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Nio-CEO beklagt steigende Fahrzeugkosten durch Halbleiterpreise

16.07.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Nio-EL8-2024-2

Bild: Nio

Die steigenden Preise für Rohstoffe, insbesondere für Halbleiter, belasten die Automobilindustrie zunehmend. Besonders die hohe Nachfrage nach sogenannten DRAM-Chips durch IT-Unternehmen für Künstliche-Intelligenz-Rechenzentren führt zu einer Verknappung des Marktes und treibt die Kosten in die Höhe. Da der Ausbau der Produktionskapazitäten bei Chipherstellern Jahre in Anspruch nimmt, wird mit einer anhaltenden Preisentwicklung gerechnet.

William Li, CEO des chinesischen Elektroautobauers Nio, konkretisierte kürzlich die finanziellen Auswirkungen auf das in Europa als ES8 angebotene Modell, berichtet die Automobilwoche. Die Einkaufspreise für dieses große SUV sind demnach um etwa 20.000 Yuan gestiegen, was rund 2600 Euro entspricht. Um diese Kostensteigerungen vollständig zu decken, müsste der Preis für Speicherchips laut Li grundsätzlich um 30.000 Yuan (fast 3900 Euro) steigen.

Dadurch stehe Nio unter erheblichem Druck, räumte Li ein. Man suche jedoch gemeinsam mit Partnern aus der Lieferkette nach Wegen, einen Teil der Kosten abzusichern und die Preise stabil zu halten. Bezüglich der aktuellen Situation beim ES8 erklärte der CEO: „Kurzfristig liegt dies noch im Rahmen dessen, was wir verkraften können.“ Das Unternehmen verfügt laut Li bei diesem Modell noch über Spielraum bei der Bruttomarge, um einen Teil der Mehrkosten selbst aufzufangen.

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen zeigte sich Li zuversichtlich und verwies auf die Verkaufszahlen im Mai. In 48 chinesischen Städten und Regionen habe Nio mehr Fahrzeuge verkauft als die deutschen Premiummarken BMW, Mercedes-Benz und Audi zusammen. Die internationale Expansion gestaltet sich hingegen schwierig. Daten der China Passenger Car Association (CPCA) zufolge wurden im Juni lediglich 72 Fahrzeuge außerhalb der Volksrepublik verkauft. Diese Zahl umfasst die Kernmarke Nio sowie die neuen Submarken Onvo und Firefly.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: China, Kosten, PreiseUnternehmen: Firefly, Nio, Onvo
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Rene meint

    16.07.2026 um 14:46

    „Besonders die hohe Nachfrage nach sogenannten DRAM-Chips durch IT-Unternehmen für Künstliche-Intelligenz-Rechenzentren führt zu einer Verknappung des Marktes und treibt die Kosten in die Höhe. Da der Ausbau der Produktionskapazitäten bei Chipherstellern Jahre in Anspruch nimmt, wird mit einer anhaltenden Preisentwicklung gerechnet.“
    Danke vielmals – jetzt zahlen wir Letztverbraucher neben steigenden Stromkosten auch die steigenden Autokosten – höchste Zeit, weitere Rechenzentren der großen IT-Konzerne Amerikas in Europa zu verhindern – Dank an Google, Facebook, etc.!

    Antworten
    • M. meint

      16.07.2026 um 18:56

      Pro-Tipp: auf Gockel, Meta & Co verzichten. Wenn genug mitmachen, sparen die bestimmt ein paar RAM-Riegel ein. Weniger Daten -> weniger Hardwarebedarf.

      Antworten
  2. David meint

    16.07.2026 um 13:50

    Das ist ja wie bei Lucid, die keine Magneten mehr für ihre Motoren bekommen und deshalb pleite gehen. Und was die von Nio medial immer für ein Riesenrad gedreht haben. Die 1000 km Fahrt mit dem 150 kWh Akku. Dazu die vielen gekauften Berichte zu ihren Wechselstationen. Da ist jede wohl mindestens 20 mal von irgendwem besucht worden. Und immer Hofberichterstattung. Außerdem haben sie in den Nyland investiert, damit er seine 1000 km Strecke so bastelt, dass genau am richtigen Ort eine der seltenen Nio-Wechselstationen steht. Die natürlich dann auch offen ist, obwohl die keinen 24/7 Betrieb haben und er ansonsten ganz gerne in der Nacht fährt. Naja, das wird sich dann alles erledigt haben. Inklusive des angeblich in München entwickelten Kleinwagens Firefly und der Jubelperser hier im Forum.

    Antworten
    • Paule meint

      16.07.2026 um 15:28

      „Und immer Hofberichterstattung“

      Wie nennst Du das, was VW hier bucht?

      Antworten
    • Die Wahrheit meint

      16.07.2026 um 15:48

      Bei David gehen alle Pleite oder sind unehrenhaft.

      Nur der VW Konzern ist der Musterschüler.

      Der Dieselskandal war mustergültig, inovativ, kreativ, aber leider illegal, kriminell und wurde hart bestraft. Sogar das EUGH musste dem KBA auf die Finger klopfen wegen Untätigkeit.

      Mal schauen, wer den KBA bei der FSD Zulassungsmisere auf die Finger klopft. Der Ruf vom KBA ist genauso wie beim VW Konzern nachhaltig beschädigt.

      Die von VW versenkten 30 Millarden für Strafen, Gutmachungen (Imageverlust nicht eungerechnet) fehlen dem Konzern und treiben ihn jetzt zu ruinösen Maßnahmen, wo nicht wenige Experten den VW Konzern kein langes Überleben mehr bescheinigen.

      VW hat keine Kompetenz in
      – Batteriefertigung
      – Schnell-Ladestatitionen
      – Software SDVs, inzwischen mit die wichtigste Komponente im Auto.

      Daran sind mindestens folgende Hersteller/Modelle gescheitert:
      – VW ID.3, ID.4
      – Porsche Taycan, Macan
      – Mercedes EQE, EQS, EQA, EQB, EQC
      – Audi Q6, eTron
      – FORD Mustang
      – Hyundai EV6, EV9, GV60
      – Rivian R1T, R1S
      – Lucid Air
      – Polestar
      – Fisker, führte sogar zur Insolvenz
      – und viele andere
      Alleine daran ist der große Vorsprung von TESLA erkennbar.

      Der VW Konzern muss immer häufiger alles teuer dazukaufen und hat wenig oder glücklose Eigenentwicklungen. Milliarden wurden bei CARIA und RIVIAN versenkt. Der VW Konzern hinkt hoffnungslos hinter TESLA und aufholenden Chinesen hinterher.

      Die EAuto Quoten hat der Konzern nicht erfüllt. Die Strafzahlungen drohen erneut. Teuere Zertifikate (Freikauf von Strafzahlungen) müssen wieder vermehrt aufgekauft werden und belasten den Konzern in Zeiten, wo jeder Euro an allen Ecken und Kanten gekürzt werden muß.

      Unehrenhafte Knebelverträge vom VW Konzern funktionieren nicht mehr.

      Investoren springen reihenweise ab.

      Die Kreditwürdigkeit bleibt fraglich.

      Der Börsenkurs kannte die letzten Jahre nur einen Weg, steil nach unten.

      Die VW MEB Plattform war nicht erfolgreich. FORD hat die dummerweise übernommen, fängt aber mit Reduzierungen an.

      Antworten
      • David meint

        16.07.2026 um 20:45

        Der Thorsten, da hat er sich wieder geärgert. Die Vierlinge finden Tesla wehrlos. Es gibt kein Model 2. Tesla ist Nio. Riesenfresse, aber keine attraktiven Produkte. Das schlimmste für Tesla ist übrigens nicht, dass sie nicht autonom fahren können. Das konnten sie noch nie. Sondern dass es Google ist, die das können und nach überall hin ausrollen. Damit sind zwei Sachen deutlich erkennbar: Erstens, jetzt lässt sich finanziell ermessen, wie hoch der Vorteil ist, wenn kein Fahrer mehr am Steuer sitzt. Nicht so hoch. Zweitens, Google verdirbt die Preise, weil es für sie nur ein Nebenprodukt ist. Damit es aus diesem Thema auch die Fantasie raus. Es wird kommen, vielleicht nicht bei Tesla, aber insgesamt. Aber es wird sehr schnell Commodity werden. Und es tut dir weh, wenn du das von der Seitenlinie feststellst.

        Antworten
        • Die Wahrheit meint

          18.07.2026 um 08:56

          >>> Der Thorsten, da hat er sich wieder geärgert. Die Vierlinge finden Tesla wehrlos. Es gibt kein Model 2. Tesla ist Nio. Riesenfresse, aber keine attraktiven Produkte. <<>> Das schlimmste für Tesla ist übrigens nicht, dass sie nicht autonom fahren können. Das konnten sie noch nie. <<<

          Schlimm ist die Unkenntnis oder absichtliche FUD Verbreiterung von David. TESLA beweist doch mit dem Robotaxi und dem Cybercab, dass ihre Autos völlig autonom fahren können. Sie können es nicht nur, sie machen es sogar in immer mehr Städten.

          Sogar in Deutschland hat der Verkehsminister, Herr Schnieder, in Bitburg/Prüm (seinem Wahlkreis) zwei TESLA Fahrzeuge mit Level 2 super Plus -:) zugelassen. Diese fahren zwar noch mit Sicherheitsfahrer, der mußten allerdings noch nie eingreifen. Die Fahrten sind kostenlos für alle Bürger. Da dies sehr erfolgreich verlief, wurde auf die Vulkaneifel erweitert.

          So, Herr Schnieder, da sie quasi am eigene Leib erfahren, dass das Konzept erfolgreich ist und fuktioniert, bitte den nächsten Schritt wagen und nicht nur in der eugegen Region auf Wählerstimmenfang gehen.
          FSD supervised von TESLA ist unangefochten das beste Level 2 System, welches derzeit weltweit verfügbar ist. Länder wie:
          – Niederlande
          – Estland
          – Litauen
          – Belgien
          – Dänemark
          haben es mit Erfolg freigegeben.

          Deutschland muß folgen oder sich weiter blamieren mit: Wir prüfen noch.

  3. Futureman meint

    16.07.2026 um 12:50

    Dachte immer die Batterie wäre der Kostentreiber. Kaum fallen da massiv die Preise, sind es plötzlich die Halbleiter. Wie schaffen es andere Hersteller nur, dann Fahrzeuge für unter 10000$ zu verkaufen?
    Denke Nio wird demnächst Lucid folgen.

    Antworten
  4. M. meint

    16.07.2026 um 12:46

    „Daten der China Passenger Car Association (CPCA) zufolge wurden im Juni lediglich 72 Fahrzeuge außerhalb der Volksrepublik verkauft.“

    Das sind also die Zahlen für ALLES außerhalb Chinas. Global! Alle 3 Marken!
    Tipp an NIO: Expansionsbemühungen abblasen, das ist offensichtlich ein Fass ohne Boden.
    Die letzten Reste an Gebrauchtwagen würde ich noch versuchen mit Kaufbatterien irgendwie unters Volk zu bringen, bevor ich die Zelte abbreche. Oder wieder mitnehmen, vielleicht will die jemand in China.

    Antworten

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