Die Kosten für den elektrischen Kleinwagen Renault 5 könnten durch die Nutzung von Batterietechnologie aus dem noch kompakteren Twingo sinken. Der Hersteller plant, LFP-Technologie einzusetzen, um die Fahrzeuge noch zugänglicher zu machen.
Adam Wood, Geschäftsführer von Renault UK, bestätigte gegenüber Auto Express, dass die Lithium-Eisenphosphat-Technologie Teil des zukünftigen Produktfahrplans ist. Dies schließe auch den Renault 5 sowie den etwas größeren Renault 4 ein. Derzeit nutzen beide Modelle Batterien mit Nickel-Mangan-Cobalt-Chemie (NMC). Diese bieten eine höhere Energiedichte sowie bessere Leistungen bei Kälte, sind jedoch teurer und materialintensiver in der Herstellung.
„Die Vorteile von LFP liegen auf der Hand“, so Wood. „Einer davon betrifft die Kosten, und das ist Teil unserer Strategie, die Elektromobilität für mehr Menschen erschwinglicher zu machen.“ Diese Technologie wird voraussichtlich in den „Urban Range“-Versionen des Renault 4 und Renault 5 zum Einsatz kommen. Dabei könnte das derzeit angebotene 40-kWh-NMC-Akkupack ersetzt werden. Die „Comfort Range“-Modelle mit der größeren Kapazität von 54 kWh sollen bei der NMC-Chemie bleiben.
Durch den Wechsel auf LFP bei gleichbleibender Kapazität könnte Renault den bereits niedrigen Startpreis des Renault 5 von hierzulande 28.000 Euro senken. Dieser Preis wird derzeit durch einen staatlichen Zuschuss in Höhe von bis zu 6000 Euro unterstützt. Für den in Deutschland vor Förderung ab 19.990 Euro kostenden Renault 4 könnte die Einführung eines Modells mit geringerer Reichweite ebenfalls zu einem niedrigeren Preis führen.
Bezüglich einer möglichen Konkurrenz zwischen dem 3922 Millimeter langen Renault 5 und dem 3790 Millimeter kurzen neuen elektrischen Twingo erklärte Wood, dass sich die Fahrzeuge ergänzten. Der Renault 5 biete mehr Reichweite zu einem etwas höheren Preis und sei praktischer als der Twingo.

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