McLaren plant eine umfassende Expansion in Großbritannien und die Entwicklung eines neuen „Performance-SUV“ mit Hybridtechnik. Das Vorhaben ist Teil einer Investitionsstrategie, um die britischen Betriebsstätten unter neuer Eigentümerschaft aus Abu Dhabi zu modernisieren. Mit dem SUV möchte der Hersteller sein Portfolio über die bisherigen zweisitzigen Supersportwagen hinaus erweitern.
Ein erster Teilbetrag von 500 Millionen Pfund soll in die Erneuerung des McLaren Production Centre in Woking fließen. Das Werk in der Nähe von London dient zudem als Basis für das Formel-1-Team des Unternehmens. Durch diese Maßnahmen wird die Eigenproduktion von zwei neuen Hybrid-Verbrenner-Systemen sowie deren Getrieben angestrebt.
Zudem ist eine Erweiterung des Composites Technology Centre in Rotherham vorgesehen. Dort werden die Carbofaser-Chassis gefertigt, die das zentrale Strukturmerkmal der Verbrenner-Supercars und des Plug-in-Hybrid-Sportwagens Artura bilden. Das gesamte Investitionsvolumen soll bis zum Jahr 2032 mindestens 1000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in den britischen McLaren-Betrieben schaffen. In der Lieferkette werden zusätzlich bis zu 3000 Stellen erwartet.
Die Finanzierung erfolgt durch L’IMAD, einen Staatsfonds aus Abu Dhabi, der die vorherige Eigentümerin CYVN übernommen hat. Die Expansion in das SUV-Segment soll dazu beitragen, die Profitabilität des Unternehmens wiederherzustellen. McLaren hatte zwischen 2020 und 2024 jährliche Verluste verzeichnet. Unter der neuen Führung wird der jährliche Absatz auf etwa 2000 Fahrzeuge begrenzt, um die Exklusivität der Marke zu wahren.
Chief Operating Officer Michael Straughan betonte laut Automotive News die Notwendigkeit von Wachstum, um Materialkosten zu senken und Gewinne zu steigern. Er glaubt, dass die Margen mit den Spitzenreitern der Branche mithalten können – „aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns“.
„Wir werden das ganz im Stil von McLaren angehen“, sagte laut Automotive News CEO Nick Collins über das geplante SUV. „Er wird etwas Einzigartiges in dieses Segment einbringen, das die Kunden unserer Meinung nach zu schätzen wissen werden.“ Neben dem neuen SUV mit voraussichtlich Hybridantrieb wird eine Überarbeitung der zweisitzigen Modellreihe erwartet. Einen reinen Stromer will McLaren erst bauen, wenn die Kunden danach fragen – bislang sei dies nicht der Fall.

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