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Günstigere LFP-Batterietechnik für Renault 5 und 4 geplant

23.06.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Renault-5

Bild: Renault

Die Kosten für den elektrischen Kleinwagen Renault 5 könnten durch die Nutzung von Batterietechnologie aus dem noch kompakteren Twingo sinken. Der Hersteller plant, LFP-Technologie einzusetzen, um die Fahrzeuge noch zugänglicher zu machen.

Adam Wood, Geschäftsführer von Renault UK, bestätigte gegenüber Auto Express, dass die Lithium-Eisenphosphat-Technologie Teil des zukünftigen Produktfahrplans ist. Dies schließe auch den Renault 5 sowie den etwas größeren Renault 4 ein. Derzeit nutzen beide Modelle Batterien mit Nickel-Mangan-Cobalt-Chemie (NMC). Diese bieten eine höhere Energiedichte sowie bessere Leistungen bei Kälte, sind jedoch teurer und materialintensiver in der Herstellung.

„Die Vorteile von LFP liegen auf der Hand“, so Wood. „Einer davon betrifft die Kosten, und das ist Teil unserer Strategie, die Elektromobilität für mehr Menschen erschwinglicher zu machen.“ Diese Technologie wird voraussichtlich in den „Urban Range“-Versionen des Renault 4 und Renault 5 zum Einsatz kommen. Dabei könnte das derzeit angebotene 40-kWh-NMC-Akkupack ersetzt werden. Die „Comfort Range“-Modelle mit der größeren Kapazität von 54 kWh sollen bei der NMC-Chemie bleiben.

Durch den Wechsel auf LFP bei gleichbleibender Kapazität könnte Renault den bereits niedrigen Startpreis des Renault 5 von hierzulande 28.000 Euro senken. Dieser Preis wird derzeit durch einen staatlichen Zuschuss in Höhe von bis zu 6000 Euro unterstützt. Für den in Deutschland vor Förderung ab 29.500 Euro kostenden Renault 4 könnte die Einführung eines Modells mit geringerer Reichweite ebenfalls zu einem niedrigeren Preis führen.

Bezüglich einer möglichen Konkurrenz zwischen dem 3922 Millimeter langen Renault 5 und dem 3790 Millimeter kurzen neuen elektrischen Twingo erklärte Wood, dass sich die Fahrzeuge ergänzten. Der Renault 5 biete mehr Reichweite zu einem etwas höheren Preis und sei praktischer als der Twingo.

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Via: Auto Express
Tags: Batterie, Preise, Renault 4 E-Tech Electric, Renault 5 E-Tech ElectricUnternehmen: Renault
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. bs meint

    23.06.2026 um 15:17

    Wie kann man ein eAuto im niedrige Segment anbieten, und nicht LFP einsetzen?

    Antworten
  2. Mike meint

    23.06.2026 um 13:19

    Wo gibt es den R4 für 19,9k?

    Antworten
    • Redaktion meint

      23.06.2026 um 14:24

      Danke für den Hinweis – aktualisiert!

      VG | ecomento.de

      Antworten
  3. Futureman meint

    23.06.2026 um 11:52

    Renault plant für die Zukunft Akkutechnik, die in China schon als veraltet gilt. Da erkennt man, wie weit zurück europäische Hersteller inzwischen sind.

    Antworten
    • Mäx meint

      23.06.2026 um 14:19

      Meinst du LFP? Oder meinst du die Weiterentwicklungen von LFP?
      Weil LFP gilt nicht als veraltet; man geht eher davon aus, dass der Markt zukünftig von SIB und LFP beherrscht wird und NMC nur noch bei Nischenanwendungen/Premium Anwendungen zu tragen kommt. Dieser Marktsegment wird aber gleichzeitig von den ersten oder zweiten Solid State Batterien angegriffen.
      > SIB für stationär und low cost mit viel Volumen
      > LFP auchs tationär, und vor allem große Volumen
      > NMC und Solid State Nischenanwendungen wie Sportwagen usw. wo gerade Gewicht und/oder Bauraum entscheidend ist.

      Falls Solid State jemals günstiger werden sollte, könnte das auch am Marktsegment von LFP kratzen

      Antworten
    • M. meint

      23.06.2026 um 14:23

      Soll heißen, LFP haben die schon ersetzt?
      Durch was?
      Natrium und Li-Schwefel sind’s nicht.

      Antworten
  4. Horst Feuser meint

    23.06.2026 um 11:42

    Mir erschließt sich auf Anhieb nicht was an dem R5 praktischer sein soll als am Twingo 🤷

    Antworten
  5. CaptainPicard meint

    23.06.2026 um 10:46

    Wieso zieht sich das bei uns so lange? In China hat man ab 2021 begonnen auf LFP zu setzen und 2023 waren praktisch alle Nicht-Premium-Fahrzeuge damit ausgestattet. Heute ist es der absolute Standard dort. In Europa ist es hingegen immer noch eine völlige Nische.

    Antworten
    • Jeff Healey meint

      23.06.2026 um 21:33

      Daran sieht man sehr deutlich, dass uns in Europa die günstigen Zellen und entsprechend günstige Preise erst erreichen, wenn China seinen eigenen Markt weitestgehend bedient hat. Europa ist bei Batterie-Kontingenten nur ein Bittsteller.

      Antworten

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