Der chinesische Elektroautobauer XPeng verhandelt laut einem Bericht mit Volkswagen und anderen Herstellern über den Kauf eines Werks in Europa. Das Unternehmen wolle damit seinen internationalen Absatz ausbauen, berichtete die Financial Times.
„Wir sprechen mit (Volkswagen) darüber, ob es hier in Europa einen geeigneten Standort gibt“, sagte Elvis Cheng, XPeng-Geschäftsführer für Nordosteuropa, auf einer Konferenz der Zeitung. Eine Stellungnahme von Volkswagen dazu steht bislang noch aus.
XPeng lässt seine Elektroautos für den europäischen Markt derzeit beim Auftragsfertiger Magna Steyr in Österreich bauen. Damit stoße man jedoch mittlerweile an Kapazitätsgrenzen, berichtete Cheng. Man ziehe zudem den Bau eines neuen Werks in Betracht, da die Volkswagen-Fabriken „ein wenig alt“ seien, berichtet die Financial Times weiter.
Volkswagen befindet sich in einem umfassenden Umbau und plant, seine Produktion in Europa zurückzufahren sowie Zehntausende Stellen abzubauen. Konzernchef Oliver Blume hatte Ende April erklärt, zu prüfen, ob es für chinesische Partner Möglichkeiten gebe, ungenutzte Kapazitäten in Europa zu übernehmen.
Europas größter Automobilhersteller kooperiert mit dem aufstrebenden chinesischen Stromer-Hersteller in der Volksrepublik. Volkswagen hatte 2023 rund 700 Millionen Dollar in eine Beteiligung von fünf Prozent an XPeng investiert. Seit Kurzem läuft in China das erste gemeinsam entwickelte E-Autos vom Band.
XPeng ist nach der Kürzung von Elektroauto-Subventionen auf dem chinesischen Heimatmarkt verstärkt auf das Exportgeschäft angewiesen. In Deutschland konzentriert man sich bislang auf rein elektrische Modelle, während in China auch E-Autos mit Verbrennungsmotor als Stromgenerator („Range Extender“) angeboten werden. Hierzulande bietet die Marke aktuell vier Modelle an: Den Edel-Van X9, die große Limousine P7+, den SUV-Crossover G6 und das SUV-Flaggschiff G9.

Jörg2 meint
Die von VW freigesetzten Fachkräfte vor Ort bekommt man sicherlich auch bei idealen Neubau auf grüner Wiese. Sich in das Koresett einer alten Industrieimmo zu zwengen, ist sicherlich nicht die Grundlage für effektivste Produktion.
Ein Kommune, die davon bedroht ist, Gewerbesteuereinnahmen zu verlieren (Werksschließung) aber gleichzeit mit steigenden Sozialausgaben rechnen muss, hat sicherlich zügig einen B-Plan für „Grüne Wiese“ auf dem Tisch.
Wenn sich dann noch die Neuansiedlung um Werkskindergarten und Werks-ÖPNV kümmert, kann die Kommune nur gewinnen.
LOL meint
du meinst wenn VW Werke schließt und die Mitarbeiter arbeitslos sind?
Fred Feuerstein meint
… da die Volkswagen-Fabriken „ein wenig alt“ seien…Das kann ich mir vorstellen, wer will sich denn sowas an die Beine binden… Aber mir gibt es kein Wunder warum bei Volkswagen Milliarden investiert werden müssen. Trinity wird es wohl erst Mitte 2030 geben, wenn überhaupt…
LOL meint
ich bin mir sicher, dass „Trinity“ nicht mehr das ist was man ursprünglich geplant hatte
da wird sehr viel mehr Technik von „Partnern“ drin sein, auch von xpeng