Der Ende 2025 eingeführte elektrische Mercedes-Benz GLC wird laut Berichten bald um zwei weitere Motorisierungen erweitert. Bisher ist die Strom-Version des Mittelklasse-SUV nur als 360 kW/483 PS starke Allradversion mit einer 94-kWh-Batterie für 673 Kilometer nach WLTP-Norm erhältlich. Der Listenpreis für den GLC 400 4Matic liegt bei 71.281 Euro.
Nach Berichten sollen ab dem 9. Juni zwei neue Varianten bestellbar sein, wobei die Auslieferungen Ende des Jahres starten sollen. Es handelt sich dabei um den GLC 250 EQ und den GLC 300 4Matic EQ. Der GLC 250 EQ wird als Hecktriebler mit 260 kW/349 PS erwartet, während der GLC 300 4Matic EQ mit 310 kW/416 PS Leistung auf Allradantrieb setzt.
Beide neuen Varianten sollen im Vergleich zum GLC 400 4Matic eine kleinere Batterie mit einem nutzbaren Energiegehalt von 85 kWh erhalten. Dieses Akkupaket basiert auf der 800-Volt-Architektur und kann mit bis zu 320 kW in der Spitze geladen werden. Gleichstrom-Laden (DC) von 10 auf 80 Prozent dauert 22 Minuten. Die maximale Wechselstrom-Ladeleistung (AC) liegt bei 11 kW, was einen vollständigen Ladevorgang auf rund 9 Stunden ausdehnt.
Zudem plant Mercedes-Benz den Insidern zufolge zwei weitere Versionen. Der GLC 300+ EQ soll das 94-kWh-Akkupack mit einem 270 kW/362 PS starken Heckantrieb kombinieren und mit 735 Kilometern die größte Reichweite bieten. Eine weitere Einstiegsvariante mit 230 kW/309 PS Leistung und einer 64-kWh-Batterie mit günstigerer LFP-Technologie (Lithium-Eisenphosphat) soll ebenfalls angeboten werden.
Preise für die als Nächstes erwarteten Varianten des GLC mit reinem Elektroantrieb sind noch nicht bekannt. Das gilt auch für die weiteren erwarteten Ausführungen.

MrGreenEyes meint
Die Einstiegsvariante ist bei Mercedes dann deutlich attraktiver als bei BMW. Der 250er Bei MB soll irgendwo bei 64k liegen der ix3 40 liegt bei 67k. Dafür hat der Benz dann 85 kWh, der BMW nur 82 kWh.
MrBlueEyes meint
Das halte ich für ein Gerücht… der iX3 40 startet laut Konfigurator bei 63.400 €
Und ist dazu noch bei EV Database in der 1-Stop-Range quasi genauso gut wie der größere und viel teurere GLC EQ 400…
Wo hast du die 67K her???
M. meint
Auswahl ist doch was feines, und Wettbewerb auch.
Ich wette, BMW wird im Blick haben, was die Schwaben da machen.
MK meint
Ich tue mich ja immer noch schwer damit, ein 4,85 m langes SUV als „Mittelklasse“ zu bezeichnen.
brainDotExe meint
Auto werden immer größer, das ist schon länger so.
Unter dem GLC kommt ja der GLB und da muss man sich ja irgendwie von der Länge her abheben.
Ansonsten wird der kommende GLE bestimmt die 5 Meter knacken.
MK meint
@brainDotExe:
…und dann ist die Politik schuld, wenn es in der heimischen Anwohnerparkzone keinen freien Parkplatz mehr gibt. Dass das nicht daran liegt, dass irgendwelche „grünen“ Politiker böswillig Parkplätze „vernichtet“ hätten, sondern dass die Autos so gewachsen sind, dass wo früher drei Autos zwischen zwei Einfahrten passten, heute nur noch 2 stehen können, wird dann einfach mal verdrängt.
Auch beim Kauf einer Wohnung spielt es natürlich eine Rolle und generell beim Thema, wie viel Wohnraum geschaffen werden kann, wenn die Stellplatzverordnung der jeweiligen Stadt eine Zahl von x Stellplätzen pro Wohnung vorschreibt und diese Stellplätze immer größer werden müssen, weil z.B. 4,5 m Stellplatzlänge kaum noch jemandem reichen (der erste Passat (!) in den 1970ern war übrigens 4,20 m lang).
Von daher: Solche Bezeichnungen führen in die Irre. Parteien wie die AfD leben von Unzufriedenheit: Aussagen wie „früher konnte man sich einen Mittelklassewagen von einem Vollzeitgehalt leisten, heute nicht mehr“ werden dann getätigt ohne zu berücksichtigen, dass was heute Mittelklasse ist sowohl an Ausstattung als auch an Platz im Innenraum die damalige Oberklasse weit übertrifft. Einerseits versuchen die Hersteller natürlich, ihre Kunden so zum Kauf immer größerer, teurerer Fahrzeuge zu animieren…ebnen durch diese Verschiebung der Klassenzuordnung aber eben auch Populisten den Weg.
brainDotExe meint
Die Ansprüche steigen halt mit der Zeit (und dem Wohlstand). Ich habe auch ein neues Carport gebaut, weil mein jetziger Mittelklasse Wagen in das alte nicht mehr gepasst hat, wo der vorherige Mittelklasse Wagen noch reingepasst hat.
MK meint
@brainDotExe:
Das ist ja auch in Ordnung. Aber das sollte den Menschen halt auch klar sein…leider lamentieren viele „früher war alles besser“, während sie mit ihrem 300 PS-SUV zum Flughafen fahren, um in die Karibik zu fliegen, wo noch ihre Eltern höchstens mal mit dem Käfer an den Edersee gefahren sind.
Deswegen nochmal: Ich habe kein Problem damit, dass der GLC 4,85 m lang ist, Klimaautomatik, Navi mit Sprachsteuerung, belüftete Sitze usw. hat und dass es mit dem GLE und dem GLS zwei noch größere Modelle gibt. Ich habe mich selber binnen weniger Jahre vom alten Fabia Kombi mit 68 PS und Kasettendeck zum neuen Elroq hochgearbeitet.
Ich habe nur ein Problem damit, dann nicht offen zu sagen, dass der GLC eigentlich ein Oberklasse-Fahrzeug ist und das, was darüber kommt eigentlich einer vollkommen neuen Fahrzeugklasse zuzuordnen wäre.
M. meint
😄
Also, mein nächstes Auto wird in die gleiche Garage reinpassen müssen wie das aktuelle, und das, ohne die aktuelle sonstige Nutzung der Garage einzuschränken.
Sonst wird’s halt nicht mein Auto.
(ein i4 ginge aber rein)
Thorsten 0711 meint
„Dass das nicht daran liegt, dass irgendwelche „grünen“ Politiker böswillig Parkplätze „vernichtet“ hätten…“
Ganz sicher?
„Alles Aufbäumen nützte dem konservativ-bürgerlichen Lager nichts: Am Dienstag hat der Umwelt- und Technikausschuss mit der denkbar knappsten Mehrheit den Zielbeschluss gefasst, rund 150 bis 200 oberirdische Parkplätze innerhalb des Cityrings in Flanierzonen umzuwandeln. Er tat das mit neun zu acht Stimmen. Der Gemeinderat dürfte diesen Mittwoch mit knapper Mehrheit nachziehen. Was Grüne, SPD, SÖS/Linke-plus und der Stadtist als weitere Maßnahmen für eine „lebenswerte Stadt“ verstehen, wird von OB Fritz Kuhn (Grüne) ausdrücklich geteilt. Die Verwaltung werde nach dem Ratsbeschluss alles tun, damit man bei den Etatberatungen im Herbst Gelder für Umsetzungsschritte einplanen kann.“
M. meint
Mehrheiten sind Mehrheiten, Thorsten.
Was die 150 Autofahrer ärgert, freut Anwohner usw., die die Autos los sind und nun mehr Platz haben (und einen besseren Anblick).
Ich muss mich z.B. damit abfinden, dass wir eine Gaslobbyistin als Wirtschaftsministerin haben. Ich wäre die lieber heute als morgen los.
Aber Mehrheiten sind Mehrheiten…
MK meint
@Thorsten 0711:
Sie beweisen, dass „die grünen“ gegen Autos sind also damit, dass in einem Land mit 60 Millionen aktuell zugelassenen Kraftfahrzeugen in einer Stadt auf kommunalpolitischer Ebene darüber diskutiert wird, bis zu 200 anderweitig nutzbar zu machen?
Ist das eigentlich der ganze Text, den Sie da geteilt haben? Ich kenne solche Diskussionen nämlich aus meiner Heimatstadt Marburg. Hier gibt es ein Verkehrskonzept namens „Move35“, vorangetrieben in der Vergangenheit u.a. von Grünen und Klimaliste. Die von den Gegnern dieser Parteien meist zitierte Stelle besagt sinngemäß, dass jährlich 10% der Anwohner-Parkplätze entlang der Straßen in der Innenstadt nicht mehr als „Dauerparkplätze“ zur Verfügung stehen sollen. Was dann irgendwie nicht mehr zitiert wird, ist der Verweis, dass dies ausschließlich dann passieren darf, wenn für die Anwohner VORHER in neu zu bauenden Parkhäusern Alternativen geschaffen wird. Was dann wieder zitiert wird, ist, dass diese Flächen für mehr Bäume und Aufenthaltsbereiche weichen sollen. Was dann wieder nicht zitiert wird, ist, dass dies nur für einen Teil gelten soll und der Rest durchaus als Parkplatz erhalten werden soll…als Entladezone für Anwohner, für Handwerker, für Paket- und Pflegedienste und für Kunden/Patienten von Einzelhandel und Arztpraxen (Parkzeiten sollen auf 4 Stunden begrenzt werden).
Fun Fact: Zumindest bei uns in Hessen ist bis auf in einer Heimatstadt Marburg in JEDER Stadt über 50.000 Einwohner die meistbesuchte Einkaufsstraße mit den höchsten Ladenmieten seit Jahrzehnten Fußgängerzone: Egal, ob Zeil in Frankfurt, Luisenplatz in Darmstadt, Königsstraße in Kassel usw.: Alles Fußgängerzonen. Auch Outlet-Center, die viel damit werben, dass sie gut von der Autobahn erreichbar seien (z.B. „Wertheim-Village“), haben zentrale Parkplätze am Rand und einmal auf dem Gelände kann man gemütlich von Ladengebäude zu Ladengebäude schlendern ohne Abgase atmen zu müssen, über den Verkehrslärm hinweg schreien zu müssen oder aufpassen zu müssen, dass die Kinder überfahren werden.
Scheinbar gibt es also eine große Mehrheit in der Bevölkerung, bei denen eine „gute Aufenthaltsqualität“ sich tatsächlich durch einen autofreien Bereich auszeichnet und eben genau nicht dadurch, mit dem Auto bis vor jede Tür fahren zu können.
Und ansonsten ist es wie M. schon sagt: So funktioniert Demokratie: Die Minderheit muss sich damit abfinden, was die Mehrheit befürwortet.
PS: Schauen Sie doch mal, ob Sie herausfinden können, wie viele PKW in den betroffenen Bereichen in Stuttgart heute zugelassen sind und wie viele es vor 10 Jahren waren? Entgegen der steigenden Tendenz von Fahrzeugen insgesamt sinkt die Zahl der Fahrzeuge in den Innenstädten seit Jahren. Immer mehr junge Leute machen nicht mal einen Führerschein (2015 hatten laut KBA noch 51% der 17 bis 20-jährigen einen PKW-Führerschein, 2012 waren es sogar noch 55%, 2025 nur noch 41%) und nutzen wenn sie einen haben höchstens vereinzelt Carsharing. Bei uns in Marburg ist die Zahl der PKW bedingt durch viele sehr dörfliche, wachsende Außenstadtteile insgesamt leicht gestiegen. Die Zahl der beantragten Anwohnerparklizenzen war laut Lokalzeitung zumindest letztes Jahr bei sonst unveränderten Bedingungen (damals also gleicher Preis von gut 30 €/Jahr, gleiche betroffene Bereiche etc.) gegenüber der Vor-Corona-Zeit um sage und schreibe ein Drittel gesunken (von rund 2.400 auf rund 1.600)…einfach weil die Innenstadtbewohne immer häufiger gar kein Auto haben. Dafür hat sich das Carsharing-Angebot von 45 auf 90 Fahrzeuge verdoppelt, die Busse werden mehr genutzt (sicher auch wegen des Deutschlandtickets) und beim Leihrad-Anbieter Nextbike gibt es jetzt auch Elektro-Lastenräder statt nur normaler Fahrräder.
David meint
Der Citroën ID Break hatte bereits 1960 als Mittelklassefahrzeug 4,99 m Länge. Es ist also schon 65 Jahre bekannt, dass Länge kein Kriterium für eine Fahrzeugklasse ist.
CaptainPicard meint
Eine kleinere Batterie? Besser wäre eine größere Batterieoption um mit dem iX3 gleichzuziehen.
brainDotExe meint
Wie die Bodengruppe, bzw. Akkubauweise nicht hergeben.
ChriBri meint
würde das so viele Neukunden und hohe Umsatzsteigerungen bringen? Glaube ich persönlich nicht, ich halte das „downgraden“ gerade aus Preissicht zur Erhöhung der Umsätze für zielführender. In den „großen“ Varianten ist die Käuferstruktur sowohl beim iX3, als auch GLC begrenzt, mit kleineren Akkus werden die Fahrzeuge preislich auch für Flotten interessanter