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Ford will mit neuer Elektroauto-Plattform gegen chinesische Hersteller bestehen

09.06.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 6 Kommentare

Bild: Ford (Symbolbild)

Andrew Frick, Präsident von Ford Blue und der E-Auto-Abteilung Model e, hat sich in einem Gespräch mit Automotive News zu der Strategie des Unternehmens geäußert, um preislich mit chinesischen Automobilherstellern zu konkurrieren. Ein zentraler Aspekt ist dabei die neue Universal EV Platform (UEV). Durch Innovationen bei der Beschaffung und die Reduzierung von Komplexität sollen wichtige Erkenntnisse auf das gesamte Fahrzeugportfolio übertragen und skaliert werden.

Die zunehmende Konkurrenz durch Hersteller aus der Volksrepublik wird als Herausforderung wahrgenommen, da diese sehr kosteneffizient agieren. Der Anteil chinesischer Lieferanten oder Hersteller am globalen Markt wächst laut Frick rasant. Ford beobachtet die Kostenstrukturen dieser Wettbewerber genau, um die Vorteile der Konkurrenz zu verstehen und im gesamten industriellen Team zu adressieren.

Trotz staatlicher Subventionen und unterschiedlicher Arbeitsstandards in China zeigt sich Frick zuversichtlich, die Kostenstrukturen der auf den internationalen Markt drängenden Fahrzeughersteller aus Fernost erreichen zu können. Die UEV-Plattform wird hierbei als entscheidender Faktor gesehen, um eine starke Position einzunehmen. Zudem betont der Manager die Bedeutung von Regulierungen und Zöllen, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen setzt Ford auf einen neuen Ansatz. Während frühere Modelle oft auf bestehenden Verbrenner-Plattformen basierten, ermöglichte das UEV-Team durch einen von Grund auf fokussierten Ansatz eine Reduzierung der Komplexität. Dies vermeidet unnötige Kosten, die durch das bloße Übertragen alter Strukturen auf Stromer entstehen könnten.

Die Aufteilung des Unternehmens in verschiedene Einheiten für Elektroautos und Verbrenner dient der gezielten Fokussierung. Das E-Auto-Segment Model e ermögliche es, sich intensiv mit der Profitabilität und der Zyklusplanung zu befassen, so Frick. Auch die Trennung im Pro-Bereich für Nutzfahrzeuge sei sinnvoll, da sich das Team dort ausschließlich auf die Bedürfnisse von gewerblichen Kunden konzentriere.

Die aktuelle Struktur soll sicherstellen, dass die jeweiligen Teams hochspezialisiert arbeiten können. Während die Trennung der Geschäftsbereiche den Worten des Ford-Managers zufolge nicht dauerhaft sein muss, biete sie derzeit den notwendigen Fokus für die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Kundengruppen.e

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Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: China, Kosten, USAUnternehmen: Ford
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Futureman meint

    10.06.2026 um 16:03

    Jetzt anzufangen, damit man in 5 Jahren etwas hat um gegen die chinesische Technik von heute anzutreten? Glauben die, das dort die Entwicklung nicht weiter geht? Hätte jemand vor 5 Jahren gedacht, dass BYD Marktführer bei BEV wird und dazu die schnellste Ladetechnik der Welt hat? Oder das Xiaomi zu den schnellst wachsenden Automobilherstellern wird?
    Die alten Hersteller unterschätzen immer wieder die Entwicklungssprünge der Chinesen. Sie sind schon lange nicht mehr nur die Werkbank der Welt.

    Antworten
  2. Michael meint

    09.06.2026 um 23:39

    Ich glaube Ford wird der nächste Kodak. Eigentlich „to big to fail“ aber leider auch „to big to reinvent“

    Der amerikanische Markt bringt Ihnen nicht die Verkaufszahlen und außerhalb von Amerika sind Sie viel zu spät dran..

    Antworten
  3. Anti-Brumm meint

    09.06.2026 um 16:22

    Hoffentlich lernen sie aus den Fehlern von VW, die diese Idee bereits vor 10 Jahren hatten und umgesetzt haben. Man wollte mit dem MEB all die genannten Punkte abdecken, aber die Plattform ist vergleichsweise teuer. Immerhin hat man die Software mittlerweile im Griff.

    Antworten
  4. Egon_meier meint

    09.06.2026 um 15:14

    Das zeigt erneut, die Realitätsferne einer Konzernlenker.
    Den eF150 haben sie vor die Wand gesetzt, sieh haben MEB und nutzen es nicht adäquat …
    Jetzt schon wieder was neues Basteln ist schon wieder 5 Jahre Verlust.

    Toyota, Mazda, Honda, Stellantis, Ford, GM … die kriegen es einfach nicht hin.

    Antworten
    • Htr35 meint

      10.06.2026 um 07:49

      Egon ich schrieb schon vor Jahren das die Hersteller möglichst lange Verbrenner bauen werden. Erst ab 2030 wird sich da langsam erwas Ändern

      Antworten
    • Adrian meint

      10.06.2026 um 09:11

      Sehe ich ähnlich. Suzuki hat gerade auch einen neuen Rohrkrepierer rausgebraucht

      Antworten

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