Neben der ab Januar gewährten neuen staatlichen Förderung für Elektroautos gibt es bei vielen Autoherstellern zusätzlich eigene Rabatte. Auch Dacia bietet einen Nachlass, reduziert diesen aber nun deutlich: Der „Elektrobonus“ beim Barkauf wurde auf 2500 Euro halbiert, bei Leasing und Finanzierung auf 3000 Euro gesenkt. Und das günstige Basismodell kann aktuell nicht geordert werden.
Das kleine Elektro-SUV Spring (ab 16.900 Euro) wurde auf der Dacia-Homepage Anfang Januar noch mit 5000 Euro Hersteller-Bonus beworben. Nach Abzug der möglichen 6000 Euro vom Staat war das Modell damit für nur 5900 Euro erhältlich. Das Angebot sollte bis zum 28. Februar gelten, doch jetzt wurde die Prämie gekürzt.
Aktuell können Käufer nur die Modellvarianten Expression (ab 18.700 Euro) und den stärkeren Extreme (ab 19.700 Euro) bestellen. „Es gab eine beeindruckende Nachfrage, die Händler wurden mit Anfragen überrannt. Die Basisversion ist daher bis auf Weiteres nicht verfügbar“, sagte ein Dacia-Sprecher der Bild. „Wir arbeiten daran und wissen, wie wichtig das Modell unseren Käufern ist. Ein genauer Zeitpunkt für die Lieferbarkeit ist leider aktuell nicht absehbar.“
Bis dahin stehen den Interessenten die teureren Versionen zur Verfügung. Bei Leasing und Finanzierung mit maximaler staatlicher Förderung sinkt beim Expression der Basispreis nach Halbierung der Hersteller-Prämie noch von 18.700 Euro auf 9700 Euro. Der Spring bleibt damit das aktuell günstigste Elektroauto in Deutschland.
Der Bund gewährt beim Kauf von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und E-Autos mit sogenanntem Range Extender wieder eine staatliche Förderung. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt sie zwischen 1500 und 6000 Euro. Es gibt Einkommensobergrenzen, bis zu denen der Zuschuss ausgezahlt wird – diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.

Thomas Claus meint
Wenn die Nachfrage tatsächlich so hoch war, dann müsste der Spring im Verkaufsranking ja mal etwas höher kommen. Bisher ja nicht ganz so.
MK meint
@Thomas Claus:
Wie kommen Sie darauf? Es spielen ja auch Herstellkapazitäten (vor Allem auch bei den Zulieferern) und Länderzuordnungen eine Rolle. Was glauben Sie, weshalb man auf einen Cupra Born aus Zwickau 15 bis 18 Monate ab Bestellung wartet und dort gleichzeitig Stellen abgebaut werden? Weil man im VW-Konzern nicht mit der Nachfrage gerechnet hat und keine Akkus bestellt hat…offensichtlich wird das, wenn z.B. der auf der gleichen Plattform aufbauende Elroq plötzlich in manchen Varianten gar nicht mehr und in den anderen nur noch mit einem anderen, formal schlechteren Akku bestellbar ist.
So wird es Dacia auch gehen: Die Prämie konnte man nicht fest einkalkulieren. Wenn man z.B. mit 600 Fahrzeugen pro Monat geplant hat, kann man bei einem plötzlichen Nachfrageschub mit viel Glück auch 750 oder 800 da raus machen..und da dieser Boom ja grade extrem preisgetrieben ist, ist natürlich die schwächste, billigste Variante als erstes „ausverkauft“. Und diese Steigerung reicht halt nicht für eine Top-Ten-Platzierung in der Zulassungsstatistik.
Hoppe 63 meint
Ihr vergesst was wesentliches: die Dacia Prämie gab’s nur bei TEILNEHMENDEN HÄNDLERN!!!
Viele haben aber an der Aktion sowieso NICHT
teilgenommen 🤷
M. meint
Wahrscheinlich sollten die die Prämie drauflegen, oder zumindest einen Teil davon.
blue meint
Wir wären schnell genug gewesen….aber im Autohaus im Besitz von Renault herrschte komplettes Desinteresse.
Im Showroom stand ne gebrauchte Version von 2023 rum für 13000€.
Hatte das Gefühl, die wollten die Kiste verstecken.
Die Nachbarmarke hatte das bessere/praktische Auto im Showroom…. müsste jetzt billiger sein.
R2D2 meint
Die einen erhöhen die Prämie, andere senken sie, oder erlauben keine Bestellung mehr. Und dann wundern sich die Leute, warum der Endkunde nur bedingt Bock auf das Thema hat. Ist so ähnlich wie die Laderei, der Zirkus mit den dreitausend Tarifen an ein oder selben Ladesäule…
Was wäre wohl los, wenn Diesel an der Tankstelle, 50 verschiedene Preise hätte???
MK meint
@R2D2
Der Diesel an den Tankstellen hat doch individuelle Preise…was glauben Sie, weshalb Firmenwagen oftmals mit drei bis vier verschiedenen Tankkarten ausgestattet sind? Weil jede Tankkarte ganz unterschiedliche Rabatte gewährt…und dann wechselt der Diesel noch zig Mal täglich den Preis ohne jeden ersichtlichen Grund.
Betrachten Sie den Ladetarif doch so: Haben Sie z.B. die EWE-App haben Sie zwei unterschiedliche Preise: Einmal an EWE-Säulen und einmal den Preis für Roamingpartner. Preisänderungen werden Wochen im voraus schriftlich angekündigt. Das ist in etwa so, als würden Sie sich eine Aral-App runterladen und wüssten dann ganz genau, was Sie z.B. in den Osterurlaub an jeder Tankstelle für den Diesel bezahlen müssen, egal, ob morgens oder abends und egal ob in einer Stadt oder direkt auf der Autobahnraststätte…und bei Shell, Esso und Total müssten Sie vielleicht einen kleinen Aufpreis in Kauf nehmen, dafür würde auch das Tanken dort bequem mit der Aral-App funktionieren und einmal im Monat alles ganz entspannt per Lastschrift abgebucht.
Und wer Vielfahrer ist, besorgt sich z.B. statt der EWE-app einen EnBW-Tarif, der zwar eine Grundgebühr kostet, dafür deutlich billiger ist. Das entspricht dann ganz exakt den seit Jahrzehnten etablierten Tankkarten beim Verbrenner, nur dass Sie die damit einhergehenden Vorteile beim Verbrenner als Privatkunde nicht nutzen können, beim eAuto eben schon.
Also: Das, was Sie hier als Chaos darstellen, müssten für jemanden, der die ständigen Preissprünge an Tankstellen gewohnt ist, eigentlich ziemlich paradisische Zustände sein: Feste Preise über Monate und überregional gültig und auch noch bei der „Konkurrenz“ nutzbar. Kein Nachdenken mehr „tanke ich lieber morgens oder abends, weil der Preisunterschied locker bei 10% liegt?“ oder „Tanke ich noch mal schnell vor den Feiertagen, weil es an den Feiertagen garantiert wieder teurer wird?“ oder „Fahre ich lieber 5 km von der Autobahn weg, weil der Diesel da 40 ct billiger ist?“…es kostet einfach immer und überall das gleiche.
Haubentaucher meint
Alle alten steueren den BEV-Absatz über Verknappung.
MK meint
Die „Verknappung“ hat man schon vor Jahren mehr oder weniger aktiv beschlossen: Wie viele Akkufabriken in Europa waren denn vor 5 Jahren geplant? Und wie viele wurden davon wieder abgesagt, weil die Autohersteller einfach keine Veträge für Akkulieferungen abgeschlossen haben? Jetzt würde man die Fabriken tatsächlich brauchen, aber es gibt sie halt nicht. Gewinner sind Firmen wie BYD, die ins Risiko gegangen sind und trotzdem investiert haben. Europäische Firmen, die einen Wandel nur dann angehen wollen, wenn er komplett aus Steuermitteln finanziert wird um bloß die Dividenden nicht mal kurzzeitig zu gefährden, schauen jetzt von hinten zu, wie die Dividenden ihrer Aktionäre tatsächlich schwinden…und zwar dauerhaft…weil man eben keine Fabriken hat, die bauen könnten, was die Kunden haben wollen.
Gerry meint
Wer schnell war konnte da echt ein Superschnäppchen abräumen 👍.