Stellantis hat die Einführung zweier neuer Produktionsmodelle für seine zuletzt nicht sehr erfolgreiche Sportwagentochter Maserati in Aussicht gestellt. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des jüngsten Investorentages des europäischen Auto-Riesens. CEO Antonio Filosa betonte die Bedeutung von Maserati innerhalb des Konzerns. Er bezeichnete die Italiener als eine reine Luxusmarke mit einer besonderen Kundschaft und besonderem Erbe. Das Portfolio wolle man durch zwei neue Fahrzeuge im E-Segment (Oberklasse) ergänzen.
Auf die neuen Modelle wurde ein Ausblick unter Abdeckungen präsentiert. Während die genauen Details zum Design noch nicht ersichtlich sind, lässt sich ein Fahrzeug als hochgewachsenes SUV mit längerer Fronthaube identifizieren. Das zweite neue Modell wirkt wie ein flaches, sportliches Gran-Tourer-Coupé mit langgestreckter Motorhaube und weit nach hinten versetzter Fahrgastzelle.
Im Rahmen der Veranstaltung für Investoren wurde die neue Stellantis-Plattform „STLA One“ vorgestellt, die sowohl für Elektroautos als auch für Hybridantriebe geeignet ist. Diese modulare Architektur wird laut AutoExpress nicht für die neuen Maserati-Modelle genutzt, da sie nur Fahrzeuge zwischen den Segmenten B und D (Klein- bis Mittelklassewagen) abdeckt.
It's exciting times at Maserati as two new cars are on their way…>> https://t.co/zIJAlbpTub pic.twitter.com/cuyuZjpstV
— Auto Express (@AutoExpress) 23. Mai 2026
Gilles Vidal, der Leiter des europäischen Designs bei Stellantis, gab Einblicke in die Entwicklung der Designsprache. Er verwies auf historische Veränderungen im Ausdruck von Maserati über die Jahrzehnte. Die aktuelle Designphase sei nun abgeschlossen, man arbeite bereits an der nächsten Ära. Ein neues Konzeptfahrzeug soll auf der Pariser Automobilmesse im Oktober die künftige Designsprache von Maserati präsentieren. Weitere Details zu den beiden neuen Serienmodellen soll im Dezember bekannt gegeben werden.
Maserati zeigte zuletzt rückläufige Verkaufszahlen, das aktuelle Modellangebot fand sowohl bei elektrifizierten als auch bei Verbrennungsmotoren vergleichsweise wenig Anklang. Eigentlich wollte die italienische Traditionsmarke verstärkt auf E-Autos setzen und hat entsprechende „Folgore“-Versionen des SUV Grecale sowie des Sportwagens GranTurismo und dessen offener Version GranCabrio eingeführt. Angesichts der anhaltenden Stromer-Skepsis im High-End-Markt wird nun ein erneuter Fokus auf Verbrennertechnik erwartet. Reine E-Versionen der beiden neuen Modelle sind aber nicht ausgeschlossen.

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