ausgerechnet, welchen Einfluss die in Deutschland zugelassenen E-Autos und die schnell wachsende Anzahl der E-Lkw auf den Klimaschutz haben.

„E-Autos sind keine Ausnahme mehr, stattdessen sind immer mehr Menschen in allen Regionen des Landes elektrisch unterwegs. Die wachsende Zahl der öffentlichen Ladestationen erleben wir im Alltag am Supermarkt oder im City-Parkhaus, wo nun ganz selbstverständlich Ladestationen installiert sind“, so Filip Thon, CEO von E.On Deutschland.

„Auch im Transportwesen setzt sich die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft durch und zeigt bereits ein starkes Momentum: In Deutschland sind aktuell ca. 109.000 rein elektrische Lkw und Transporter zugelassen. Nutzfahrzeuge bieten durch ihr Gewicht, die vielen Fahrkilometer und dem damit verbundenen, höheren Energieverbrauch ein riesiges Potenzial für Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität, wenn wir konsequent auf Elektromobilität setzen.“

Treibhausgasreduktion durch Lkw-Elektrifizierung

Die Mehrheit der elektrischen Lastwagen entfällt mit rund 78.000 Fahrzeugen auf Transporter, gefolgt von gut 21.000 kleinen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und zwölf Tonnen. Zudem sind fast 10.000 schwere Lkw (über 12 Tonnen) und Sattelzugmaschinen für das Ziehen von Trailern elektrisch unterwegs.

„Die Analyse unserer Experten zeigt: Der aktuelle Bestand elektrischer Transporter und Lkw spart beim Laden mit Ökostrom schon über 1,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ein; mit dem deutschen Strommix geladen, liegt die Einsparung bei knapp einer Million. Und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent“, erklärt Thon. „Durch die stringente Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen vom Transporter bis zum 40-Tonner können die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant gesenkt werden. Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten.“

Elektrische Lkw und Transporter seien nicht nur klimafreundlich und leise, sondern könnten für Flottenbetreiber trotz höherer Anschaffungskosten über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet auch finanziell attraktiv sein, so E.On. Grund dafür sei die günstigere Antriebsenergie, insbesondere wenn intelligente Ladetarife oder eigener Solarstrom genutzt würden. Zusätzlich sorgten weniger Wartungsaufwände, Steuervergünstigungen sowie die Mautbefreiung für E-Lkw bis 2031 für geringere Betriebskosten.

Mit mehr als 57.000 zugelassenen elektrischen Lkw und Transportern werden laut der Auswertung allein in NRW jährlich 604.000 Tonnen CO2 eingespart. Auch Bayern leistet mit über 12.000 E-Nutzfahrzeugen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und vermeidet damit gut 134.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Besonders viele schwere E-Lkw über zwölf Tonnen sind anteilig in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

12 Millionen Pkw fahren rein elektrisch und damit emissionsfrei

Der Bestand vollelektrischer Pkw in Deutschland ist 2025 auf knapp zwei Millionen gestiegen. Die meisten Stromer sind mit rund 430.000 in NRW zugelassen. Auf dem zweiten und dritten Platz liegen Bayern mit 370.000 und Baden-Württemberg mit 310.000 E-Autos. Bremen knackt erstmals die Marke von 10.000 vollelektrischen Pkw.

Der Straßenverkehr gehört in Deutschland zu den größten CO2-Emittenten, was die Elektromobilität zu einem großen Hebel für den Klimaschutz macht. Allein die heute zugelassenen E-Autos sparen der E.On-Analyse zufolge im Jahr rechnerisch 5,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen ein – vorausgesetzt, sie werden mit 100 Prozent Ökostrom geladen. Mit dem Strommix geladen sind es gut 4,2 Millionen Tonnen. In NRW und Bayern, den Bundesländern mit der höchsten Anzahl an E-Autos, werden jeweils über eine Million Tonnen CO2 jährlich eingespart. Zudem werden lokale Abgase und Lärmemissionen reduziert, was insbesondere im urbanen Raum bedeutsam ist.

Ladeinfrastruktur für E-Pkw und E-Lkw wächst

Gut 191.000 öffentliche Ladepunkte versorgen im öffentlichen Raum und entlang der Verkehrskorridore E-Autos mit Ladestrom. Dazu kommen private Wallboxen, wie mehr als 71 Prozent der E-Mobilisten sie in der Regel nutzen, und die betriebliche Ladeinfrastruktur, die viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden und Besuchern zur Verfügung stellen.

Auch für schwere E-Lkw mit mehr Ladeleistungs- und Platzbedarf gibt es zunehmend öffentliche Ladestandorte. So bauen beispielsweise E.On und der Lkw-Hersteller MAN gemeinsam dedizierte Nutzfahrzeugladestationen an MAN-Servicestandorten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern auf.

Ladeleistung als entscheidender Faktor für EU-Ziel

Neben der reinen Anzahl an Ladepunkten lohnt sich laut E.On ein Blick auf die Ladeleistung. Schließlich mache es einen großen Unterschied für die Verweildauer des Fahrzeugs an der Ladestation, ob ein E-Auto mit elf oder mit 400 Kilowatt geladen wird. Insgesamt seien in Deutschland circa 7.950 Megawatt öffentliche Ladeleistung installiert.

Die EU-Verordnung „über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“ (AFIR) sehe eine Ladeleistung von 1,3 Kilowatt je rein elektrischem Auto vor. In Deutschland seien derzeit rechnerisch 4,1 Kilowatt je zugelassenem E-Pkw installiert. Das EU-Ziel werde somit sogar übererfüllt, erklärt E.On.

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Via: E.On
Tags: Emissionen, Lkw, NachhaltigkeitUnternehmen: E.ON
Antrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge, Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. ph91 meint

    17.02.2026 um 10:38

    Die Zwischenüberschrift sollte 2 Millionen und nicht 12 Millionen lauten.

    Wäre zwar schön, aber das Ziel ist noch in weiter Ferne.

    Antworten

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