Fiat plant die Einführung eines neuen Elektrofahrzeugs namens Multiplina. Das Modell mit vier Sitzen soll im Rahmen der Strategie des Herstellers für Kleinfahrzeuge auf den Markt kommen. Der Entwurf wurde nun durch den Multiplina Concept angekündigt.
Die Serienversion des Kleinst-Elektroautos ist laut Autocar für das Jahr 2028 vorgesehen. In der Modellpalette soll der Multiplina zwischen dem zweisitzigen Topolino und dem aktuellen 500 angesiedelt sein. Zudem soll er unterhalb eines weiteren erschwinglichen Elektro-Stadtautos stehen, das noch in diesem Jahr vorgestellt wird.
Markenchef Olivier François kündigte die Vorstellung des Multiplina später in diesem Jahr an. Er sagte, dass das neue E-Auto eine Verbindung zwischen dem Topolino und herkömmlichen Stadtautos darstellen werde. Der Name Multiplina orientiert sich am Modell 600 Multipla aus dem Jahr 1956. Die Abmessungen des neuen Fahrzeugs ähneln dem 500 aus dem Jahr 1957, wobei die Länge knapp unter drei Metern liegen soll. Damit ist der kleine Stromer größer als der Topolino, der 2,53 Meter misst.
Im Gegensatz zum Topolino, der zur EU-L6-Kategorie der Leichtkraftfahrzeuge gehört, wird die Multiplina Autocar zufolge nach den L7-Regelungen gebaut. Diese Einstufung ermöglicht eine höhere Leistung sowie eine gesteigerte Geschwindigkeit. Während der Topolino auf eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h begrenzt ist, soll der Multiplina bis zu 90 km/h erreichen können.
Fiat soll den Multiplina so auslegen, dass er auch den Einsatz außerhalb von Stadtzentren ermöglicht. Die technische Basis soll dieselbe wie beim Topolino und dem dreisitzigen Elektro-Nutzfahrzeug Tris sein. Diese Plattform wird jedoch nach Informationen von Autocar umfassend überarbeitet, um mehr Platz, eine größere Batterie und damit mehr Reichweite zu bieten.

Smarty2020 meint
DAS! wäre ein würdiger und praktischer Stadt-Smart-Nachfolger. Kann auch mal kurz über die Autobahn, Hauptrevier Stadt/Kurzstrecke. Und das bei sehr sehr kompaktem Maßen/Wendekreis. Luxus-Livestylse ist für diese Klasse doch eher unangebracht und vernachlässigbar.
Mal sehen ob und wann die Kiste kommt und ob ein flexibler Kofferraum 2 (teilzerlegte) Fahrräder schlucken kann. Das wäre optimal!!!
Jeff Healey meint
„Mal sehen ob und wann die Kiste kommt und ob ein flexibler Kofferraum 2 (teilzerlegte) Fahrräder schlucken kann. Das wäre optimal!!!“
Der alte Meriva A war so ein geniales Auto.
Wahnsinnig viel Platz innen, auf kompaktesten Ausmaßen, höchst flexible Sitze/Rückbank mit absolut glattem Maximal-Kofferraum, ohne jegliche Stufe!
So etwas in elektrisch würde viele Kunden begeistern. Ich verstehe bis heute nicht, warum die Konzerne so ein Format nicht mehr auflegen wollen. Auch die Studie da oben hat wieder zu klein gewählte Maße, und nur zwei Türen. Warum nicht einfach einen winzigen Tick länger und vier vernünftige Türen?
Warum nur immer und immer wieder „Verzichts-Autos“, mit viel zu vielen Kompromissen im Alltag behaftet, wenn es mit wenigen Zentimetern mehr Aussenlänge ein Auto für Millionen (!!!) werden kann?
Gestern in meiner kleinen Stadt, alleine bei der Einkaufs-Fahrt wieder mindestens vier alte Meriva A gesehen. Unersetzlich, das Ding, bis heute. Wer einen hat, gibt ihn kaum wieder her, oder wartet wie ich seit gefühlten Ewigkeiten auf adäquaten elektrischen Ersatz. Wo bleibt die Industrie? Worauf warten die?
Matthias meint
Es gibt bereits fast 50 Millionen fast ausschließlich viertürige/fünftürige Blechkisten in Deutschland, noch mehr davon braucht niemand, auch du nicht. Bei einem 4m-Fünftürer wie Opel Corsa konnte ich aufgrund der kleinen Fahrertüre nur mit Mühe ein- und aussteigen, weil das Modell immer zwei Fondtüren samt Rücksitzbank hat die ich nicht brauche. Dagegen war mein VW Lupo, 40cm kürzer und nur als Zwei/Dreitürer im Angebot, die reinste Luxuskarosse. Wird nicht mehr gebaut, den Nachfolger VW e-Up gab es nur mit zu vielen zu kleinen Türen.
Matthias meint
Oh, FIAT will die clevere Mia selber bauen? Mit platzsparenden Schiebetüren, und Fahrersitz in der Mitte wie beim Tesla Semi? Aber nein, die üblichen sperrigen Klapptüren und Sardinenbüchsen-Sitzanordnung paarweise wie auf der Arche Noah.
c.g. meint
Das wirklich großartige Mia-Konzept wäre ja eher eine Fahrzeug- und Preisklasse darüber. Somit scheint mir aus Kosten- und Abmessungsgründen der Multiplina-Ansatz durchaus sinnvoll bzw. bedarfsgerecht.
Wir können nur hoffen, dass beide Lösungsansätze weiterverfolgt werden.
Jeff Healey meint
So, und das Ganze einen Tick größer, einen guten Zacken schneller (ca. Richtgeschwindigkeit der Autobahn), und mit individuellen Anpassungen über drei, vier der Stellantis-Marken verteilt (z.B. Peugeot, Citroen, Fiat, Opel), und der Konzern hat einen potenziellen Millionen-Seller.
SB meint
Einen Ticken größer und eine Tacken schneller ist keine L7e-Zulassung mehr und die Regelungsexzesse der EU wie ein Tempowarner und weitere nutzlose aber teure Systeme werden notwendig.
Das wird erst mit der Fahrzeugklasse M1E möglich – falls die kommen sollte und nicht vorher zerredet oder kaputtreguliert wird.
Jeff Healey meint
Der Einwand ist absolut richtig!
Ich hoffe ebenfalls auf ein baldiges Erscheinen der Fahrzeugklasse M1E, damit endlich voll alltagstaugliche aber deutlich günstigere E-Fahrzeuge für jedermann verfügbar sind.
Elvenpath meint
Elektromobilität ist wie geschaffen für L7e Fahrzeuge. Ich hoffe in Zukunft viele von diesen Leichtfahrzeugen in den Städten zu sehen, statt dicken SUVs und übermotorisierten Prollkarren.