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15 Monatsgehälter vs. 3 Arbeitstage: Extreme Kluft beim Autokauf

19.03.2026 in Studien & Umfragen von Thomas Langenbucher | 31 Kommentare

Tesla-Model-Y

Bild: Tesla

Eine aktuelle Analyse des Portals LeasingMarkt zeigt, wie stark der Erwerb eines Neuwagens von der Höhe des Einkommens abhängt und wie drastisch die Unterschiede zwischen Spitzenverdienern und dem Rest der Bevölkerung sind. Trotz eines historischen Höchststands von 49,3 Millionen Pkw wird ein Auto demnach zunehmend zum Indikator sozialer Schichtung.

Die Analyse vergleicht die Netto-Monatsgehälter verschiedener Berufsgruppen, mit besonderem Blick auf Bundestagsabgeordnete und Top-Manager. Die Zahlen liefern eine datenbasierte Grundlage für die aktuell hitzige Debatte um die deutsche Arbeitsmoral. Während die Politik eine Ausweitung der Wochenarbeitszeit fordert, verdeutlichen die Daten die extreme Kluft in der Kaufkraft: Ein neuer VW Golf kostet eine durchschnittliche Verkäuferin fast 15 volle Netto-Monatsgehälter – ein DAX-Vorstand hat denselben Betrag in drei Arbeitstagen verdient.

LeasingMarkt
(Zum Vergrößern anklicken) Bild: LeasingMarkt.de

Vorstandsvorsitzende eines DAX-Unternehmens benötigen für gängige Neuwagenmodelle häufig nur wenige Arbeitstage. Ein VW Polo oder das Elektroauto Renault Twingo Electric ist nach rund zwei Arbeitstagen finanziert. Selbst Mittelklasse-Stromer wie das Tesla Model Y oder der BYD Seal U entsprechen weniger als einer Arbeitswoche.

Auch im oberen Preissegment bleibt der zeitliche Aufwand überraschend gering. Für einen vollelektrischen BMW i7 müssen DAX-Vorstände rund zwölf Arbeitstage aufwenden, für einen Verbrenner-Porsche 911 laut der Studie knapp 15 Tage.

Zum Vergleich: Für eine Verkäuferin entspricht der Kauf eines VW Polo fast einem ganzen Jahr Arbeit (10,2 Monate), ein Skoda Octavia knapp 15 Monate. Und für ein Mittelklasse-Elektroauto wie das Tesla Model Y müssten rund 21 Monate des vollen durchschnittlichen Nettogehalts zurückgelegt werden – während DAX-Vorstände dieselben Fahrzeuge in wenigen Arbeitstagen finanzieren.

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Via: LeasingMarkt
Tags: PreiseAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. McGybrush meint

    19.03.2026 um 12:52

    Also ich habe erst 2023 die 2000,- Netto grade so geknackt.

    Und ich bin es aber auch genau die Person die den Akku von Autos ausbaut, aufmacht, Zellmodule tauscht und wieder einbaut.

    Für mich ist in meiner Wahrnehmung alles ab so 2700,- Wohlhabend. Das wäre ein traum.

    Und ich weiss bei und arbeiten welche im Service vorne die sehen die 2000er Marke noch nicht man in 5 Jahren am Horizont.

    Also wo die Statistiken immer her kommen. Und ich verdiene in meinem Freundskreis sogar ganz gut.

    Aber da fährt auch niemand ein Neuwagen trotz 25 Jahre Berufsleben.

    Antworten
    • Till meint

      19.03.2026 um 14:54

      In entsprechenden Konzernen, aber auch teilweise in kleinen Betrieben verdienen Handwerksgesellen mit VDE Ausbildung (Heizung, Mechatronik, Solarteur, etc.) als Einstiegsgehalt bereits mindestens 2.800€ netto. Wenn dann noch Schichtarbeit, etc. hinzu kommt, werden die 3K regelmäßig geknackt. Schlägt man dann noch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und ggf. Leistungszulagen/Gratifikationen auf das Monatsgehalt um, sind 4 K durchaus möglich.

      Ein Chef sagte bei uns mal zu einem Arbeiter (ungelernt) , als dieser sich über sein Gehalt beklagte: „Augen auf, bei der Berufswahl.“ Das spiegelt sich übrigens schon seit einem Jahrzehnt in der Akademikerschwemme (non MINT) wieder. Da kommen Einige mit ihrem Lebensgehalt nicht mal in die Nähe eines „dummen“ Handwerkers.

      Antworten
    • R2D2 meint

      20.03.2026 um 17:15

      McGybrush meint
      19.03.2026 um 12:52
      …….

      2.000 Euro sind bei dir also ein Wohlhabend? Das verdienen meine Hilfsarbeiter, teilweise mit schlechten Deutsch. Du solltest ech mal dein Leben überdenken.. .wenn mein netto unter 8.000 Euro sinkt muss ich in die kirche. oder etwas mehr werbung machen.

      Antworten
      • MK meint

        20.03.2026 um 21:39

        @R2D2:
        Sicher, dass Sie da nicht Netto und Brutto verwechseln? Ein alleinstehender ohne Kinder in einer 35-Stunden-Woche wie sie in Metallbetrieben üblich ist, braucht rund 24 € Stundenlohn brutto um auf 2.000 € netto zu kommen. Also fast das doppelte des Mindestlohns.

        Antworten
        • R2D2 meint

          25.03.2026 um 17:54

          typisch deutschland…. „ein single, ohne Kinder und 35h“… da bin ich raus.

  2. Besser-BEV-Wisser meint

    19.03.2026 um 11:52

    Überflüssige Statistik. Überflüssiger Artikel.
    Nutzloser Kommentar ;-)

    Antworten
  3. Uwe meint

    19.03.2026 um 11:48

    Weichen Sinn macht der Vergleich?
    Man hätte statt E-Auto auch Sommerurlaub oder Hauskauf nehmen können … aber wahrscheinlich bringt E-Auto mehr Klicks/Einnahmen.
    Noch lukrativer wäre das Wort „Tesla“ in der Überschrift ;-)

    Antworten
  4. hu.ms meint

    19.03.2026 um 11:45

    Die faustregel „ein jahresnetto ist kaufpreislimit für einen neuwagen“ ist seit jahrzehnten bekannt – wenn man sich nicht finanziell zum skaven seines autos machen will.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      19.03.2026 um 12:44

      Kommt aber auch immer auf die persönlichen Verhältnisse an. Als kinderloser Single, ggf. noch in Hotel Mama, sind locker auch 2-3 Jahresgehälter drin.

      Antworten
      • David meint

        19.03.2026 um 14:17

        Du kennst dich aus. Erzähl bitte weiter!

        Antworten
        • brainDotExe meint

          19.03.2026 um 14:32

          Was willst du noch weiter hören? Bei mir waren es damals zwei Jahresnettogehälter und in finanzielle Schwierigkeiten hat mich das nicht gebracht.
          Habe auch Leute im Freundeskreis bei denen es drei wären.

          Kommt halt immer auch auf die persönliche Situation an.

        • South meint

          19.03.2026 um 15:04

          Da hat er wirklich recht. Mit ins Grab nehmen kann man Geld nicht und wenn ein Auto eben genau sein Ding ist, ja, warum nicht? Ein Kumpel von mir hat drei Häuser mit mehreren Wohneinheiten, hat keinen Partner und keine Kinder und er verreist auch nicht gerne…. der hat nen Fuhrpark… da schlackert man mit den Ohren…

        • David meint

          19.03.2026 um 16:09

          Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.

      • hu.ms meint

        19.03.2026 um 17:52

        Ist ja nur ein standard-ansatz.
        Natürlich kann man den urlaub streichen/kürzen oder das auto selbst ist das hobby, für das andere geld ausgeben. Jedem tierchen sein pläsierchen.

        Antworten
    • hu.ms meint

      19.03.2026 um 17:57

      Ach ja: bei mir ergeben sich rd. 5 monate. :-))

      Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        19.03.2026 um 23:53

        Für einen Dacia Spring…

        Antworten
  5. South meint

    19.03.2026 um 10:55

    … Der Artikel ist einfach ein Schmarrn… und mit E Autos hat er auch nix zu tun…

    Antworten
  6. brainDotExe meint

    19.03.2026 um 10:47

    Warum nur zwei Extreme? Die üblichen Einkommensschichten wären interessanter. Das ein Top-Manager sehr gut verdient ist jetzt nicht wirklich neu.

    Antworten
    • Mäx meint

      19.03.2026 um 11:21

      Für mich stehen da drei Einkommensklassen:
      2.000€ netto
      5.500€ netto > bis hier hin sind 90%+ aller Einkommen abgedeckt.
      250k€ netto (einfach absurd)

      Antworten
      • hu.ms meint

        19.03.2026 um 11:50

        Es fehlen der bereich zwischen 2.500 € und 3.500 € wo viele liegen.

        Antworten
        • E.Korsar meint

          19.03.2026 um 12:51

          Dann nimm halt einen halben Bundestagsabgeordneten oder einen hundertstel Dax-Vorstand. Das geht im Kopf.
          Mathe macht Spaß.

        • Thorsten 0711 meint

          19.03.2026 um 13:46

          Richtig, da gehöre ich auch dazu.
          In meinem Fall waren es 9,3 Monatsnettogehälter für einen 4 Jahre alten Gebrauchtwagen.

        • Mäx meint

          19.03.2026 um 14:23

          2.000 netto ist ziemlich genau der Median des Netto Einkommens der Gesamtbevölkerung laut dem Tool der iw Köln.
          Genauer gesagt sind es 2.100 netto.
          Und da die Tabelle oben einfach Kaufpreis durch Einkommen ist, kann das jeder mit bestandener Grundschule ausrechnen…its no rocket science.

        • hu.ms meint

          19.03.2026 um 17:55

          … und bei der fahrzeugliste fehlen genau die viel gekauften modelle zwischen 30K und 40K.
          z.b. ergeben 35K KP (z.b. für einen kia EV3 mit grossem akku) und 2.500 € netto mtl. 14 gehälter.

  7. David meint

    19.03.2026 um 10:15

    Spannender wäre, für konkrete Modelle und deren Besitzer eine Relation dieser Art herzustellen. Dann würde man sehen, der durchschnittliche Taycan-Fahrer arbeitet weniger Monate für das Fahrzeug als der durchschnittliche Teslafahrer für sein Model Y.

    Ich weiß auch nicht, warum der arme Bundestagsabgeordnete dort mit seinem Grundgehalt netto steht. Das ist ja schon Blödsinn, weil die Versteuerung individuell ist. Ich kann aber versichern, es gab vermutlich nie einen Bundestagsabgeordneten, der ausschließlich diese Bezüge hatte. Denn es gibt zumindest noch eine steuerfreie Sachaufwandspauschale sowie etliche Vergünstigungen und Sonderlocken.

    Antworten
  8. Couch Kartoffel meint

    19.03.2026 um 09:47

    Warum Kommentare nur noch mit Registrierung? @Moderation

    Die Tabelle sagt gar nichts, weil man nicht 100 Prozent seines Netto Lohns sparen kann. Im Durchschnitt spart der Deutsche 10 Prozent. So und nun mal schauen, wenn ein Kompaktwagen wie der neue Peugeot e308 dann 42500 Euro in der Buchalterklasse kostet, wie lange man dafür sparen müsste. Der Grund warum der Privatkundenanteil immer geringer wird bei den Preisen

    Antworten
    • eBikerin meint

      19.03.2026 um 09:56

      Hier geht es nicht darum wie lange man sparen müsste, sondern es ist lediglich ein Vergleich wie viele Netto Gehälter es der jeweiligen Berufsgruppe kosten würde.

      Antworten
      • ap500 meint

        19.03.2026 um 10:57

        @eBikerin schon richtig. Aber uninteressant denn der Bürger braucht zuerst Lebensmittel und eine Wohnung. Wenn diese kosten das Nettogehalt auffressen ist ein Auto nicht leistbar.

        Antworten
      • Couch Kartoffel meint

        19.03.2026 um 11:39

        Du hast nicht mal das Problem erfasst. Die Preise für Autos des Durchschnittsbürgers steigen dermaßen schnell in eine Richtung die es nicht ermöglicht sich ein neues Auto anzusparen. Wenn ein Kompaktwagen 42500 Euro als BEV in der Basisversion kostet, dann muss er bei einer Sparrate von 250 Euro im Monat dafür 170 Monate sparen. Das sind mehr als 14 Jahre und damit länger als das durchschnittliche Alter des Fahrzeugbestandes.

        Deshalb kaufen auch 80 Prozent nur noch Gebrauchtwagen und der gewerbliche Anteil ist bei 70 Prozent Verkaufsanteil bei Newuwagen. 1990 war es noch komplett umgedreht. 70 Prozent Privatanteil und 30 Prozent gewerbliche Zulassungen.

        Audi ist die Marke mit dem geringsten Privatkundenanteil und der Beträgt nur noch 17 Prozent bei Audi. Gewerbliche Zulassungen sind Margenschwach und ein Problem für die Hersteller

        Antworten
        • Thorsten 0711 meint

          19.03.2026 um 12:16

          Die Marke DACIA ist sei Jahren Spitzenreiter beim Anteil privater Käufer. Und das, obwohl Deutschland doch so unheimlich reich ist.

        • MK meint

          19.03.2026 um 18:52

          @Couch Kartoffel:
          Das hat aber auch andere Gründe: Früher bekam einen Dienstwagen, wer diesen dienstlich brauchte (z.B. Vertriebsmitarbeiter). Heute hat nahezu jede Führungskraft einen Firmenwagen, weil sich das dank Steuerprivileg für viele viel mehr lohnt als mehr Geld (die verbrauchte Energie z.B. wird überhaupt nicht als Einkommen angesetzt und muss daher auch gar nicht versteuert werden). Dazu führen die vielen Dienstwagen natürlich dazu, dass es für Privatkunden sehr viele attraktive „junge Gebrauchte“ gibt. Dazu kommen neue Möglichkeiten wie Auto Abos und Carsharing, die es 1990 einfach noch nicht gab.

          Oder anders ausgedrückt: Schauen Sie sich doch mal die Zulassungszahlen von 1990 an: Nicht die Zahl der privaten Neuwagen ist gesunken, sondern die der gewerblichen einfach nur Exorbitant gestiegen.

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