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Europas Autobauer drängen auf Kurskorrektur beim EU-„Automobilpaket“

09.03.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 49 Kommentare

Ola-Kaellenius-Mercedes-Chef

Bild: Mercedes-Benz

Die Kritik europäischer Autohersteller am „Automobilpaket“ der EU wächst. Besonders deutlich äußerte sich der Mercedes-Chef und Präsident des europäischen Herstellerverbands ACEA, Ola Källenius (Artikelbild), der eine grundlegende Kurskorrektur der geplanten Regelungen fordert.

Hintergrund ist ein Entwurf der EU-Kommission vom 16. Dezember 2025, der das ursprünglich geplante Verbrenner-Aus ab 2035 teilweise aufweicht. Statt einer vollständigen Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge sollen Hersteller künftig nur noch 90 Prozent ihrer Neuwagen emissionsfrei zulassen.

Nach Ansicht von Källenius führen die vorgesehenen Ausgleichsmechanismen faktisch dennoch zu einer vollständigen Emissionsfreiheit. „90 Prozent dürfen nicht versteckte 100 Prozent sein”, sagte er laut Automobilwoche vor Journalisten in Brüssel. Der EU-Entwurf sieht vor, die verbleibenden Emissionen durch ein detailliertes Regelwerk zu kompensieren: sieben Prozent durch CO₂-armen Stahl und drei Prozent durch synthetische Kraftstoffe.

Källenius schlägt stattdessen vor, stärker den bestehenden Fahrzeugbestand in der EU einzubeziehen. Rund 250 Millionen Gebrauchtwagen seien weiterhin auf Europas Straßen unterwegs. Schon eine geringe Erhöhung des Anteils synthetischer Kraftstoffe („E-Fuels“) in dieser Bestandsflotte könne einen spürbaren Effekt für das Klima haben. Zugleich betonte er, dass es nicht um eine grundsätzliche Infragestellung der Dekarbonisierung gehe. „Wir führen keine Debatte über das Ob auf dem Weg zur Dekarbonisierung und Elektromobilität. Wir wollen eine Debatte über das Wie – und das ist entscheidend.”

Darüber hinaus forderte der ACEA-Präsident mehr Zeit für die Erfüllung der CO₂-Vorgaben. Die EU-Kommission hatte die Frist bereits verlängert: Statt bis Ende 2025 müssen Hersteller die Grenzwerte nun im Durchschnitt der Jahre bis Ende 2027 erreichen. Källenius plädiert jedoch für eine weitere Ausdehnung auf fünf Jahre.

Besonders kritisch sieht der Automanager die Annahmen hinter den vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen. „Ich kenne den Markt für grünen Stahl und weiß, wie unrealistisch es ist, was da gefordert wird“, sagte er. Sollte die Regelung unverändert Gesetz werden, befürchtet er einen möglichen Kollaps des Neuwagenmarktes. Die geplanten Vorgaben hätten das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Realität und Klimazielen aus seiner Sicht verloren.

Grundsätzlich begrüßte Källenius die „Made in Europe“-Initiative der EU, die Investitionen in die Autoindustrie und die industrielle Fertigung stärken soll. Der am 4. März vorgelegte Entwurf sei jedoch so komplex, dass der Herstellerverband ACEA bislang noch keine abschließende Bewertung abgeben könne.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig) & ACEA
Tags: Emissionen, EUAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    09.03.2026 um 20:27

    Bei knapp 79% Verbrenner Neuzulassungen in Deutschland und nochmal 5% dazu europaweit kapiere ich so gut wie alle der Postings hier nicht mal in Ansatz.

    Antworten
    • M. meint

      10.03.2026 um 10:17

      Hast du Details dazu, was du nicht kapierst?
      Vielleicht kann dir geholfen werden.

      Antworten
      • R2D2 meint

        10.03.2026 um 19:17

        Kaum jemand liefert so langweilige Postings wie du. Konjuktive, langweile wenn und aber… und sonst auch kein geistiger Tiefgang.

        Antworten
        • M. meint

          11.03.2026 um 12:34

          Dir kann also nicht geholfen werden.
          Hatte ich schon vermutet, du steckst mit deinem Nichtwissen halt viel zu tief in irgendwelchen Klischees fest.
          Fakten… wozu…. armer Kerl.

        • R2D2 meint

          11.03.2026 um 14:55

          80% der Neuzulassungen sind KEINE Elektroautos. DAS WAR das Thema. Du kommst mit persönlichen Angriffen.

  2. Steffen meint

    09.03.2026 um 16:54

    Na wenn sie nicht wollen – dann halt zurück zur alten Regelung. 100 % elektrische Neuwagen ab 2035.

    Antworten
    • ZastaCrocket meint

      09.03.2026 um 17:12

      Ja, genau. Bin dabei. Der Verbrennerfahrer bekommt aktuell einen kleinen Vorgeschmack auf die eFuels Preise… nur dass der Preis an der Tanke aktuell sensationell günstig wäre. Mich würde mal interessieren, wie viele der Verbrenner Fahrer das geschnallt haben…

      Antworten
      • South meint

        10.03.2026 um 07:45

        Naja, mit den 100% sin 2035, dass können sie ja immer machen. Die Politik war beim dem Aufweichen den Verbrennerzulassungsverbotes wirklich gewitzt. Du darfst Verbrenner zulassen, aber dafür musss du die Decarbonisierung in der Industrie anstoßen. In meinen Augen auch fair.
        Trotzdem. Da wird in der BRD mal wieder das 100% Süp pchen bis zum Sie depunkt gebracht. Ich würde mal sagen. Lassen wir doch das erstmal laufen. Wenn wir 2032 sehen, dass tatsächlich 100% in 2035 nicht drin sind, na dann können wir immer noch das Gesetz verändern. Sehen wir aber, dass einige Hersteller das können und andere nicht, dann wird das der Markt regeln…

        Antworten
    • South meint

      10.03.2026 um 07:44

      Naja, mit den 100% sin 2035, dass können sie ja immer machen. Die Politik war beim dem Aufweichen den Verbrennerzulassungsverbotes wirklich gewitzt. Du darfst Verbrenner zulassen, aber dafür musss du die Decarbonisierung in der Industrie anstoßen. In meinen Augen auch fair.
      Trotzdem. Da wird in der BRD mal wieder das 100% Süppchen bis zum Siedepunkt gebracht. Ich würde mal sagen. Lassen wir doch das erstmal laufen. Wenn wir 2032 sehen, dass tatsächlich 100% in 2035 nicht drin sind, na dann können wir immer noch das Gesetzt verändern. Sehen wir aber, dass einige Hersteller das können und andere nicht, dann wird das der Markt regeln…

      Antworten
  3. M. meint

    09.03.2026 um 12:41

    Wenn ich „eFuel“ höre, bekomme ich Pickel.
    Dann macht doch endlich mal. Wo bleibt das Zeug? Seit Jaaaahren die gleiche Leier, dass es das gibt, und das wir das brauchen, aber scheinbar will keiner damit so richtig anfangen.
    Die EU kann das gerne in irgendwelche Quoten einbeziehen, sobald das real beigemischt und erfolgreich verkauft wird – ohne Subventionen, versteht sich.

    Aber sobald das die Kriterien sind, kommen nicht mal 1000 Liter im Jahr in den Handel, und dann war’s das auch mit der Quote.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      09.03.2026 um 13:20

      Das ist ja nicht Aufgabe der Autobauer, sondern der Energiewirtschaft.

      Antworten
      • South meint

        09.03.2026 um 13:41

        Yoa, sinnbefreit. Egal wer es nicht produziert. Kein E Fuel, keine CO2 neutrale Verbrennung…
        Naja, und selbst wenn einer E Fuels oder auch H produzieren würde, das für Autos zu verschwenden ist halt schlicht ein kompletter Schmarrn, reines Greenwashing.
        Industrie, Kraftwerke für Winterflauten, Schiffe, Flugzeuge… überall wo man die Energiedichte braucht, ja, da gibt das Sinn. Ein H Auto wie ein Auto mit E Fuels sind schlicht Dr ec kschleudern mit Schwindeletikett…

        Antworten
        • brainDotExe meint

          09.03.2026 um 14:21

          Es geht nicht darum was „Sinn“ macht, sondern darum dass jeder der bereit ist dafür Geld auszugeben, auch beim PKW, es kaufen und nutzen kann.

        • M. meint

          09.03.2026 um 14:30

          Das ist es doch, Brain.
          Niemand ist dazu wirklich bereit. Jeder redet nur davon, dass er es wäre. Ob der Stoff dann bei 5 oder 50 Euro den Liter liegt, ist eigentlich egal. Niemand kauft das für den Preis, und die Firmen wissen das.
          Wenn du das kaufst – dann los. Die Masse macht das nicht. Die sieht den Preis und schreibt nach Subventionen. Aber in dem Umfang kann man das nicht subventionieren, das ist komplett realitätsfremd.

        • brainDotExe meint

          09.03.2026 um 14:40

          Das ist doch der Punkt. Warum sollte man heute eFuels kaufen?
          Du kannst doch noch genau so gut fossile Kraftstoffe kaufen und nutzen.
          Ist nicht verboten und viel günstiger.

          Der Bedarf wird es kommen, wenn man halt keine fossilen Kraftstoffe mehr verwenden darf. Das ist Stand heute erst mal nur für Neuzulassungen in einige Jahren geplant, aber betrifft langfristig auch Bestandsfahrzeuge.

        • M. meint

          09.03.2026 um 15:11

          Lies. Den. Artikel.
          Da steht doch klar drin, dass es um die Erfüllung der 90% Quote geht, und dass dort eFuels einbezogen werden sollen.
          Und dann muss halt jemand eFuels (emisions-)bilanzwirksam in den Verkehr bringen. Wenn der, der das fordert, nicht der macht, muss man eben einen anderen finden, der dazu bereit ist.
          Und den hat noch niemand getroffen. Das muss extrem hoch subventioniert werden, aber so viel Geld gibt es nicht.

        • South meint

          09.03.2026 um 21:31

          „Du kannst doch noch genau so gut fossile Kraftstoffe kaufen und nutzen.
          Ist nicht verboten und viel günstiger.“
          Ne, Stichwörter, CO2 Flottenziele und der CO2 Aufschlag auf fossile Treibstoffe …

      • M. meint

        09.03.2026 um 14:26

        Aha?
        Dann sag das der Energiewirtschaft. Die hat scheinbar auch kein Interesse daran.
        Es nutzt auch nichts, wenn Hersteller irgendwas fordern, das sie nicht beeinflussen können. Einfach nur sagen „wir brauchen das, aber andere sollen das bitte mal machen, auch wenn es völlig sinnfrei ist“ ist wohl kein Erfolgsrezept.
        Das sind doch nur Nebelkerzen. Wären eFuel wirtschaftlich machbar, kämen sie – so funktioniert Kapitalismus nun mal.
        Aber da die auch nach Jahren von Diskussionen und Pilotprojekten nicht kommen, ist das ein guter Hinweis darauf, dass das Thema tot ist.

        Antworten
        • brainDotExe meint

          09.03.2026 um 14:52

          Fördern die Autobauer Öl? Betreiben sie Raffinerien? Betreiben sie ein Tankstellennetz?

          Es ist schlicht und einfach noch kein Bedarf da. Warum sollte man eFuels kaufen, wenn fossile Kraftstoffe günstiger und nicht verboten sind?

        • M. meint

          09.03.2026 um 15:02

          Lies den Artikel.

        • eBikerin meint

          09.03.2026 um 15:59

          „Aber da die auch nach Jahren von Diskussionen und Pilotprojekten nicht kommen, ist das ein guter Hinweis darauf, dass das Thema tot ist.“
          Sehe ich etwas anders. Aktuell gibt es schlicht keine Nachfrage nach eFuels, weil wie Brain auch sagt ein Dinosaurierer Smoothie einfach noch billiger ist.
          Siemens/Porsche haben ausgerechnet, dass wenn die Anlage in Chile mal mit 100% läuft, der Sprit in Deutschland an der Tanke dann um die 2 Euro liegen würde. Lassen wir einfach so stehen. Bis vor einer Woche war eben der Preis an der Tanke deutlich niedriger. Wer hätte also den teuren eFuel gekauft?
          Benzin und Diesel wird über die Co2 Steuer automatisch immer teurer – heisst irgendwann wird es interessant die Produktion hoch zu fahren – und dann wird auch der eFuel billiger. Was der dann 2035 wirklich kosten wird – muss man abwarten.
          Aktuell ist eFuel wirtschaftlich nicht machbar – weil die Konkurrenz zu billig ist. Wird sich aber vermutlich ändern. Oder auch nicht – das wissen wir beide heute nicht.

        • Mäx meint

          09.03.2026 um 16:33

          „Siemens/Porsche haben ausgerechnet, dass wenn die Anlage in Chile mal mit 100% läuft, der Sprit in Deutschland an der Tanke dann um die 2 Euro liegen würde.“
          Ne das stimmt nicht so ganz.
          Die 2€ sind Herstellungskosten, Transport, Bereitstellung, Marge, Steuern etc. kommen da noch drauf.
          Fossil kostet der Liter grob 1/10 und dann an der Tankstelle sagen wir mal 1,8€/l. Ziehen wir 20 Cent für CO2 Preis ab (weil Co2 neutral) sagen wir mal grob 1,5€/l.
          Aufschlag für Preis an der Tankstelle sind also grob im Rahmen von 1-1,5€, also wäre man bei ca. 3-3,5€/l an der Tankstelle wenn denn mal alles läuft wie man sich das vorstellt.
          Grundsätzlich wäre das für den Bereich Oldtimer/Hobby/Liebhaberei ja kein schlechter Preis, aber für die Allgemeinheit wohl erheblich zu hoch.

        • M. meint

          09.03.2026 um 19:18

          Danke, Mäx.
          Dazu noch die Anmerkung, dass der Ausbau der Anlage gar nicht läuft, inzwischen sollten dort ja ZIG Millionen Liter im Jahr produziert werden.
          Passiert aber nicht. Auch nicht als Beimischung, irgendwas. Das war ja mal der Plan, den bekannten Preisberechnungen zum Trotz.

          Die Frage ist halt auch: wenn es Dinosaft für 1,80 nicht mehr gibt, sondern nur noch eFuel für 5 Euro – wird der dann getankt? Einfach so, weil es etwas anderes gar nicht mehr gibt? Wie sicher ist das denn?
          Ich meine, ist ja super, wenn das alle ohne zu murren machen – aber wird dann nicht doch wieder nach dem Staat gerufen, wie man das inzwischen kennt?
          Tankrabbatt? Gaspreisbremse? Wie viel Geld will man dort eigentlich verpulvern?
          Aber vielleicht kann man ja an der Bildung sparen. Schlaue Wähler sind eh nicht so geil.

        • Mäx meint

          10.03.2026 um 08:37

          Ich weiß nicht genau ob das nachträglich veränderte Geschichtsschreibung ist, aber wenn man jetzt nach der Anlage sucht, heißt es:
          Immer nur Pilotlinie mit ca. 130.000l pro Jahr und die Millionen Liter sind andere Anlagen teils in Chile, teils woanders.
          Ich hatte das auch immer so im Kopf, dass die Anlage erweitert werden soll, dazu findet man aber jetzt wie gesagt nur Gegenteiliges.
          Naja und die anderen Projekte laufen grundsätzlich, aber sind so gesehen hinter dem Zeitplan.
          Es waren mal 55 Mio. Liter für Mitte des Jahrzehnts angekündigt und dann 550 Mio. Liter für ca. 2030.
          Und 550 Mio. Liter klingt viel, sind am Ende aber irgendwie nur 1% des Verbrauchs für Deutschland oder so.
          Also 1% Beimischungsquote für 2030 für Deutschland…nix Europa.

          Genau, für Oldtimer, Hobby wie Motorrad, Rennstrecke etc. oder andere Dinge ist das dann eben so; da kann ja jeder entscheiden wie viel Geld er versenken will. Dann fällt die Runde im Oldtimer etwas kleiner aus.
          Aber wenn ich meinen Arbeitsweg für 4€/l bestreiten müsste macht das wohl keiner, da brauch ich nicht für arbeiten gehen.
          Es wurde aber eben immer propagiert dass man da an was ganz tollem dran ist und dann braucht keiner mehr diese komischen Elektroautos die nichts können und man brauch sich nicht umgewöhnen und bla bla bla.
          Ist ja auch so nicht gelogen, man hat eben nur weggelassen, dass der Sprit dann das doppelte kostet.

        • M. meint

          10.03.2026 um 10:21

          Mäx, du hast Recht, so habe ich das auch in Erinnerung. In einer Anlage, die erweitert wird.
          Später habe ich ggf. Gelegenheit, an „den anderen“ PC zu kommen, dort habe ich vielleicht noch einen Screenshot davon.

          Aber lustig, das jetzt umschreiben zu wollen. Da hat man wohl einen wunden Pumkt getroffen…

  4. Thomas meint

    09.03.2026 um 12:31

    Beimischungspflicht von eFuels wäre aus ökologischer Sicht super, weil auch kleinste Quoten den Spritpreis explodieren lassen würden. eFuels kosten aktuell 50 bis 100 Euro pro Liter, siehe Haru Oni und Formel1.

    Das würde aber nicht ganz zu Unrecht zu einem Aufstand in der Bevölkerung führen. Vermutlich faselt Källenius deswegen einfach nur Nebels herum um dann nachher mit irgendeiner Biosprit-Beimischung um die Ecke zu kommen.

    Antworten
  5. Justin Case meint

    09.03.2026 um 11:28

    Der mittlerweile offen und schamlos kommunizierte Druck der Industrie weiter Fossilien zu verbrennen ist einfach nur schlimm. Kein Mitleid für Firmen, die das nicht überleben.

    Antworten
  6. Lanzu meint

    09.03.2026 um 10:53

    Bei der Beimischung in die ganze Flotte geht es offensichtlich darum, die Kosten von den Neuwagenkäufern auf alle Fahrer von Verbrennern umzulegen. Das ist von Autoherstellern natürlich ein durchschaubares Spiel. Die interessieren sich natürlich wenig dafür, ob fünf Jahre alte Autos teurer fahren, sondern alleine dafür, dass sie Neuwagen verkaufen und diese mit möglichst hoher Marge verkauft werden können.

    Aktuell ist die Energie- und Industriepolitik auf jeden Fall spannend und die Beteiligten versuchen sich in eine Position zu bringen, in der sie sich gut aufgestellt sehen.

    Antworten
  7. Future meint

    09.03.2026 um 10:38

    Ola Källenius sollte sich dafür einsetzen, dass das Recht auf Verschmutzung ins Grundgesetz kommt. Dann ist das wenigsten safe und von der DUH kommen auch keine Klagen mehr.

    Antworten
    • Stephan meint

      09.03.2026 um 12:19

      Da schon der Klimaschutz im Grundgesetz verankert ist, wird das wohl schwierig werden. :D

      Antworten
      • Future meint

        09.03.2026 um 16:32

        Also muss sich auch Mercedes daran halten: Klimaschutz ist durch Artikel 20a des Grundgesetzes (GG) als Staatsziel verankert. Dieser Artikel verpflichtet den Staat, die natürlichen Lebensgrundlagen auch in Verantwortung für künftige Generationen zu schützen. Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 klargestellt, dass dies den Klimaschutz einschließt und Verfassungsrang besitzt. Källenius hat keine Chance mehr. Die DUH wird da weiter dran arbeiten, dass sich auch Mercedes an die Verfassung halten muss.

        Antworten
  8. David meint

    09.03.2026 um 10:30

    Mit jeden Tag, wo die Straße von Hormus weiter dicht ist, haben die Leute, die für diesen Staat wichtig sind, mehr Beschwerden um die Ohren, die alle darauf zurückzuführen sind, dass man sich mit der bisherigen Technik von Ressourcen abhängig ist, die überwiegend unsere Feinde besitzen oder deren Verfügbarkeit volatil ist. Das passt genau zu aktuellen Lektionen aus Trump, Putin und den Chinesen, dass man in Europa besser in relevanten Teilen autark wird. Ich denke, diese Sichtweise hat aktuell fast schon eine Mehrheit und der Verbrenner könnte dabei geopfert werden.

    Antworten
    • Futureman meint

      09.03.2026 um 12:40

      Und bei Gas-Kathi schrillen gerade die Alarmglocken. Denn das Projekt neue Gaskraftwerke sieht mit den explodierenden Gaspreisen ganz schlecht aus. Immerhin hat sie daher gerade kaum noch Zeit, die erneuerbaren Energie noch schneller vor die Wand zu fahren. Jeder, der sich jetzt noch einen neuen Verbrenner kauft, muss damit rechnen, dass Fahren unbezahlbar wird.

      Antworten
      • Peter meint

        10.03.2026 um 08:45

        Die taucht ab und sitzt das stumpf aus. Bewährte Taktik.

        Antworten
  9. Mäx meint

    09.03.2026 um 10:04

    Na Mensch, wer hätte das gedacht.
    Vor ein paar Wochen noch war es der große Coup, der der Automobilindustrie hilft und endlich das ideologiegetriebene Verbrenner-Verbot entfernt und nun heißt es wieder:
    Verbrenner-Verbot durch die Hintertür, da muss angepasst werden.
    Es war wie bei dem Veto für 2035 um die eFuels aufzunehmen: Ah sehr gut, so gehen wir wenigstens Technologieoffen an die Sache ran.
    Paar Jahre später: Verbrenner-Verbot durch die Hintertür, da muss angepasst werden.

    Da könnte man doch glatt denken, dass die Industrie lieber ein „einfach weiter so wie bisher“ hätte…

    Antworten
  10. Pietro meint

    09.03.2026 um 09:57

    „Nach Ansicht von Källenius führen die vorgesehenen Ausgleichsmechanismen faktisch dennoch zu einer vollständigen Emissionsfreiheit. “

    Das geht natürlich nicht, wo kommen wir denn da hin.

    Antworten
  11. CaptainPicard meint

    09.03.2026 um 09:53

    Perfektes Timing zum gerade explodierenden Ölpreis: Mehr Verbrenner und weniger Elektroautos.

    Diese Industrie schafft sich mit solchen Personen selbst ab.

    Antworten
    • F. K. Fast meint

      09.03.2026 um 11:52

      Es gibt Leute, die glauben, der hohe Spritpreis sei politisch gewollt und könnte durch Wahlergebnisse beeinflusst werden.

      Antworten
      • Stephan meint

        09.03.2026 um 12:13

        Natürlich ist der hohe Ölpreis politisch gewollt. Aber gewollt von Leuten, mit deren Macht wir an unseren mickrigen europäischen Wahlurnen nichts zu tun haben.

        Antworten
  12. ap500 meint

    09.03.2026 um 09:52

    Weniger Autos wären dich wohl sehr gut für die Umwelt.

    Antworten
  13. banquo meint

    09.03.2026 um 09:51

    Ich hoffe sehr, dass die Deutsche Umwelthilfe die Klimaklage ab 2030 keine Verbrenner mehr verkaufen zu dürfen gegen BMW und Mercedes gewinnt !!

    Antworten
    • eBikerin meint

      09.03.2026 um 10:19

      Und wie genau soll das gehen? Eigentlich sollte es klar sein, dass man nicht einzelnen Firmen den Verkauf eines Produkts verbieten kann, welches andere dann weiter verkaufen dürfen.
      Ich hoffe dagegen dass man der DUH endlich die Gemeinnützigkeit entzieht, damit solche sinnlosen und teuren Klagen endlich ein Ende haben.

      Antworten
      • banquo meint

        09.03.2026 um 11:05

        Und ich hoffe, dass die DUH mehr Spenden erhält um Umweltschutz weiterhin durchzusetzen!

        Antworten
        • eBikerin meint

          09.03.2026 um 11:37

          Diese Klage hat aber leider rein gar nichts mit Umweltschutz zu tun. sondern ist wieder mal nur so eine DUH Geldbeschaffungsklage.
          Wirkt ja anscheinend wie man bei dir sieht.

        • brainDotExe meint

          09.03.2026 um 13:00

          Ich spende lieber dem VDA als diesem Lobbyverein DUH…

        • SEDE meint

          09.03.2026 um 13:27

          Wenn selbst das Bundesverfassungsgericht die Regierungen rügt, sich NICHT an Gesetze zu halten, entzieht man dem Kläger die Gemeinnützigkeit. Was ist das für ein Demokratieverständnis?

      • Futureman meint

        09.03.2026 um 12:41

        Mörder dürfen auch verklagt werden, obwohl andere weiter morden. Sammelklagen sind halt relativ schwer in Deutschland. Daher sucht sich solch ein Verein natürlich prominente „Gegner“.

        Antworten
        • brainDotExe meint

          09.03.2026 um 13:00

          Mit dem Unterschied das Autos verkaufen kein Mord ist.

        • eBikerin meint

          09.03.2026 um 13:06

          Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
          Wenn du zwei Mörder Dingfest gemacht hast – dann must du beide Verurteilen.
          Da kannst du nicht sagen der eine ist ein super bekannter Promi, den unbekannten BG-Empfänger lassen wir dann aber laufen.
          So läuft das in Deutschland eben nicht.
          Oder damit es du verstehst: Zucker ist bekanntlich sehr ungesund. Du kannst aber nicht Aldi verklagen Softdrinks nicht mehr zu verkaufen, wenn es nebenan der Netto weiter darf. Ist vielleicht doof wenn du den Aldi nicht magst und dem gerne eine reinwürgen würdest – aber in Deutschland geht so was halt nicht.

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