Die Elvah GmbH hat beim Amtsgericht Essen Insolvenzantrag gestellt. Ziel ist laut einer Mitteilung die Fortführung des Unternehmens im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses. Das Gericht hat die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und einen Rechtsanwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er prüft gemeinsam mit der Geschäftsführung Optionen für eine Investorenlösung.
Der Geschäftsbetrieb laufe im Rahmen des Insolvenzeröffnungsverfahrens uneingeschränkt weiter, betont das Unternehmen. Für Kunden und Partner ergäben sich derzeit keine Änderungen. Sowohl „Elvah Hub“ als auch die App „E.On Drive Comfort“ stünden bis auf Weiteres wie gewohnt zur Verfügung.
Elvah hatte 2023 schon einmal Insolvenz angemeldet, damals noch als Lade-App-Anbieter. Das Start-up wurde kurz darauf vom Energiekonzern E.On übernommen und so gerettet. Heute ist das Unternehmen im Bereich datenbasierter Analysen für den öffentlichen Lademarkt tätig. Es stellt unter anderem Marktanalysen und Auswertungen zu Auslastung, Preisen und Nutzungsverhalten bereit. Darüber hinaus entwickelt und betreibt Elvah Softwarelösungen für die Nutzung öffentlicher Ladeinfrastruktur.
„Elvah verfügt über ein erfahrenes Team und eine etablierte Technologieplattform. Diese bilden eine solide Grundlage für eine Fortführung mit einem strategischen Partner“, sagt der als Insolvenzverwalter bestellte Anwalt Gregor Bräuer.
Das Elvah-Team glaube weiter an die eigens entwickelte Technologie und an ihre Relevanz für den Markt, betont das strauchelnde Unternehmen. „Wir arbeiten intensiv daran, im Rahmen des Verfahrens eine nachhaltige Lösung für das Unternehmen zu finden“, sagt Gordon Thompson, Geschäftsführer der Elvah GmbH.

Carvision meint
Und für was braucht man diese Hublösung? Welche Daten sollen denn zu welchem Zweck verarbeitet werden..
Als Ladeflatrate hatten sie einen mutigen Ansatz. Dann verwässerte es völlig das Portfolio, da die prepaid Abos total intransparent waren uns damit eigentlich am Markt scheiterten. Danach der Zweck der b2b Plattform, erschließt mir sich nicht.
Zuviele Dienstleistungen zwischen Energieerzeugung und Verbrauch machen die emobilität nur teurer…
Jörg2 meint
Mehr leistungsfähige (Finanzen) Partnerschaften als mit E.ON wird es wohl nicht geben.
Wenn E.ON das nicht stützt, ist das ein schlechtes Zeichen.
RA Lieser ist einer von den Guten. Wenn es etwas zu retten gibt, dann wird das gerettet.