Lotus plant für 2028 die Rückkehr in das Geschäft mit Supersportwagen mit Verbrennungsmotor. Das neue Modell soll einen Hybridantrieb mit V8-Motor erhalten, berichtet Autocar. Als möglicher Name gilt Esprit. Der Antrieb soll auf einem neuen V8-Motor von Horse Powertrain – der Antriebssparte von Renault und dem Lotus-Besitzer Geely – basieren.
Die Gesamtleistung des elektrifizierten Supersportlers soll mehr als 736 kW (986 PS) betragen. Gebaut werden soll das Modell in Hethel in England neben dem bestehenden Mittelmotor-Verbrenner-Sportwagen Emira. Der Standort liegt in Norfolk und gilt als historische Basis von Lotus.
Der neue Wagen ist Teil einer breiteren Planung, Sportwagen mit Verbrennungsmotor wieder stärker in die Zukunft von Lotus einzubinden. Die Traditionsmarke hatte zuvor einen Plan aufgegeben, bis 2028 vollständig auf Elektroautos umzustellen. Eigentlich sollte der Emira der letzte Verbrenner im Angebot sein. Lotus setzt nun aber auf eine gemischte Antriebsstrategie mit reinen Stromern und Hybriden.
Das neue Modell trägt nach Informationen von Autocar intern den Codenamen Esprit. Es orientiert sich am Elektro-Supersportwagen-Konzept Theory 1 (Artikelbild) aus dem Jahr 2024. Lotus entwickelt den turboaufgeladenen V8 gemeinsam mit Horse. Vorstandschef Feng Qingfeng sagte, beim neuen Motor werde man viel Aufwand betreiben, um das Volumen und auch das Gewicht des Motors zu verbessern. Der Motor soll auch bei einer noch unbekannten Geely-Marke in einem V8-Offroader eingesetzt werden.
Der neue Supersportwagen von Lotus soll ein Hybrid und kein Plug-in-Hybrid werden. Dadurch will man Gewicht sparen, weil Batterie und ladebezogene Komponenten kleiner beziehungsweise nicht nötig sind.
Designchef Ben Payne bestätigte, dass der neue Supersportwagen vom Theory 1 beeinflusst werde. Der Name Esprit stehe nicht fest, sei aber eine starke Option. Vorstandschef Feng sagte, eine Dreisitz-Anordnung mit mittigem Fahrerplatz wie beim Theory 1 könne eine Option sein. Das 4490 Millimeter lange Konzept wurde als zugänglicher Supersportwagen konzipiert. Es war nicht als Hypercar wie der rein elektrische Evija mit 1500 kW (2011 PS) angelegt. Lotus zufolge sind 85 Prozent der im Theory-1-Entwurf gezeigten Technik serienreif.

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