Die EU und Indien starten eine gemeinsame Initiative zum Recycling von Batterien aus Elektrofahrzeugen. Dafür steht ein Fördertopf von 15,2 Millionen Euro bereit. Die Zusammenarbeit soll Recyclinglösungen voranbringen, mit denen wichtige Rohstoffe zurückgewonnen und wieder in die Batterieproduktion eingebracht werden können.
Im Mittelpunkt stehen fortgeschrittene Recyclingtechnologien, sichere und digitalisierte Sammelsysteme sowie die Demonstration innovativer Verfahren im Pilotmaßstab. Geplant ist auch eine gemeinsame Pilotlinie in Indien, mit der neue Prozesse unter realen Bedingungen validiert und für den industriellen Einsatz vorbereitet werden sollen.
Die Initiative richtet sich an Forschende, Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und weitere Organisationen aus der EU und Indien. Sie sollen gemeinsam nachhaltige und skalierbare Lösungen entwickeln. Ziel ist eine ausgewogene Beteiligung beider Seiten mit gemeinsamen Vorgaben und koordinierter Umsetzung.
Ein zentraler Schwerpunkt ist die Rückgewinnung strategischer Materialien wie Lithium, Graphit und Kobalt. Indien wird bis 2030 allein auf 128 GWh recycelbare Batteriekapazität geschätzt. Batterieabfälle sollen dadurch zu einer „virtuellen Mine“ werden, aus der hochreine Materialien für neue Batterien gewonnen werden können.
Technisch geht es unter anderem um hohe Rückgewinnungsraten, CAM-fähige Reinheit, flexible Verfahren für heutige und künftige Batterietypen sowie digitalisierte Sammel- und Sortiersysteme. Auch die Einbindung des informellen Sektors, sichere Logistik, Zweitnutzungsdiagnostik und aktive Sicherheitsüberwachung gehören zu den genannten Schwerpunkten.
Die Zusammenarbeit baut auf dem „India–EU Startup Battery Recycling Technologies Exchange“ von 2024 auf. Sie steht im Zusammenhang mit dem Ziel nachhaltiger und zirkulärer Batteriewertschöpfungsketten. Vorschläge sollen gemeinsam von europäischen und indischen Konsortien entwickelt werden, die Einreichungsfrist endet am 15. September 2026.

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