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E.On: Gestiegenes Interesse an Solar, Wärmepumpen und Wallboxen wegen Iran-Krieg

18.03.2026 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 28 Kommentare

EOn-elektrisch-laden

Bild: E.On

Seit Beginn des Krieges im Iran ist laut E.On die Nachfrage nach Solaranlagen im Markt stark gestiegen. „Im Vergleich zu den letzten Monaten haben sich die PV-Anfragen bei uns aktuell etwa verdoppelt – wir werden regelrecht überrannt“, sagt Filip Thon, CEO von E.On Energie Deutschland. Der Energieanbieter habe bereits reagiert und seine Solarteams aufgestockt.

„Die Haushalte in Deutschland wollen sich stärker absichern – preislich und physisch“, so Thon. Eine eigene Solaranlage erhöhe die Unabhängigkeit von Energiepreisen. Während E.On durch eine langfristige Beschaffungsstrategie die Energiepreise für Bestandskunden aktuell stabil halte, gebe es bereits spürbare Ausschläge an den globalen Märkten.

Auch im Bereich Wallboxen für Elektroautos und Wärmepumpe steige das Interesse, meldet E.On. „Je länger die Situation im Nahen Osten angespannt bleibt, umso stärker dürfte auch das Interesse an einer nachhaltigen und unabhängigeren Wärmeversorgung werden,“ prognostiziert Thon. „Die Lage zeigt, wie wichtig es ist Importabhängigkeit zu reduzieren – Elektrifizierung ist dafür der Schlüssel, Erneuerbare Energien sind der Stabilitätsfaktor.“

Schon heute seien Wärmepumpen, Elektroautos und Photovoltaik-Speicher millionenfach im Einsatz. Die aktuellen Entwicklungen verstärkten diese Nachfrage weiter. „Krisen erzeugen keine neuen Trends, sie beschleunigen bestehende“, erklärt Thon.

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Via: E.On
Tags: Solar, Wall BoxUnternehmen: E.ON
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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Powerwall Thorsten meint

    18.03.2026 um 12:45

    Tja, da war der Herr Habeck doch ein wenig vorausschauender – von mir aus können Diesel- und Heizölpreise noch auf drei Euro und mehr hochgehen.
    Deutsche Schildbürger bekommt man anscheinend nur über den Preis – gute Argumente helfen da nicht weiter.

    Antworten
    • Future meint

      18.03.2026 um 17:10

      Die Menschen im Land merken langsam, dass ihnen so ein Habeck jetzt einfach fehlt. Was soll man denn auch anfangen mit einer Gaslobbyistin als Wirtschaftsministerin. Die schöne Vergangenheit kommt so auch nicht mehr zurück.

      Antworten
      • M. meint

        18.03.2026 um 19:24

        Die Menschen merken?
        Bist du dir da sicher? Nicht mal in BaWü hat man das Ergebnis halten können, trotz Kandidat mit super Zustimmungswerten gegen einen, der auf Schulmädchen steht. Der hat 5% zugelegt. Die Blauen (die Freunde von EM) haben sogar verdoppelt. Keiner hat irgendwas gemerkt.
        Ich lasse mich aber gerne bei den nächsten Landtagswahlen überraschen. RLP. Man wird sehen.

        Antworten
    • R2D2 meint

      18.03.2026 um 17:20

      An solchen Beiträgen merkt man deutlich wie gefährlich Unwissenheit ist. Wenn der Diesel 3 Euro kostet, was kostet dann Butter? Müllentsorgung? Handel Dienstleistungen? Ach ja, die kommen dann alle mit dem e bike lastenrad.

      Antworten
      • Daniel S meint

        18.03.2026 um 18:27

        Genau deshalb sollten wir raus aus fossiler Fortbewegung und Heizung.

        Antworten
        • Powerwall Thorsten meint

          19.03.2026 um 18:31

          Er merkt das irgendwann bestimmt auch selber noch
          ;-)

      • Steffen meint

        18.03.2026 um 19:20

        Setze dazu ins Verhältnis, dass die E-LKW-Zulassung seit letztem Jahr geradezu explodieren in Europa. Dann kostet der Transport in Krisenzeiten nicht mehr als sonst auch und Lebensmittel müssen zumindest wegen Transport nicht teurer werden. Dienstleistungen und Handel auch nicht.

        Antworten
        • Gunnar meint

          19.03.2026 um 08:01

          Spediteure, die auf eLKWs setzen, nehmen für den Transport jetzt erstmal die gleichen Preise wie Spediteure mit Diesel-LKWs. Hat z.B. der Elektrotrucker in einem seiner letzten Videos erwähnt. Es gibt da bestimmte Mechanismen, die erhöhte Spritpreise automatisch in die Frachtkosten einbeziehen. Seine Firma nimmt diesen kriesenbedingten Aufschlag gerne mit, egal ob sie mit dem Diesel-LKW oder mit dem eLKW ausliefern. Dadurch ist natürlich die Amortisation der eLKW-Flotte um einiges kürzer als geplant.
          Solange der Großteil der Spediteure weiterhin Diesel-LKWs betreibt, wird sich daran auch nichts ändern. Erst, wenn deutlich mehr eLKWs unterwegs sind und die Konkurrenz unter diesen einen bestimmten Grad überschritten hat, wird es fallende Transportpreise geben.

      • M. meint

        18.03.2026 um 19:26

        Oder mit dem eActros.
        Dann sogar noch eher.

        Antworten
      • MK meint

        18.03.2026 um 22:50

        @R2D2:
        Aber genau darum geht es doch: Von dieser Abhängigkeit wegkommen. Belieferung mit Elektro-LKW, Beheizung von Lägern und Märkten mit Wärmepumpen, alles betrieben mit Strom aus Solar, Wind, Wasser, Geothermie…und auch z.B. Biomasse zur Biogaserzeugung für Gaskraftwerke um wetterbedingte Schwankungen anderer Erzeugungsformen auszugleichen.

        Antworten
      • Sepp meint

        27.03.2026 um 12:43

        Dein Beitrag ist Vielleicht kein Beispiel für Unwissenheit, sondern nur für Kurzsichtigkeit. Die Preise für Butter, Handel, Müllentsorgung, Dienstleistung… steigen nur mit dem Ölpreis, so lange sie an ihn gebunden sind, Hohe Ölpreise sprengen diese Bindung auf und vorausschauende Bürger wünschen sich das.

        Antworten
    • Mary Schmitt meint

      18.03.2026 um 17:41

      Du meinst den „Experten“, der das besonders proaktive deutschen Insolvenzrecht mit extrem frühen Meldepflichten exakt gegenteilig dargestellt hat, weil er nicht einmal die Basics unseres Wirtschaftssystems drauf hatte. Als Wirtschaftsminister.

      Antworten
  2. ap500 meint

    18.03.2026 um 10:37

    @MrBlueEyes es geht nicht um die Umwelt. Es geht um maximale Gewinne.
    Und da schneidet das Eauto deutlich schlechter ab.
    Mit Öl und Verbrennern lässt sich viel mehr Gewinn erwirtschaften.
    Deshalb wird es noch lange dauern bis es Eauto als Volumenmodelle gibt.

    Antworten
    • M. meint

      18.03.2026 um 14:05

      Hast es vielleicht nicht gemerkt, aber die Dinger purzeln längst in großen Stückzahlen vom Band.

      Antworten
      • Future meint

        18.03.2026 um 17:16

        Schönes Beispiel ist ja VW (2025):
        8 Mio. Verbrenner
        983.100 BEV

        9 von 10 Autos purzeln also immer noch als Verbrenner vom Band, weil nur damit die Gewinne gemacht werden. Auf ein Elektroauto von VW muss man dagegen bis zu 1,5 Jahre warten.

        Antworten
        • M. meint

          18.03.2026 um 19:33

          8 von 9 ist nicht 9 von 10.
          In D sind wir auch bei 2 von 10.
          Das vielleicht am Rande.

          Und dann ist es halt so, dass die Leute Jahrzehnte Verbrenner gekauft haben. Da sind manche einfach unbelehrbar, egal welche Rabatte es gibt. Ich hab da echt viele Gespräche geführt, bis kurz vor die Eskalation. Da machst du einfach nix.
          EM hat dem Thema aber auch geschadet, mit seiner politischen Haltung „leading candidate to run Germany“), und seine Haltung zur Nichtexistenz des Klimawandels war da auch ein Bärendienst. Den orangen Clown, den wir ihm verdanken, lassen wir da mal lieber weg.

    • Gunnar meint

      18.03.2026 um 14:06

      „Mit Öl und Verbrennern lässt sich viel mehr Gewinn erwirtschaften.“
      Stimmt aber nur deswegen, weil die Fossilindustrie so extrem subventioniert wird. Würde es keine Subventionen geben, egal für welche Branche, würden die EEs plus BEV deutlich günstiger sein und niemand käme überhaupt noch auf die Idee, Geld in fossile Heiz- und Fortbewegungssysteme zu stecken.

      Antworten
  3. Gunnar meint

    18.03.2026 um 10:33

    „Je länger die Situation im Nahen Osten angespannt bleibt, umso stärker dürfte auch das Interesse an einer nachhaltigen und unabhängigeren Wärmeversorgung werden,“

    Das kann ich nur unterschreiben. In jeder Krise liegt eine Chance, das richtige zu tun. Es ist natürlich schade, dass immer erst was schlimmes passieren muss, damit man sein Verhalten ändert. Aber so tickt leider die Mehrheit der Menschheit. Intrinsische Motivation, sein Verhalten nachhaltig, umweltbewusst und klimagerecht zu verändern, haben leider die wenigsten. Ich habe das glücklicherweise und kann mich jetzt etwas entspannter zurücklehnen.
    Für die meisten muss erst so richtig knallen und weh tun.

    Ohne jemandem was schlimmes zu wünschen, wünscht man sich insgeheim, dass diese Krise noch ein Weilchen andauert, damit diese erhöhten Anfragen noch mehr werden und nicht nur Anfragen sind, sondern auch umgesetzt werden.

    Antworten
    • Sepp meint

      27.03.2026 um 12:46

      Voll bei dir!!

      Antworten
  4. MrBlueEyes meint

    18.03.2026 um 10:00

    Wäre das jetzt cool, einen Wirtschaftsminister zu haben, der Erneuerbare als den Weg sah und förderte… stattdessen haben wir Fr. Reiche, die gerne eine Rolle rückwärts zu Fossilen hinlegen möchte…

    Finde den Fehler….

    Antworten
    • Bob meint

      18.03.2026 um 10:30

      Frau Reiche wird dieses Jahr mit der Ankündigung von Veränderungen beim EEG für einen Boom bei den Installationen sorgen. Das ist schon clever gemacht xD

      Antworten
      • hu.ms meint

        18.03.2026 um 11:45

        Gas-Kathi und erneuerbare.
        Finde den fehler….

        Antworten
    • Gunnar meint

      18.03.2026 um 10:34

      Die Krise muss nur lang genug gehen. Mit jedem Tag, die die Krise andauert, wird er Druck auf Reiche größer. Sie wird noch lange für ihre falschen Überzeugungen kämpfen aber irgendwann wird der gesellschaftliche Druck so groß sein, dass sie umfallen muss.

      Antworten
      • M. meint

        18.03.2026 um 11:04

        Die Frau kam mit ihrem Lobby-Plan ins Amt und steht jetzt ohne Konzept da rum. Das sieht man schon daran, dass die Regierungsparteien eine Taskforce gegründer haben, an der sie nicht mal beteiligt ist. Natürlich kann man dort nur an der Linderung der Auswirkungen arbeiten, nicht an den Regularien… aber die bekommt ja nicht mal das auf die Reihe. Stand halt nicht auf ihrem Fahrplan, etwas gegen steigende Ölpreise unternehmen zu müssen. Das ist jetzt Pech.

        Antworten
      • MK meint

        18.03.2026 um 13:32

        @Gunnar:
        Ich würde es vielleicht so formulieren: Mit jedem Tag, wo die Preise so bleiben und die Konzerne sich die Taschen voll machen (die tatsächlichen Herstellkosten sind ja nicht gestiegen und nur ein ganz kleiner Bruchteil unseres Gases und auch längst nicht alles Öl kam vor dem Krieg über die Straße von Hormus), kommen eben diese Konzerne ihrer eigenen Abschaffung näher und es ist nahezu irrelevant, was die Politik tut. Solche Manager denken halt nur an ihre eigene, meist nur wenige Jahre dauernde Amtszeit und nicht an danach. Eine kurz andauernde „Preisexplosion“ verdrängen die meisten schnell wieder. Nach dem russischen Angriff jetzt aber der Krieg im Iran, nachdem zwischenzeitlich auch schon mal der Gaza-Krieg Auswirkungen auf den Preis hatte: Die dritte Krise in vier Jahren macht doch immer mehr Leuten klar, dass das kein kurzzeitiges Problem ist, dass sich dann auch wieder auflöst, sondern verdeutlicht „nach der Krise ist vor der Krise“.
        Und wenn dann nächsten Winter der Gasverbrauch sinkt, weil viele den Sommer genutzt haben um auf Wärmepumpe umzustellen, wird wieder darüber geredet, dass das an einer „allgemein schlechten Wirtschaftslage“ liege und gewisse Medien und Parteien werden das dankbar aufgreifen.

        Gleichzeitig kommt man damit ja in einen „Teufelskreis“: Wenn in einer Wohnstraße mit 50 Einfamilienhäusern 5 auf Wärmepumpe umstellen, ist die Abschreibung für die Gasleitung immer noch die gleiche…nur wird die dann auf 45 und nicht mehr auf 50 Haushalte umgelegt. So steigt der Preis dann auch plötzlich ohne dass der Einkaufspreis fürs Gas steigt. Gleiches beim Tanken: Tanken bisher 20 Leute Sonntag Vormittag in einer Stunde und zwei davon wechseln aufs eAuto, bekommt z.B. der Mitarbeiter an der Kasse der Tankstelle nicht weniger Geld…als müssen auch da die Kosten auf den verbleibenden Rest umgelegt werden.

        Antworten
        • Sepp meint

          27.03.2026 um 12:53

          Und der Kipppunkt bei solchen Abschreibungen neigt dazu, schnell und unerwartet zu kommen. Wenn 20% E – Autos auf den Straßen sind (die mehr als 20% Kilometerleistung fahren), dann beginnt der Kampf um die Tankstellenstandorte schon. Wenn die ersten verschwinden, werden es die unattraktiven auf dem Land sein. Die Wege zum tanken werden weiter und der Kreis beginnt sich zu drehen.

    • Futureman meint

      18.03.2026 um 12:38

      Lieber jemanden mit Weitsicht, der nebenbei Kinderbücher schreibt als eine, die dafür sorgt, das für Kinder nicht mehr viel übrig bleibt. Außer für die eigenen, die evtl von ihr was erben. Für irgendwas muss ihre Politik ja Sinn haben, allerdings wohl nur für die Taschen von einigen wenigen.

      Antworten
      • M. meint

        18.03.2026 um 14:04

        Unterschreibe ich.
        Schade, dass hier (im Haus) niemand mehr Bedarf an einem Kinderbuch hat. Vielleicht ist es ja sogar gut – das wäre dann eine schönere Geschichte als die, die verschiedene Poliker aktuell für Erwachsene geschrieben haben.

        Antworten

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