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Tesla FSD (Überwacht): EU-weite Zulassung stößt auf Widerstand

06.05.2026 in Autoindustrie, Autonomes Fahren von Thomas Langenbucher | 119 Kommentare

Tesla-Model-3-Performance

Bild: Tesla

Tesla hofft nach der niederländischen Typgenehmigung für „Full Self-Driving (Supervised)“ auf eine zügige Genehmigung in der gesamten EU. Das fortschrittliche Fahrassistenzsystem wird in Deutschland als Full Self-Driving (Überwacht) oder FSD (Überwacht) bezeichnet. Das Vorhaben stößt offenbar auf Widerstand, weil verschiedene nationale Regulierungsbehörden Bedenken haben sollen.

Die niederländische Behörde RDW erteilte Tesla im April eine Typgenehmigung für FSD (Supervised). Der Fahrer darf dabei die Hände vom Steuer nehmen, während das Elektroauto die Lenkung verantwortet. Die Einschränkung bleibt, dass der Fahrer womöglich eingreifen muss. Deshalb müssen die Augen immer auf der Straße bleiben.

Tesla will FSD (Supervised) nun zügig in der gesamten EU ausrollen. Die niederländische Genehmigung soll dabei als Vorlage dienen, die andere EU-Staaten anerkennen können. Derzeit versucht Tesla laut Berichten gemeinsam mit der RDW, direkt eine EU-weite Zulassung zu erreichen. Sollte das nicht gelingen, könnten verschiedene Länder die Genehmigung eigenständig übernehmen.

Am Dienstag fand in Brüssel ein erstes Meeting im Rahmen des Technical Committees on Motor Vehicles (TCMV) der EU-Kommission statt. Das Ergebnis ist bislang unbekannt, weil die Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Bei der EU-Sitzung sollte es nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters noch zu keiner Abstimmung kommen.

Vor der Sitzung hatte sich Widerstand gegen eine EU-weite Zulassung angekündigt. Reuters berichtet, Regulierungsbehörden in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen hätten sich bereits skeptisch gezeigt. Kritisiert wird unter anderem die als irreführend empfundene Bezeichnung „Full Self-Driving“ (Vollständig autonomes Fahren), die auch mit Zusätzen wie „Supervised“ oder „Überwacht“ irreführend sein könnte. Zudem soll das System laut Skeptikern zu Tempoverstößen neigen und angeblich nicht gut mit vereisten Straßen klarkommen.

Auch der European Transport Safety Council (ETSC) äußerte sich in einem offenen Brief an die EU-Kommission skeptisch. Der ETSC will eine Aussetzung des Verfahrens erreichen, bis dringende Fragen beantwortet sind und öffentlich diskutiert wurde, ob die Gesellschaft solche Systeme überhaupt wünscht. Kritisch sieht die Organisation unter anderem, dass Fahrer ein leistungsfähiger erscheinendes Assistenzsystem schlechter überwachen könnten.

Der ETSC kritisiert außerdem das TCMV-Gremium als nicht gewählten Ausschuss, der hinter verschlossenen Türen in Brüssel tagt. Nach Darstellung der Organisation könnte das Gremium durch eine einfache Abstimmung grünes Licht für freihändiges Fahren in europäischen Städten und auf Landstraßen geben – „basierend auf einer einzigen nationalen Genehmigung und trotz laufender Ermittlungen der US-Bundesbehörden gegen genau dieses System“.

Vor einer möglichen Abstimmung sollen die nationalen Behörden nun wohl die von der niederländischen RDW vorgelegten Informationen prüfen. Eine Abstimmung wird demnach erst in einigen Wochen bis Monaten erwartet.

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Via: Reuters & Electrive
Tags: EU, Tesla-AutopilotUnternehmen: Tesla
Antrieb: Elektroauto, Modern Mobility

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    08.05.2026 um 16:37

    Die dänische Behörde dementiert den Reuters-Bericht.

    Sie betont, dass sie sich an die Schweigepflicht in laufenden Vorgängen hält und weder positive noch negative Signale nach außen geben hat.

    Die angesprochenen Mails beinhalten sowohl positive als auch negative Einschätzungen zum „FSDS“ und sind selektiv zitiert worden. Ein dänischer Beamter, Frank Schack Rasmussen, hatte bereits im Oktober 2025 in einer E-Mail gelobt, dass die Tesla-Fahrzeuge im dichten Berufsverkehr von Kopenhagen „sehr gut abschnitten“

    Die Mehrzahl der Pressemitteilungen zum Thema scheinen auf der einen, falschen Reuters-Darstellung zu fußen.

    Antworten
    • Future meint

      08.05.2026 um 20:29

      Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

      Antworten
  2. Powerwall Thorsten meint

    08.05.2026 um 06:13

    7. Mai 2026 | Washington, D.C.

    Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) des US-Verkehrsministeriums gab heute bekannt, dass das spätere Modell 2026 Tesla Model Y das erste Fahrzeugmodell ist, das den neuen Benchmark der Agentur für Fahrzeuge mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) besteht. Diese bestandenen/ablaufenden Tests – die kürzlich dem New Car Assessment Program (NCAP) der NHTSA hinzugefügt wurden – stellen sicher, dass die Verbraucher über die Informationen verfügen, die sie benötigen, um die Sicherheitsvorteile neuer Technologien zu bewerten.

    Durch die Einbeziehung von ADAS in diese neuen Tests ermutigt die Agentur auch die anderen Autohersteller, Innovationen zu priorisieren, die die Sicherheit von Familien auf der Straße gewährleisten.

    „Die heutige Ankündigung ist ein bedeutender Schritt nach vorne in unseren Bemühungen, den Verbrauchern die umfassendsten Sicherheitsbewertungen aller Zeiten zu bieten“, sagte NTSA-Administrator Jonathan Morrison. „Durch das erfolgreiche Bestehen dieser neuen Tests demonstriert das Tesla Model Y 2026 das lebensrettende Potenzial von Fahrerassistenztechnologien und setzt die Messlatte für die Branche hoch. Wir hoffen, dass viele weitere Hersteller Fahrzeuge entwickeln, die diese Anforderungen erfüllen können.“

    2026 Tesla Model Y Fahrzeuge, die am oder nach dem 12. November 2025 hergestellt wurden, erfüllten erfolgreich die strengen Kriterien für vier neu integrierte fortschrittliche Sicherheitstests:

    • Automatische Notbremsung für Fußgänger

    • Spurhalteassistent

    • Totwinkelwarnung und

    • Intervention im toten Winkel

    Danke, keine weiteren Fragen. Die Bürogemeinschaft darf sich geschlossen setzen.

    Antworten
    • M. meint

      08.05.2026 um 12:49

      Automatische Notbremsung für Fußgänger
      Spurhalteassistent
      Totwinkelwarnung und
      Intervention im toten Winkel

      Völlig neue Technologie!
      Moment – welches Jahr haben wir? 2010? Ja?
      Ah. Ja, dann passt es.
      Schlaf weiter, Thorsten.

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        08.05.2026 um 17:06

        Was der Herr Ingenieur (FH) wieder vor lauter PTBS übersieht:
        Es reicht nicht aus die Systeme zu haben, sie müssen auch den aktuellen Testverfahren der NHTSA genügen – der Rest ist wieder fehlendes Leseverständnis und Quellenkritik.
        Zur Funktion zum Beispiel des Notbrems Assistenten von Mercedes gibt es ja hinreichend Videomaterial – findest du das schon ganz alleine?

        Antworten
        • M. meint

          11.05.2026 um 12:27

          Ja, das kenne ich.
          Und anderes Videomaterial auch, aber ich zweifle inzwischen, dass DU das selbst findest.
          Vielleicht sollte man hier mal wieder ein paar Einschläge verlinken.

    • hu.ms meint

      08.05.2026 um 12:59

      Na Thorsten,
      jetzt backst du endlch keinere brötchen.
      Von tesla-selbstfahr-autos ist da plötzlich nicht mehr die rede.
      Die karren müssen alle ununterbrochen von einem menschen überwacht werden !

      Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        08.05.2026 um 17:09

        @ Community
        Er ist seit Monaten der einzige, der nicht versteht, daß ich auf seine „Fragen“ nicht mehr antworte – verbrannt :-)

        Antworten
        • hu.ms meint

          11.05.2026 um 11:16

          Genau – denn auf meine gezielten, faktenbasierten fragen zu tesla und seiner technik hast du meist keine antworten und lenkst auf andere themen oder hertsteller ab.

        • Fred Feuerstein meint

          11.05.2026 um 13:14

          „denn auf meine gezielten, faktenbasierten fragen“…Das war mal wieder eine wunderbar kömödiantische Einlage. Herrlich. 🤣

        • hu.ms meint

          12.05.2026 um 08:45

          Einfach etwas runterscrollen, Fredi – da stehen diese…

    • Rob meint

      08.05.2026 um 14:05

      Dieser „Jubelmeldung“ fehlt leider etwas Kontext: Da das Model Y das erste Fahrzeug (und einzige) ist für das die NTSA Testergebnisse veröffentlicht hat sagt die Pressemeldung nicht viel aus. Aber wenn du dir damit die immer weiter aufgeschobene Veröffentlichung einer endlich für alle Teslafahrer verfügbaren offiziellen FSD Variante schönreden kannst, sei es dir gegönnt.

      Antworten
    • hu.ms meint

      09.05.2026 um 17:31

      Es geht um ein neues US-testverfahren !
      Wieviele fahrzeuge haben das bisher mit welchem ergebnis durchlaufen ?
      Oder ist tesla Y etwa das erste und einzige ?
      Dann sollten wir abwarten, welche ergebnisse autos anderer hersteller ergeben.

      Antworten
  3. hu.ms meint

    07.05.2026 um 10:51

    Ablehnung durch skandinavische länder ohne autoproduktion.
    Keine aus D, F oder I, wo autos gebaut werden.
    Der „laufen zu beobachtenden selbstfahrer“ scheint die europäischen hersteller nicht zu beunruhigen. Mich auch nicht…
    Alles oder nichts ist die devise für mind. 95 % der autofahrer.
    Entweder muss man sich aufs fahren konzentrieren oder man kann während der fahrt was anderes machen.
    Die zwischenstufen sind nur was für NERDS.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      07.05.2026 um 14:48

      Wenn ich richtig informiert bin, dann hat der (Dein?) ID.3 Tempomat, Spurhalteassi etc.
      Ist das teuflischen Zwischenstufenzeug für Nerds?

      Was mich mal sehr interessieren würde: von Seiten der Aggitatoren „alles oder nichts“: auf wieviele selbsterlebte Test-km in einem „FSD“-System (von welchem Hersteller auch immer) stützt sich diese Einschätzung (und wo findet man die Umfrage mit den „95%“?).

      Antworten
      • M. meint

        07.05.2026 um 19:46

        Uninteressant.
        ADAS-Entwickler sagen: „99% selbstfahrend ist leicht, das Problem ist das letzte 1%.“
        Es ist also kein Problem, ein Video von 30 Minuten zu machen (und noch leichter, wenn es nicht live ist), bei dem einfach nichts passiert. Aber es ist eine völlig andere Sache, das auf „immer“ auszudehnen, oder auch „nur“ bei einem plötzlichen Problem trotzdem nur für 15 Sekunden einen sicheren Zustand beizubehalten, so dass der Film-schauende Passagier wieder zum Fahrer werden kann. Was dann L3 wäre. Weil…dazu muss das Auto ja erst einmal selbst erkennen, dass es gerade Mist baut, und dann trotzdem noch 15 Sekunden alleine klar kommen, ohne den Verkehr zu gefährden.
        Und das gekommen die meisten aktuell überhaupt nicht zertifiziert, und die wenigen nur unter eingeschränkten Bedingungen.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 12:34

          M

          Ja, und das letzte Eine % teilt sich wieder in 99/1. Das ist in der Entwicklungsarbeit jedweden Bereiches eine Binse. Argumentativ eigentlich nicht verwertbar.
          100% wird nicht erreicht. Eine Argumentation „alles oder nichts“ führt dann wo hin?

          Reden wir noch vom Tesla-FSD? Einem System, dem von Seiten der niederländischen Zulassungsbeörde und der zuständigen US-Behörde eine Erhöhung der Fahrsicherheit bescheinigt wird?

          Und auch an Dich (erneut?) die Frage: Auf wieviele persönliche Test-km mit einem solchen System stützt sich Deine Meinung?

        • M. meint

          11.05.2026 um 12:41

          Also Jörg, deine Frage ist ja mal wieder kurios.
          Wenn wir von autonomen Systemen reden, dann selbstverständlich NICHT von „FSD“.
          Weil es das nicht kann.

          Und du brauchst dir nicht schon wieder etwas selbst zu konstruieren, was von Fachleuten bereits widerlegt wurde.
          Die Definition von L3 erfüllt „FSD“ nicht.
          Die Definition von L4 erfüllt „FSD“ erst recht nicht.
          Die Erfüllung von L5 ist für „FSD“ völlig abwegig.
          Daher hilft es auch nicht, wenn Influenzer in ihrer Hilflosig versuchen, das von Fachleuten aufgesetzte Unterscheidungssystem zu diskreditieren.

          Du verfehlt mal wieder – und mit Absicht, wie ich annehmen muss – das eigentliche Problem. Die Frage ist nicjt, wo das System hilfreich ist – das ist jedes Assistenzsystem – sondern, welche neuen Probleme es mitbringt.

          Niemand neidet es dir, wenn du in die Niederlande oder die USA umziehst, um künftig in den Genuss zu kommen, ein Auto bei Fahren überprüfen zu müssen, und bei den Fehlern (die es macht) schnell reagieren zu müssen.
          Nur eine Bitte: wenn du das mal nicht schaffst, versuche, gegen etwas massives zu fahren. Einen Baum, oder besser noch, eine Mauer. Versuche, unschuldige Verkehrsteilnehmer da rauszuhalten, ja?

      • hu.ms meint

        07.05.2026 um 20:08

        Jörg,
        einfach abwarten, wie stark sich der tesla-absatz in europa steigert, wenn das aktuelle „FSD supervised“ hier genehmigt ist.
        Das sind dann nicht mal die restlichen 5 %.
        Und wie so oft: der schluss von sich auf die grosse masse geht meist in die hose.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 12:29

          hu.ms

          „Und wie so oft: der schluss von sich auf die grosse masse geht meist in die hose.“
          Ja, da bin voll bei Dir. Deshalb nochmal meine Fragen:
          Auf wieviele, von Dir selbst gefahrene Test-km eines solchen Systems stützt sich Deine generalisierte Meinung? Und: Wo hast Du die 95% her? Eine „Hochskalierung“ Deines sozialen Umfeldes oder gibt es hierzu eine richtige Studie?

        • M. meint

          08.05.2026 um 12:50

          Wer 100 Euro im Monat ausgibt, um sein Auto beim Fahren zu überwachen, der verdient das auch nicht anders. :-)

        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 16:57

          M

          Erneut: Auf wieviele persönliche Test-km fusst Deine Einschätzung?

        • hu.ms meint

          09.05.2026 um 10:07

          Jörg:
          ganz einfach: auf die bisherigen tesla-zulassungszahlen und einen sehr grosszügigen aufschlag.
          Nochmal:
          Wieviele es dann letztendlich sind, werden wir ganz einfach an den tesla-zulasungszahlen ablesen können, sobald die gegenständliche „FSD supervised“ version in den grossen europäischen märkten zugelassen ist.
          Ich korrigiere meine 5 % auf 0,5% der neuwagenkäufe !

        • hu.ms meint

          09.05.2026 um 17:26

          Jörg:
          Wieso gefahrene test-km ?
          Ich schrieb von alles oder nichts !
          Alles ist level 5 = keine überwachung.
          Gefahrene test-km irgendeiner level 2+ version = laufend zu überwachen und durch wen interessieren da überhauptnicht.

  4. Trömmelsche meint

    07.05.2026 um 09:54

    vergleichbare Assistenzsysteme sind in vielen Autos eingebaut und zugelassen. Nur der Name stört hier eigentlich. Ich würd es halt Tesla überassen, wie sie es nennen wollen. Und allen Käufern danach eine Rückabwicklung zulassen, weil der Name sie belogen hat.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      07.05.2026 um 14:55

      „Und allen Käufern danach eine Rückabwicklung zulassen, weil der Name sie belogen hat.“

      So wie bei AUDI, wenn der nicht hört?
      Oder „Mercedes“, der garnicht weiblich ist?

      Vielleicht reicht ja schon üble Unverständlichkeit?
      AUDI: Prädiktiver Effizienzassistent

      Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        07.05.2026 um 17:19

        Ich sage nur: Clean Diesel…

        Antworten
  5. M. meint

    06.05.2026 um 20:25

    Ein kleiner Nachtrag noch mit etwas, das ich gerade bei der Suche nach etwas völlig anderem gefunden habe:
    https://www.businessinsider.de/wirtschaft/tesla-unfall-im-selbstfahrmodus-ex-uber-manager-warnt-vor-ki-vertrauen/

    Nein, hier geht es nicht um die aktuelle Version von „FSD“. Es war aber eine frühere Version, der die gleichen Fähigkeiten damals ebenso nachgesagt wurden. Es geht eigentlich nicht mal um Tesla, es war dieses mal halt einer. Es hätte aber auch eine andere Marke sein können.

    Das Thema ist:
    Selbst Menschen, die die Gefahren kennen, weil sie sich beruflich damit auseinander setzen, lassen sich von den vermeidlichen Fähigkeiten in die Irre führen – und dann geht die Aufmerksamkeit verloren. Und dann kracht’s.
    Wenn das selbst „Selfdriving“ – Experten passiert, hat Otto Normalfahrer keine Chance. Die permanente lückenlose Überwachung eines Systems, das 30 Minuten ohne nennenswerten Fehler fährt, kann ein Autofahrer – der die Motivation hat, die Fahraufgabe abzugeben – nicht aufrechterhalten. Und dann gibt es weniger Sicherheit als vorher.

    Und das ist ok, solange der „Gegner“ eine massive Wand ist. Das Auto ist kaputt – Pech. Der „Gegner“ kann aber auch ein Kleinwagen sein, ein Kinderwagen, oder ein Gartenzaun mit Sandkasten dahinter. Und da hört der Spaß auf, ganz gleich, welches Markenlogo auf der Hardware klebt.

    Antworten
    • Jörg2 meint

      07.05.2026 um 15:04

      Es ist sicherlich mehr als sinnvoll, dass im System von verantwortungstragendem Fahrer und halbautomatischen Fahrzeug, die technische Seite als Kontrollinstanz für die Aufmerksamkeitshöhe des Fahrers verwendet wird. Sollte diese Aufmerksamkeit nicht gegeben sein, dann sollte das technische System sich geordnet zurückziehen.

      Auf das aktuelle Niederlande-System von Tesla bezogen hat die zuständige Bewertungsbehörde dazu veröffentlicht:
      „Sicherheit hat für RDW oberste Priorität. Die korrekte Verwendung dieses Fahrerassistenzsystems leistet einen positiven Beitrag zur Verkehrssicherheit.“

      Antworten
      • M. meint

        07.05.2026 um 17:08

        Oh ja.
        Ein Aufdruck wie auf einer Packung Schokolade: „kann Spuren von Erdnüssen“ enthalten“
        Selbst, wenn die Wahrscheinlichkeit für >0,001% Erdnussanteil bei 0,001% liegt, steht das drauf. Damit liegt die Verantwortung eben woanders.

        Was hätten die denn sonst draufschreiben sollen?
        Das Thema ist eben, dass diese ständige Kontrolle, und die ständige Überwachung der Kontrolle in der Praxis schwierig ist. Das System kann schauen, ob die Augen offen und in die richtige Richtung zeigen. Ob der Eigentümer der Augen das Hirn dahinter auf Sparflamme geschaltet hat, das erkennt das System nicht. Das System hat ja schon Schwierigkeiten, auf die eigenen Schwierigkeiten ausreichend und schnell genug hinzuweisen – dazu gab es ja schon Artikel.
        Die zentrale Erkenntnis kommt doch nicht von mir, sondern von Menschen, die sich damit Tag für Tag beschäftigen, siehe verlinkter Artikel. Das sollte man irgendwann auch mal anerkennen, statt hier rumzumaulen, dass aber das KBA doch bitte gnädiger zu sein hätte.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          07.05.2026 um 20:00

          „Das Thema ist eben, dass diese ständige Kontrolle, und die ständige Überwachung der Kontrolle in der Praxis schwierig ist.“

          Auf wieviele persönliche Test-km stützt sich Deine Argumentation?

        • M. meint

          08.05.2026 um 12:52

          Ich stütze mich auf Experten für autonome Fahrsysteme, und ordne daher herstellergefärbte Laienmeinungen wie deine als FakeNews ein.
          Weitere Fragen?

        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 17:00

          M

          Ich lese dazu von der Behörde, die es in den Niederlanden freigegeben hat, dass es die Verkehrssicherheit erhöht. Die US-Behörde kommt zu ähnlichen Einschätzungen.
          DAS ist meine Bewertungsgrundlage.

          Zwischenzeitlich hat die dänische Behörde die Reuters-Meldung, auf die hier immer und immer verweisen wird, dementiert.

          Nochmals: Auf wieviele persönliche Test-km fusst Deine Einschätzung zu diesem System. Bisher kommen von Dir dazu Binsen-Weisheiten über Entwicklungsabläufe.

        • M. meint

          11.05.2026 um 12:50

          Ja, das ist deine, aber es gibt eben auch andere.
          Ich habe aber Verständnis, dass diese es nicht in das Stimmungsbild eine Influenzers geschafft haben.
          Was in einem Land bewertet wird, in dem die Führerscheinprüfung“ einmal um den Block und einparken“ bedeutet (nein, das ist nicht polemisch, sondern real), sollte lieber auch in diesem Land bleiben.
          Es ist übrigens auch ein VÖLLIG ANDERES System wie das in NL – das hast du etweder nicht gewusst, verschwiegen oder lieber wieder vergessen.
          Und das in NL in den letzten 18 Monaten entwickelte System schaut man sich jetzt an, die Kamikazeversion aus US ist bereits außen vor.
          Ich bin übrigens sicher, dass die kommt. Die Frage ist nur, ob man das so durchwinkt, oder lieber nochmal etwas weitere Entwicklungsarbeit leistet, weil NL eben nicht EU ist.

  6. Matze meint

    06.05.2026 um 19:01

    „Reuters berichtet, Regulierungsbehörden in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen hätten sich bereits skeptisch gezeigt.“

    Immer diese von der heimischen Automobilindustrie getriebenen Regierungen.
    Und vermutlich wurde auch über Anzeigen-Verkäufe gesteuerte lokale Medien durch die OEMs eingespannt.

    Antworten
  7. JuergenII meint

    06.05.2026 um 18:31

    Irgendwie kann einem Angst und Bange werden, wenn man sich so das hier durchliest.

    Gut andere Länder haben da schon längst reagiert. In China wächst das City NOA (Navigation on Autopilot im Stadtverkehr) extrem schnell. Hauptgrund sind die stark gefallen Preise dieser Systeme. Heute bekommt man sie schon für unter 500 Euro. D.h. sie sind vom Luxusmarkt in ganz normalen alltäglichen Fahrzeugen integrierbar. BYD hat damit alleine im Jahr 2025 fast 2 Millionen Einheiten produziert.

    Und man braucht dafür noch nicht mal eine Eigenentwicklung wie z. B. Tesla, NIO, XPeng, Huawei etc.. Firmen wie Momenta oder QCraft bieten das auch anderen Herstellern an. U.a. nutzt das auch Mercedes.

    Der größte und wichtigste Unterschied ist aber die Rechtslage. In China haftet der Hersteller bei Unfällen; hier noch der Fahrer.

    Interessant ist auch die Provinz Heilongjiang. Mit 7 Monaten Eis und Schnee und Temperaturen von – 47 Grad entstanden hier 34 Testzentren mit über 120 speziellen Teststraßen für Eis und Schnee. Es wurde dort sogar der erste nationale, geschlossene Testparcours für autonomes Fahren in einer Kälteregion gebaut. Genutzt wird das nicht nur von chinesischen Herstellern sondern auch von einer hohen Anzahl von Ausländern.

    Es gibt längst nicht nur freiwillige Tests. Das „China Automotive Engineering Research Institute“ (CAERI) hat zusammen mit 22 Partnern ein spezielles, sehr umfassendes Testprotokoll entwickelt, die „Extreme Northern Cold Test Regulations“. Dieses Protokoll prüft unter anderem gezielt die Leistung von Fahrassistenzsystemen bei Schnee, Eis, Nebel und Gegenlicht.

    Und was passiert hier: Blockieren, verzögern und sich hinter rechtlichen Bedenken verstecken. Weiß nicht ob das wirklich der richtige Ansatz ist um die Zukunft in dem Bereich zu gestallten. Eher fallen wir hier weiter zurück.

    Antworten
    • Future meint

      07.05.2026 um 17:23

      Warum ist man in China so fortschrittlich und ermöglicht die neuen Technologien? Und warum ist man in Europa so skeptisch, ängstlich und will das alles hinauszögern? Aber die holländische Behörde ist ein kleiner Lichtblick und ein Weckruf, dass Europa schneller werden muss. Jetzt ist es wohl wieder einmal Tesla, die da etwas in Europa in Bewegung setzen. Die Behörde hat ganz klar festgestellt, dass das System von Tesla die Sicherheit auf der Straße verbessert. Darum geht es doch.

      Antworten
      • M. meint

        07.05.2026 um 19:54

        Na, dann dürfen die Tesla-Fahrer in den Niederlanden jetzt die „Sicherheit erhöhen“.
        Wenn es dort klappt, ist doch super.
        Ansonsten hilft es vielleicht der Rentenkasse…

        Tesla wusste, warum es diesen Weg geht, statt die reguläre Zulassung zu versuchen.
        Die Idee war – mit öffentlichem Druck – die Zulassung zu erzwingen.
        Falls dir das nichts sagt: es gibt genug Artikel dazu, auch hier.

        Und jetzt wird man eben noch etwas Geduld haben müssen, bis alle überzeugt sind. Vielleicht muss man auch nochmal ans System ran, die 18 Monate Nachentwicklung bis hierher haben vielleicht nur die Tesla-freundlichen Prüfer in Amsterdam gereicht, und die anderen schauen etwas genauer hin.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 21:56

          „Teslafreundliche Prüfer“

          Jetzt bist Du vollkommen in Verschwörungstheorien unterwegs.

        • M. meint

          11.05.2026 um 12:52

          Du meinst, ich nähere mich deinem Faktengehalt an?
          Sobald das aus einer anderen Ecke kommt, müsste ich das angehen, aber solange es nur aus der Teslaecke kommt, ist alles ok.

  8. Tesla-Fan meint

    06.05.2026 um 18:21

    Yeah! Da isser wieder!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_Act

    Antworten
  9. Rob meint

    06.05.2026 um 17:29

    Mmh, „Regulierungsbehörden in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen hätten sich bereits skeptisch gezeigt“ – nicht gerade die klassischen OEM Länder die einige hier immer hinter den grossen Verschwörungen vermuten. Mag es vielleicht doch daran liegen, dass noch einiges an Klärungsbedarf besteht?

    Antworten
    • Wirtschaftsmacht meint

      07.05.2026 um 18:41

      In den skandinavischen Ländern steht Tesla insbesondere im Fokus wegen der direkten Abneigung zu Betriebsräten und Gewerkschaften. Das ist alles absolut politisch motiviert, nur der Dumme Bürger weiß das nicht und glaubt die Hälfte von diesem Mist. Europa ist einfach kacke!

      Antworten
      • M. meint

        08.05.2026 um 12:58

        Dein Aluhut rutscht.
        Hierzulande überstützt der Typ die A-f-D, was bei denkenden Mitbürgern schon Strinrunzeln hervorrufen sollte. Aber bei 25% Nichtdenkern in der Bevölkerung…

        Die Tatsache, dass ein paar tausend Menschen bei dem Laden ihr Brot verdienen, dürfte eher positiv wirken.
        Weil, wenn schon EM sagt, dass Tesla ohne FSD nichts wert ist, wie lange würden die Kunden das anders sehen? Was passiert dann mit den Arbeitern?
        (vielleicht hat EM aber auch keine Ahnung, wer weiß)

        Antworten
  10. David meint

    06.05.2026 um 16:48

    Das haben die deutschen Hersteller sehr geschickt hinbekommen, dass sie die Skandinavier erpresst haben, damit die das verbieten. Das schreibe ich nicht etwa, weil ich das glaube, sondern weil das garantiert als Nächstes Argument kommt.

    Dabei darf man sich gerne von Out of Spec den Fahrbericht des ID.ERA 9x von heute angucken. Der hat nämlich für sein Assistenzsystem in China eine Zulassung, anders als der Tesla in China. Und funktioniert alles mindestens so gut, wie Tesla es von seinen Sachen behauptet. Titel: „Wait, the Germans have FSD?“.

    Das nur um Tesla Bemühungen einzuordnen. Denn die chinesischen Behörden hatten ja vor nicht zu langer Zeit gesagt, das Tesla-System werden sie nicht zulassen. Das VW System ist zugelassen und der Wagen ist seit heute im Verkauf. 10.000 Vorbestellungen am ersten Tag. 1600 km Reichweite und zählt als Elektroauto.

    Antworten
    • JuergenII meint

      07.05.2026 um 14:26

      Nur mal zur Einordnung: Das ist ein SAIC. Da kann noch so viel Marketing BLA BLA von Seiten VW’s kommen. Das autonome Fahrsystem kauft SAIC bei Momenta ein und das ist wirklich sehr gut. Damit das aber so läuft wurden und werden Millionen von Daten von den Fahrzeugen übermittelt. Das stelle ich mir gerade in Deutschland vor.

      Maßgeblich für den momentanen Erfolg sind Faktoren wie Hybrid, die Größe des Fahrzeuges (5,2 m) – sehr beliebt gerade bei Familien -, der Wagen wird unter 30.000 Euro angeboten und liegt damit deutlich unter vielen vergleichbaren chinesischen Modellen und ist vollgepackt mit Features, die chinesische Kunden lieben.

      Wirtschaftlich ist das ein Gradwanderung. Die Fahrzeuge werfen kaum Gewinne ab. Ziel ist es den Wettbewerb zu unterbieten und in diesem hart umkämpften Segment schnell hohe Stückzahlen zu erreichen und sich als ernstzunehmender Spieler im Premium-Neuwagensegment der NEVs zu etablieren. Auch wurde das Händler System umgestellt. Es zählen nicht mehr nur die reinen Verkaufszahlen, sondern der Schwerpunkt liegt auf Service-Leistungen und Wartung sowie auf Zubehör und Upgrades.
      Kurz zusammengefasst: Der ID.ERA 9X ist ein strategisches Verlustgeschäft, um den Anschluss an BYD, Li Auto und Co. nicht komplett zu verlieren. VW versucht damit in China überhaupt noch eine Rolle zu spielen. Erst die Folgeprodukte und die gewonnene Marktmacht sollen dann wieder echte Gewinne bringen.
      Warten wir es erstmal ab ob das gelingen wird.

      Antworten
  11. Jörg2 meint

    06.05.2026 um 14:58

    Ich würde als nationale Behörde (die ich, Gott sei Dank nicht bin) bei diesem aufgeladenen Thema auch nicht einfach durchwinken ohne selbst nocheinmal draufzuschauen. Schließlich ist das wohl für einige „Neuland“. So als behördliche „Selbstbehauptung“ ist eine Eigenprüfung ja fast zwingend.

    Ob das europaweit kommt (von Tesla und anderen) ist wohl nicht die Frage.
    Die Frage ist nur noch: „Wann?“.
    Und es wird sicherlich interessant zu beobachten, in welcher Reihenfolge und Geschwindigkeit andere nationale Behörden die Arbeit der niederländischen Behörde abschließend bewerten.

    Meine Glaskugel meint: Spätestens kurz vor Fertigstellung ähnlicher Systeme durch die Noch-Verbrennerhersteller gibt es nationale Freigaben solcher Systeme im jeweiligen Herstellerland.

    Antworten
    • David meint

      06.05.2026 um 16:54

      Die klassische Verschwörungstheorie: Man hält den fortgeschrittenen Marktteilnehmer so lange auf, bis die eigene zu langsame Industrie aufgeholt hat.

      Dann solltest du aber nicht YouTube gucken. Das würde dich erschüttern. In Europa bietet VW das nicht an, weil das niemand möchte. Aber VW hat für sein System die Zulassung in China, die Tesla dort nicht bekommen hat und im ersten Test ist das Auto vollkommen überzeugend:

      https://youtu.be/EWLL3qL4vGc?is=aaokfdV1cYB4cXBX

      Antworten
    • MK meint

      06.05.2026 um 17:21

      @Jörg 2:
      Während Tesla hier noch auf Level 2 schielt, hat Mercedes die Level 3-Zulassung in Deutschland schon seit einigen Jahren. Die Fertigstellung „solcher Systeme“ durch „Noch-Verbrennerhersteller“ ist also längst erfolgt. Die Frage ist ja immer: Gibt es einen Markt dafür?
      Wenn ich heute einen Tesla Model Y bestelle, verlangt Tesla 7.500 € Aufpreis für das System und garantiert mir nicht mal, dass ich es jemals irgendwann in der Zukunft nutzen kann…und habe wenn es kommt keinen wirklichen Vorteil: Wenn ich auch nur kurz das Handy in die Hand nehme (Tesla unterstützt ja im Gegensatz zu nahezu allen anderen Herstellern kein Android Auto), bekomme ich trotz „FSD“ einen Strafzettel. Mal noch schnell die Powerpoint-Präsentation für den Arbeitstermin fertig machen oder Zeitung lesen, ist sowieso nicht drin. Von daher: Wenn man es sowieso hat, würde ich z.B. es sicher auch nutzen. Aber Geld dafür ausgeben würde ich nicht. Da fahre ich lieber selber und habe Assistenzsysteme, die zuverlässig eingreifen, wenn ich mal aus irgendwelchen gründen unaufmerksam bin.
      Es soll halt Hersteller geben, die da eine andere Firmenpolitik haben und nur verkaufen, was wirklich fertig ist und daher denke ich, dass Level 2 von nahezu allen anderen Herstellern ausgelassen wird.

      Antworten
    • M. meint

      06.05.2026 um 20:31

      Ne.
      VW hat ein mindestens gleichwertiges (eher überlegenes) System in China im Serieneinsatz.
      Richtig: das stammt von einem chinesischen Hersteller. Aber das ist nicht das Thema. Dieses System, das fehlerfrei durch Pekings Berufsverkehr steuert, könnte ebenso für Europa trainiert werden.
      Aber das System kommt nicht nach Europa. Warum?
      Wegen der Regulierungen. Und nichts anderes.
      Wenn es also darum ginge, nur ein System zu haben, das diese Fähigkeiten hat, die es hat, mit den Fehlern, die es (fraglos) noch hat…
      …. dann wäre der Zeitpunkt JETZT.

      Aber VW hat nicht mal versucht, das System einzuführen. Weil sie wissen, dass es auf dieser Basis nicht funktioniert. Das ist der ganze Unterschied zu Tesla.

      Antworten
    • Jörg2 meint

      07.05.2026 um 15:16

      Meine Herren,

      dann stimmt ihr mir zu, dass:
      Es nicht verwunderlich ist, dass bei diesem aufgeladenen Thema andere nationale Behörden soetwas nicht einfach durchwinken.
      Das es nicht mehr um das „ob“ sondern um das „wann“ geht.
      Prima!

      Ja, China stellt eine andere Testumgebung zur Verführung.
      Ja, Mercedes hatte das „weltweit erste L3-Serienauto“ kurz im Angebot (BAB, rechte Spur, 90km/h, Schönwetterlage, tagsüber, hinter einem anderen Fahrzeug…).

      Es scheint schwierig zu sein, sich von den Level-Stempeln gedanklich lösen zu können um sich mehr den tatsächlichen Fähigkeiten halbautonomer Systeme zuzuwenden. Das der Stempel „L3“ völlig unerheblich ist, hat der Produktmisserfolg bei Mercedes ja deutlich dokumentiert. Fähigkeiten außerhalb üblicher Fahrprofilanforderungen, Preis erheblich. hu.ms würde sagen: Nur für Nerds.

      Antworten
      • MK meint

        07.05.2026 um 16:23

        @Jörg 2:
        Sie haben wieder den entscheidenden Punkt außen vor gelassen: Das Tesla-System kostet 7.500 € Aufpreis und bringt mir trotzdem keine freie Zeit, etwas anderes zu tun. Haben Sie ganz persönlich tatsächlich für diese Spielerei (und was anderes ist es nicht) so viel Geld bezahlt?
        Also: Es geht nicht um die Behauptung, dass Sie es sich vorstellen könnten, irgendwo irgendjemanden kennen der das getan hat, sondern einzig und alleine um Ihre ganz persönliche Kaufentscheidung.

        Antworten
        • Jörg2 meint

          07.05.2026 um 20:16

          MK

          Ich habe mit dem Fahrzeug nichts am Hut.
          Wenn ich das richtig verfolge, dann gibt es nur noch monatsweise Miete.

          Auf wieviel persönliche Test-km stützt sich Deine Argumentation?

        • MK meint

          11.05.2026 um 13:28

          @Jörg2:
          Wenn Sie mal in den Tesla-Konfigurator schauen, können Sie das System da weiterhin für 7.500 € in das Fahrzeug reinkonfigurieren, ein Abomodell hingegen finde ich nirgendwo.
          Und meine Einschätzung stützt sich nicht auf Test-Kilometer, sondern die Zulassung: Tesla hat nur Level 2 beantragt. Heißt: Wenn ich das Handy in die Hand nehme, um eine SMS zu lesen, ist der Führerschein weg…egal wie gut das System das Fahrzeug sicher fahren kann. Und wenn ein Unfall passiert, während das System aktiv ist und ich das Handy in der Hand hatte, bekomme ich die Alleinschuld am Unfall und die Versicherung holt sich sämtliche Zahlungen von mir wieder.

        • hu.ms meint

          12.05.2026 um 14:00

          Die kaufmöglichkeit für 7.500 € läuft in wenigen wochen aus.
          Danach nur noch abbo.

      • M. meint

        07.05.2026 um 17:22

        Nein, was MB da gemacht hatte, beschreibt L3 tatsächlich gut, und es gab klar umrissene Konditionen für den Einsatz.
        Und, dadurch, dass es nicht ständig überwacht werden musste, hatte es – in wenigen Situationen – tatsächlich einen Nutzen: man musste nicht ständig das Auto überwachen. Und darum geht es ja.
        Die Rücknahme hatte übrigens (nach allem, was ich gelesen habe) keine technischen Gründe, das System hat im Rahmen der Konditionen durchaus funktioniert, aber der Mehrwert war wegen der Einschränkungen für viele Menschen eben keiner, und dafür war es zu teuer.
        https://www.electrive.net/2026/01/12/mercedes-macht-wohl-pause-mit-fahrassistenz-nach-level-3/

        Antworten
        • Jörg2 meint

          07.05.2026 um 20:32

          Als Produkt krachend gescheitert.
          DAS ist das Bewertungskriterium im Kapitalismus.

        • MK meint

          08.05.2026 um 12:02

          @M:
          Ergänzung zu Ihrem Kommentar: Das System, dass bei den Kunden nicht angekommen ist, weil „zu teuer“, hat übrigens in einer 150.000 € S-Klasse 5.990 € Aufpreis gekostet, also rund 4% Aufpreis. Bei Tesla sind es 7.500 € Aufpreis in einem 40.000 € Fahrzeug, also knapp 19% Aufpreis.

        • M. meint

          08.05.2026 um 13:03

          Ich habe nur wiederholt, was in einem Fachartikel steht.
          Die Unterstellung, dass das System technisch nicht funktioniert, ist jedenfalls widerlegt. Die Ausweichbewegung auf ein anderes Kriterium war da natürlich absehbar…

          MK,
          Das System gab es auch in weniger teuren Autos, dann ist der %-Anteil höher.
          Zu hoch für den Benefit, offensichtlich.

        • Jörg2 meint

          08.05.2026 um 14:25

          MK

          „Ergänzung zu Ihrem Kommentar: Das System, dass bei den Kunden nicht angekommen ist, weil „zu teuer“, hat übrigens in einer 150.000 € S-Klasse 5.990 € Aufpreis gekostet, also rund 4% Aufpreis. Bei Tesla sind es 7.500 € Aufpreis in einem 40.000 € Fahrzeug, also knapp 19% Aufpreis.“

          Was soll uns das sagen?
          Das mittelmäßige 10€-Schnitzel auf dem teuren Goldteller ist in Ordnung.
          Das bessere 15€-Schnitzel auf dem stinknormalen Porzelanteller ist eine Sauerei?
          So?

          Was sind das für argumentative Verrenkungen….

        • M. meint

          11.05.2026 um 12:57

          Das für 15,- war ja nicht besser, sondern nicht mal ein Schnitzel. Maximal Frikadelle in diesem Vergleich.
          Und Porzelan ist das auch nicht. Aber das muss dich nicht krämen, Porzelan gibt es schon so lange, das ist einfach überholt…

        • MK meint

          11.05.2026 um 13:33

          @Jörg2:
          Sie haben Recht…es ist schon ein bisschen ein Äpfel/Birnen-Vergleich: Daimler hat Level 3-Zulassung, gibt also dem Fahrer 30 Sekunden Zeit, das Steuer wieder zu übernehmen und in der Zeit haftet Daimler für sämtliche Unfälle. In der Zeit, wo das System aktiv ist, darf ich ganz legal einen Laptop auf den Schoß stellen und eine Powerpoint-Präsentation erstellen, Netflix schauen usw.
          Bei Tesla muss ich jederzeit auf die Straße schauen und hafte jederzeit für Unfälle, auch während das System aktiv ist.

  12. South meint

    06.05.2026 um 14:20

    Natürlich sollte genau geprüft werden, ob das System die nötigen Sicherheitsstandards erfüllt, aber sollte so ein System eine ähnliche Unfallwahrscheinlichkeit als normales Fahren haben, dann sollte das doch erlaubt werden.
    Ist doch absurd sowas abzulehnen, wenn’s sachlich keinen Grund gibt und einige Statements wie „die Gesellschaft solche Systeme überhaupt wünscht“ gehen genau in diese Richtung.
    Da kann ich schon mal sagen, ich wünsche mir auf alle Fälle autonome, auch supervised Systeme. Ich fahre sehr viel Autobahn und mir würde schon reichen, wenn ich auf der Autobahn autonom fahren könnte, wie gesagt, auch supervised. Denn man fährt auch häufig die selben Strecken. Auch der Abstandstempomat von VW hat ein paar Macken, aber man bekommt ja ein Gefühl, was das System kann oder nicht kann…
    Mal davon wäre es absurd, dass wir bei uns grundlos Systeme verbieten, das wäre eine verheerender technikfeindlicher Imageschaden….

    Antworten
    • M. meint

      06.05.2026 um 15:01

      „aber sollte so ein System eine ähnliche Unfallwahrscheinlichkeit als normales Fahren haben, dann sollte das doch erlaubt werden.“
      Diesen Trugschluss hast du dir bei EM und seiner sogen. „Statistik“ abgeschaut.
      Das System hat diese Unfallwahrscheinlichkeit aber nicht, weil es in dieser Statistik nur aufgrund des Zusammenspiels des Systems MIT einem aufmerksamen Fahrer zu weniger Unfällen kommt – was logisch ist, weil das auch mit jedem anderen Assistenzsystem als „Sicherheitsnetz“ auch funktioniert, egal ob Abstandswarner, Spurwechselassistent,…
      Wenn das System überwacht wird, sind die nötigen Eingriffe VIEL häufiger als bei durchschnittlichen Fahrern. Die haben alle 200.000 oder noch seltener einen Unfall, also ein Ereignis, bei dem jemand hätte eingreifen müssen. Ausgeklammert sich natürlich Tempoverstöße, die zum Teil bewusst in Kaufgenommen werden, und ähnliche „Ereignisse“. Und das ist hier nicht so, die Eingriffe müssen viel öfter erfolgen. Es kommt also nicht darauf an, ob das System (im Durchschnitt) alle 20 oder alle 200 km einen Eingriff des Supervisors braucht, sondern DASS es ihn braucht. Und niemand vorher sagen kann, wann.

      Will jemand den Gegenbeweis antreten? Schön!
      Hier die Definition eines L4-Systems: https://www.aaa-adas.us/sae/level-four
      Zentral ist, dass kein Fahrer überwachen ständig muss. Das System kann jederzeit einen sicheren Zustand ohne Überwachung herstellen. IMMER.
      („At Level 4, there is no expectation for a human driver to ever request control of the vehicle.“)
      Wenn die Randbedingungen für L4 nicht passen, ist das System offline.
      (bis auf die nicht-lenkenden Assistenten)
      Wer sagt, dass das System seltener Unfälle verursacht als ein menschlicher Fahrer -> hier ist deine Zertifizierung, viel Erfolg!

      Antworten
      • Jörg2 meint

        06.05.2026 um 15:52

        Die Prüfbehörde RDW meint dazu:

        „Sicherheit hat für RDW oberste Priorität. Teslas fahrergesteuertes Assistenzsystem unterstützt den Fahrer mehr als andere Systeme, da es, wenn es aktiviert ist, mehrere Fahraufgaben übernimmt. Die korrekte Verwendung von Fahrerassistenzsystemen leistet einen positiven Beitrag zur Verkehrssicherheit, da der Fahrer bei seinen Fahraufgaben unterstützt wird; es ist eine Ergänzung zum Fahrer. Durch eine kontinuierliche strenge Überwachung des Fahrers im Fahrzeug ist das System sicherer als andere Fahrerassistenzsysteme. Seit mehr als eineinhalb Jahren haben wir dieses System gründlich untersucht und verifiziert.“

        Antworten
        • hu.ms meint

          11.05.2026 um 11:25

          Daran zweifle ich auch garnicht.
          Es können mit dem system unfälle verhindert werden, die mit einem abgelenkten menschlichen fahrer passieren würden.
          Aber darum gehts doch garnicht:
          Tesla hat alles auf die karte FSD = „voll selbstfahrend“ gesetzt.
          Ist noch lange nicht erreicht.
          Bis dahin ist doch die frage für tesla: wieviele autos werden wegen der erreichten zwichenstufen – wie die hier diskutierte – mehr gekauft ?

        • M. meint

          12.05.2026 um 12:31

          Du kapierst es einfach nicht. Vielleicht etwas einfacher.

          Ein System, das „voll selbst fährt“, muss nicht überwacht werden, weil es ja VOLL SELBST fährt. Es kommt nicht vor, dass der Fahrer eingreifen muss.
          FSD ist die Definition von L4 (mindestens) und das, was Tesla mit dem Robotaxi erreichen möchte, bzw. Waymo schon praktiziert.
          Wenn ein System also 30 km lang erfolgreich simuliert, L4 oder L5 zu sein, hört der Fahrer auf, es zu überwachen. Das ist ganz natürlich, Du starrst ja auch nicht 30 Minuten konzentriert auf die Tapete, wenn dort nichts passiert, oder? Im Auto lehnt man sich irgendwann zurück und „schaltet ab“. Und genau das war das Versprechen von EM: das Auto fährt, du musst nicht. Dafür hast du gezahlt.
          Aber bei diesem System DARF der Fahrer keine Millisekunde abschalten, weil das System innerhalb einer Sekunde abschalten kann. Ohne Vorwarnung. *bing-bong*, aus.
          Das ist die Definition von L2.

          Wie erfolgreich diese temporäre Simulation ist, ist uninteressant, wenn ich keine Sekunde wegschauen kann. Jede Sekunde, die ich wegschaue, kann es krachen. Dazu gibt es Videos. Willst du Links?
          Vertrauen ist hier kontraproduktiv, weil es die Aufmerksamkeit reduziert. Und dann krachts. Und um das zu vermeiden, muss man nicht nur (wie ein normaler Fahrer) den Verkehr beobachten, sondern ZUSÄTZLICH die Reaktion des Autos, um reagieren zu können. Dann ist der erste Fehler aber schon passiert (vorher merke ich das ja nicht), weil Menschen nun mal zwar besser Auto fahren als der Computer, aber längere Reaktionszeiten haben. Und dann geht es oft nur noch um Schadensbegrenzung, manchmal ist es aber auch dafür schon zu spät.

          Besser also andersrum: der Mensch fährt, und ist damit (eher) aufmerksam als beim rumsitzen. Das hellwache Assistenzsystem überwacht kritische Bereiche wie tote Winkel, Abstände, Seitenlinien, usw., und warnt oder greift notfalls auch ein. Das funktioniert. Auch bei Tesla.

      • South meint

        06.05.2026 um 16:42

        Nö, ich bin nicht mit Elon Musk verwandt und ich habe mir auch den Ausdruck nicht von ihm geborgt oder gar an ner Statistik von ihm bedient. Und bei steht auch nicht, dass Tesla das machen soll…“Natürlich sollte genau geprüft werden, ob das System die nötigen Sicherheitsstandards erfüllt“… für mich war sonnenklar eine ergebnisoffene neutrale Prüfstelle gemeint, denn dafür gibts ja TüV, Dekra und Co. oder wer auch immer… und das nicht nur Experten das können müssen, sollte ja wohl auch Teil einer sauberen Prüfung sein.
        Wenn Tesla das besteht, dann sollten die das dürfen, wie jeder andere Hersteller eben auch, denn ich würde so ein „supervised“ System gerne haben.
        Und aus eigener Erfahrung. Ich bin mal mit nem Tesla in München zur Stoßzeit mit dem Assistenzsystem gefahren. Das ist schon deutlich mehr als nur ein Abstandstempomat mit Spurhalteassisten, den ich von meinem ID kenne.
        Will hier bestimmt keine Werbung für Tesla machen und mein nächstes Auto ist ja schon gekauft und auch kein Tesla geworden, aber ich sag jetzt mal Steil, da gibts nen Markt dafür und ich würde das kaufen….

        Antworten
      • Erik Jung meint

        06.05.2026 um 21:24

        Dann schauen wir Mal in die Verkehrshölle San Francisco… Da fahren die Waymo Taxis problemlos unsupervised mit extrem besserer Statistik als der Mensch. Und wenn die Automatik nur einen Toten rettet, der sonst wegen einer kurzen Unaufmerksamkeit (wir sprechen von Menschen!!) gestorben wäre, dann hätte sich das Einführen schon gelohnt.

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:00

          Ich habe jetzt keine Waymo-Statistik parat – aber dass es nicht um Waymo unsupervised, sondern um Tesla supervised geht, was zwei ganz erhebliche Unterschiede sind, solltest du eigentlich erkennen können.

  13. Powerwall Thorsten meint

    06.05.2026 um 14:14

    Wenn der ESC angeblich dafür ist, die Verkehrssicherheit auf europäischen Straßen zu verbessern und die Anzahl der Verkehrstoten zu verringern, sollte es doch europaweit, insbesondere in Deutschland eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen geben, oder nicht?
    Da diese Organisation das aber nicht auf die Reihe bekommt, sollte man ja starke Bedenken hinlänglich der Besetzung und der Lobbyarbeit innerhalb dieses Vereins anmelden.
    Deutschland scheint dort ja aktiv über TÜV Dekra und indirekt auch über Organisationen wie den ADAC und so weiter stark vertreten zu sein. Wenn das jetzt wundert, dem würde ich einmal wieder raten: Follow the Money

    „Zu den anderen Punkten muss man sagen, das Fahren unter winterlichen Bedingungen ist in Holland definitiv nicht gut genug untersucht worden. Ebenso nicht das Fahren auf Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung“

    Woher FUD David nun jetzt nun wieder weiß, was alles getestet worden ist und was nicht, darf er der community hier gerne einmal erläutern – ich bin gespannt.

    Der deutschen Automobilindustrie geht der Arsch auf Grundeis, und man wird mit allen Mitteln versuchen , dieses System zu verhindern – da hat Herms ausnahmsweise einmal recht, aber das haben alle Tesla Fahrer schon lange vor ihm gewusst und auch prognostiziert.

    PS:
    Warum Schweden hier „Bedenken äußert“, dürfte ja dem informierten Leser bereits klar sein.
    Der weniger informierte Leser, sollte einmal die Begriffe Tesla, Union und Schweden in eine beliebige Suchmaschine eingeben

    Antworten
    • eBikerin meint

      06.05.2026 um 14:38

      Hm also der ESC macht ein nettes Musikevent, aber gut so ein kleiner Typo bringt einen schon zum schmunzeln. Ach ja die deutsche Autobahn ist mit die sicherste Schnellstrasse der Welt.
      „Der deutschen Automobilindustrie geht der Arsch auf Grundeis“
      Stimmt darum sind im Artikel ja auch Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen erwähnt.
      Sag mal liest du die Artikel auch, oder gibts immer nur Schnappatmung.

      Antworten
    • M. meint

      06.05.2026 um 15:04

      Was Aluhutträber wie du vorhergesagt haben: dass es die deutsche Autoindustrie ist, die es verbieten will.
      Jetzt sind es aber die skandinavischen Länder, die dem Braten nicht trauen.
      Und nicht nur, dass die ein Tempolimit haben, die haben auch KEINE eigene Autoindustrie.
      Das habt ihr nicht vorhergesagt.
      Time hasn’t told.

      Antworten
      • eBikerin meint

        06.05.2026 um 15:28

        Lieber M schon fair bleiben – immerhin Schweden hat noch seine eigene Automobilindustrie – aber du bringst es auf den Punkt. Ich habe hier schon öfters gefragt warum FSD eigentlich nicht in der Schweiz und Norwegen erlaubt ist. Diese Länder sind ja nicht in der EU und haben keine eigene (echte) Fahrzeugproduktion.
        Norwegen ist übrigens nur so was wie ein Beisitzer im TCMV ohne Stimmrecht (wenn ich das richtig recherchiert habe) da sie ja kein Mitglied der EU sind.

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:02

          Ah, du meinst Volvo?
          Ja, die gehört zwar den Chinesen, aber mit 4 Hühneraugen kann man das vielleicht durchgehen lassen.

      • Jörg2 meint

        06.05.2026 um 15:56

        M

        Du hast, im Umkehrschluss, positive Signale vom KBA, dass dieses System zeitnah in D zugelassen wird?

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:05

          Anmaßende Forderung, dass das KBA weniger Bedenken haben MUSS als Behörden anderer Länder, um als „neutral“ dazustehen. Habt ihr das im Morgenmeeting ausgeheckt? 🤡

      • Thorsten 0711 meint

        06.05.2026 um 20:33

        Du hast Volvo und Polstar vergessen. Ok, die gehören mittlerweile Geely :⁠-⁠)

        Die anderen 3 haben mich aber schon überrascht. Ich hätte jetzt auch auf Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Tschechien, und Schweden getippt. Eventuell auch Rumänien.

        Antworten
      • Powerwall Thorsten meint

        06.05.2026 um 22:34

        Der Herr Ingenieur (FH) muss wohl noch etwas an seinem Leseverständnis arbeiten.
        Ich habe vorausgesagt, dass meiner Meinung nach FSD Supervised innerhalb der EU wohl zuletzt in Deutschland zugelassen wird – war das jetzt einfach genug formuliert – gerne ;-)

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:11

          Naja, das ist ja nicht raus, Hr. Gärtner.
          Aber das KBA hat nicht weniger Grund zur Skepsis als die Behörden anderer Länder.

          Aber der Grundfehler an dem ganzen Vorgang ist ja, das über eine Ausnahmegenehmigung und öffentlichen Druck erzwingen zu wollen.
          Inkl. Fußvolk wie dir, das solche Kommentare in 1000de Foren trägt, um aus Firmenwunsch Meinung, und aus Meinung „Wahrheit“ zu machen.

  14. Jasmine meint

    06.05.2026 um 13:47

    Naja der Grund dürfte wohl klar sein – die Verlierer von Europa machen sich in die Hose, dass Tesla ihnen noch mehr Marktanteile streitig macht. Aber wen wundert es auch, in Deutschland vor allem glauben manche komischen Menschen ja echt noch immer an Technologieoffenheit. Ganz ehrlich – dann muss ich trotz dem dass ich hier gegen die europäische Wirtschaft spreche sagen, dass ich Tesla seinen Erfolg gönne! Die unnötigen EU Heinis sollen Tesla gefälligst nicht im Weg stehen – PUNKT!

    Antworten
    • eBikerin meint

      06.05.2026 um 14:53

      Du weist, dass der Marktanteil von Europa sinkt? (März war eine Ausnahme)

      Antworten
    • M. meint

      06.05.2026 um 15:08

      Die Verlierer von Europa, namentlich: Regulierungsbehörden in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen.
      Vielleicht hast du ja nur nicht gut geschlafen, oder Schwierigkeiten mit Buchstaben, aber versuche doch wenigstens den Artikel zu verstehen, bevor du deinen Frust hier auskippst.
      Die EU-Bürger sind keine Versuchskaninchen für einen US-Milliardär, nur weil der ständig Dinge verspricht, die er nicht halten kann.
      Zum Mars will er ja auch nicht mehr…

      Antworten
    • hu.ms meint

      13.05.2026 um 11:22

      Jasmine:
      Erst auf die zulassungszahlen schauen, wie sich der BEV-marktanteil von tesla die letzten jahre in europa entwickelt hat und dann hier schreiben.
      Erspart dir peinlichkeiten… :-))

      Antworten
  15. Steven B. meint

    06.05.2026 um 13:19

    Will keiner, braucht keiner! Es ist kein FSD, es ist überwacht und suggeriert einfach was ANDERES als es eigentlich IST! Ich hoffe das es nirgend weiter zugelassen wird, solange es nicht wirklich Vollautomatisiert fährt!

    Antworten
    • McGybrush meint

      07.05.2026 um 09:48

      Mit der Logik dürfte es dann aber auch kein Tempomat, Rückspiegel, ABS, DSC, Notbremssystem, Spurhaltekorrektur usw geben.

      Denn trotz dieser Dinge passieren weiterhin Unfälle. Deiner Logik nach kann man es dann ja auch wieder verbieten da sie kein 100% Schutz bieten oder nichts alleine und vollautonom können.

      Antworten
      • hu.ms meint

        13.05.2026 um 08:55

        Es ist doch gant einfach:
        „Assistenzsystem“ und „voll selbstfahren überwacht“ sagt doch alles.
        Die masse – besonders die naiven amis – nehmen doch nur die hauptbegriffe „assistenz“ und “ selbstfahrend“ zur kenntnis. Genau deshalb auch die vielen gerichtsklagen in USA, die grossteils noch nicht entschieden sind, bzw. bei tödlichen unfällen zu dreistelligen mio.zahlungen durch tesla in erstinstanz geführt haben.

        Antworten
  16. David meint

    06.05.2026 um 12:49

    Tja, so „a gmahte Wiesn“ ist das ja dann doch nicht. An sich ist das ein läppisches Level 2 System, bei dem der Fahrer nichts als fahren darf. Warum sollte man es also nicht genehmigen? Richtig, weil es Tesla ist. Ein Unternehmen, das bekanntermaßen Menschenleben seinen Werbegetöse unterordnet.

    Für mich ist nachvollziehbar, dass die Bezeichnung FSD für ein Level 2 System Verbrauchertäuschung ist. Eigentlich wäre FSD Level 5, aber ich hätte nichts dagegen, wenn man es nicht ganz so genau nimmt und auch für Level 4 verwendet. Nur hat Tesla so ein System nicht.

    Zu den anderen Punkten muss man sagen, das Fahren unter winterlichen Bedingungen ist in Holland definitiv nicht gut genug untersucht worden. Ebenso nicht das Fahren auf Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Da geht es um die Erkennung von sich schnell annähernden Fahrzeugen. Richtig ist auch, dass im Mutterland noch Verfahren der Verkehrssicherheitsbehörde gegen Tesla laufen.

    Ich sehe schon, das wird noch richtig unterhaltsam.

    Antworten
    • ChriBri meint

      06.05.2026 um 13:16

      Ich fahre selbst keinen Tesla, fand aber Björn Nylands FSD Trip in Holland schon beeindruckend. Klar, die Systeme müssen unter allen Bedingungen verkehrssicher arbeiten, aber da der Fahrer nach wie vor 100% in der Verantwortung steht, sehe ich das Problem nicht. Bei meinem Ioniq6 fallen alle Assistenzsysteme gerne aus, wenn das Fahrzeug drei Schneeflocken gesehen hat, who cares? Bin auch auf die Entwicklung gespannt, wobei wie schon oben erwähnt die Fahrt von BN sehr interessant war, so selbständig habe ich noch kein System fahren sehen.

      Antworten
      • MK meint

        06.05.2026 um 17:07

        @ChriBri:
        Das Problem wird ja im Artikel angesprochen: Das System ist „zu gut“ als Level 2-Assistenzsystem, aber zu schlecht für Level 3: Egal, wie oft Sie den Leuten erzählen, dass sie die ganze Zeit aufmerksam bleiben müssen: Schafft das Auto 100 mal den Weg zur Arbeit und zurück zuverlässig ohne manuellen Eingriff, ist der Fahrer beim 101. Mal wahrscheinlich trotzdem unaufmerksam, weil er gelernt hat „funktioniert ja“. Wenn grade dann ein Kind vors Auto rennt und das Auto dies aus welchen Gründen auch immer nicht richtig erfasst, ist das ein Problem.
        Um das zu widerlegen müsste Tesla halt mal Statistiken aus den USA herausgeben: Nicht die Unfallzahlen, während das System aktiv ist, sondern vor Allem auch: Wie viele Unfälle passieren in den ersten 10 Sekunden, nach dem das System von sich aus den Fahrer zur Übernahme des Fahrens aufgefordert hat? (ich meine, für eine Level 3-Zulassung fordert die EU, dass der Fahrer nach einem Signal des Autos mindestens 30 Sekunden Zeit hat, sich in der Situation zu Recht zu finden und das Steuer wieder zu übernehmen). Dass Tesla sich trotz bereits laufender Ermittlungen in den USA weiterhin standhaft weigert, solche Daten herauszugeben, würde mich als Behörde auch skeptisch machen. Ich meine: Die Programmierung, dass wenn ein System in letzter Sekunde erkennt, dass ein Unfall nicht mehr zu verhindern ist, noch schnell abzuschalten, ist einfach und Tesla fein raus: Die Regeln besagen ja ganz klar, dass der Fahrer alleine verantwortlich ist und sich nicht beschweren darf.

        Antworten
    • WDSE meint

      06.05.2026 um 13:20

      Als Volvo und Porsche Fahrer (kein Tesla Fan) bin ich immer wieder erstaunt wie viel vorsätzlichen Blödsinn sie hier erzählen. Ich bin eine Probefahrt durch eine deutsche Großstadt mitgefahren und war beeindruckt wie das Tesla System ohne Eingriff bei schlechtem Wetter funktioniert hat. Das ist kein läppisches Level 2 System und ihre bevorzugten Marken wären froh etwas vergleichbares zu haben.

      Antworten
      • M. meint

        06.05.2026 um 15:12

        Die bevorzugten Marken fahren genau deswegen mit „läppischen“ L2 Systemen, weil die Regulierung so ist, wie man hier gerade sieht. Die Freigabeprobleme haben die anderen nur eher erkannt und nicht darauf vertraut, dass öffentlicher Druck über einen Kurznachrichtendienst das irgendwie aus dem Weg schafft – was ja wohl der Plan war.
        Übrigens bewegt sich das System von Tesla komplett auf L2, und nichts anderes. Da helfen abweichende persönliche Laien-Erfahrungen gar nicht.

        Antworten
      • Future meint

        06.05.2026 um 16:46

        Level 2 ist eben nur eine juristische Konstuktion für die Haftungsfragen. Viel interessanter ist doch, was das Auto im Alltag tatsächlich kann. Und da ist Tesla eben allen anderen weit voraus in den autonomen Fähigkeiten. Dazu gibt es nicht nur die Entscheidung der Behörde, sondern viele Erfahrungsberichte, nicht nur von Björn Nyland in Holland, sondern auch von Heise in Hamburg – der Redakteur war schwer geflasht von seiner Tour mit FSD in Hamburg im Dezember. Der Bericht ist sehr lesenswert. Da muss man jetzt auch einfach mal anerkennen, dass Tesla hier etwas gelungen ist, was so natürlich zugelassen werden muss in ganz Europa, damit auch die Straßen in Deutschland etwas sicherer werden. Die Technologie ist eben immer besser als dieser Unsicherheitsfaktor Mensch mit seiner ganzen Selbstüberschätzung. Man muss das alles sachlich sehen, wie es die Behörden in Holland getan haben und nicht so emotional wie in Deutschland. Es kann nicht sein, dass der Gesellschaft mehr Sicherheit verweigert wird, nur um auf diese Weise mögilcherweise die heimischen Marken zu beschützen. Das gilt natürlich für alle Technologiefelder, nicht nur beim Autofahren. In anderen Ländern wie England sehen wir, wie Kameratechnologien im öffentlichen Raum die Sicherheit verbessern. Sogar in Deutschland gibt es viele Presseberichte darüber, wie Straftaten und schwere Unfälle aufgeklärt werden konnten, weil zufällig ein Tesla in der Nähe geparkt hat und alles gefilmt hatte. Die Polizei freut sich jedes Mal darüber, wenn ein Tesla in der Nähe ist. So beschreiben es die deutschen Ermittler.

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:13

          Widerlegt.
          Lies doch erstmal, was bei L3 und L4 verlangt wird, bevor du hier wieder Unsinn postest.

        • Future meint

          07.05.2026 um 17:28

          Bei den Fährigkeiten ist Tesla eben vorn. Das hat sogar die Behörde in Holland so formuliert. Mir geht es darum, was das Auto kann und da ist Tesla eben jetzt der Maßstab in Europa. Wir werden sehen, wann die anderen das auch so hinbekommen. Das zeigt doch auch ganz klar die Diskussion in diesem Thread.

        • M. meint

          07.05.2026 um 20:04

          Die Holländer haben ja sonst nichts per Ausnahmegenehmigung zertifiziert.
          Und andere Behörden scheinen noch nicht überzeugt zu sein, dass die Holländer genau genug hingeschaut haben.
          Vielleicht lesen andere Behörden auch mehr, z.B. das:
          https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-03/tesla-autonomes-fahren-system-untersuchung-usa-unfaelle-kameras-gxe

          …oder das?

          https://electrek.co/2026/03/19/nhtsa-upgrades-tesla-fsd-visibility-investigation-3-2-million-vehicles/

    • MK meint

      06.05.2026 um 13:58

      @David:
      Es könnte so einfach sein: Hätte Tesla das gleiche System unter einem Namen wie „Copilot“ oder ähnliches vermarktet, wäre die Zulassung wahrscheinlich reine Formsache.

      Antworten
      • David meint

        06.05.2026 um 15:21

        Dann wäre zumindest ein Punkt weg. Am Ende versucht Tesla ein System durchzubringen, bei dem man möglichst selten ans Lenkrad fassen muss, um damit das Narrativ zu stärken, diese Autos könnten mehr als Level 2. Was sie natürlich nicht können. Weil, sonst wäre Tesla ja verrückt, nicht wenigstens Level 3 zu beantragen. Denn dafür gibt es schon Verfahren und auch schon Fahrzeuge, die den Test passiert haben.

        Antworten
      • MichaelEV meint

        06.05.2026 um 15:47

        ??? D. versteht die Sachlage nicht und du schlägst in die selbe Kerbe…
        Level 2 umfasste bisher keine eigenständigen Fahrentscheidungen des Systems (die wurden Tesla sogar mal explizit untersagt) und das jetzige FSD Supervised trifft alle Fahrentscheidungen eigenständig.
        FSD Supervised ist das erste System dieser Art in Europa und trifft auf Regulatoren (EU bzw. die einzelnen Länder), denen bisher noch die Vorstellung fehlt wie sie sowas regulieren sollen.

        Antworten
        • MK meint

          08.05.2026 um 12:16

          @MichaelEV:
          Der Punkt ist doch: Das System trifft zwar die Entscheidungen, haftet aber nicht dafür.
          Und nein, es trifft nicht auf fehelende Vorstellungen bei den Behörden: Mercedes hat seit Jahren eine Level 3 Zulassung u.a. in Deutschland…also ein System, das die Entscheidungen nicht nur trifft, sondern auch verantwortet. Kommt es zu einem Unfall, haftet bei Mercedes der Hersteller, nicht die Person im Auto. das ist bei Tesla anders.

    • South meint

      06.05.2026 um 14:30

      Das ist es ja genau, autonomes Fahren auf Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung braucht kein Mensch…. ist doch absurd so ein System nur für ein Land zu entwickeln und selbst da fahren nur einige wenige schneller als so 150. Es wird das einzig logisch richtige passieren und das ist schon lange überfällig.
      Ein Tempolimit.

      Antworten
      • David meint

        06.05.2026 um 15:24

        Ich weiß nicht, ob du dir das vorstellen kannst: aber es soll Leute geben, die halten sich nicht an die Regeln. Verrückt, oder? Und die können auch in Holland mit 200 auf der linken Spur auftauchen. Wenn du alles nicht berücksichtigen musst, was verboten ist, dann braucht eine Bank auch keine Tresore.

        Antworten
        • MK meint

          06.05.2026 um 17:32

          @David:
          Wenn es aber weltweit keinen Ort gäbe, an dem man schneller als sagen wir mal 140 km/h fahren darf (schon jetzt darf man ja nur in Deutschland schneller fahren), kann man Autos einfach softwareseitig drosseln. Im Laufe der Jahre erledigt sich dann auch das Problem der zu schnell fahrenden PKW…einfach, weil es keine Fahrzeuge mehr gibt, die das können.
          PS: Ich weiß nicht, wann Sie das letzte Mal in den Niederlanden waren…aber ich habe da noch nie jemanden 200 fahren sehen. Liegt vielleicht auch an den Geschwindigkeitsmessungen dort: An total vielen Orten wird Ihr Kennzeichen nach einer Autobahnauffahrt erfasst und vor der nächsten Abfahrt wieder. Ein Computersystem rechnet dann die Durchschnittsgeschwindigkeit aus, mit der Sie die x Kilometer zurückgelegt haben. Liegt dieser Wert über dem Tempolimit, ist Ihr Führerschein ganz schnell weg…

        • Future meint

          07.05.2026 um 18:54

          Wer sich nicht an die Regeln hält, gehört ausgebremst. Das könnte jedes moderne Auto tun, auch jeder Verbrenner. Die Technologie ist seit Jahren da. Die Industrie traut sich das natürlich nicht. Hier müsste der Gesetzgeber also dafür sorgen, dass die Autoindustrie das umsetzt, damit sich die adrenalingesteuerten PilotInnen endlich auch an die vielen Regeln halten könnten.

      • brainDotExe meint

        06.05.2026 um 16:21

        Weil das System mit solchen Geschwindigkeiten nicht klarkommt, sollen alle anderen benachteiligt werden?

        Eher anders herum, das System muss mit solchen Geschwindigkeiten (anderer Fahrzeuge) zurecht kommen, ansonsten gibt’s keine Zulassung, fertig.

        Antworten
    • eBikerin meint

      06.05.2026 um 14:33

      Nur ein wenig Klugscheissen: Holland =! Niederlande.

      Antworten
  17. Paule meint

    06.05.2026 um 12:38

    Nach dem tödlichen Absturz von Otto Lilienthal am 9. August 1896 (er starb am 10. August) und seinen über 2.000 erfolgreichen Gleitflügen: „Opfer müssen gebracht werden“

    Laut Wikipedia-Daten sind seit 1970 insgesamt 83.772 Menschen im zivilen Luftverkehr ums Leben gekommen.

    Jährlich rund 1,3 bis 1,35 Millionen Menschen im Straßenverkehr.

    Wäre es nicht langsam an der Zeit, dass verschiedene nationale Regulierungsbehörden Bedenken haben sollen?

    Antworten
    • David meint

      06.05.2026 um 13:22

      „Wäre es nicht langsam an der Zeit, dass verschiedene nationale Regulierungsbehörden Bedenken haben sollen?“

      Genau das haben sie und darum geht es in diesem Artikel.

      Antworten
    • MK meint

      06.05.2026 um 13:56

      @Paule:
      Diese Bedenken gibt es doch bei Behörden…deswegen werden ja nahezu jedes Jahr zusätzliche Überwachungssysteme in Autos gesetzlich vorgeschrieben (neue Autos müssen schon so vorbereitet sein, dass sie per Nachrüstkit nur noch gestartet werden können, wenn der Fahrer einen Atem-Alkoholtest macht), es wird auch in Deutschland über ein generelles Tempolimit diskutiert (in den Niederlanden hat man das generelle Tempolimit nachts übrigens erst vor wenigen Jahren auf landesweit max. 100 km/h herabgesetzt…) und die Crashtest-Anforderungen werden immer wieder verschärft.
      Ein ganz konkretes Beispiel ist z.B. auch der Anschnallgurt: erst gab es ihn gar nicht, dann war er optional verfügbar, dann wurde er zur Pflicht und mittlerweile sind Kontrollsysteme, die lautstark piepen, wenn man sich nicht anschnallt, vorgeschrieben.

      Aber auch der TÜV, die Reifendruckkontrollsysteme usw. gehen ja auf solche Erfahrungen zurück: Auch ein perfekter Fahrer kann nicht jeden Unfall verhindern. Viele Unfälle entstehen nun Mal durch Defekte.
      Ein anderer Punkt, sind bewusste Regelverstöße: Ich habe auch schon gehört, dass Leute den Anschnallgurt einstecken und sich dann draufsetzen…wer Regeln so aktiv versucht auszutricksen, wird sich auch in einem autonomen Fahrzeug nicht damit zufrieden geben, plötzlich z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten.
      Schon heute ist es doch so, dass wenn jemand mit 130 km/h auf der Landstraße gegen einen Baum fährt, der in aller Regel nicht „aus Versehen“ zu schnell war, sondern sich bewusst für diese Grenzüberschreitung entschieden hat, z.B. weil er schneller am Ziel sein wollte.

      Mit den zuvor genannten Maßnahmen hat man übrigens z.B. die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland seit dem Rekordwert um über 60% reduzieren können.

      Antworten
    • M. meint

      06.05.2026 um 15:16

      Deswegen gibt es eine Führerscheinprüfung: zeigt sich ein Prüfling ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges, wird ihm die Fahrerlaubnis nicht gegeben. Da genügt ein (1) Eingriff des Fahrlehrers während der Prüfungsfahrt.
      Sie kann ihm auch wieder entzogen werden, wenn sich die mangelnde Eignung später offenbart.

      So ist das hier auch: das System tut nicht, was man von ihm erwartet -> es darf nicht fahren.

      Antworten
      • MichaelEV meint

        06.05.2026 um 16:58

        Der menschliche Fahrer hat ein paar Stunden Praxis, macht eine Stunde Prüfung und das Ergebnis wird von anderen Ländern anerkannt.
        Du suggerierst es wäre eine Prüfung nicht bestanden worden. Das Gegenteil ist der Fall:
        Eine Behörde hat sehr viel ausgiebiger als beim Menschen geprüft, die Prüfung wurde bestanden. Das Ergebnis wird aber in anderen Ländern nicht anerkannt.

        So ein Prüfverfahren wäre ja eine nicht so ferne Idee: Z.B. 1000h virtuell, ggf. x Stunden im echten Verkehr, für jedes Update neu. Für Verstöße gibt es ein Punkteregister und ab einem bestimmten Niveau wird die Zulassung für die Version eingeschränkt/zurückgezogen. Das selbe kann man gleich auf Level 5-Systeme ausweiten.

        Die Wahrheit ist doch einfach: Bisherige Regulation berücksichtigt solche Systeme bisher überhaupt gar nicht. Deswegen wird irgendwie improvisiert…
        In den Niederlanden hat man sich getraut das System nach ausgiebiger erfolgreicher Prüfung nicht mit fadenscheinigen Ausreden abzulehnen und hat es zugelassen. Andere haben noch die Hosen voll.

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:16

          Du hast nicht mal im Ansatz verstanden, was das eigentliche Problem ist.
          Aber wir können doch nicht immer bei Adam und Eva anfangen?

          Lies dich mal ein, und wenn du meinst, substanziell etwas zur EIGENTLICHEN Diskussion beitragen zu können, sag Bescheid.
          Oder wenn du einen Grundkurs brauchst, weil du es dir anders nicht beibringen kannst.
          Echt gruselig.

      • Future meint

        07.05.2026 um 09:29

        Der Führerschein ist in der Tat ein Problem. Das System von Tesla ist doch ideal für Deutschland, weil es viele schwere Unfälle verhindern kann. Es gibt ja immer noch keine regelmäßigen Überprüfungen der Fahrtüchtigkeit in Deutschland, obwohl die Gesellschaft immer älter wird. Andere Länder, wie Italien, sind da schon viel weiter. Aber in Deutschland lässt sich sowas nicht mehr durchsetzen. Insofern ist das Land auf diese Technologie von Tesla einfach angewiesen.

        Antworten
        • M. meint

          07.05.2026 um 14:18

          Bei den Amis ist das besser aufgehoben.
          1x um den Block und einparken, das ist das nötige Niveau.
          Hier reicht das nicht.

        • Future meint

          07.05.2026 um 17:32

          Amerika hat die autogerechte Stadt umgesetzt, das kann man so durchaus sagen. In Europa ist diese Vison gescheitert. Außerdem hat Europa den demographischen Wandel, den es so in Amerika nicht gibt. Das spielt auch alles eine Rolle bei der Bewertung und Einschätzung der Fahrtüchtigkeiten der Bevölkerungsgruppen.

        • Tinto meint

          07.05.2026 um 17:34

          Deutschland: Mit 33-34 Verkehrstoten pro Million Einwohner liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von ca. 45 und gehört zu den sicheren Ländern in Europa.
          Italien: Italien weist eine wesentlich höhere Sterberate, ca. 51 pro Million Einwohner, auf.
          Ja Future, die sind wirklich schon viel weiter.

        • M. meint

          11.05.2026 um 13:00

          „Amerika hat die autogerechte Stadt umgesetzt, das kann man so durchaus sagen. In Europa ist diese Vison gescheitert.“

          Die autogerechte Stadt als „Vision“, so langsam kommen wir dem näher, um das es wirklich geht…

      • McGybrush meint

        07.05.2026 um 09:55

        Also ABS, DSC, Notbremssysteme verbieten? Also sie verhindern nicht jeden Autounfall. Also nach Deiner Logik dann verbieten da sie nicht 100% das machen was Du erwartest? Unfälle vermeiden?

        Antworten
        • M. meint

          12.05.2026 um 12:43

          Niemand würde ernsthaft von einem Auto mit ABS, ESP, Abstandstempomat und was dir sonst noch so einfällt, erwarten, dass das Auto autonom fährt.
          Diese Systeme treffen keine eigenständigen Entscheidungen, sondern unterstützen in definierten Situationen. Die Entscheidung liegt immer beim Fahrer. Und das ist der Unterschied.
          Ich weiß, dass du weniger auf Tesla, sondern mehr auf BMW abzielst. Das System funktioniert ähnlich gut wie das von Tesla (auch wenn das keiner der Teslafans hier glaubt), hat aber einen ähnlichen Pferdefuß: egal wie lange es fehlerfrei fährt, 30, 50 oder 150 km, der Fahrer muss zu jeder Sekunde aufmerksam sein. Immerhin behauptet BMW nicht, das System fahre voll selbst, sondern spricht nur von Assistenzsystemen, die Grenzen haben. Vielleicht hilft diese Einordung dem Fahrer, das System richtig zu nutzen.
          Richtig spannend wird aber erst der L3 Pilot.

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