Smart plant mit dem Modell #2 eine technische Neuausrichtung. Die neu entwickelte Electric Compact Architecture (ECA) wurde eigens für den rein elektrischen Nachfolger des ForTwo konzipiert. Das hat man laut dem CEO von Smart Europe entschieden, nachdem Kooperationen mit Partnern als zu kompromissbelastet eingestuft wurden. „Als wir gemerkt haben, dass wir entweder keinen Vorteil oder zu viele Kompromisse eingehen müssen, haben wir umgeschwenkt“, so Wolfgang Ufer im Gespräch mit dem Portal Elektroauto-News.Net.
Die bisher kommunizierten technischen Daten sind dem Manager zufolge noch vorläufig. Das Kleinst-Elektroauto soll eine Reichweite von rund 300 Kilometern bieten und mit einer 35,7-kWh-Batterie ausgestattet sein. Ein Schnellladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird in etwa 20 Minuten angestrebt. Die Dimensionierung der Batterie soll auch winterliche Reichweitenverluste sowie die Nutzung ohne Wallbox über mehrere Tage im Stadtverkehr berücksichtigen.
Das mit dem Concept #2 (Artikelbild) angeteaserte Design des Modells folgt laut Ufer drei Zielen: Es soll für ehemalige Zweisitzer-Fahrer sofort als Smart erkennbar sein, ein modernes Erscheinungsbild ohne Retro-Look zeigen und eine sichtbare Verwandtschaft zu den aktuellen, deutlich größeren Modellen #1, #3 und #5 aufweisen. Elemente wie die „Sharknose“ an der Front dienen dabei Ufer zufolge als bewusste Reminiszenzen an die aktuelle Fahrzeugfamilie. Der Concept #2 sei noch leicht überzeichnet, komme dem Serienfahrzeug aber schon sehr nahe.
Die Präsentation des serienmäßigen #2 inklusive Innenraum ist für den Pariser Autosalon im Oktober geplant. Ein Bestellstart wird noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Ufer deutete gegenüber Elektroauto-News.Net an, dass der Einstiegspreis „nicht schlecht“ ausfallen werde. Auto Motor und Sport gegenüber wurde er konkreter und stellte weniger als 22.500 Euro in Aussicht.
Die Auslieferung der ersten #2 ist ab dem zweiten Quartal 2027 vorgesehen, sie kommen wie die gesamte Modellpalette aus China. Mercedes-Benz hat vor einigen Jahren die Hälfte von Smart an den chinesischen Geely-Konzern verkauft. Seitdem positioniert sich die Marke mit in der Volksrepublik entwickelten, gebauten und von dort exportierten E‑Autos mehr in Richtung Premium. Der #2 ist das erste Serienmodell mit Vorbild in der Unternehmenshistorie nach der Neuausrichtung. Bisher setzten Mercedes und Geely auf größere Kompakt- und Mittelklasse-Segment im SUV, SUV-Coupé-Format. In Asien gibt es zudem eine Coupé-Limousine sowie neben reinem auch teilelektrischen Antrieb.

David meint
Naja, mit 35,7 kWh kann man ja was anfangen. Ein Effizienzwunder wird das dagegen nicht werden. Ein Preiswunder auch nicht. Die Frage ist, wie viele Leute wollen wirklich einen kompakten Wagen? Und, wird das chinesische Smart von Smart-affinen Menschen akzeptiert?
ratta meint
warum verschenkt man nur für das turnschuhdesign hinten den ganzen platz