Ein seriennahes Konzept der nächsten Generation des Peugeot 208 wird laut AutoExpress im Oktober 2026 als Elektroauto auf dem Pariser Autosalon gezeigt. Im nächsten Jahr soll der Vollstromer dann auf die Straße und in den Handel kommen. Als Richtwert für den Einstiegspreis im Vereinigten Königreich werden rund 23.000 Pfund genannt, umgerechnet rund 26.600 Euro.
Gestalterisch soll der neue 208 viele Merkmale des Polygon-Konzepts (Artikelbild) von Ende 2025 übernehmen. Genannt werden die Formensprache der Marke sowie das „Hypersquare“-Lenkrad mit neuer Steer-by-Wire-Technologie ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern. Zugleich soll das Serienmodell Elemente des 205 aufnehmen. Front- und Heckleuchten sollen das gestreifte Muster des Kühlergrills und der Heckklappe des von 1983 bis 1998 gebauten Kleinstwagens in zeitgemäßer Form aufgreifen.
„Die horizontale Drei-Linien-Lichtsignatur wird man bei künftigen Peugeots finden“, kündigte Markenchef Alain Favey im Gespräch mit AutoExpress an. Das gelte auch für das Heck mit den auffälligen roten, horizontalen Leuchten. „Unsere Designer mischen gern Modernität mit positiven Elementen unseres Erbes.“
Technisch wird der 208 laut dem Bericht das erste Modell auf einer neuen STLA-Architektur des Mutterkonzerns Stellantis sein. Favey sagte, das Auto basiere auf einer Ausführung STLA Small und werde als Elektroauto eingeführt. Peugeot sehe seine Aufgabe darin, Innovationen unter Europas Volumenmarken voranzubringen.
Das neue Fahrwerk integriert Hypersquare-Steer-by-Wire, bei dem die mechanische Verbindung zwischen Lenkung und Rädern durch digitale Impulse ersetzt wird. Damit verfolgt Peugeot beim 208 dem Bericht zufolge zwei Ziele: dynamisches Handling und möglichst viel Platz in einem kompakten Fahrzeug. Favey verwies auf dichter werdenden Verkehr und knapperen Raum in Städten und nannte kompakte Außenmaße bei gleichzeitig großzügigem Innenraum als Ziel.
New 208 will reinvent Peugeot with a mix of retro and futuristic design! Here's everything we know so far…>> https://t.co/jo9qxcA9r0 pic.twitter.com/nX6rqQngtJ
— Auto Express (@AutoExpress) May 4, 2026
Die Proportionen des Konzepts Polygon mit weiter nach vorn gerückter Windschutzscheibe, kürzerer Front und längerem Radstand sollen zeigen, wie Elektroautos mehr Raum auf kleiner Grundfläche schaffen können. Auch der Wegfall der Lenksäule und eine neue Armaturenbrett-Architektur sollen das Raumangebot erhöhen. Favey sagte zudem, beim nächsten 208 solle das Gewicht begrenzt werden. Ned Curic, Cheftechniker von Stellantis, habe das Konzept unterstützt, um leichtere Autos und mehr Recycelbarkeit voranzubringen. Ein Teil davon soll in den nächsten 208 und spätere Modelle einfließen.
Für das Fahrerlebnis setzt Peugeot auf Steer-by-Wire und das längliche Hypersquare-Bedienelement. Die Software soll Geschwindigkeit und Umfeld des E-Autos auswerten, um variable und präzise Lenkunterstützung zu liefern. Favey sieht in dieser innovativen Technik auch ein Mittel im Wettbewerb mit chinesischen Herausforderern. Zugleich ließ er offen, ob STLA Small und der spanische Produktionsstandort für Hybridantriebe angepasst werden könnten. Als weitere Möglichkeit wird genannt, den heutigen 208 mit Verbrennungsmotor zu überarbeiten und parallel zum neuen E-Modell so lange anzubieten, wie Nachfrage besteht.
Als Leistung werden von 97 bis 164 kW (132-223 PS) erwartet. Dank des längeren Radstands sollen größere Batterien als bisher möglich sein. STLA Small kann bis zu 82 kWh aufnehmen, was laut dem Bericht für maximal rund 300 Meilen (ca. 480 km) pro Ladung reichen soll. Kleinere Akkupakete von potenziell knapp unter 40 kWh sind für Stadtautos vorgesehen. Die 400-Volt-Architektur soll das Laden etwas schneller ermöglichen als beim aktuellen E-208 auf einer Mischplattform, der die Batterie per Gleichstrom (DC) von 10 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten füllen kann.


Aztasu meint
Ich denke die 82kWh brutto (78kWh netto?) sind für ein Kompakt-SUV auf STLAsmall, daher die Reichweite von ca. 480km WLTP. 78kWh netto und 487km WLTP entsprächen einem reinen Fahrverbrauch von 16kWh/100km was für ein Kompakt-SUV absolut realistisch ist. Mit Ladeverlusten wäre man dann bei so 17,5kWh/100km. Der e-208 wird keine 82kWh brutto bekommen, die angegebene Reichweite passt nicht dazu, ein ID. Polo schafft ja 455km mit 56kWh brutto….
Und was lernen wir daraus? Das der ID. Polo das mit Abstand beste Fahrzeug in seiner Klasse ist und auch bleibt. Tja, VW macht bei den Kleinwagen und Kompaktwagen alles richtig
EVrules meint
Das Bessere ist des Guten Freind.
Was ist bezieht sich auf den Status Quo, was sein wird ist sehr abhängig von den Entwicklungen, entweder der eigenen oder der der anderen.
Preislich verlangt VW mehr als andere oder bietet weniger, bei gleichen Kosten (Stichwort 25k Eur Basis).
Was Peugeot oder andere machen, muss dann bewertet werden, wenn es auf der Straße steht. Alles andere ist nur blindes Fandom.
David meint
Aber nehmen wir mal an, der ID.Polo wäre nicht das beste Auto. Dann wäre es immer noch ein gutes Auto und ein Auto mit einem Fachhändler am Ort, was Vertrauen einflößt. Von einem Konzern, den es auch übermorgen noch geben wird. Und der Preispunkt ist immer noch fair genug.
Johnny Wong meint
e208 (Modell 2023) Fahrer hier. Ich fahre den GT unter 16 kWh/100 km. Die Reichweite beträgt 340 km mit 36,3 kwh freigegebener Kapazität.
Peter meint
Bei 82kWh wären nur 480km (WLTP) kein sonderlicher Hingucker. Ein EV3 mit 81kWh (brutto) meldet z.b. 600km WLTP.