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„STLA One“: Stellantis stellt globale modulare Fahrzeugarchitektur vor

22.05.2026 in Autoindustrie, Technik von Thomas Langenbucher | 14 Kommentare

STLA-One-Stellantis

Bild: Stellantis

Stellantis hat „STLA One“ vorgestellt – eine modulare Fahrzeugarchitektur, die darauf ausgelegt ist, diverse Antriebsstränge und Fahrzeuggrößen zu unterstützen. STLA One soll im Rahmen des neuen Strategieplans „FaSTLAne 2030“ als modulare, skalierbare Architektur mit einheitlichen Schnittstellen die Komplexität reduzieren und die Entwicklungsgeschwindigkeit steigern. Angestrebt wird eine Steigerung der Kosteneffizienz von 20 Prozent, ermöglicht durch ein von Grund auf modulares Design sowie neue Batterieoptionen.

STLA One unterstütze die Plattformoptimierungsstrategie von Stellantis, erklärt der europäische Autoriese. Bis 2030 strebe man 50 Prozent des Volumens auf drei globalen Plattformen mit bis zu 70 Prozent Wiederverwendung von Komponenten an. Diese solle die Markteinführungszeit verkürzen, die Lieferantenstabilität stärken und die Kosteneffizienz verbessern.

„STLA One ist ein klares Beispiel für eine wirklich modulare Strategie, die uns die Flexibilität einer Multi-Energie-Plattform bietet, ohne Ineffizienzen von einem Antriebssystem zum anderen zu übertragen“, sagt Technologiechef Ned Curic.

STLA One deckt die Segmente B, C und D (Kleinwagen bis Mittelklasse) mit einer neuen modularen Architektur ab. Diese wurde laut Stellantis von Grund auf spezifisch für die jeweilige Energiequelle konzipiert, um die Effizienz für jede Antriebsart zu optimieren. Zudem stelle STLA One einen entscheidenden Schritt im Bestreben des Unternehmens dar, im Kostenwettbewerb zu bestehen, die Betriebsabläufe zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Damit schließe man die Kostenlücke zu den führenden Wettbewerbern im europäischen Markt.

Als weitere wichtige strategische Vorteile werden genannt:

  • Skalierbare Vereinfachung: Fortschrittliche Technologiearchitektur zur Reduzierung der Komplexität bei gleichzeitiger Ausweitung der Marktabdeckung.
  • Globale Reichweite: Entwickelt, um mehr als 30 Modelle zu unterstützen und bis 2035 auf mehr als 2 Millionen Einheiten zu wachsen.
  • Modulares Design: Modulare Schnittstellen sind so konzipiert, dass sie für jede Art von Energiequelle die bestmögliche Leistung bieten und verschiedene Antriebsstränge unterstützen.

Technologie und Startzeitpunkt

STLA One ist die erste Plattform von Stellantis, die für die Integration von STLA Brain (skalierbare zentrale Rechen- und Softwarearchitektur), STLA SmartCockpit (neue Art der Interaktion zwischen Kunden und ihren Fahrzeugen) und der Steer-by-Wire-Technologie (keine mechanische Verbindung der Lenkung zu den Rädern) vorgesehen ist. Diese Technologie-Konstellation soll schnellere Rollouts von Funktionen unterstützen und es jeder Stellantis-Marke ermöglichen, das Kundenerlebnis individuell anzupassen „und dabei ihre unverwechselbare Identität zu stärken“. Der Konzern mit bekannten Marken wie Fiat, Chrysler, Citroën, Peugeot, Opel, Maserati plant, STLA One im Jahr 2027 einzuführen.

Das Unternehmen verfolgt eine „intelligente Batteriestrategie“. Das beinhaltet die Skalierung von LFP-Batterien (Lithium-Eisen-Phosphat), um die Erschwinglichkeit von E-Autos zu unterstützen sowie die Exposition gegenüber kritischen Rohstoffen zu verringern. Durch „Cell-to-Body“-Konstruktion wird die Batterie in die Fahrzeugstruktur integriert, um Kosten, Gewicht und Komplexität zu reduzieren und die Energieeffizienz zu optimieren. „STLA One wird auch 800-Volt-fähig sein und in der Praxis eine sehr wettbewerbsfähige Ladezeit und ein besseres BEV-Erlebnis (Battery Electric Vehicles) bieten“, heißt es.

„Diese intelligente Batteriestrategie soll die BEV-Wirtschaftlichkeit im Laufe der Zeit durch reduzierte Batteriekosten und eine einfachere Integration verbessern“, erklärt Stellantis. STLA One sei Teil der Bestrebungen des Konzerns, Hardware und Software auf einem gemeinsamen Technologie-Stack aufeinander abzustimmen. Das modulare Design der Plattform könne dazu beitragen, die Entwicklung zu beschleunigen, die Komplexität zu reduzieren und Skaleneffekte zu erschließen.

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Via: Stellantis
Unternehmen: Stellantis
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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„FaSTLAne 2030“: Stellantis fokussiert globale Marken und Technologien

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Harald Berj meint

    22.05.2026 um 13:14

    Bisher fuhr man ja eine Strategie von vier Plattformen: STLA Medium, Large, Small, Frame. Etwa STLA Small wurde ja noch nicht einmal ausgerollt, auch wegen zeitlicher Verschiebungen von 2, 3.. Jahren. Aber hat sich wahrscheinlich herausgestellt, dass jene Vielfalt doch zu kostspielig und aufwendig.

    Antworten
  2. brainDotExe meint

    22.05.2026 um 11:55

    Kommen darauf dann auch endlich mal wieder flache Limousinen und Coupés?
    Ein neuer Insignia oder gar Omega ist überfällig.
    Ein richtiger Manta oder gar GT wäre auch was feines.

    Antworten
    • Theo Bort meint

      22.05.2026 um 14:26

      Würde ich sehr begrüßen.
      BMW etwa scheint mit dem i3 entsprechendes gelungen zu sein, ihn hab ich nun auch auf der Shortlist für nächstes Fahrzeug:)

      Antworten
      • brainDotExe meint

        22.05.2026 um 14:41

        Definitiv, wobei ich noch den nächsten i4 abwarte, der soll sogar als Zweitürer zu haben sein.

        Antworten
  3. David meint

    22.05.2026 um 11:30

    Verrückt. Jetzt stellt Stellantis eine echte Plattform vor. Wie die MEB. Und ab nächstes Jahr soll es starten. Da ist man also sieben Jahre zurück.

    Antworten
    • Walter Fore meint

      22.05.2026 um 14:28

      Ach so. MEB also als DIE Plattform. Deshalb ja auch Dinge wie MEB+, PPE, SSP und weiteres im Konzern.

      Antworten
      • David meint

        22.05.2026 um 15:48

        Es ist die Volumenplattform. Und MEB+ und SSP sind die Evolution davon.

        Antworten
      • Jeff Healey meint

        22.05.2026 um 17:21

        Das Gleiche habe ich mir auch gedacht.

        By the way: Wenn „STLA One“ für Stellantis Kosten- und Effizienz-technisch ein großer Spring nach vorne ist, gibt das Hoffnung auf eine erweiterte Fahrzeugauswahl, z. B. schöne Coupés, Gran Tourismos, etc.
        Win/Win, Konzern/Kunden.
        Das mag der David nicht so. Ich glaube er liebt VW. Da kann man nichts machen.

        Antworten
        • David meint

          22.05.2026 um 19:47

          Das ist Unsinn. Stellantis ist völlig unter Soll und hilft nicht mit, Fans ihrer Marken zum Umsteigen auf Elektromobilität zu bewegen. Ein bisschen besser sollten sie sich also schon tun. VW verliert dadurch nichts. Zu gut dürfen sie natürlich auch nicht sein, da hast du schon Recht. Nur das ist ja überhaupt nicht zu befürchten.

    • Fred Feuerstein meint

      22.05.2026 um 18:18

      Achso, MEB kann 800 V. Ach ne, kann sie ja gar nicht. Steer by Wire? Ach so, kann der billig zusammengeschusterte MEB auch nicht. Aber ein Alleinstellungsmerkmal hat der MEB: Trommelbremsen an der Hinterachse, wie bei einem alten Trabant…

      Antworten
      • mikeungers@gmail.com meint

        22.05.2026 um 20:55

        Der MEB hat ja auch gar nicht den Anspruch eine Platform für Premiumhersteller zu sein. Der Vergleich hinkt also.

        Im Massenmarkt braucht es das alles (noch) nicht.

        Antworten
  4. MK meint

    22.05.2026 um 10:19

    Vielleicht sollte man erstmal seine Hausaufgaben machen, bevor man in Träumen über eine bessere Zukunft schwelgt?
    800V-Architektur ist wie 1.000 km Reichweite: Viele wollen es haben, wirklich brauchen tut es aber kaum jemand. Wie wäre es, wenn man sich erstmal auf 2026 konzentriert und es z.B. endlich mal flächendeckend hinbekommt, dass bei allen Elektromodellen eine Ladegrenze (z.B. Laden nur bis 80%) einstellbar ist? Oder dass es einen elektrischen Astra Sports Tourer auch recht zeitnah mit einem Akku mit mehr als 55 kWh nutzbaren Energieinhalt gibt und nicht erst 2030? Dass Stellantis noch nicht vollkommen untergegangen ist im Elektrobereich liegt daran, dass sich Corsa und 208 mangels Alternativen ganz gut verkaufen. Der ID.Polo z.B. kommt aber dieses Jahr. Außerdem werden die Leute immer offener für chinesische Marken und z.B. der BYD Dolphin Surf gräbt den Stellantis-Kleinwagen immer mehr das Wasser ab.
    Also: Neue Plattform: Top. Man muss aber glaube ich eher darauf schauen, was man zeitnah auf die Straße bekommt als was man hofft in einigen Jahren mal so weit entwickelt zu haben, dass man es verkaufen kann.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      22.05.2026 um 22:00

      Auch wieder wahr. Ich fürchte nur, das geben die derzeitigen Plattformen einfach nicht her, also mehr Batterie Kapazität rein zu bekommen, zum Beispiel. Das ist aktuell vermutlich eine festgefahrene Situation für Stellantis.
      Zum Glück war in meinem Fall mein fast neuwertiger Jahreswagen Opel Frontera Electric unfassbar günstig, und ist auch ansonsten ein wirklich angenehmer Begleiter. Das hilft mir ganz gut über die wenigen Unzulänglichkeiten drüber weg zu sehen.

      Antworten
      • MK meint

        25.05.2026 um 17:59

        @Jeff Healey:
        Ich sehe halt, dass man in einem elektrischen Astra z.B. den Ladezustand des Akkus in einer App sehen kann und das Laden auch aus der Ferne manuell beenden kann. Die Software greift also schon heute auf den Ladezustand zu und kann ohne Stecker ziehen das Laden elektronisch stoppen.
        Wie man dann einerseits auf der eigenen Website auch empfehlen kann, den Akku nur bis 80% zu laden und andererseits an dem branchenweiten Standard scheitern kann, dass das elektronische Stoppen des Ladevorgangs nicht nur manuell, sondern auch automatisch bei einem gewissen Prozentwert passiert, erschließt sich mir einfach nicht.

        Antworten

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